Kategorie: 1. Damen

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Rheinpfalz:”Regionalliga-Saison der Damen der TG Frankenthal zieht sich wohl bis 2021″ (29.05.2020)

Mit dem Feldtraining haben die Hockey-Damen der TG Frankenthal in dieser Woche schon begonnen. Ob sie in diesem Jahr noch zu einem Spiel kommen, in dem es um Punkte geht? Das passiert nach derzeitigem Stand frühestens nach den Sommerferien. Und auch dann müssen viele Faktoren passen. Geduld ist eine Tugend, sagt der Volksmund. Sehr viel Geduld müssen die Mannschaften mitbringen, die im Hockey unterhalb der Bundesligen aktiv sind. Hier müssen sich die Aktiven mit einer Feldsaison 19/20/21 anfreunden. Die entsprechenden Gremien haben sich laut Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive der TG Frankenthal, darauf verständigt, dass die Saison in den Landesverbänden im April nächsten Jahres fortgeführt werden soll. Die bisher zu Buche stehenden Resultate werden mitgenommen. Im Süddeutschen Hockeyverband, in dem die Regionalverbände Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland zusammengeschlossen sind, soll, sofern es erlaubt ist, die Feld-Hinrunde der Regionalligen nach den Sommerferien beendet werden. Die großen Ferien gehen in Rheinland-Pfalz am 14. August zu Ende.

Grimmer: Nicht von null in den Ligabetrieb
Konkret betrifft das bei der TG Frankenthal die ersten Damen. Diese stehen in der acht Teams umfassenden Regionalliga Süd mit vier Punkten und 5:8 Toren auf Platz sechs. Die Mannschaft von Coach Tobias Stumpf hätte in diesem Jahr also noch zwei Spiele im Feld auszutragen. „Aber das geht natürlich nur, wenn alle Landesregierungen Kontaktsport wieder erlauben“, sagt Norbert Grimmer. In der Regionalliga Süd spielen Vereine aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. Und selbstverständlich brauchen alle Teams auch einen Vorlauf von mehreren Wochen für eine vernünftige Vorbereitung. „Von null in den Ligabetrieb – das geht nicht“, betont Grimmer. „Aber wenn zum Beispiel Bayern nein sagt, dann spielen alle nicht.“

Stumpf: Unbefriedigende Situation
Tobias Stumpf spricht von einer „unbefriedigenden Situation“. Aufgrund der Tatsache, dass es immer mehr Lockerungen gebe, habe er schon Hoffnungen auf einen vernünftigen Hockeybetrieb gehabt. Und jetzt gebe es in diesem Jahr so gut wie kein Feldhockey. Im Moment trainieren die Damen nur in Kleingruppen und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. „Es ist schön, die Spielerinnen mal wieder zu sehen. Sie alle hatten wahnsinnig Lust auf Hockey“, erzählt Stumpf.
Unbefriedigend ist für Stumpf auch, dass sein Team durch diese Regelung die magere Punktausbeute von vier Zählern aus fünf Spielen mit ins nächste Jahr nehmen muss. Ja, er habe mehr Zeit, mit den jungen Spielerinnen zu trainieren. „Aber ihnen fehlt der Wettkampf.“

Damen können nicht auf ein Ziel hintrainieren
Die Schwierigkeit für ihn: Er hat zum einen noch keinen Termin, auf den er mit den Damen hintrainieren kann. Zum anderen betreibe er einen immensen Aufwand für lediglich zwei Spiele.
Zwei Partien, das sei ja schon immerhin mal was, aber dann hätte man die Runde auch zu Ende spielen können, meint Kapitänin Katharina Koppel. Sie betont aber auch, dass es derzeit eben Wichtigeres gebe. Etwas nervig sei, dass kein Ende der Vorbereitung in Sicht sei. Das mache den Formaufbau für den Trainer schwierig. Aus ihrer Sicht wäre es sinnvoller gewesen, die Saison abzubrechen.

