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Rheinpfalz: TG-Damen schon unter Druck (27.09.2021)

Hockey: Die Heimpremiere in der Feldhockey-Regionalliga Süd ist missglückt: Die ersten Damen der TG Frankenthal zeigten gegen den SC SaFo Frankfurt gute Ansätze, die Abschlussschwäche war aber auch am Sonntag das große Problem. 0:2 (0:1) mussten sie sich am Ende geschlagen geben.

Von Frank Geller

 
FRANKENTHAL. Die erste Partie vor heimischem Publikum seit fast einem Jahr ließ sich gut an für das Team von TG-Trainer Tobias Stumpf. Die Frankenthalerinnen hatten in den ersten beiden Vierteln mehr vom Spiel und deutliche Feldvorteile. Während sich die Frankfurterinnen schwer taten, ließen die Gastgeberinnen den Ball gut laufen. Wer die TG-Damen vor der langen Corona-Zwangspause das letzte Mal in einem Punktspiel gesehen hat, erkannte deutlich mehr Zug zum Tor und auch mehr Biss in den Zweikämpfen. Der agile Spielaufbau sorgte dafür, dass sich in der Abwehr der Gäste immer wieder Lücken ergaben. Einen ersten Akzent setzte Hannah Schiller in der fünften Spielminute, vor dem Tor war sie jedoch nicht kaltschnäuzig genug. Auch TG-Neuzugang Giovanna Di Fede (9.) und Nachwuchsspielerin Liv Schütze (12.) vergaben im ersten Viertel aus jeweils aussichtsreicher Position.

Dass es bis zum Schusskreis ordentlich lief, im Schusskreis dagegen weniger, sollte sich als Kehrseite des Spiels der stark verjüngten Mannschaft erweisen. Und als der Punkt, der sich gegenüber früheren Zeiten nicht geändert hat. „Wir spielen gut nach vorne, sind dann aber vor der gegnerischen Torhüterin zu nervös“, sagte Mittelfeldspielerin Marie Fischer, die viele Bälle holte und am Sonntag beste Frankenthalerin war. „Wir wollen den Ball ins Tor tragen“, meinte TG-Kapitänin und Stürmerin Kim Lauer. „Wir warten zu lange, anstatt einfach mal abzuziehen.“

Schneider trifft die LatteUnd genau das sollte sich rächen: Als die Frankenthalerinnen im zweiten Viertel einen Moment lang in der Abwehr unsortiert waren, gelang Corinna Zerbs die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung der Gäste (19.). Das Abwehrverhalten seiner Mannschaft machte Tobias Stumpf nach dem Abpfiff sogar als Hauptproblem für die Heimniederlage aus: „Wir haben immer wieder Phasen, in denen die Zuordnung in der Defensive nicht stimmt. Das nutzt der Gegner dann eiskalt aus“, haderte der TG-Coach. Er sprach damit auch eine Szene aus der zweiten Halbzeit an: Vollkommen unbedrängt lief SaFo-Stürmerin Maya Höpfner in der 46. Spielminute in den Schusskreis der TG und erzielte das vorentscheidende 2:0 aus Gästesicht.

Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn Katja Schneider kurz zuvor der Ausgleich gelungen wäre. Sie hatte die beste Chance der TG Frankenthal auf dem Schläger, traf aber nur die Latte (44.). „Uns fehlt die Durchschlagskraft“, meinte Stumpf. Was ihn ebenfalls ärgerte: „Ich habe bei meinem Team den unbedingten Willen vermisst, noch den Ausgleich zu erzielen.“ Ein weiteres Manko: Während beim 1:1 vor einer Woche gegen die Stuttgarter Kickers wenigstens ein Eckentor gelang, gingen die TG-Damen diesmal bei vier Strafecken leer aus. „Unsere Ecken müssen besser werden. Bei der Ausführung sind wir zu schlampig“, sagte Liv Schütze, die ihren Pflichtspiel-Einstand bei den ersten Damen gab.

Auf Frankfurter Seite war die Freude über den Auswärtssieg groß: „Nach dem 1:3 vor einer Woche gegen Hanau hätte eine weitere Niederlage einen verkorksten Saisonstart bedeutet. Die TG hat am Anfang viel Druck gemacht, daraus haben wir uns dann aber zunehmend befreit“, berichtete SaFo-Trainer Moritz Schneider. „Am Ende hatten wir die klareren Chancen und haben deshalb auch verdient gewonnen.“

Den Druck verspürt nun TG-Coach Stumpf: „Wenn wir vor der Winterpause nicht unten in der Tabelle stehen wollen, müssen wir am kommenden Doppelspiel-Wochenende in Bayern unbedingt punkten.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Hochstetter (Kohlmann) – Müller, Peikert, Becker, Koch, Büffor – Fischer, Haselmaier, Koppel, Schiller, Schneider – Di Fede, Finke, Hilbert, Lauer, Schütze

SC SaFo Frankfurt: Minissi (Koch) – Dützmann, Hagen, Henning, Meckbach, Von Lieven, Schneider – Gerlich, Haid, Richter, Zerbs – Höpfner, Martell, Nordt, Leiser, Schäfer

Tore: 0:1 Zerbs (19.), 0:2 Höpfner (46.) – Strafecken: 4/0 – 2/0 – Grüne Karten: Finke, Schiller – Nordt – Beste Spielerinnen: Becker, Fischer, Schiller – Höpfner, Leiser, Zerbs – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Hencke (Mainz)/Lubrich (Ludwigshafen).

Rheinpfalz: Offensiver eingestellt (16.09.2021)

Vor der Saison: Mit einem verjüngten Kader starten die ersten Damen der TG Frankenthal in die Feldrunde in der Regionalliga Süd. Zum Auftakt tritt das Team von Trainer Tobias Stumpf am Sonntag, 19. September, 12 Uhr, beim HTC Stuttgarter Kickers an. Vor dem ersten Pflichtspiel seit mehr als elf Monaten ist die Vorfreude bei allen groß. Die spannende Frage: Wie klappt es mit dem Tore schießen?

Von Frank Geller

FRANKENTHAL.Seit Anfang März trainieren die TG-Damen auf dem Jahnplatz. 18 Testspiele haben sie bis zum Saisonstart absolviert. „Noch nie habe ich mit einem Team so lange und so intensiv gearbeitet“, verrät TG-Damentrainer Tobias Stumpf im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Natürlich sei die lange Vorbereitungszeit gut gewesen, um die vielen Jugendspielerinnen, die nach und nach an das Damenteam herangeführt werden sollen, zu beobachten und kennenzulernen. Mehr als 25 Spielerinnen hatte der Coach, der auch die weibliche A-Jugend des Vereins betreut, zeitweise im Training. Davon soll auch die zweite Damenmannschaft der TG, die bereits im Spielbetrieb ist, profitieren.

