Kategorie: 1. Damen

Alle Neuigkeiten über die 1. Damen

Norbert Grimmer wird sportlicher Leiter der Aktiven (25.07.2019)

Zum 01. August 2019 wird Norbert Grimmer neuer Sportlicher Leiter Aktive bei der TG Frankenthal. Verantwortlich ist er dann für die gesamte Steuerung und Koordination des Leistungssportbereichs der Damen und Herren.

Der 63-jährige Grimmer, war schon von 2002 bis 2010 Teammanager, später auch Sportdirektor des Herrenteams. In dieser Zeit fiel der Aufstieg in die erste Bundesliga Feld und mehrere Teilnahmen an Viertelfinalspielen in Feld und Halle. Im Anschluss daran war er von 2014 bis 2017 im Trainerteam von Stephan Decher beim TSV Mannheim Hockey tätig, der nun seit August 2018 Sportlicher Leiter Jugend in Frankenthal ist.

Die letzten beiden Jahre war Grimmer Sportdirektor und Jugendtrainer beim TFC Ludwigshafen und dort federführend für die Entwicklung und Durchführung eines gesamtheitlichen Jugendkonzepts verantwortlich.

„Norbert Grimmer mit seiner ganzen Erfahrung als Manager, Trainer und in vielen anderen verantwortlichen Positionen war unser Wunschkandidat und wir sind sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, diese für die Entwicklung des Vereins so wichtige Position mit ihm besetzen zu können“, freut sich Timo Schmietenknop, Hockey-Abteilungsleiter der TG Frankenthal.

Grimmer sagt: „Die seit letztem Sommer beeindruckende Aufbruchstimmung und Entwicklung reizt mich an dieser Aufgabe. Timo Schmietenknop und Stephan Decher haben sich sehr um mich bemüht. Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung bei der TG, die Zusammenarbeit mit den Beiden, dem ganzen Trainerteam, den Spielern und den fantastischen Fans der TG“.

 

Rheinpfalz: „Neuer Besen kehrt gut“ (17.07.2019)

Saisonbilanz: Das wichtigste Saisonziel haben die ersten Damen der TG Frankenthal früh erreicht. Der Klassenerhalt in der Feldhockey-Regionalliga Süd stand drei Wochen vor Saisonende fest. Wichtiger noch: Der neue Trainer Rainer Schwenk gab seinen Schützlingen den Glauben zurück, Spiele gewinnen zu können.

Frankenthal. Zu Beginn seiner Amtszeit hatte Schwenk von einer „Herkulesaufgabe“ gesprochen. Die Frankenthalerinnen schienen das Siegen verlernt zu haben. Nach einer katastrophalen Runde im Winter waren sie gerade aus der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd abgestiegen. Am spielerischen Können habe es nicht gelegen, dass es mit dem Team bergab gegangen sei. „Das war eine reine Kopfsache, die Spielerinnen waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt“, sagt Schwenk.Mit einem mageren Zähler waren die TG-Damen Ende April in das Restprogramm der Feld-Regionalliga Süd gestartet. Am Ende landeten sie mit 20 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz und ließen mit großem Abstand den SB Rosenheim (zwölf Punkte) sowie die beiden Absteiger HTC Stuttgarter Kickers und SC München 2016 (beide acht) hinter sich.
Besserung stellte sich jedoch nicht sofort ein. Die verheerende 0:8-Niederlage im ersten Pflichtspiel unter seiner Verantwortung Ende April bei der HG Nürnberg sieht der Coach heute als „Weckruf zur rechten Zeit“. Die Pleite gegen einen spielstarken Gegner offenbarte schonungslos die Schwächen im Team. „Wir waren viel zu weit weg von unseren Gegnerinnen und haben überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel gefunden“, betont Schwenk.
Nur eine Woche später präsentierten sich seine Schützlinge im ersten Heimspiel des Jahres auf dem Jahnplatz viel strukturierter. Der 2:1-Erfolg gegen den 1. Hanauer THC markierte den ersten Sieg der TG-Damen überhaupt nach knapp elf Monaten. Es folgten weitere Siege beim SB Rosenheim (1:0) und dem SC München 2016 (2:1). „Das war natürlich sehr gut fürs Selbstbewusstsein“, meint Schwenk.
Der neue Übungsleiter probierte viel aus, setzte Spielerinnen auf anderen Positionen ein, als sie es gewohnt waren und änderte auch während einer Partie häufiger das System. Er verordnete der Mannschaft eine offensivere Spielweise, die die TG-Damen gut annahmen.
Für das Team sei es anfangs nicht einfach gewesen, sich auf die vielen Umstellungen einzustellen, sagt TG-Kapitänin Katharina Koppel. „Wir haben aber gemerkt, dass es funktioniert.“ Bei Rückständen habe man nicht, wie früher, aufgesteckt und die Ordnung verloren, sondern weitergekämpft und auch knappe Führungen über die Zeit gebracht.
Doch die Frankenthalerinnen verloren auch einige Partien unnötig, wie beim späteren Absteiger HTC Stuttgarter Kickers (1:3). Andere Niederlagen wie beim SC Frankfurt 1880 (0:2) oder beim späteren Meister TSV Schott Mainz (0:2) seien in Ordnung gegangen, meint Schwenk. „Frankfurt war klar besser, die Mannschaft ist weiter als wir. Und Mainz hat uns mit seiner robusten Spielweise den Schneid abgekauft.“ Da habe sich gezeigt, dass es insbesondere den jüngeren Spielerinnen noch an Erfahrung fehlt.
Mit seinen Nachwuchskräften ist der Übungsleiter dennoch sehr zufrieden. „Sie haben noch einiges zu lernen, gerade was das Zweikampfverhalten anbelangt. Aber die Entwicklung stimmt.“ Für Emma Finke und Annika Koch war es die erste Saison in der Regionalliga. Meike Stillger hatte schon Einsatzzeiten in der Halle, im Feld war sie nun fester Bestandteil des Teams. Auch Nina Büffor, Jana Reither, Karolina Kneller und Elisa Haselmaier, die verletzt fast die ganze Runde verpasste, sind noch sehr jung. Schwenk freut aber auch, „dass sich die älteren Spielerinnen weiterentwickelt haben“. Das traf in dieser Runde vor allem auf Katja Happersberger und Francesca Delarber zu. Auch der Teamgeist sei wieder intakt.
Das zeigte sich im Rückspiel gegen die HG Nürnberg. Gegen die technisch und läuferisch starken Gäste lagen die TG-Damen in der zweiten Halbzeit 2:3 zurück und drohten in einer schwachen Phase, in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Nach einer Auszeit stimmte der Kampfgeist wieder. In den letzten Minuten erzielte Francesca Delarber noch den Ausgleich. Es war vielleicht das stärkste Saisonspiel der Frankenthalerinnen.
Eine Baustelle bleibt dagegen nach wie vor die Chancenverwertung. Nur 19 Tore haben die TG-Damen erzielt – viel zu wenig, um oben mitzuspielen. Auch die Eckenausbeute war mager. „An diesen Punkten müssen wir arbeiten“, betont Schwenk, der noch in dieser Woche mit der Saisonvorbereitung beginnen will. Dann stehe auch wieder Konditionstraining auf dem Programm. Da hat sich die Mannschaft zwar stark verbessert gezeigt. Aber: „In der zweiten Halbzeit hat bei uns oft das Tempo nachgelassen“, moniert der Coach.