Fischer muss sich mit Debüt bei Damen gedulden
„Es ist schon schade, dass man nicht spielen kann“, sagt Marie Fischer. Die U18-Nationalspielerin muss noch etwas warten auf ihren ersten Einsatz bei den TG-Damen. „Ich würde sehr gerne spielen“, sagt sie. Allerdings sei der Druck bei den Aktiven auch ein anderer als in der Jugendmannschaft. Aber sie nehme es locker. Was anderes bleibe ihr auch nicht übrig. Die erste Trainingseinheit diese Woche sei gut gewesen. Man habe aber schon den Unterschied zur Jugend gemerkt.

Rheinpfalz: “Wenn sich der Schläger wie ein Besen anfühlt …” (28.05.2020)

Hockey: Training in Kleingruppen auf einem weitläufigen Hockeyplatz, das mutet schon etwas gespenstisch an. Bei den ersten Damen der TG Frankenthal sind aber trotzdem alle froh, dass sie endlich wieder den Schläger in die Hand nehmen und den Ball aufs Tor schießen dürfen. Auch wenn das bei der ersten Einheit auf dem Jahnplatz erst einmal leer bleibt. Am Dienstagabend war Trainingsauftakt – selbstverständlich unter Corona-Auflagen.

Frankenthal. „Der Schläger hat sich am Anfang ein bisschen wie ein Besen angefühlt. Es ist alles noch etwas ungewohnt“, sagt TG-Stürmerin Kim Lauer nach den ersten Pässen und Torschüssen und lacht. Damentrainer Tobias Stumpf spricht von einer „surrealen Situation“. Ein Frühjahr ganz ohne Spielbetrieb, monatelang kein Mannschaftstraining – das habe er noch nie erlebt.Nach der Hallensaison wollte er mit seinem Team keine lange Pause einlegen: „Wir sind früh raus aufs Feld, haben in den ersten Wochen aber nur Athletiktraining gemacht.“ Die Saisonvorbereitung war schon exakt durchgeplant. Mitte April wollten die TG-Damen an einem Turnier in Leverkusen teilnehmen. „Wir hatten schon das Hotel gebucht“, erzählt Teambetreuerin Marion Büffor.
Im März stoppte die Pandemie die gemeinsamen Einheiten, ehe es so richtig losgehen konnte. „Wir sind von Corona genau in dem Moment überrascht worden, als die Jungen dazukamen“, berichtet Stumpf. Elf Nachwuchsspielerinnen muss er ins Team integrieren. Und weil der Coach von ihnen viel erwartet, wollte er alle gleich im Training sehen.
Doch in den vergangenen Monaten musste das Team auf die Internetplattform Zoom ausweichen und individuell zu Hause vor dem PC trainieren. Zusätzlich zu den beiden Einheiten in Konferenzschaltung musste jede Spielerin pro Woche drei Läufe absolvieren. Das Training in der Gruppe und den direkten Kontakt zum Team könne das Internet aber nicht ersetzen. „Deshalb sind wir froh, dass wir endlich wieder gemeinsam draußen sein können, wenn auch zunächst in festen Kleingruppen.“
Fünf DIN-A4-Seiten umfasst das Konzept der TG Frankenthal zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs, das die Hockeyabteilung unter Federführung von Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive, erarbeitet hat. Um die Abstandsregeln und Hygienevorschriften einzuhalten, dürfen nur die Spieler, Trainer und ausgewählte Personen wie Betreuer, Physiotherapeuten und Ärzte auf die weiträumige Sportanlage. Der Verein hat alles genau geregelt. Zum Beispiel, wo die Fahrräder abgestellt werden. Alle müssen eine Viertelstunde früher da sein und auch schon in Trainingskleidung erscheinen. Die Umkleiden sind geschlossen. Nach dem Desinfizieren geht es in die Wartezonen. Vier davon gibt es für maximal vier Kleingruppen. Sie sind farblich markiert – wie die vier Trainingsfelder auf dem Jahnplatz. Die Spieler müssen während der kompletten Einheit in ihrem zugewiesenen Bereich bleiben und auch untereinander Abstand halten.
Das ist am Dienstag kein Problem. Gerade mal neun Spielerinnen sind auf dem Platz. Am Donnerstag sind drei weitere Kleingruppen dran. Am Samstag sind zu unterschiedlichen Zeiten alle fünf Damengruppen gefordert. Mittwochs soll es weiterhin eine Zoom-Einheit geben, als „Hausaufgabe“ stehen Läufe auf dem Programm.