„Für die Entwicklung der Mannschaft war die Zeit sicherlich gut. In den Testspielen konnten wir viel ausprobieren.“ Aber jetzt reiche es so langsam, betont der Übungsleiter. „Irgendwann braucht man als Leistungssportler ein Ziel vor Augen. Deswegen ist es gut, dass es jetzt endlich losgeht.“ Dass bis zur Winterpause nur fünf Spiele auf dem Programm stehen und keine volle Hinrunde mit sieben Partien – das kann Stumpf nicht nachvollziehen. Klar, immer noch besser, als nur zwei Spiele, wie vor einem Jahr. Aber: „Die Planung in der Regionalliga ist vollkommen unverständlich“, meint der Trainer.

Was ihn an der Terminplanung unter anderem stört: Die Hinrundenspiele der TG gegen die Teams des 1. Hanauer THC und des SC Frankfurt 1880, die Stumpf als Favoriten im Kampf um den Titel betrachtet, stehen erst im kommenden Frühjahr an. „Das heißt für uns, dass wir in den ersten fünf Spielen kräftig punkten sollten, um nicht ins Hintertreffen zu geraten“, betont der Übungsleiter.

Mit den TG-Damen will Stumpf oben angreifen. Er nennt Platz drei als Saisonziel. „Ob was nach weiter oben geht, das werden wir sehen.“ So ganz vorstellen kann er sich das jedoch noch nicht. „Im Normalfall haben wir acht, neun A-Jugendspielerinnen im Kader. Da fehlt uns einfach die Erfahrung im Team. Auch körperlich dürfte sich die eine oder andere gegen abgezockte ältere Spielerinnen noch schwertun.“ Am Talent zum Hockeyspielen fehle es seiner jungen Mannschaft dagegen nicht. „Da brauchen wir uns nicht zu verstecken. Das Team muss jetzt aber erst einmal den nächsten Schritt machen und sich unter Druck beweisen.“

Taktisch hat Stumpf einige Änderungen vorgenommen. Das Team ist jetzt offensiver eingestellt. „Unsere Stürmerinnen müssen sich die Bälle nicht mehr an der Mittellinie abholen. Das macht die Wege kürzer und schafft vorne mehr Möglichkeiten“, erläutert der Coach. „Wir sind im Spielsystem viel variabler und können besser auf den Gegner reagieren.“

Ist die fast schon notorische Torflaute der TG-Damen damit beendet? „Jein“, sagt Stumpf. Ganz zufrieden sei er mit der Chancenverwertung noch nicht. „Manchmal machen wir es unnötig kompliziert.“ Womit der Trainer wieder bei der Erfahrung ist. Fortschritte habe er bei den Testspielen bei den Strafecken ausgemacht, „auch wenn bei dem ein oder anderen Eckentor Glück im Spiel war“.

Sehr zufrieden ist er mit Yvonne Müller, die im Frühjahr vom Mannheimer HC zur TG gekommen ist, wo sie das Hockeyspielen als Kind erlernt hat. Die Verteidigerin mit Bundesligaerfahrung habe sich bereits als Führungsspielerin etabliert, freut sich Stumpf. Auch U18-Europameisterin Marie Fischer, die er in der Innenverteidigung einsetzen möchte, sowie Nachwuchsspielerin Marie Sattler (zentrales Mittelfeld) hätten sich feste Rollen im Team erarbeitet. Klara Galijasevic, Emily Behrendt, Laura Hilbert und Liv Schütze hätten sich ebenfalls bewährt. Froh ist Stumpf auch über den jüngsten Transfer: Stürmerin Giovanna Di Fede wechselte vom Dürkheimer HC an den Jahnplatz und soll die Offensive der TG-Damen verstärken.

Im Tor hat sich Stumpf noch nicht festgelegt, ob er eine klare Nummer eins benennen will. Wenn ja, dürfte Celine Hochstetter die Nase vorne haben. „Celine gibt dem Team eine enorme Sicherheit“, sagt Stumpf. Doch auch Benita Main habe einen großen Sprung gemacht: „Sie hat in den Testspielen ihre Qualitäten unter Beweis gestellt.“ In der Feldrunde noch nicht wieder dabei sein wird die langjährige Stammkeeperin Nadine Deimling, die nach ihrer Schulter-Operation gerade erst mit dem Athletiktraining begonnen hat. „Sie wird erst zur Hallensaison wieder richtig fit sein“, so Stumpf. Zur neuen Kapitänin wurde Stürmerin Kim Lauer vom Team gewählt. Sie löst Katharina Koppel in dem Amt ab. Co-Kapitänin ist Celine Hochstetter.

Der Kader der TG

Tor: Celine Hochstetter, Benita Main

Abwehr: Maja Becker, Emily Behrendt, Nina Büffor, Marie Fischer, Annika Koch, Yvonne Müller, Esther Peikert

Mittelfeld: Jana Blase, Klara Galijasevic, Katja Happersberger, Elisa Haselmaier, Katharina Koppel, Janine Meyer, Marie Sattler, Hannah Schiller

Sturm: Giovanna Di Fede, Emma Finke, Laura Hilbert, Kim Lauer (Kaptänin), Liv Schütze

Rheinpfalz: Junioren-Nationalspielerin Marie Fischer über die U18-EM (28.07.21)

Junioren-Nationalspielerin Marie Fischer von der TG Frankenthal hat eine aufregende Woche hinter sich. Zusammen mit der deutschen U18-Nationalmannschaft gewann die 17-Jährige im spanischen Valencia die Hockey-Europameisterschaft. Für Fischer war es das erste große Turnier auf internationaler Bühne. Die anfängliche Nervosität legte sich schnell.

Während ihre Mitschüler die ersten Ferientage genossen, stand für Marie Fischer eine intensive Hockeywoche auf dem Programm. Vier Spiele in sechs Tagen, dazwischen Training, Taktikbesprechungen, Videoanalysen und viele Gespräche mit Bundestrainer Sven Lindemann und dem Trainerstab. Zeit, die Mittelmeermetropole Valencia zu erkunden, blieb da praktisch keine. Auch wegen der Pandemie – die Infektionszahlen in Spanien sind in den vergangenen Wochen wieder gestiegen – sind die deutschen Junioren-Nationalspielerinnen außerhalb des Hockeyplatzes auf dem Campo de Hockey hauptsächlich in der eigenen „Blase“ geblieben.

„Viel gesehen von Valencia haben wir nicht. Das war schon etwas schade“, sagt Marie Fischer. Auch mit den Spielerinnen der anderen Nationen habe es bis auf kurze Gespräche vor und nach den Partien keinen Kontakt gegeben. „Jedes Team war in einem anderen Hotel untergebracht“, berichtet Fischer, die sich das Zimmer im deutschen Quartier mit Sophie Prumbaum (Rot-Weiss Köln) teilte. „Wir haben uns schon auf den Lehrgängen angefreundet und verstehen uns auch außerhalb des Platzes sehr gut“, erzählt die 17-Jährige.