Rainer Schwenk hat den TG-Damen die richtige Richtung vorgegeben. Katja Happersberger gehört zu den etablierten Spielerinnen, die sich unter der Leitung des neuen Coachs nochmal gesteigert haben.

Rheinpfalz: „TG-Damen beenden Saison mit Niederlage“ (01.07.2019)

Letztes Regionalligaspiel in Hanau endet 0:5

HANAU. Es bleibt beim fünften Tabellenrang: Die ersten Damen der TG Frankenthal haben am letzten Spieltag in der Feldhockey-Regionalliga Süd keinen Platz mehr gutgemacht. Am Samstag verloren die TG-Damen die Hitzeschlacht beim 1. Hanauer THC klar mit 0:5 (0:4). Mit dem Saisonverlauf ist Trainer Rainer Schwenk dennoch zufrieden.
„Es war brutal heiß auf dem Platz. Gut, dass das Spiel rum ist“, sagte Schwenk kurz nach dem Abpfiff der RHEINPFALZ am Telefon. Gleich in der ersten Halbzeit sei sein Team durch Fehlschüsse deutlich in Rückstand geraten. „Angesichts der Temperaturen war die Partie dann recht schnell gelaufen“, meinte Schwenk. Bei der TG hätten sich die Ausfälle bemerkbar gemacht. Mit Francesca Delarber, Kim Lauer (beide verletzt) und Mona Seemann (Urlaub) konnten gleich drei Stammkräfte nicht spielen.
„Wir hatten nur drei Auswechselspielerinnen auf der Bank“, berichtete Schwenk. Der THC dagegen habe gut durchwechseln können und habe von Anfang an klargemacht, sein Heimspiel nicht verlieren zu wollen. „Hanau hat das gut gemacht, sie haben verdient gewonnen“, sagte Schwenk.
Nach einer Kurzen Ecke hatte Melina Herkert die Gastgeberinnen in Führung gebracht (16.). Laura Fehst (24.), Anna Simon (28.) und Luisa Noll (34.) erhöhten diese noch vor der Pause auf 4:0. „Wir haben gar nicht schlecht gespielt“, erläuterte Schwenk. In den entscheidenden Momenten seien seinem Team aber unnötige Fehler unterlaufen. „Das darf uns so natürlich nicht passieren, da haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht“, betonte der Übungsleiter.

Schreckmoment: Esther Peikert verletzt sich an der SchulterIn der zweiten Halbzeit sei es dann für die TG besser gelaufen. „Da haben wir kaum noch etwas zugelassen und hatten auch wieder Chancen“, sagte Schwenk. Am Abschluss habe es aber gehapert. Vor dem Tor erfolgreich waren dagegen noch einmal die Hanauerinnen. Clara Dippel sorgte kurz vor Schluss für den 5:0-Endstand (66.). Ein Beinbruch sei die Niederlage nicht, meinte Schwenk. „Es ging ja für beide Teams eigentlich um nichts mehr.“ Ein Schreckmoment für die TG: Esther Peikert verletzte sich an der Schulter. „Gut, dass die Saison nun rum ist“, befand Schwenk.
Mit dem Verlauf der Runde ist der Übungsleiter mit Blick auf den Neuaufbau und die vielen Umstellungen im Damenteam zufrieden. „Wir haben frühzeitig den Klassenerhalt klargemacht, dadurch war der Druck an den letzten Wochenenden weg.“ Die TG-Damen beenden die Runde mit 20 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz mit großem Vorsprung vor den beiden Absteigern HTC Stuttgarter Kickers (8) und SC München 2016 (8).
Mit einem 3:1-Sieg gegen den SC Frankfurt 1880 hat sich der TSV Schott Mainz (32) die Meisterschaft in der Regionalliga Süd gesichert. Die Schott-Damen steigen zusammen mit dem Tabellenzweiten HG Nürnberg (29), der am Samstag 3:1 beim SB Rosenheim erfolgreich war, in die Zweite Bundesliga auf.