„Auf dem Platz machen wir im Moment nur Übungen, bei der sich die Spielerinnen nicht näher als zwei Meter kommen“, sagt Coach Tobias Stumpf. Zweikampftraining? Fehlanzeige. Für die erste Einheit auf dem Feld seit knapp drei Monaten hat er koordinative Übungen ausgesucht: „Es geht darum, wieder ein Gefühl für den Schläger und den Ball zu bekommen.“ Stumpf trägt Handschuhe und darf als einziger die Trainingsutensilien anfassen. Doch auch er darf sich nur in einem Feld aufhalten. Praktischerweise können beim Hockey Bälle und Hütchen leicht mit dem Schläger bewegt werden. Da muss keine Spielerin die Hände benutzen.
Eineinhalb Stunden lang müssen die TG-Damen vor dem Torschuss mit dem Schläger Bälle über Rohre lupfen oder drumherum spielen. Bei einer weiteren Übung bekommen sie kurz nach dem Torschuss einen zweiten Ball zugespielt und müssen auch diesen verwerten. „Ihr müsst den Blickkontakt wahren“, ruft Stumpf. „Im Spiel hätte ich mich hingeworfen“, meint Katja Happersberger lachend, als sie einen Ball verpasst. Stumpfs Fazit nach der ersten Einheit: „Für den Anfang war das ganz okay. Generell müssen wir aber noch an der Dynamik arbeiten.“
Während die Torhüterinnen separat in einer Gruppe unter Anleitung von Oliver Scharfenberger, Keeper des ersten Herrenteams, trainieren, haben sich die Nachwuchsspielerinnen Maja Becker, Hannah Schiller und Alicia Schröder bereits gut integriert. „Wir haben die Gruppen bunt gemischt, unabhängig von Alter und Position“, erklärt Stumpf. Aktuell umfasse der Kader der ersten Damen etwas mehr als 20 Spielerinnen. „Wir sind gut aufgestellt“, betont er.
Bei Hannah Schiller, die schon in der U16-Hockey-Nationalmannschaft aufgelaufen ist, ist die Freude über das erste gemeinsame Training groß. „Mir tun noch etwas die Hände weh“, räumt sie nach der Einheit ein. „Das hat aber schon deutlich mehr Spaß gemacht, als zu Hause im Garten allein ein paar Bälle zu schlagen.“ Nach Monaten ohne richtiges Hockey fühle sich das fast schon wieder nach etwas Normalität an. Schade findet Schiller allerdings, dass sie nun auf ihr erstes Regionalliga-Spiel mit den ersten Damen noch etwas warten muss: „Ich hatte auf den Saisonstart Ende April schon etwas hingefiebert“, verrät sie.
Im Uhrzeigersinn von links oben: TG-Coach Tobias Stumpf kann mit den Damen wieder auf dem Feld trainieren. Allerdings nur in Kleingruppen. Damit niemand durcheinander kommt, hat jede Gruppe farblich abgetrennt ihren Wartebereich. Das Schlagen haben die Spielerinnen wie Janine Meyer nicht verlernt. Nach der Einheit gibt’s für (von links) Maja Becker, Hannah Schiller Katja Happersberger, Kim Lauer und Alicia Schröder eine Erfrischung.

Rheinpfalz: “Hockey-Damen der TG Frankenthal treffen sich regelmäßig zum Online-Athletiktraining” (05.05.2020)

Da in Zeiten des Coronavirus die Sportplätze geschlossen sind, wird mithilfe des Internets trainiert. So wie bei den Damen der TG Frankenthal. Sie treffen sich regelmäßig zu Online-Einheiten mit Athletiktrainer Joachim Janke. Dabei gibt es vierbeinige Überraschungsgäste und einen Hauch von Normalität.

Es ist in den Zeiten vor dem Coronavirus wohl selten vorgekommen, dass eine Katze über den Trainingsplatz läuft und sich wie selbstverständlich das Treiben der Sportlerinnen anschaut. Weil die Corona-Pandemie vieles verändert und die Möglichkeiten der Hockeyspielerinnen der TG Frankenthal einschränkt, gibt es jetzt eben kleine Besonderheiten. Wobei die Katze von TG-Athletiktrainer Joachim Janke nichts Unrechtes tut, schließlich lebt sie am Ort des Geschehens.