Druck noch mal höher

Die volle Konzentration galt eine Woche lang dem Hockey. Und da habe sie wie zuvor schon auf den Lehrgängen sehr vom Training und vom Spiel mit der Junioren-Nationalmannschaft profitiert: „Das Level hier ist enorm hoch, das Tempo auch. Die Spielerinnen sind technisch alle sehr stark.“ Der Druck sei natürlich höher als im Verein, erst recht bei einer EM. Mit ihrer Leistung ist die Offensivspielerin zufrieden. „Ich konnte mich von Spiel zu Spiel steigern, auch wenn mir am Ende kein Tor gelungen ist“, sagt Fischer. Die anfängliche Nervosität habe schnell nachgelassen.

Vielleicht hat dabei ja auch die Trikotnummer geholfen, die sich Fischer vor der EM aussuchen durfte. Die Offensivspielerin, die bei den Regionalliga-Damen der TG Frankenthal die Nummer 33 trägt, lief in Valencia mit der „7“ auf. Eine besondere Bedeutung habe diese Zahl für sie nicht, „ich mag sie einfach“, so Fischer. Etwas gewöhnen musste sie sich an die permanenten Ansagen des Bundestrainers während der Spiele.

Keine Play-offs

Fischer bedauert, dass es bei ihrer EM-Premiere keine Halbfinale und kein Endspiel gegeben hat. Weil Teams wie England, Schottland und Irland die Teilnahme an der EM bereits vor Monaten Corona-bedingt abgesagt hatten, wurde nur eine Gruppenrunde gespielt. Die deutsche Auswahl gewann alle vier Partien souverän. Nach dem 6:0 (2:0)-Auftaktsieg gegen Gastgeber Spanien bedeutete das 4:1 (2:0) gegen Mitfavorit Niederlande bereits eine Vorentscheidung. „Das war gut fürs Selbstvertrauen. Danach konnten wir sehr befreit aufspielen“, erläutert Fischer.

Nach dem 6:0 (1:0)-Erfolg über Russland lagen die „Younas“, wie die weibliche deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaft auch genannt wird, klar auf Kurs. Den Titel perfekt machte das Team von Bundestrainer Sven Lindemann dann am vergangenen Samstag mit einem 5:1 (1:0)-Sieg gegen Belgien.

„Wir hatten uns im Vorfeld der EM schon gute Chancen ausgerechnet“, berichtet Marie Fischer. „Dass wir im Sturm stark sein würden, wussten wir. Wir haben besonders am Defensivverhalten gearbeitet, und im Turnier haben wir dann ja auch nur ganz wenige gegnerische Chancen zugelassen.“

Traum A-Nationalteam

Der Trainingsaufwand hat sich gelohnt: Am Ende konnte Marie Fischer mit Siegerpokal und Goldmedaille fürs Foto posieren – eine Europameisterschaft gewinnt man schließlich nicht alle Tage. Die Hüffelsheimerin wünscht sich, dass weitere internationale Turniere in der U21 dazukommen werden. Für die aktuell anstehenden U21-Lehrgänge sei sie noch zu jung. „Ich hoffe, dass ich im kommenden Frühjahr berücksichtigt werde“, sagt Fischer, deren großer Traum Spiele für das A-Nationalteam sind. Dessen Begegnungen bei den Olympischen Spielen in Tokio verfolgt die 17-Jährige schon mal ganz genau.

Rheinpfalz: TG-Spielerin Marie Fischer gewinnt U18-EM (25.07.21)

Junioren-Nationalspielerin Marie Fischer von der TG Frankenthal hat es geschafft: Zusammen mit der U18-Nationalmannschaft hat die 17-Jährige die Hockey-Europameisterschaft in Valencia gewonnen. Mit einem 5:1 (1:0)-Sieg gegen Belgien machte das Team von Bundestrainer Sven Lindemann am Samstag den Titel perfekt.

Es war eine souveräne Vorstellung, die die deutschen Nachwuchsspielerinnen bei dem einwöchigen Turnier in der Metropole an der spanischen Mittelmeerküste gezeigt haben: vier Spiele, vier Siege. Und die fielen allesamt hoch aus. Nach dem 6:0 (2:0) gegen Gastgeber Spanien, dem 4:1 (2:0) gegen Mitfavorit Niederlande und dem 6:0 (1:0) gegen Russland hätte die deutsche U18-Nationalmannschaft am Samstag im Falle einer Niederlage nur noch von den Niederländerinnen eingeholt werden können. Doch dazu kam es nicht. Die Mannschaft von Sven Lindemann hielt sich auch am Abschlusstag schadlos.

Sie sei „total glücklich“, bekannte Marie Fischer nach dem EM-Sieg. Die Hüffelsheimerin, die für die TG Frankenthal in der Regionalliga zum Schläger greift, stand in allen vier Partien auf dem Spielfeld. Beim finalen 5:1-Sieg gegen Belgien zeigte die Offensivspielerin erneut eine starke Leistung, auch wenn ihr wieder kein Tor gelang. Das sei nach einem solchen Erfolg aber auch erst mal nachrangig, meinte Fischer. „Es war ja auch meine erste EM.“

Nach einem verhaltenen Start brachte Sara Strauss die deutsche Auswahl am Samstagmorgen gegen die Belgierinnen in Führung (18.). Sophia Schwabe (35., Strafecke), Sophie Prumbaum (40., Strafecke) und Lena Frerichs (50.) erhöhten auf 4:0, ehe Eva Goffinet der Anschlusstreffer für Belgien gelang. Den Schlusspunkt setzte Lilly Stoffelsma nach einer weiteren Kurzen Ecke mit dem 5:1 (53.).

Die Freude sei nach dem EM-Sieg riesengroß. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Marie Fischer. „Wir haben im gesamten Turnier nur wenige Fehler gemacht.“ Der Erfolg sei am Samstag vom Team und allen Betreuern gefeiert worden. Am Sonntag ging es mit dem Flieger nach Hause.

Rheinpfalz: Juniorennationalspielerin Marie Fischer hat mit den Damen der TG Frankenthal viel vor (23.07.21)

Marie Fischer ist eines der großen Nachwuchstalente der TG Frankenthal. Schon seit einigen Monaten trainiert die Jugend-Nationalspielerin mit dem Kader des ersten Damenteams. Mit diesem will sie in der Feldhockey-Regionalliga Süd angreifen – sobald der Ball nach der Corona-Pause wieder rollt.

Eigentlich hätte Marie Fischer jetzt schon längst ihre ersten Einsätze bei den ersten Damen der TG in der Regionalliga absolviert. Die Feldsaison wäre abgeschlossen, die Vorbereitung für die neue Runde würde anlaufen. Eigentlich. Doch dann kam Corona und wirbelte alles gehörig durcheinander. Nach Abschluss der Hallenrunde haben die TG-Damen kein Spiel mehr absolviert. Im September könnten die beiden noch ausstehenden Hinrundenspiele der aktuellen Feldsaison endlich ausgetragen werden, Termine gibt es dafür aber noch nicht.