Rheinpfalz:“ Main soll Einsatzzeit bekommen“ (29.06.2019)

Damenteam der TG Frankenthal beendet in Hanau Regionalliga-Saison

FRANKENTHAL. Weitere drei Punkte holen – das ist das Ziel der ersten Damen der TG Frankenthal am letzten Spieltag der Feldhockey-Regionalliga Süd. Am Samstag sind die TG-Damen noch einmal auswärts gefordert. Um 15 Uhr treffen sie auf Tabellennachbar 1. Hanauer THC.
Der Klassenerhalt ist schon lange in trockenen Tüchern. Trotzdem haben die Frankenthalerinnen noch ein Ziel: Sie würden gerne mit Hanau den Tabellenplatz tauschen. Der THC ist aktuell mit 22 Punkten Vierter, Frankenthal mit zwei Zählern weniger Fünfter. Das Hinspiel haben die TG-Damen 3:2 gewonnen. Der Erfolg Anfang Mai war für sie der erste Sieg nach knapp einem Jahr gewesen.
Mit dem vergangenen Wochenende ist TG-Trainer Rainer Schwenk zufrieden. Seine Schützlinge gewannen am Samstag 4:2 gegen den SB Rosenheim, tags darauf legten sie einen 3:2-Sieg gegen den SC München 2016 nach. „Im zweiten Spiel sind wir in der ersten Halbzeit in Rückstand geraten, haben uns davon aber nicht beirren lassen“, berichtet Schwenk. Nach dem 0:1 erzielte die TG drei Tore in Folge, ehe die Gäste noch einmal herankamen. „Es war vielleicht kein schönes Spiel, aber die Mädels haben gekämpft“, meint der Übungsleiter.

Delarber fällt verletzt ausEinziger Wermutstropfen: Francesca Delarber knickte Mitte der zweiten Halbzeit um. Sie zog sich einen Bänderriss zu und wird am letzten Spieltag nicht zur Verfügung stehen. Auch Kim Lauer wird gegen Hanau ausfallen. Sie hat eine Blase am Fuß. Mona Seemann, die am vergangenen Wochenende zwei Tore erzielte, fehlt urlaubsbedingt. Und hinter dem Einsatz von Nina Büffor, die zuletzt im Spielaufbau eine starke Leistung zeigte, steht ein Fragezeichen. Büffor ist gesundheitlich angeschlagen. Dafür werden Janine Meyer, Kelly Lauer und Anna Mees von den zweiten Damen der TG dabei sein.
Trainiert haben die Frankenthalerinnen unter der Woche nur am Donnerstagabend. Die Übungseinheit am Dienstag fiel wegen der hohen Temperaturen aus. Deswegen habe man auch nicht am derzeitigen Hauptproblem des Teams arbeiten können: den Strafecken. „Da müssen wir in der Saisonvorbereitung ein Hauptaugenmerk drauf werfen.“
Weitere Einsatzzeit soll in Hanau Ersatzkeeperin Benita Main bekommen. Sie und Stammtorfrau Nadine Deimling sollen jeweils eine Halbzeit lang spielen. „Vielleicht hütet Benita auch die ganze Zeit über das Tor. Im Training hat sich gezeigt, dass Nadine auch als Feldspielerin nicht untalentiert ist“, sagt Schwenk und lacht. Zu den vielen Positionswechseln, die er im Team vorgenommen hat, würde das passen. Wobei Schwenk beteuert, im letzten Spiel nicht mehr viel ausprobieren zu wollen. „Das Wichtigste ist, dass sich keiner mehr verletzt.“

Rheinpfalz: „TG-Damen legen sechs Punkte nach“ (24.06.2019)

Frankenthalerinnen gewinnen am Wochenende in Regionalliga Süd zweimal – Erst 4:2 gegen SB Rosenheim, dann 3:2 gegen SC München 2016

FRANKENTHAL. Die ersten Damen der TG Frankenthal haben in der Feldhockey-Regionalliga Süd zwei Heimerfolge eingefahren. Am Samstag schlugen sie nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit den SB Rosenheim verdient 4:2 (0:1). Gestern besiegten sie den SC München 2016 mit 3:2 (1:1).
Rainer Schwenk hat den TG-Damen den Glauben an das Siegen zurückgegeben. In beiden Spielen gerieten die Gastgeberinnen in Rückstand, ließen sich aber davon nicht beirren und kamen zurück. Schon am Samstag begannen sie stark. Die Gäste aus Rosenheim, die noch um den Klassenerhalt kämpfen, taten sich schwer. Es entwickelte sich eine Partie in eine Richtung, von Erfolg gekrönt waren die Angriffe der TG-Damen in der ersten Halbzeit aber nicht. Und das wurde bestraft. Kurz vor der Pause nutzte Christina Brunner eine Strafecke der Gäste zur überraschenden Führung von Rosenheim (34.).
In der zweiten Halbzeit entwickelte die TG wieder mehr Zug zum gegnerischen Tor. Es dauerte aber bis zur 51. Minute, bis die TG-Anhänger nach dem Ausgleich von Francesca Delarber jubeln konnten. Delarber bereitete vier Minuten später auch das 2:1 vor, Kim Lauer musste nur noch einschieben. Und die TG drückte weiter: Mona Seeman erhöhte auf 3:1 (56.). Lauer erzielte nach Vorarbeit von Nina Büffor und Delarber, die beide ein starkes Spiel machten, das 4:1 (59.). Das 4:2 der Gäste in der Schlussphase – Brunner traf nach einer Strafecke – war nur noch Ergebniskosmetik.
„Unsere Tore waren schön herausgespielt“, freute sich TG-Trainer Rainer Schwenk. „Die erste Halbzeit haben wir nach starkem Beginn verschlafen. Da hätten wir konsequenter spielen müssen.“ Ein Manko waren die schludrig ausgespielten Strafecken. Keine führte zum Torerfolg.