Der Platz der TG ist weiterhin gesperrt, reguläres Training ist nicht möglich, sodass sich das Team zweimal wöchentlich im Internet verabredet, um zumindest einen Hauch von Miteinander zu schaffen. Das Athletiktraining absolvieren die Spielerinnen über „Zoom“, eine Plattform im Internet, über die Videokonferenzen organisiert werden. In der Praxis sieht das so aus: Jede TG-Spielerin sitzt in der eigenen Wohnung auf einer Fitnessmatte und lässt sich von Janke anleiten.

Freude ist spürbar

Die Freude der jungen Damen ist spürbar. Vor dem Trainingsstart lächeln sie beinahe um die Wette. Zusammen Sport treiben, das ist durch das Coronavirus eigentlich nicht möglich, wird aber per Smartphone, Tablet oder Notebook doch in die eigenen vier Wände getragen. 18 Spielerinnen sind dabei, auch wenn nur 17 an den Übungen teilnehmen können.

Hannah Schiller hat sich auch eingewählt, liegt aber auf der Couch, da sie derzeit von einer Zehenverletzung ausgebremst wird. „Es ist besser geworden, aber Training ist noch nicht möglich“, berichtet sie ihren Mitspielerinnen und Trainer Tobias Stumpf. Schiller schaut deshalb nur zu und lauscht zu Beginn den Worten ihres Coaches. „Ich weiß nicht, wie es weitergeht, aber ich bin vorsichtig optimistisch, dass es bald Neuigkeiten gibt“, erzählt Stumpf. Wie die Spielerinnen, würde auch der Trainer gerne wieder auf dem Platz trainieren, wird aktuell aber ausgebremst.

Individuelles Aufwärmen

Deshalb bleibt nur das gemeinsame Online-Training, das jetzt von Janke übernommen wird. Der Athletiktrainer der TG-Damen ordnet zunächst einmal ein fünfminütiges individuelles Aufwärmen an. Es wirkt ein wenig skurril, wie die Spielerinnen um oder vor dem eigenen Sofa auf und ab laufen, auf der Stelle joggen oder Dehnübungen absolvieren – aber alles führt zum Ziel, denn nach der Aufwärmphase sind sie bereit, um den Anweisungen von Janke Folge zu leisten.
Der kann hockeyspezifische Übungen nicht ersetzen, hat es sich aber zum Ziel gesetzt, die körperliche Fitness der Mannschaft auf ein gutes Niveau zu bringen, damit sie durchstarten kann, wenn das Hockeyspielen auf dem Platz wieder erlaubt wird. Unterstützt von Musik – und der eigenen Katze, die von Zeit zu Zeit durchs Bild läuft – sagt Janke Übungen an, die den Rücken und den Bauch stärken sollen. Das kostet Kraft, sodass erste Schweißtropfen auf den 18 kleinen Bildern zu erkennen sind, die den eigenen Monitor als Mosaik bevölkern. Die Freude an der Anstrengung, an der gemeinsamen Anstrengung, ist aber ebenfalls nicht zu übersehen. Janke gibt per Video hier und da einen kleinen Hinweis, damit die Übungen perfekt ausgeführt werden.