Die A-Jugend-Spielerin bleibt dennoch optimistisch. „Mein erster Einsatz in einem Regionalligaspiel kommt jetzt eben etwas später“, meint Fischer und lacht. Sie freue sich darüber, schon mit 16 Jahren zum Kreis des ersten Damenteams zu gehören. Der aktuellen Situation kann sie sogar etwas Gutes abgewinnen: „Wir haben lange in Kleingruppen trainiert. Dadurch habe ich die anderen Spielerinnen in meiner Gruppe sehr gut kennengelernt.“ Auch von den übrigen etablierten Aktiven sei sie sehr gut aufgenommen worden. Und jetzt könne ja auch endlich wieder in größeren Gruppen trainiert werden. „Das fühlt sich wieder richtig nach Hockey an“, sagt Fischer. Unterschiede zum Jugendbereich hat sie bereits ausgemacht: „Bei den Aktiven ist schon im Training alles etwas schneller und technischer.“ Wobei es ein merkwürdiges Gefühl sei, monatelang zu trainieren, ohne ein konkretes Ziel vor Augen zu haben.

Perspektive Zweite Bundesliga

Persönliche Ziele hat Fischer dagegen schon. Sie will im ersten Team Stammspielerin werden. In der Halle soll im kommenden Winter mit den TG-Damen der Wiederaufstieg in die Erste Regionalliga gelingen, und im Feld soll die Zweite Bundesliga die Perspektive sein. Fischer ist überzeugt davon, dass das Team das Zeug dazu hat, beides zu schaffen.

Für ihr sportliches Ziel nimmt die Gymnasiastin einiges auf sich. Die 16-Jährige wohnt in Hüffelsheim bei Bad Kreuznach. Eineinhalb Stunden dauert allein die Zugfahrt nach Frankenthal. „Die Hinfahrt ist überhaupt kein Problem, da freue ich mich total aufs Hockey“, sagt Fischer. Auf der Rückfahrt sei sie

Mit Fußball angefangen

Hockey spielen gelernt hat Fischer beim VfL Bad Kreuznach. Zuvor hat sie bei der SG Hüffelsheim Fußball gespielt – bis zur C-Jugend. Auch beim Kicken schaffte sie es in eine Auswahlmannschaft. Doch Hockey gefiel ihr besser. „Hockey ist ein sehr technischer Sport, und man kann mit dem Schläger viele Tricks machen“, erklärt Fischer. Bis zu den Mädchen B spielte sie in Bad Kreuznach, dann kam der Wechsel zur TG Frankenthal. „Die Perspektiven hier sind viel besser“, betont die 16-Jährige.

Viele Jahre lang war Axel Schröder der Trainer von Marie Fischer. Spielerinnen wie Maja Becker und Hannah Schiller, die ebenfalls seit dem Frühjahr mit den ersten Damen trainieren, kennt sie seit frühester Jugend. Mit ihnen zusammen hat sie in der Oberliga gespielt und an den süddeutschen Meisterschaften teilgenommen. Damencoach Tobias Stumpf, der auch die weibliche Jugend A der TG trainiert, attestiert ihr sehr gute Chancen, im ersten Damenteam zum Zug zu kommen. „Marie ist defensiv sehr stark, kann aber genauso Mittelfeld spielen und offensiv Akzente setzen“, berichtet Stumpf.

„Hauptsache auf der rechten Seite“

Fischer sieht sich selbst als Allrounderin. „In der Rheinland-Pfalz-Auswahl habe ich auch mal im Sturm gespielt, meistens wurde ich bisher in der Abwehr eingesetzt.“ Die genaue Position sei ihr eigentlich egal. „Hauptsache, ich spiele auf der rechten Seite und kann Impulse nach vorne geben“, meint Fischer.

Das hat die Hüffelsheimerin auch schon in der Jugend-Nationalmannschaft unter Beweis gestellt. 2019 feierte sie an Ostern ihr Debüt in der U16-Nationalmannschaft – beim 5:0-Sieg gegen die USA. Im selben Jahr nahm sie zusammen mit Hannah Schiller im Nationaldress am Vier-Nationen-Turnier in Mannheim teil, bei dem Deutschland den Siegerpokal holte. Auch beim Sechs-Nationen-Cup in Eindhoven war sie dabei.

Traum: Olympische Spiele, Weltmeisterschaften

Den Athletik- und Fitnesstest für die U18-Nationalmannschaft hat Fischer bereits absolviert. Zu weiteren Einsätzen ist es Corona-bedingt aber noch nicht gekommen. In der Nationalmannschaf zu spielen, sei schon etwas ganz Besonderes, betont Fischer. Ihr großer Traum: in den Kader der A-Nationalmannschaft zu kommen und an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Um das zu erreichen, sei aber noch viel Spielpraxis erforderlich. Deshalb hofft die 16-Jährige, dass der Ball in der Regionalliga bald wieder rollt.

Rheinpfalz: Viel Potenzial, wenig Erfahrung (08.03.2021)

Viel Potenzial, wenig Erfahrung

Hockey: Seit Oktober hatten die ersten Damen der TG Frankenthal im Training keinen Hockeyschläger mehr in der Hand. Am Samstag war es für die Regionalligaspielerinnen dann endlich so weit, die erste große Einheit auf dem Jahnplatz mit dem Stock stand an. Da störten auch die frischen Temperaturen nicht. Mit dabei: acht Nachwuchsspielerinnen und eine weitere Rückkehrerin vom TSV Mannheim.

Von Frank Geller

 
FRANKENTHAL. 28 Spielerinnen hat Tobias Stumpf an diesem Morgen um sich versammelt. Auf dem Programm stehen technische Übungen, Torschüsse und Zweikampftraining. „In den vergangenen Monaten ging es vor allem um Kraft und Ausdauer. Jetzt wird es Zeit, dass wir wieder das Gefühl für Schläger und Ball bekommen“, sagt der Trainer der ersten Damenmannschaft und A-Jugend der TG. Mit technischem Geschick muss der Ball über Stangen und Rollen bugsiert werden, ehe der Schuss aufs Tor erfolgt. Stumpf treibt die Spielerinnen an: „In Bewegung bleiben – wir stehen nicht!“ Später geht es in Trainingsspielen in Kleingruppen darum, sich wieder an Zweikämpfe zu gewöhnen. Die Atmosphäre ist locker, es wird viel gelacht.

„Es dauert eine Weile, bis man wieder drin ist“, meint Kapitänin Katharina Koppel nach den ersten Übungen. „Dass wir wieder alle zusammen auf dem Platz trainieren können, ist aber toll. Das macht viel mehr Spaß als die Zoom-Einheiten, bei denen jede Spielerin alleine vor ihrem Laptop steht.“ Damit das Training nicht zu eintönig ausfalle, habe man regelmäßig Yogaübungen eingestreut, die für den ein oder anderen Muskelkater gesorgt hätten, meint Koppel und lacht.