TG gerät zunächst in RückstandNach einem Spiel ohne Höhepunkte in den ersten 20 Minuten gegen den SC München 2016 erzielte Kornelia Szeöke gestern die Führung für die Gäste (19.). Waren die TG-Spielerinnen anfangs noch zu weit weg von ihren Gegenspielerinnen, zeigte ein Weckruf von Trainer Rainer Schwenk Wirkung. Francesca Delarber gelang der Ausgleich (30.) nach Zuspiel von Elena Stang.
Nach dem Wechsel war die TG zunächst effektiver. Der SC war jedoch aufgrund von sechs fehlenden Spielerinnen auf der Bank dünn besetzt. Ein Manko bei den Temperaturen. Mona Seemann brachte die TG 2:1 in Front (36.). Vier Minuten später erhöhte Katharina Koppel auf 3:1. Doch die Münchnerinnen steckten nicht auf. Szeöke durfte es vor dem Anschluss zum 3:2 (46.) zweimal versuchen – Janine Meyer lenkte den Nachschuss ins eigene Tor. Jetzt kamen erst einmal wieder die Münchnerinnen auf. Insbesondere Louisa Meßmer hatte Chancen. Aufseiten der TG hätte Kim Lauer alles klar machen können. Nach einem Pass von Meike Stillger schob sie den Ball am leeren Tor vorbei.
„Es war kein schönes Spiel, aber Hut ab, die Mädels haben gekämpft“, sagte Schwenk. Man habe gemerkt, dass sie nicht verlieren wollten. SC-Trainer Robert Feja war gelassen: „Wir sind abgestiegen, aber der Zusammenhalt in der Mannschaft ist hervorragend.“
So spielten sie
TG Frankenthal – SB Rosenheim 4:2
TG Frankenthal: Deimling (Main) – Meyer, Koppel, Peikert, Lauer, Happersberger, Sabasch, Reither, Kneller, Seemann, Hoffmann, Stillger, Büffor, Delarber, Koch, Stang
SB Rosenheim: Auer, Coutandin (2. Halbzeit) – Stalla, Brunner, Verena Lindner, Sporer, Lengenfelder, Klingenstein, Labonte, Fuchs, Menschick, Regina Lindner, Wachenfeld, Ober, Spitz, Altenkirch
Tore: 0:1 Brunner (34., Strafecke), 1:1 Delarber (51.), 2:1 Lauer (55.), 3:1 Seemann (56.), 4:1 Lauer (59.), 4:2 Brunner (69., Strafecke) – Strafecken: 8/0 – 6/2 – Grüne Karte: Ober – Beste Spielerinnen: Büffor, Delarber, Lauer, Koppel – Ober, Brunner – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Neideck (Neustadt)/Vossebein (Neunkirchen).

TG Frankenthal – SC München 2016 3:2
TG Frankenthal: Main (Deimling) – Meyer, Koppel, Peikert, Lauer, Happersberger, Sabasch, Reither, Kneller, Seemann, Hoffmann, Stillger, Büffor, Delarber, Koch, Stang
SC München 2016: Duthweiler – Frenz, Krause, Strebel, Brown, Lisa Schreyer, Kristina Schreyer, Duda, Niklaus, Fessenmeyer, Meßmer Patzner, Hilse, Szeöke, Konsek, Mauer
Tore: 0:1 Szeöke (19.), 1:1 Delarber (30.), 1:2 Seemann (36.), 1:3 Koppel (40.), 3:2 Szeöke (43.) – Strafecken: 5/0 – 2/0 – Grüne Karte: Kristina Schreyer – Beste Spielerinnen: Koppel, Stang – Meßmer, Kristina Schreyer – Zuschauer: 70 – Schiedsrichter: Bulla (Neustadt)/Brocker (Saarbrücken).

Rheinpfalz:“Hektik im Schusskreis ablegen“ (22.06.2019)

TG-Damen können am Wochenende zu Hause gegen SB Rosenheim und SC München 2016 ohne Druck aufspielen

FRANKENTHAL. Die ersten Damen der TG Frankenthal bestreiten am Wochenende ihre letzten beiden Heimspiele in der Feldhockey-Regionalliga Süd. Zunächst ist heute Tabellennachbar SB Rosenheim auf dem Jahnplatz zu Gast (16 Uhr), am morgigen Sonntag empfangen die Frankenthalerinnen dann den SC München 2016 (14 Uhr). Die Hinspiele haben die TG-Damen gewonnen.
„Wir wollen vor heimischem Publikum einen schönen Saisonabschluss haben“, sagt Rainer Schwenk. Nach dem vergangenen Doppelspieltag, an dem die Frankenthalerinnen leer ausgegangen sind, sollen nun wieder zwei Siege her, meint der TG-Trainer. „Wir wollen an die Leistungen in den letzten beiden Heimspielen gegen die Stuttgarter Kickers und die HG Nürnberg anknüpfen und noch einmal ordentlich punkten, ehe für uns eine Woche später beim 1. Hanauer THC das letzte Saisonspiel ansteht.“
Die Voraussetzungen dafür stehen nicht schlecht. Beide Hinspiele in Bayern haben die TG-Damen Anfang Mai bei widrigen Witterungsbedingungen gewonnen. Der heutige Gegner Rosenheim wurde 1:0 geschlagen, in München verzeichnete das Team von Rainer Schwenk einen 2:1-Sieg. Auf die leichte Schulter nehme man beide Teams aber nicht, auch nicht den Tabellenletzten München. „Die haben viele erfahrene Spielerinnen vom Münchner SC in ihren Reihen, die wissen, wie man Hockey spielt“, sagt Schwenk. Und da der SB Rosenheim, der mit zwölf Punkten, aktuell Sechster ist, theoretisch noch absteigen kann, erwartet er heute auf jeden Fall einen kämpferisch eingestellten Gegner.
Ein Vorteil für die Gastgeberinnen: Sie nehmen aktuell den fünften Tabellenplatz ein und haben mit 14 Punkten den Klassenerhalt bereits in trockenen Tüchern. Vom Vorletzten, den Stuttgarter Kickers (7), können sie nicht mehr eingeholt werden. „Wir können befreit aufspielen“, betont Schwenk. Nach den beiden Niederlagen vor einer Woche gegen den SC Frankfurt 1880 und den TSV Schott Mainz (jeweils 0:2) kann die TG auch nicht mehr in den Kampf um die beiden Aufstiegsplätze eingreifen. Wegen einer Aufstockung der Zweiten Bundesliga gehen in diesem Jahr der Meister und Vizemeister hoch.