Abendessen – die verletzte Hannah Schiller verabschiedet sich

Knapp 70 Minuten dauert das Programm, alle Spielerinnen ziehen es voll durch. Nur die verletzte Hannah Schiller hat sich zwischendurch verabschiedet. „Bei uns gibt es jetzt Abendessen“, erklärt sie, ehe ihr Bildschirm schwarz wird. Die anderen müssen mit dem Essen warten. Das tun sie auch nach dem offiziellen Ende noch. Denn jetzt wird über einen möglichen Trainingsstart gesprochen – und über den Plan der Fußball-Bundesliga, schon bald Geisterspiele abzuhalten. Für die Damen der TG Frankenthal ist so etwas kein Thema. Aber auch sie hoffen darauf, ihren Sport möglichst bald wieder ausüben zu können. So ein gemeinsames Online-Training ist eine tolle Sache, ersetzt aber keine Übungseinheit auf dem Platz.
Dann verabschiedet sich auch der Trainer. „Sorry Mädels, aber ich muss einkaufen“, sagt Stumpf zum Abschied. „Die Maske nicht vergessen“, bekommt er als Tipp mit auf den Weg. Die Stimmung ist gut, und ein paar Spielerinnen bleiben nach der Einheit einfach noch online verbunden und quatschen miteinander. Beinahe so wie in der Umkleidekabine nach dem Training. Das schmeckt nach ein wenig Normalität.

Rheinpfalz: Mit Phantasie und Internet (22.04.2020)

Hockey: Auch im Hockey ist der Spielbetrieb ausgesetzt. Bis Ende Juli ist deshalb auch auf dem Jahnplatz tote Hose. Die Aktiven der TG Frankenthal halten sich zu Hause fit – alleine oder beim Teamtraining via Zoom. Vor allem Damencoach Tobias Stumpf geht Zeit verloren, um zahlreiche Jugendspielerinnen zu integrieren.

Von Christian Treptow

Frankenthal. Die Hockeyfans in Frankenthal müssen sich weiterhin in Geduld üben. Die vom Deutschen Hockey-Bund (DHB) eingesetzte Task-Force Bundesliga hat dem DHB empfohlen, den Spielbetrieb in den Ersten und Zweiten Bundesligen bei Damen und Herren bis 31. Juli auszusetzen. Der DHB reagiert damit auf die Befragung der Bundesliga-Vereine und die Beschlüsse von Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder.Doch wie geht es nun weiter? Dazu will die Task-Force am Freitag den Bundesliga-Vereinen verschiedene Varianten präsentieren. Eine Wertung auf Basis der aktuellen Tabellen mit Meistern, Auf- und Absteigern sei aber ausgeschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung des DHB. Parallel dazu werde ein Szenario für den Fall entwickelt, dass die Corona-Krise im August oder September die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht zulasse.

Eine vernünftige Vorbereitung mit anschließendem Spielbetrieb – das hätte Tobias Stumpf, Trainer der Damen der TG Frankenthal in der Feldhockey-Regionalliga Süd, gut gebrauchen können. Denn etliche Spielerinnen kommen aus der Jugend hoch und dürfen nun bei den Aktiven eingesetzt werden. Doch derzeit sind – wie bei allen Mannschaftssportarten – auch bei den Hockey-Damen Fantasie und eine schnelle Internetverbindung gefragt.

Denn während der Jahnplatz still in der Frühlingssonne liegt und darauf wartet, dass endlich wieder Hockey auf ihm gespielt werden kann, findet das Training entweder alleine oder in den eigenen vier Wänden statt. „Die Mädels haben Laufeinheiten, die sie machen müssen. Athletiktraining machen wir via Zoom. Da lässt sich Athletiktrainer Joachim Hanke immer was einfallen“, sagt Tobias Stumpf. Das sei fast so, als ob die Mannschaft zusammen trainiere, meint er. Stabilitätsübungen oder Workouts für verschiedene Muskelgruppen stünden auf dem Programm, erläutert Stumpf. „Da gibt es auch viele gute Apps.“

Die Stimmung sei gut. „Das war sie auch schon in der ganzen Hallensaison“, betont Stumpf. Aber mit den ganzen Jugendspielerinnen, die nachrücken, wäre es schon wichtig gewesen, auf den Platz zu können. Doch auch im Falle einer verkürzten Vorbereitung von zum Beispiel zwei Wochen würde er alle, die hochgekommen seien, einladen. „Ich würde mir alle anschauen. Die Erfahrenen haben keine Freikarten“, betont Stumpf. Die Enttäuschung sei zwar bei vielen groß gewesen. Sie hätten aber schnell realisiert, dass bei der Corona-Pandemie die ganze Welt betroffen sei. „Im Prinzip verschiebt sich das Debüt bei den Aktiven für die Jungen aber nur nach hinten“, meint Stumpf. Das sei auch kein Problem. „Die Mädels sind fit im Kopf.“

Die Mannschaft sei stark genug, die Klasse zu halten, betont Stumpf. Die TG belegt derzeit in der acht Teams umfassenden Regionalliga Süd Platz sechs, hat vier Punkte auf dem Konto, aber auch erst vier Spiele bestritten. „Da ist noch mehr als die komplette Rückrunde zu absolvieren“, meint Stumpf. „Wir wollten uns eigentlich jetzt einspielen und in der nächsten Saison angreifen“, meint er.