Bluterguss am Knie: Kim Lauer muss zuschauen

An der Bande steht Kim Lauer. Ein Bluterguss am Knie zwingt sie zum Pausieren. „Ausgerechnet jetzt, wo es an den Ball geht, muss ich zuschauen“, hadert die Stürmerin. Dass die Hallensaison Corona-bedingt ausfallen musste, habe sie sehr schade gefunden, berichtet Lauer. „Ich liebe Hallenhockey.“

Auch Tobias Stumpf bedauert das: „Das Spiel in der Halle ist technisch sehr anspruchsvoll. Die dort gesammelten Erfahrungen sind natürlich auch gut fürs Feld.“ Er glaubt jedoch nicht, dass sein Team durch die Zwangspause dramatisch zurückgeworfen worden sei. „Das ist ja für alle Mannschaften gleich“, sagt der Coach. Er ist froh, dass Gruppentraining im Leistungssport nun wieder möglich ist: „Für dieses Privileg sind wir sehr dankbar.“

Stumpf muss Kader für Regionalliga formen

Für Tobias Stumpf geht es in den nächsten Wochen darum, einen Kader fürs Regionalligateam zu formen. Mehr als 30 Spielerinnen stehen zur Verfügung. Bei den gemeinsamen Einheiten mit den zweiten Damen will er die Entwicklung von allen im Blick behalten. Auch das von Bernd Lauer trainierte zweite Damenteam der TG soll gut aufgestellt sein. „Wir brauchen einen starken Unterbau für unsere erste Mannschaft“, betont Stumpf. Er ist zuversichtlich, dass das gelingt. Nicht zuletzt, weil acht A-Jugendspielerinnen aus dem 2004er-Jahrgang jetzt bei den Aktiven spielberechtigt sind. Und die seien durchweg talentiert: Emily Behrendt, Jana Blase, Carla Blume, Laura Hilbert, Johanna Kneller, Pauline Krüger, Marie Sattler und Liv Schütze hätten bislang einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sagt der Übungsleiter.

Die Jungen hoffen darauf, einen Platz in der ersten Mannschaft zu bekommen. „Das wäre ein Traum“, sagt Carla Blume. Marie Sattler pflichtet ihr bei. An Training und Spielweise der Aktiven müsse man sich aber erst gewöhnen: „Da geht es doch deutlich härter und körperbetonter zur Sache, als in der Jugend.“

Peikerts Pause und Deimlings Schulter

Von den etablierten Spielerinnen der „Ersten“ wird Francesca Delarber nicht mehr dabei sein. Sie hat ihre Karriere beendet. Esther Peikert will aus privaten Gründen eine Pause einlegen. Die Saison verpassen wird auch Torfrau Nadine Deimling, die derzeit von einer Entzündung in der Schulter ausgebremst wird. Umso glücklicher erweist sich die Verpflichtung von Keeperin Celine Hochstetter, die bereits im vergangenen Jahr vom TSV Mannheim zu ihrem Heimatverein gewechselt ist und zusammen mit Benita Main das TG-Tor hüten soll.

Ebenfalls vom TSV zurückgekehrt ist Lilly Zettler, die dreieinhalb Jahre lang auf der anderen Rheinseite gespielt hat. Die 18-Jährige hat für die Mannheimer sogar schon ein Zweitligaspiel bestritten. Die Zwangspause im Winter habe durchaus gutgetan, meint Zettler. „Jetzt wird es aber Zeit, dass es wieder losgeht.“ Seit dem vergangenen Herbst ist sie wieder bei der TG. Und jetzt ist sie auch spielberechtigt. Oberste Priorität habe der Klassenerhalt in der Regionalliga. Und damit der gelingt, hat die Mittelfeldspielerin das passende Rezept: „Am liebsten schieße ich Tore.“

Hilbert und Schütze sollen im Sturm für Betrieb sorgen

Die Trefferquote war in der Vergangenheit das Manko der Frankenthalerinnen. Dass unter den eigenen Nachwuchsspielerinnen mit Laura Hilbert und Liv Schütze gleich zwei ausgebildete Stürmerinnen sind, nährt die Hoffnung, dass die TG-Damen vor dem gegnerischen Tor künftig mehr Gefahr ausstrahlen können.

„Das Potenzial ist da. Was den jungen Spielerinnen noch fehlt, ist die Erfahrung“, sagt Stumpf. Aus diesem Grund blickt er mit einer gewissen Ehrfurcht auf das Restprogramm in der Regionalliga Süd. Sein Team hat in der Supersaison 2019/20/21 in sieben Spielen nur fünf Punkte gesammelt und nimmt derzeit in dem acht Mannschaften umfassenden Tableau den vorletzten Platz ein. „Das wird kein Selbstläufer. Wir stehen aktuell auf einem Abstiegsplatz und müssen deshalb sofort da sein“, betont er.

Ligaauftakt mit Heimspiel gegen Stuttgarter Kickers

Bis zum 8. Mai hat Tobias Stumpf Zeit, seine Stammbesetzung zu finden und auf die bevorstehenden Aufgaben einzustellen. Dann steht zum Feldauftakt 2021 in der Regionalliga Süd das Heimspiel gegen den HTC Stuttgarter Kickers an. Damit seine Damen die nötige Praxis bekommen, will Stumpf so viele Testspiele wie möglich ansetzen. Das erste folgt schon am Samstag, 13. März, 13 Uhr, zu Hause gegen Zweitligist TSV Schott Mainz. Zuschauer sind Corona-bedingt jedoch nicht zugelassen.

Rheinpfalz: “Verteidigerin mit gutem Antritt” (23.09.2020)

Gegenüber: Hockey-Nachwuchstalent Maja Becker hat erfolgreiche Jahre in den weiblichen Jugendteams der TG Frankenthal hinter sich. Daran möchte die 17-jährige Großniedesheimerin bei den Aktiven anknüpfen. Am Sonntag will sie ihren ersten Pflichtspieleinsatz in der ersten Damenmannschaft der TG bekommen. Kniebeschwerden könnten dem einen Strich durch die Rechnung machen.