Schwenk: Team ist auf gutem Weg„Der Aufstieg wäre für uns auch zu früh gekommen“, sagt Schwenk. Dies habe sich bei den jüngsten Niederlagen gezeigt. Während Frankfurt das klar bessere Team gewesen sei, habe man sich einen Tag später von kämpferischen Mainzerinnen den Schneid abkaufen lassen, erläutert Schwenk. „Man muss akzeptieren, dass andere weiter sind. Wir haben noch einiges an Aufbauarbeit vor uns. Das Team ist aber auf einem guten Weg.“
Am Wochenende kann der Übungsleiter auf einen vollen Kader zurückgreifen. Von der zweiten Damenmannschaft der TG werden Janine Meyer, Julia Sabasch und Elena Stang dabei sein. „Mit fünf Auswechselspielerinnen können wir 70 Minuten lang Vollgas geben“, meint Schwenk. Nicht dabei sein wird Emma Finke, die sich in Frankfurt eine Zerrung zugezogen hat und eine Pause bekommen soll. Auch ohne die Stürmerin wünscht sich der Coach mehr Torgefahr von seinem Team. „Die Spielerinnen müssen im Schusskreis die Hektik ablegen, dann klappt das auch mit dem Toreschießen.“

Rheinpfalz:“ TG-Damen gehen leer aus“ (17.06.2019)

Zwei Spiele, zweimal dasselbe Ergebnis: Die ersten Damen der TG Frankenthal holten am Wochenende in der Regionalliga Süd keine Punkte. Am Samstag unterlagen sie auswärts dem SC Frankfurt 1880 mit 0:2 (0:1). Genauso erging es ihnen gestern beim TSV Schott Mainz.

FRANKFURT/MAINZ. Der Klassenerhalt ist trotzdem sicher, weil die Stuttgarter Kickers am Samstag ebenfalls gegen Mainz verloren haben. Die TG-Damen, die noch drei Saisonspiele bestreiten müssen, rangieren mit 14 Punkten weiter auf dem fünften Platz. Der Vorsprung vor dem Vorletzten Stuttgart, der nur noch zwei Partien vor sich hat, beträgt sieben Zähler. Frankenthal kann von den Kickers also nicht mehr eingeholt werden. „Wir sind durch“, freute sich TG-Trainer Rainer Schwenk. „In den letzten Spielen wollen wir aber noch so viele Punkte wie möglich holen.“
Der Sieg für den SC Frankfurt 1880, der wegen der 1:2-Heimniederlage der HG Nürnberg gegen den 1. Hanauer THC die Tabellenführung übernahm, gehe in Ordnung, meinte TG-Trainer Rainer Schwenk. Über 70 Minuten seien die Gastgeber das bessere Team gewesen. „Das muss man akzeptieren. Frankfurt war insbesondere in der ersten Halbzeit läuferisch sehr stark. Da sind wir unseren Gegnerinnen hinterhergelaufen und haben sie das Spiel machen lassen. So kommt man nicht zu Chancen.“

Manko TorausbeuteNach einer Strafecke sei der SC kurz vor der Pause per Stecher in Führung gegangen, berichtete Schwenk. „Da sind wir nicht vor den Ball gekommen. Frankfurt hat das auch stark gemacht.“ In der zweiten Halbzeit habe sich die TG gesteigert. „Da waren wir nicht mehr das schlechtere Team, der Spielaufbau lief dann auch viel besser“, sagte Schwenk. Das 2:0 für 1880 kurz nach der Pause sei unglücklich gewesen. Unmittelbar davor sei der Stockschlag einer Frankfurterin von den Unparteiischen nicht geahndet worden. „Hätten die Schiedsrichter die Szene abgepfiffen, wäre es nicht zum zweiten Gegentor gekommen“, erläuterte der Übungsleiter.
Mit der Leistung seiner Spielerinnen in der zweiten Halbzeit sei er zufrieden. „Wir haben uns danach noch die eine oder andere gute Chance erarbeitet, haben aber kein Tor erzielt.“ Ein Manko sei auch die läuferische Leistung gewesen. „Da müssen wir noch einiges tun. Insofern war das Spiel gegen Frankfurt ein gutes Konditionstraining“, meinte Schwenk und lachte. Ein kleiner Schreckmoment aus TG-Sicht: Nachwuchsspielerin Emma Finke, die gerade eine Oberschenkelverletzung überstanden hatte, erlitt eine Zerrung.
Finke probierte es am Sonntag beim zweiten Auswärtsspiel des Wochenendes gegen den TSV Schott Mainz erneut, musste das Feld allerdings wieder verlassen. Mit dem Schrecken und leichten Blessuren kam in der Landeshauptstadt Nina Büffor davon, die laut Schwenk übel gefoult worden war.