Bei den TG-Herren hat Trainer Timo Schmietenknop die Intensität etwas heruntergefahren, wie er im RHEINPFALZ-Gespräch sagt. „Wir nutzen die Zeit und arbeiten viel im Grundlagenbereich“, erläutert er. Man könne die Spannung nicht ewig hoch halten.

Ihm fehlt der klare Startpunkt, auf den man hintrainieren könne. „Etwas Planungssicherheit wäre mir lieb.“ Nun weiß er, dass vor dem 31. Juli nicht an Hockey zu denken ist. „Ein Abbruch der Saison wäre blöd, aber wenn’s nicht anders geht, geht’s eben nicht anders“, orakelt er. Allerdings betont er auch: „Es gibt derzeit viele Leute mit schlimmeren Problemen.“

Sollte die Saison abgebrochen werden, dann plädiert Schmietenknop für eine faire Lösung. „Vielleicht sollte man dann auf Absteiger verzichten“, sinniert er. Für sein Team spiele das ja nur eine untergeordnete Rolle. Die TG ist nach einer guten Vorrunde auf Platz vier in der zehn Teams umfassenden Südgruppe der Zweiten Feldhockey-Bundesliga. Gebe es dann – nach Handballervorbild – nur Aufsteiger und damit größere Ligen, wäre das für ihn kein Beinbruch.

Falls es irgendwann wieder Training mit Kleingruppen geben dürfe, wäre Schmietenknop gerüstet. Bei Technikübungen würden ohnehin in der Regel Fünfer- oder Sechsergruppen gebildet. Er nutze die Zeit, um Sachen zu erledigen, für die er im Regelbetrieb keine Zeit habe, zum Beispiel an den Leitfäden für die Betreuer und in Sachen Taktik arbeiten.

Die Corona-Krise verhindert auch, dass die Fans ein neues Gesicht im TG-Dress in Augenschein nehmen können. Heinrich Reuss hat sich laut Schmietenknop kurz vor dem Ende der Wechselfrist der TG angeschlossen. Der Mittelfeldspieler (Jahrgang 2003) hat bislang das Trikot des Kreuznacher HC getragen. Einen Anknüpfungspunkt bei der TG hat er jedenfalls: Unter Trainer Heiner Dopp hat er im vergangenen Jahr in der Rheinland-Pfalz/Saar-Auswahl gespielt.

Dopp ist von Reuss begeistert – und das nicht nur wegen des gleichen Vornamens. „Er ist in Rheinland-Pfalz der beste Spieler seines Jahrgangs. Ich halte extrem viel von ihm“, betont der Coach. Vor allem im Zweikampfverhalten und in der Defensive habe Reuss seine Stärken. In der Offensive, vor dem Tor, müsse er noch zulegen. „Aber ich traue ihm die Zweite Liga auf jeden Fall zu. Er bringt sehr gute Voraussetzungen mit, sogar für mehr“, sagt Dopp.

Rheinpfalz:”Noch kein Topteam” (26.02.2020)

Saisonbilanz: Die ersten Damen der TG Frankenthal haben in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd eine gute Saison gespielt, auch wenn sie am Ende noch vom TSV Schott Mainz vom zweiten Platz verdrängt wurden. Die Frankenthalerinnen schossen die meisten Tore und hatten die zweitbeste Abwehr der Liga. Knackpunkt war die Rückspielniederlage gegen Mainz.