  „Maja hat ein gutes Spielverständnis. Sie ist läuferisch stark, verfügt über eine große Reichweite und hat einen guten Blick für das Geschehen auf dem Platz“, sagt TG-Damentrainer Tobias Stumpf über seine Nachwuchsspielerin. Gut aufgehoben wäre sie demnach in der Innenverteidigung, findet der Übungsleiter. Mit dieser Position könnte Becker selbst sehr gut leben. „In der Halle habe ich auch mal im Sturm gespielt, meistens wurde ich bislang aber in der Defensive eingesetzt“, erzählt die 17-Jährige, die in Frankenthal das Karolinen-Gymnasium besucht. Becker mag das Spiel in der Verteidigung: „Es geht ja nicht nur darum, den eigenen Schusskreis sauber zu halten. Die Spieleröffnung beginnt hinten, da ist man auch kreativ und technisch gefordert.“

Dass Maja Becker das Umschaltspiel von Verteidigung auf Angriff stark verinnerlicht hat, könnte an ihrer Handball-Vergangenheit liegen. Sie stammt aus einer Handball-Familie, und mit dieser Sportart hat die Großniedesheimerin als kleines Mädchen bei der HSG Eckbachtal angefangen. Später wechselte sie zum SC Bobenheim-Roxheim. Auch Bruder Tim ist Handballer. Und er ist nicht ganz unschuldig daran, dass sich seine Schwester am Ende für den Sport mit dem Krummstock entschieden hat. TG-Torfrau Benita Main, eine gemeinsame Freundin der Geschwister aus Großniedesheim, nahm Maja eines Tages mit zum Hockey an den Jahnplatz. Wobei auch Vater Armin Becker seinen Einfluss gehabt haben dürfte. Er hat früher selbst Handball und auch Hockey gespielt und betreut heute bei der TG Frankenthal Nachwuchsmannschaften.

Dauerabo auf TitelBegonnen hat Maja Becker bei den Minis. „Eine Zeit lang habe ich parallel noch Handball gespielt, Hockey hat mir am Ende aber besser gefallen. Es ist technischer“, erläutert sie. Fast die komplette Jugendzeit hindurch war Axel Schröder der Coach von Maja Becker. „Ich bin mit Axel als Trainer groß geworden“, sagt sie und lacht. Sportlich war es eine sehr erfolgreiche Zeit. Das von Schröder betreute Team hatte von Altersklasse zu Altersklasse quasi ein Dauerabo auf die Titel in der Oberliga und die Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften im Feld und in der Halle.

Becker spielte zudem in der U16-Rheinland-Pfalz-Auswahl. Auch auf internationaler Bühne war die Schülerin schon vertreten. 2019 nahm sie zusammen mit den TG-Nachwuchstalenten Marie Fischer und Hannah Schiller im Dress der deutschen U16-Nationalmannschaft am Deutsch-Französischen-Jugendwerk (DFJW) in Frankreich teil. „Das war schon etwas ganz Besonderes“, sagt sie über das Turnier. Über weitere Einsätze im Nationaltrikot würde sie sich natürlich riesig freuen.

Zeit der UngewissheitZusammen mit Fischer und Schiller trainiert die Großniedesheimerin seit dem Frühjahr bei der TG bei den ersten Damen. Dort angekommen, war aber erst einmal Warten angesagt. Wegen der Corona-Pandemie fand nach der Hallenrunde kein Spiel mehr statt. Monatelang zu trainieren, ohne ein konkretes Ziel vor Augen zu haben – eine solche Situation habe sie noch nicht erlebt, sagt Becker. Die Zeit der Ungewissheit habe die Mannschaft für ein intensives Grundlagentraining genutzt – und dafür, dass sich alle besser kennenlernen. „Beim Training sind ja noch viele andere Nachwuchsspielerinnen dabei“, berichtet sie.

Aktuell befindet sich das Team in der Schlussphase der Saisonvorbereitung. Die beiden noch ausstehenden Hinrundenspiele in der Feldhockey-Regionalliga Süd finden am 27. September (17 Uhr) und am 4. Oktober (16 Uhr) statt. Am Sonntag trifft die TG zu Hause auf den SC Frankfurt 1880 (siehe „Zur Sache“), am 4. Oktober geht es zum 1. Hanauer THC. Ob es für Becker am Sonntag reicht, ist aber noch fraglich, sagt Trainer Tobias Stumpf. Becker hat Knieprobleme.

Die Verteidigerin, die auch noch für die weibliche A-Jugend der TG aufläuft, hofft inständig, dass sie nicht bis zur nächsten Hallenrunde warten muss, ehe der Ball in den Hockeyligen wieder rollt. Sie spiele nämlich etwas lieber draußen als in der Halle, verrät Becker. „Auf dem Feld sind richtige Sprints gefordert, da kann ich meine Schnelligkeit ausspielen. Außerdem kann man den Ball schlenzen.“

Bei den Aktiven will Maja Becker einiges erreichen. Sie hofft, dass die ersten Damen im Winter nach zwei Spielzeiten in der Zweiten in die Erste Hallenhockey-Regionalliga Süd zurückkehren können. Und im Feld soll der Weg langfristig in die Zweite Bundesliga führen. Dazu will sie ihren Beitrag leisten.

Rheinpfalz: “Sehnsucht nach dem ersten Einsatz” (29.08.2020)

Gegenüber: Nachwuchsspielerin Hannah Schiller trainiert schon etwas länger bei den ersten Damen der TG Frankenthal. Weil die Pandemie den Spielbetrieb im Hockey lahmgelegt hat, ist es bislang dabei geblieben. Nun hofft die 17-jährige Großkarlbacherin auf ihr Debüt bei den Aktiven. Ende September soll die Saison in der Regionalliga Süd endlich fortgesetzt werden.

Von Frank Geller

Frankenthal/Grosskarlbach. Zwei Partien haben die TG-Damen in der Hinrunde der Corona-bedingt auf drei Jahre gestreckten Feldsaison noch zu bestreiten. Am 27. September (17 Uhr) empfangen die Frankenthalerinnen den SC Frankfurt 1880 auf dem Jahnplatz, am 4. Oktober (16 Uhr) geht es dann zum 1. Hanauer THC. Hannah Schiller will das Team in beiden Begegnungen tatkräftig unterstützen. „Hannah bringt viel Talent mit und hat einen guten Zug zum Tor“, lobt TG-Damentrainer Tobias Stumpf. Sie sei sowohl im Mittelfeld als auch im Sturm einsetzbar.Am liebsten spiele sie im Mittelfeld, sagt Schiller selbst. Ganz am Anfang habe sie auch mal im Tor gestanden. „Dann hat sich herausgestellt, dass ich mehr der offensive Typ bin. Ich gehe öfter mal aufs Tor drauf und genieße es einfach, Treffer für mein Team zu erzielen“, verrät sie und lacht. Eines habe sie jedoch bereits gemerkt: Bei den Aktiven gehe es schon im Training körperbetonter zur Sache als in den Jugendmannschaften. „Alles ist viel schneller.“

Als eine Bereicherung empfinde sie es, jetzt auch mit älteren Spielerinnen in einem Team zu sein. „Von deren Erfahrung kann man profitieren“, betont die 17-Jährige. Aufgrund der familiären Atmosphäre im Verein habe sie die meisten Mitspielerinnen bereits gekannt. „Wir Jüngeren wurden sehr gut aufgenommen und sofort ins Team integriert.“