TG gerät früh in RückstandGegen körperlich sehr robust auftretende Mainzerinnen habe sich sein Team gestern schwer getan, berichtete der TG-Coach. „Insbesondere unseren jungen Spielerinnen fehlt es da noch an Erfahrung und Abgeklärtheit.“ Der frühe Rückstand – Schott nutzte in der ersten Minute einen Freischlag von der Viertellinie zur Führung – sei natürlich nicht förderlich gewesen. Danach habe man sich aber gefangen und besonders in der zweiten Halbzeit gut mitgehalten. „Mainz war spielerisch und technisch nicht besser als wir“, betonte Schwenk. „Wir haben dann viel Druck gemacht und sind leider in einen Konter gelaufen.“ Daraus resultierte das 2:0 der Mainzerinnen, die auf den zweiten Tabellenplatz vorrückten.
Insbesondere mit den Leistungen von Francesca Delarber, Esther Peikert und Mona Seemann war Schwenk zufrieden. „Sie haben in der Defensivbewegung entschärft, was zu entschärfen war.“ Auch Noëlle Hahl komme immer besser zurecht, habe aber noch Trainingsrückstand.

Rheinpfalz: „Heil in Offensive suchen“ (15.06.2019)

TG-Damen in Regionalliga in Frankfurt und Mainz zu Gast

Frankenthal. Nach knapp dreiwöchiger Spielpause steht für die ersten Damen der TG Frankenthal am Wochenende in der Feldhockey-Regionalliga Süd der nächste Doppelspieltag an. Am Samstag (14 Uhr) treffen die Frankenthalerinnen auswärts auf den SC Frankfurt 1880, am Sonntag (16 Uhr) steht die Partie beim TSV Schott Mainz an. Die TG-Damen wollen weiter punkten.
Mit der Entwicklung seines Teams ist TG-Trainer Rainer Schwenk zufrieden. Vor der Pfingtspause holten die Frankenthalerinnen in zwei Heimspielen einen souveränen 1:0-Heimsieg gegen den HTC Stuttgarter Kickers und ein hart erkämpftes 3:3 gegen die HG Nürnberg, die Schwenk als Favoriten im Kampf um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga sieht. Dass seinen Schützlingen gegen den spielstarken Tabellenführer in der Schlussphase unter großem Druck noch der Ausgleich gelang, ist für den Coach Beleg dafür, dass die Mannschaft nach dem Abstieg in der Halle deutlich gefestigter auftritt.
Spielerisch habe man in den vergangenen Wochen Fortschritte erzielt, betont Schwenk. Das Team komme mit der offensiveren Ausrichtung mit drei Verteidigerinnen und einer vorgezogenen Innenverteidigerin sehr gut zurecht: „Der Spielaufbau funktioniert. Wenn wir den Ball haben, geht es schnell nach vorne.“ Einziges Manko: „Unsere Torausbeute könnte besser sein. Daran müssen wir weiter arbeiten.“ Leichte Defizite sieht der Übungsleiter auch noch im konditionellen Bereich. „Da müssen die Mädels noch etwas trainingsfleißiger werden. Wer länger läuft, gewinnt“, betont Schwenk.
Auch am Wochenende traut er seiner Mannschaft wieder einiges zu: „Wir dürfen nur nicht aufhören, zielstrebig Hockey zu spielen. Dann hat es jeder Gegner gegen uns schwer.“ Mindestens drei Punkte will er in den kommenden beiden Spielen holen, gerne natürlich auch mehr.
Weil sich die TG mit 14 Zählern im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt hat, sollte sie mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. „Wir können am Wochenende ohne Druck spielen. Das könnte ein Vorteil sein, zumal Frankfurt Ambitionen nach oben hat“, sagt Schwenk. Mit den Hessinnen haben die TG-Damen noch eine Rechnung offen: Das Hinspiel auf dem Jahnplatz ging 0:2 verloren. Gegen den TSV Schott Mainz, der am Sonntag Gegner der TG ist, holten die Frankenthalerinnen im September zu Hause ein 1:1.
Die vom ehemaligen TG-Spieler Erik Koppenhöfer trainierten Frankfurterinnen sind aktuell mit 21 Punkten Tabellenzweiter, haben aber bereits zwei Spiele mehr absolviert als Frankenthal und Mainz. Der TSV Schott rangiert mit 17 Zählern als Vierter einen Platz vor der TG.
Ob die dreiwöchige Unterbrechung so kurz vor dem Saisonende eine willkommene Ruhephase oder doch eher hinderlich war, kann Rainer Schwenk nicht sagen. „Für unsere angeschlagenen Spielerinnen war die Pause natürlich gut, um zu regenerieren. Wegen Klassenfahrten und Pfingsturlaub haben im Training aber auch immer wieder Spielerinnen gefehlt“, berichtet der TG-Trainer.
Verzichten muss er am Wochenende auf Elisa Haselmaier, die wegen eines Bänderrisses die restlichen Rückrundenspiele verpassen wird, und Jana Reither, die am Wochenende als Schiedsrichterin im Einsatz sein wird. Nachwuchsspielerin Emma Finke werde nach überstandener Oberschenkelverletzung wohl wieder spielen können. Annika Koch und Alisa Hoffmann, die in den letzten beiden Partien gesundheitlich angeschlagen waren, seien wieder fit, berichtet Schwenk.

Rheinpfalz: „So kann’s weitergehen“ (07.06.2019)

Interview: Nach dem Abstieg in der Halle scheinen die Damen der TG Frankenthal in der Feldhockey-Regionalliga rechtzeitig die Kurve bekommen zu haben. Kapitänin Katharina Koppel (23) geht im Gespräch mit der RHEINPFALZ auf Ursachenforschung und erzählt, was der neue Trainer Rainer Schwenk anders macht als seine Vorgänger.