Frankenthal. Der SC SaFo Frankfurt war das beherrschende Team in der Südgruppe der Zweiten Regionalliga. Die Hessinnen verloren kein einziges Spiel und sicherten sich am Ende mit 34 Punkten den Titel. Das erkennt auch TG-Trainer Tobias Stumpf an: „SaFo hat eine starke Runde gespielt, das Team ist verdient Meister geworden.“ Was ihn freut: Die TG-Damen waren die einzige Mannschaft, die dem Aufsteiger Punkte abgenommen hat. Im Rückspiel erreichten sie zu Hause ein 3:3 (1:2). Dank einer starken zweiten Halbzeit hätten die Frankenthalerinnen sogar gewinnen können. Auch das Hinspiel in Frankfurt zum Saisonauftakt (4:6) hätte man nicht verlieren müssen, meint Stumpf. „Vielleicht war es etwas Pech, dass wir gleich im ersten Spiel auf den stärksten Gegner gestoßen sind.“Es folgte eine Serie von fünf Siegen und die Erkenntnis, dass der direkte Wiederaufstieg in die Erste Hallenhockey-Regionalliga Süd für die TG doch möglich sein könnte. „Der Aufstieg war für uns vor der Runde gar nicht das Ziel. Im Vordergrund stand die Entwicklung der Mannschaft“, erläutert Stumpf. „Wenn man den Saisonverlauf betrachtet, wäre für uns schon mehr drin gewesen. Insofern ist es natürlich schade, dass es für ganz oben noch nicht gereicht hat.“ Unterm Strich überwiegen für den Übungsleiter aber die positiven Aspekte. Das Team habe sich stabilisiert und einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Mehr Zug zum TorBemerkbar machte sich das nicht zuletzt im Sturm, in früheren Spielzeiten nicht gerade die Stärke der Frankenthalerinnen. Diesmal haben sie die meisten Tore aller Teams in der Südgruppe erzielt (65). Einen großen Anteil daran hatte Stürmerin Kim Lauer, die alleine 22 Treffer beisteuerte. Das gesamte Team entwickelte deutlich mehr Zug zum gegnerischen Tor als in früheren Spielzeiten. Die Chancenverwertung hätte aber noch besser sein können, was mit ein Grund für die drei Niederlagen und zwei Unentschieden war.Ein weiterer Grund waren schwache Phasen, die sich die TG-Damen immer wieder leisteten. Dann unterliefen ihnen Stellungsfehler, Fehlpässe und Ballverluste, die die Gegner zu Kontern einluden. „Diese Unsicherheiten müssen wir abstellen. Der einen oder anderen Spielerin fehlt da auch noch die Erfahrung“, meint Tobias Stumpf.

Der Knackpunkt in der Runde war die 5:6-Heimniederlage im Rückspiel gegen den TSV Schott Mainz. Zur Halbzeit lagen die Frankenthalerinnen nach einer desolaten Leistung 1:5 zurück. Nach der Pause starteten sie dann eine furiose Aufholjagd, die ihnen beinahe noch einen Punkt beschert hätte.

TG schließt Runde als Dritter abEndgültig aus dem Titelrennen verabschiedete sich die TG zwei Spiele später: Mitte Januar verlor das Team 3:4 beim HTC Neunkirchen. „Da habe ich gemerkt, dass der Druck vielleicht doch zu groß war“, räumt Stumpf ein. „Als Topteam muss man das ausblenden können, aber so weit sind wir noch nicht.“ Über Wochen hatten die TG-Damen den zweiten Tabellenplatz gehalten, zum Schluss wurden sie von Schott Mainz (25 Punkte) noch überholt. Mit 23 Zählern schlossen die Frankenthalerinnen die Saison auf dem dritten Rang ab.Spiele wie der souveräne 5:1-Sieg in der Hinrunde in Mainz und der Erfolg bei Eintracht Frankfurt II, bei dem die TG-Damen in der Schlussphase unter großem Druck ihre 3:2-Führung verteidigten, hätten gezeigt, was das Team leisten könne, betont Tobias Stumpf. Dies stimme ihn auch zuversichtlich für die Feldrunde.

Seinen jungen Spielerinnen Dorothea Braun, Annika Koch, Nina Büffor und Meike Stillger stellt er ein gutes Zeugnis aus. Wenn es am 25. April weitergeht, sollen auch die Langzeitverletzten Alisa Hoffmann und Emma Finke wieder mitmischen.