Hockey statt Turnen und Tanzen

Angefangen hat Hannah Schiller bei den D-Mädchen. Obwohl sie aus einer Hockeyfamilie stammt – schon der Vater war TG-Spieler – hat sie zu Hause beim TuS Großkarlbach zunächst Turnen, Tanzen und Leichtathletik als Sportarten ausprobiert. Hockey habe ihr dann aber besser gefallen, erzählt Schiller. „Teamsport ist einfach schöner, weil man nicht auf sich allein gestellt ist. Man gewinnt als Mannschaft und verliert als Mannschaft.“

In ihrem neuen Team will sich Hannah Schiller, die in Frankenthal das Albert-Einstein-Gymnasium besucht, schnellstmöglich etablieren. Weitere Nachwuchsspielerinnen wie Maja Becker und Marie Fischer, die im Frühjahr ebenfalls zum Kreis der ersten Damen gestoßen sind, kennt sie aus ihren bisherigen Jugendmannschaften. Viele Jahre lang war Axel Schröder der gemeinsame Trainer. Der weibliche TG-Nachwuchs holte in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar regelmäßig den Titel und nahm an süddeutschen Meisterschaften teil.

Ziel: Zweite BundesligaAuch mit dem ersten Damenteam will Schiller erfolgreich sein. Zunächst soll in der Halle der Aufstieg in die Erste Regionalliga Süd gelingen. Und im Feld soll langfristig die Zweite Bundesliga das Ziel sein. „Die Mannschaft hat das Potenzial“, ist die Großkarlbacherin überzeugt.

Schillers Talent am Hockeyschläger wurde schon bald auch außerhalb der TG Frankenthal wahrgenommen. Wiederum mit Becker und Fischer spielte sie in der U16-Rheinland-Pfalz-Auswahl. Vorläufige Höhepunkte waren ihre Auftritte in der U16-Nationalmannschaft. Dort gab Schiller am 9. April 2019 beim 1:0-Sieg gegen Frankreich ihr Debüt. Zusammen mit TG-Nachwuchsspielerin Marie Fischer nahm sie im selben Jahr auch am Vier-Nationen-Turnier in Mannheim teil, bei dem Deutschland den Siegerpokal holte. Sie bestritt die erfolgreichen Partien gegen Irland und Australien. Wegen einer Oberschenkelverletzung verpasste sie jedoch das letzte Spiel gegen die Niederlande, das ebenfalls gewonnen wurde.

Traum: Nationalmannschaft, Weltmeisterschaft, Olympia

Die 17-Jährige hofft auf weitere Auftritte im Nationaldress: „Wenn man die Hymne hört, ist das schon besonders.“ Ihr großer Traum ist es, es eines Tages in den Kader der A-Nationalmannschaft zu schaffen und an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Um das zu erreichen, sei aber noch viel Spielpraxis erforderlich, meint Schiller.

Da trifft es sich gut, dass sie auch noch im Team der weiblichen A-Jugend der TG Frankenthal spielt, das ebenfalls von Damencoach Tobias Stumpf betreut wird. So kommen für sie auf dem Feld noch einige Begegnungen mehr zusammen als die beiden Partien mit den ersten Damen. Am meisten freut sich Hannah Schiller aber auf das vorletzte Hinrundenspiel in der Regionalliga Süd gegen den SC Frankfurt 1880 am 27. September. Dann möchte sie unbedingt auf dem Platz stehen.

Rheinpfalz: “Hauptsache auf rechte Seite” (24.07.2020)

Gegenüber: Marie Fischer ist eines der großen Nachwuchstalente der TG Frankenthal. Schon seit einigen Monaten trainiert die Jugend-Nationalspielerin mit dem Kader des ersten Damenteams. Mit diesem will sie in der Feldhockey-Regionalliga Süd angreifen – sobald der Ball nach der Corona-Pause wieder rollt.

Von Frank Geller

 FRANKENTHAL. Eigentlich hätte Marie Fischer jetzt schon längst ihre ersten Einsätze bei den ersten Damen der TG in der Regionalliga absolviert. Die Feldsaison wäre abgeschlossen, die Vorbereitung für die neue Runde würde anlaufen. Eigentlich. Doch dann kam Corona und wirbelte alles gehörig durcheinander. Nach Abschluss der Hallenrunde haben die TG-Damen kein Spiel mehr absolviert. Im September könnten die beiden noch ausstehenden Hinrundenspiele der aktuellen Feldsaison endlich ausgetragen werden, Termine gibt es dafür aber noch nicht.

Die A-Jugend-Spielerin bleibt dennoch optimistisch. „Mein erster Einsatz in einem Regionalligaspiel kommt jetzt eben etwas später“, meint Fischer und lacht. Sie freue sich darüber, schon mit 16 Jahren zum Kreis des ersten Damenteams zu gehören. Der aktuellen Situation kann sie sogar etwas Gutes abgewinnen: „Wir haben lange in Kleingruppen trainiert. Dadurch habe ich die anderen Spielerinnen in meiner Gruppe sehr gut kennengelernt.“ Auch von den übrigen etablierten Aktiven sei sie sehr gut aufgenommen worden. Und jetzt könne ja auch endlich wieder in größeren Gruppen trainiert werden. „Das fühlt sich wieder richtig nach Hockey an“, sagt Fischer. Unterschiede zum Jugendbereich hat sie bereits ausgemacht: „Bei den Aktiven ist schon im Training alles etwas schneller und technischer.“ Wobei es ein merkwürdiges Gefühl sei, monatelang zu trainieren, ohne ein konkretes Ziel vor Augen zu haben.

Persönliche Ziele hat Fischer dagegen schon. Sie will im ersten Team Stammspielerin werden. In der Halle soll im kommenden Winter mit den TG-Damen der Wiederaufstieg in die Erste Regionalliga gelingen, und im Feld soll die Zweite Bundesliga die Perspektive sein. Fischer ist überzeugt davon, dass das Team das Zeug dazu hat, beides zu schaffen.

Für ihr sportliches Ziel nimmt die Gymnasiastin einiges auf sich. Die 16-Jährige wohnt in Hüffelsheim bei Bad Kreuznach. Eineinhalb Stunden dauert allein die Zugfahrt nach Frankenthal. „Die Hinfahrt ist überhaupt kein Problem, da freue ich mich total aufs Hockey“, sagt Fischer. Auf der Rückfahrt sei sie dann aber meist ganz schön kaputt. Zweimal pro Woche hat sie Mannschaftstraining.

Hockey spielen gelernt hat Fischer beim VfL Bad Kreuznach. Zuvor hat sie bei der SG Hüffelsheim Fußball gespielt – bis zur C-Jugend. Auch beim Kicken schaffte sie es in eine Auswahlmannschaft. Doch Hockey gefiel ihr besser. „Hockey ist ein sehr technischer Sport, und man kann mit dem Schläger viele Tricks machen“, erklärt Fischer. Bis zu den Mädchen B spielte sie in Bad Keuznach, dann kam der Wechsel zur TG Frankenthal. „Die Perspektiven hier sind viel besser“, betont die 16-Jährige.