Frau Koppel, wie gut hat der 3:2-Sieg gegen Hanau getan? Immerhin musste das Team fast ein Jahr auf ein Erfolgserlebnis warten …Wir waren sehr erleichtert. Das 0:8 davor gegen die HG Nürnberg war wie ein Wachrüttler. Wir wurden immer wieder gefragt: Was war da los? Vielleicht hat uns die herbe Niederlage ja auch irgendwie gutgetan. Allerdings: Wirklich sein müssen, hätte sie nicht. Die letzten Wochen läuft es super. Wir sind voll zufrieden. So kann’s weitergehen.

Als Zuschauer reibt man sich verwundert die Augen, wenn man die Damenspiele der TG in jüngster Zeit sieht. Was ist mit der Mannschaft seit der Hallenrunde passiert?Wir sind danach enorm zusammengewachsen. Wir und auch die Trainer haben viel durchgemacht. Nun harmoniert es endlich wieder – innerhalb der Mannschaft und auch mit dem neuen Trainer Rainer Schwenk. Da sind wir sehr zufrieden.

In der Halle hat es zunächst Udo Specht mit dem Team versucht, dann kam Fridolin Lüschen in Kooperation mit Timo Schmietenknop. Was macht Rainer Schwenk anders?Unser neuer Trainer Rainer Schwenk achtet sehr darauf, dass wir als Einheit auftreten. Nicht nur spielerisch und taktisch. Wir hören einfach nicht auf, Hockey zu spielen, machen trotzdem weiter, auch wenn’s mal nicht so läuft. Das ist der ausschlaggebende Punkt dafür, dass wir die Spiele jetzt gewinnen oder unentschieden spielen. Das hilft uns enorm!

Beschreiben Sie doch mal das neue Spielsystem.Wir machen gar nicht so viel anders. Wir fangen an, weiter vorne griffig zu verteidigen, spielen mit einem Vierer-Mittelfeld. Das tut uns offensichtlich ganz gut!

Man merkt auch, dass die Spielerinnen mehr Selbstvertrauen haben. Wo kommt das her? Puuh. Gute Frage. Wir trainieren gut, arbeiten auch athletisch viel. Bestes Beispiel dafür war Kim Lauer in unserem letzten Spiel. Was sie da an Laufpensum abgespult hat, war enorm. Wir haben gesehen, dass wir Hockey spielen können und merken, dass wir relativ stabil stehen, egal in welchem Mannschaftsteil. Das tut uns gut. Wir bauen uns untereinander auf, stecken nicht – wie in der Vergangenheit – gleich den Kopf in den Sand.

Rainer Schwenk lässt die Spielerinnen auch teilweise auf komplett anderen Positionen spielen. Wie schwierig war das? Hat das die Mannschaft gleich angenommen?(Lacht) Nein, natürlich haben wir das nicht gleich angenommen. Aber mittlerweile haben wir kapiert, dass wir uns auch mal was sagen lassen sollten. Es funktioniert ja offensichtlich, was Rainer da gemacht hat. (lacht)

Sie selbst spielen jetzt im Mittelfeld. Wie haben Sie sich damit arrangiert?Ich habe früher auch schon im Mittelfeld gespielt. Bin dann in die Abwehr gerückt und jetzt wieder nach vorne. Ich fühle mich im Mittelfeld extrem wohl, kann über die rechte Seite Zug nach vorne reinbringen.

Dann drängt sich die Frage auf: Warum ist da niemand früher drauf gekommen?(Lacht) Keine Ahnung. Ich denke, wir wollten einfach an unserem Standardsystem festhalten und haben nie überlegt, was man umstellen könnte. Aber es funktioniert.

Es funktioniert so gut, dass die TG jetzt auch knappe Spiele gewinnt, wie beim 1:0 gegen die Stuttgarter Kickers …Auf jeden Fall. Wir hätten auch das Hinspiel in Stuttgart nicht verlieren müssen. Vorne im Schusskreis fehlt uns manchmal noch das nötige Quäntchen Glück. Ich hoffe, dass das in den nächsten Spielen noch dazukommt.

In der Mannschaft hat es in der Vergangenheit ein paar atmosphärische Störungen gegeben. Ist alles ausgeräumt?Ja, auf jeden Fall. Es stimmt im Team, und im gesamten Verein herrscht eine super Atmosphäre.

Ihren Anteil am Erfolg haben auch die drei Jungen, Emma Finke Karolina Kneller und Annika Koch. Wie sehen Sie deren Entwicklung?Super. Emma wird uns leider die nächsten drei Wochen verletzt fehlen. Sie hat allerdings schon richtig gute Spiele gemacht und wir hoffen, dass sie noch das eine oder andere Spiel machen kann. Das gleiche gilt auch für Annika. Karo ist jetzt auch angekommen. Sie war anfangs ziemlich nervös, was sich im zweiten Spiel aber schnell gelegt hat. Jetzt hat sie auch endlich ihr erstes Tor für die Damen geschossen. Die Drei fühlen sich richtig wohl, und die Entwicklung stimmt auch.

Freuen Sie sich schon auf die Nächsten, die nachkommen?Klar, logisch. Da kommen richtig gute Mädchen nach. Gerade deshalb ist es auch wichtig, dass wir in der Regionalliga bleiben. Und in der Halle direkt wieder aufsteigen.