Viele Jahre lang war Axel Schröder der Trainer von Marie Fischer. Spielerinnen wie Maja Becker und Hannah Schiller, die ebenfalls seit dem Frühjahr mit den ersten Damen trainieren, kennt sie seit frühester Jugend. Mit ihnen zusammen hat sie in der Oberliga gespielt und an den süddeutschen Meisterschaften teilgenommen. Damencoach Tobias Stumpf, der auch die weibliche Jugend A der TG trainiert, attestiert ihr sehr gute Chancen, im ersten Damenteam zum Zug zu kommen. „Marie ist defensiv sehr stark, kann aber genauso Mittelfeld spielen und offensiv Akzente setzen“, berichtet Stumpf.

Fischer sieht sich selbst als Allrounderin. „In der Rheinland-Pfalz-Auswahl habe ich auch mal im Sturm gespielt, meistens wurde ich bisher in der Abwehr eingesetzt.“ Die genaue Position sei ihr eigentlich egal. „Hauptsache, ich spiele auf der rechten Seite und kann Impulse nach vorne geben“, meint Fischer.

Das hat die Hüffelsheimerin auch schon in der Jugend-Nationalmannschaft unter Beweis gestellt. 2019 feierte sie an Ostern ihr Debüt in der U16-Nationalmannschaft – beim 5:0-Sieg gegen die USA. Im selben Jahr nahm sie zusammen mit Hannah Schiller im Nationaldress am Vier-Nationen-Turnier in Mannheim teil, bei dem Deutschland den Siegerpokal holte. Auch beim Sechs-Nationen-Cup in Eindhoven war sie dabei.

Den Athletik- und Fitnesstest für die U18-Nationalmannschaft hat Fischer bereits absolviert. Zu weiteren Einsätzen ist es Corona-bedingt aber noch nicht gekommen. In der Nationalmannschaf zu spielen, sei schon etwas ganz Besonderes, betont Fischer. Ihr großer Traum: in den Kader der A-Nationalmannschaft zu kommen und an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften teilzunehmen. Um das zu erreichen, sei aber noch viel Spielpraxis erforderlich. Deshalb hofft die 16-Jährige, dass der Ball in der Regionalliga bald wieder rollt.

Rheinpfalz:”Regionalliga-Saison der Damen der TG Frankenthal zieht sich wohl bis 2021″ (29.05.2020)

Mit dem Feldtraining haben die Hockey-Damen der TG Frankenthal in dieser Woche schon begonnen. Ob sie in diesem Jahr noch zu einem Spiel kommen, in dem es um Punkte geht? Das passiert nach derzeitigem Stand frühestens nach den Sommerferien. Und auch dann müssen viele Faktoren passen. Geduld ist eine Tugend, sagt der Volksmund. Sehr viel Geduld müssen die Mannschaften mitbringen, die im Hockey unterhalb der Bundesligen aktiv sind. Hier müssen sich die Aktiven mit einer Feldsaison 19/20/21 anfreunden. Die entsprechenden Gremien haben sich laut Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive der TG Frankenthal, darauf verständigt, dass die Saison in den Landesverbänden im April nächsten Jahres fortgeführt werden soll. Die bisher zu Buche stehenden Resultate werden mitgenommen. Im Süddeutschen Hockeyverband, in dem die Regionalverbände Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland zusammengeschlossen sind, soll, sofern es erlaubt ist, die Feld-Hinrunde der Regionalligen nach den Sommerferien beendet werden. Die großen Ferien gehen in Rheinland-Pfalz am 14. August zu Ende.

Grimmer: Nicht von null in den Ligabetrieb
Konkret betrifft das bei der TG Frankenthal die ersten Damen. Diese stehen in der acht Teams umfassenden Regionalliga Süd mit vier Punkten und 5:8 Toren auf Platz sechs. Die Mannschaft von Coach Tobias Stumpf hätte in diesem Jahr also noch zwei Spiele im Feld auszutragen. „Aber das geht natürlich nur, wenn alle Landesregierungen Kontaktsport wieder erlauben“, sagt Norbert Grimmer. In der Regionalliga Süd spielen Vereine aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Und selbstverständlich brauchen alle Teams auch einen Vorlauf von mehreren Wochen für eine vernünftige Vorbereitung. „Von null in den Ligabetrieb – das geht nicht“, betont Grimmer. „Aber wenn zum Beispiel Bayern nein sagt, dann spielen alle nicht.“

Stumpf: Unbefriedigende Situation
Tobias Stumpf spricht von einer „unbefriedigenden Situation“. Aufgrund der Tatsache, dass es immer mehr Lockerungen gebe, habe er schon Hoffnungen auf einen vernünftigen Hockeybetrieb gehabt. Und jetzt gebe es in diesem Jahr so gut wie kein Feldhockey. Im Moment trainieren die Damen nur in Kleingruppen und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. „Es ist schön, die Spielerinnen mal wieder zu sehen. Sie alle hatten wahnsinnig Lust auf Hockey“, erzählt Stumpf.
Unbefriedigend ist für Stumpf auch, dass sein Team durch diese Regelung die magere Punktausbeute von vier Zählern aus fünf Spielen mit ins nächste Jahr nehmen muss. Ja, er habe mehr Zeit, mit den jungen Spielerinnen zu trainieren. „Aber ihnen fehlt der Wettkampf.“

Damen können nicht auf ein Ziel hintrainieren
Die Schwierigkeit für ihn: Er hat zum einen noch keinen Termin, auf den er mit den Damen hintrainieren kann. Zum anderen betreibe er einen immensen Aufwand für lediglich zwei Spiele.
Zwei Partien, das sei ja schon immerhin mal was, aber dann hätte man die Runde auch zu Ende spielen können, meint Kapitänin Katharina Koppel. Sie betont aber auch, dass es derzeit eben Wichtigeres gebe. Etwas nervig sei, dass kein Ende der Vorbereitung in Sicht sei. Das mache den Formaufbau für den Trainer schwierig. Aus ihrer Sicht wäre es sinnvoller gewesen, die Saison abzubrechen.

Fischer muss sich mit Debüt bei Damen gedulden
„Es ist schon schade, dass man nicht spielen kann“, sagt Marie Fischer. Die U18-Nationalspielerin muss noch etwas warten auf ihren ersten Einsatz bei den TG-Damen. „Ich würde sehr gerne spielen“, sagt sie. Allerdings sei der Druck bei den Aktiven auch ein anderer als in der Jugendmannschaft. Aber sie nehme es locker. Was anderes bleibe ihr auch nicht übrig. Die erste Trainingseinheit diese Woche sei gut gewesen. Man habe aber schon den Unterschied zur Jugend gemerkt.

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