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die Tabelle. Was ist da noch drin für die TG? Aktuell ist es Platz fünf mit 14 Punkten …Das ist ein schwieriges Thema. Ich werde immer öfter darauf angesprochen, dass zwei Teams aus unserer Gruppe aufsteigen, dass da ja noch was geht. Aber das will ich, wollen wir, gar nicht hören. Wir wollen uns im oberen Mittelfeld festsetzen, die nächsten Spiele gewinnen und mit dem Abstieg so früh wie möglich nichts mehr zu tun haben.

Rheinpfalz: „Fast optimales Wochenende“ (27.05.2019)

TG-Damen schlagen Stuttgart und holen Punkt gegen Nürnberg

Frankenthal. Das Strohhutfest kann kommen: Vier Punkte haben die ersten Damen der TG Frankenthal am Wochenende in der Feldhockey-Regionalliga Süd ergattert. Am Samstag besiegte die TG verdient den HTC Stuttgarter Kickers 1:0 (1:0). Gestern erkämpfte sie sich ein 3:3 (2:2) gegen Tabellenführer HG Nürnberg.
„Nach der unglücklichen 1:3-Niederlage in Stuttgart wollten wir das Rückspiel unbedingt gewinnen“, sagte TG-Mittelfeldspielerin Kim Lauer. Von Anfang präsentierten sich die Gastgeber spielfreudig. Die Kickers wirkten überfordert. Gegen die flüssigen Kombinationen der TG fand der Aufsteiger kein Rezept. Bis auf einen Konter der Gäste musste Keeperin Nadine Deimling in der ersten Halbzeit nicht eingreifen. Nur vor dem Tor war die TG nicht abgezockt genug. Auch vier Strafecken blieben ungenutzt.
Ertrag brachte erst die fünfte Kurze Ecke, die Karolina Kneller verwandelte (33.). Für die Nachwuchsspielerin war es das erste Tor in der Regionalliga. „Jetzt bin ich in der Mannschaft so richtig angekommen“, freute sich Kneller nach dem Spiel. „Leider haben wir es versäumt, ein weiteres Tor zu machen.“
Chancen waren auch nach dem Seitenwechsel da. Frankenthal blieb dominant, doch der Ball wollte nicht ins Netz. Die beste Stuttgarter Gelegenheit – Deimling klärte den Schuss von Carolin Danker – zeigte auch, dass die TG konteranfällig war.
„Das ist das Risiko, wenn man mit drei Stürmerinnen spielt. Wir wussten aber, dass sie unsicher werden, wenn wir Druck machen“, sagte TG-Trainer Rainer Schwenk. „Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen“, haderte Kickers-Trainer Marc Haller.
Auch am Sonntag gegen die HG Nürnberg zeigten die TG-Damen in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel. Nach dem 1:0 von Kim Lauer nach Vorarbeit von Noëlle Hahl (8.) bewies der Tabellenführer aber seine Klasse. Nele Binder sorgte für den Ausgleich (16.). Beide Mannschaften zogen über die Außen ein schnelles Spiel auf. Francesca Delarber brachte die TG wieder in Führung (31.), Lena Groß glich aus (34.).
In der zweiten Halbzeit hütete Benita Main anstelle von Nadine Deimling das TG-Tor. „Das hatten wir so besprochen, Benita hat sich Einsatzzeit verdient“, erklärte Schwenk. Main war stark gefordert. In einer ruppiger werdenden Partie machten die Nürnbergerinnen viel Druck. Groß traf zum 2:3 (48.). „Nürnberg war in der zweiten Halbzeit konditionell stärker als wir“, sagte Kim Lauer. „Nachdem wir auf ein defensiveres System umgestellt hatten, lief es aber wieder besser für uns.“ Die TG-Damen kämpften und wurden belohnt: Francesca Delarber gelang per Strafecke das 3:3 (64.). „Mit dem Punkt gegen Nürnberg hatten wir nicht unbedingt gerechnet“, betonte Lauer. Die TG-Damen stehen mit 14 Punkten auf dem fünften Platz.
So spielten sie
TG Frankenthal: Deimling (Main) – Meyer, Koppel, Peikert, Hahl, Lauer, Happersberger, Reither, Kneller, Seemann, Hoffmann, Stillger, Büffor, Finke, Delarber, Koch
HTC Stuttgarter Kickers: Mozelewski – Weise, Danker, Happes, Braun, Paris, Auch, Heilbrünner, Bühner, Chmül, Stölzle, Kundt, Laßmann, Granz, Bähr, Stauber
Tore: 1:0 Kneller (33., Strafecke) – Strafecken: 5/1 – 0 – Grüne Karte: Lauer – Gelbe Karten: Peikert – Bühner – Beste Spielerinnen: Deimling, Delarber, Happersberger, Koppel – Mozelewski, Granz – Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Kiesewetter (Mayen)/Lubrich (Ludwigshafen).

TG Frankenthal: Deimling, Main (zweite Halbzeit) – Koppel, Peikert, Hahl, Lauer, Happersberger, Sabasch, Reither, Kneller, Seemann, Hoffmann, Stillger, Büffor, Delarber, Koch, Finke
HG Nürnberg: Elsner – Lietzmann, Auer, Henke, Hammer, Heißenberg, Julia Groß, Reimold, Lena Groß, Haas, Auer, Stieber, Boucsein-Jäger, Schickendanz, Binder, Helbig
Tore: 1:0 Lauer (8.), 1:1 Binder (16.), 2:1 Delarber (31.), 2:2 Lena Groß (34.), 2:3 Lena Groß (48.), 3:3 Delarber (64., Strafecke) – Strafecken: 3/1 – 2/0 – Grüne Karten: Lüschen – Helbig – Beste Spielerinnen: Büffor, Delarber, Happersberger, Lauer – Auer, Binder, Haas, Lena Groß – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Metz (Kaiserslautern)/Haag (Grünstadt).

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