Rheinpfalz:”Zum Schluss ein Remis” (03.02.2020)

TG-Damen spielen 1:1 in Rüsselsheim

Rüsselsheim. Im letzten Saisonspiel beim Rüsselsheimer RK II mussten die ersten Damen der TG Frankenthal auf zwei weitere Stammkräfte verzichten. Am Ende reichte es nur zu einem 1:1 (1:1). Damit haben die Frankenthalerinnen als erstes Team der Südgruppe die Saison in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga beendet.

Mit 23 Punkten liegt die TG aktuell auf dem zweiten Platz, kann diesen aber noch an den TSV Schott Mainz (22 Punkte) verlieren, der am Samstag 7:3 gegen den Kreuznacher HC gewonnen hat. Mainz hat noch eine Partie zu bestreiten.

In der ersten Halbzeit habe sich sein Team gegen tief stehende und gegen den Abstieg kämpfende Rüsselsheimerinnen schwer getan, berichtete TG-Trainer Tobias Stumpf. „Wir haben uns an ihrer Abwehr abgearbeitet.“ Den frühen Rückstand glich Nina Büffor aus. Danach habe man das Spiel im Griff gehabt, ein weiteres Tor habe aber nicht fallen wollen. „Man hat gemerkt, dass der Akku am Ende der Saison leer war“, meinte Stumpf. „Wir hätten das Spiel gerne gewonnen, können jetzt aber auch mit dem Unentschieden leben.“

Verzichten musste der TG-Coach in der letzten Partie auf Torjägerin Kim Lauer und Annika Koch. Beide waren krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen. Für sie sprangen Alissa Stang und Kelly Lauer von der zweiten Damenmannschaft der Frankenthaler ein. „Beide haben ihre Sache sehr gut gemacht“, lobte Stumpf. Ebenfalls zufrieden war er mit der Leistung seiner zweiten Keeperin Benita Main, die das gesamte Spiel bestritten hat: „Benita hat sehr gut gehalten.“

Unterdessen hat sich SaFo Frankfurt vorzeitig den Titel gesichert. Nach dem 6:1-Sieg gegen den HTC Neunkirchen am Samstag kann der Spitzenreiter von keinem anderen Team mehr eingeholt werden.

Rheinpfalz:”Saisonabschluss für TG-Damen” (31.01.2020)

FRANKENTHAL. Mit einem Auswärtsspiel beim Rüsselsheimer RK II am Freitagabend (20.30 Uhr) beenden die ersten Damen der TG Frankenthal die Saison in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd. Die TG-Damen wollen Platz zwei verteidigen.

„Wir wollen auch die letzte Partie gewinnen und noch etwas für unser Torverhältnis tun“, sagt TG-Trainer Tobias Stumpf. Voll durchziehen und vorlegen ist angesagt bei den Frankenthalerinnen, die als erstes Team der Südgruppe die Runde beenden. Dann müssen sie bis zu den letzten Spielen in der Zweiten Regionalliga am 16. Februar beobachten, was die Konkurrenz macht. Die TG kann noch aufsteigen, kann aber auch Dritter werden.Das Hinspiel hat die TG 5:1 gewonnen. Weil die Gastgeberinnen noch um den Klassenerhalt kämpfen, dürfe man den Gegner nicht unterschätzen, warnt Stumpf. Wichtig sei eine stabile Defensive wie gegen Eintracht Frankfurt II. „Wir wollen das Spiel dominant gestalten und von Anfang an Druck machen“, betont der Coach. Fehlen werden Kapitänin Katharina Koppel (Verletzt) und Meike Stillger (Erkältung). Einsatzzeit könnte die zweite Keeperin Benita Main bekommen, die wegen ihrer Abiturprüfungen Trainingsrückstand hat.

Rheinpfalz:”Alle zufrieden” (27.01.2020)

Hallenhockey: TG-Damen holen gegen Eintracht und SaFo Frankfurt vier Punkte

FRANKENTHAL. Nach der Niederlage in Neunkirchen wollten sich die ersten Damen der TG Frankenthal in der Zweiten Regionalliga Süd wieder in besserer Form präsentieren. Das ist ihnen mit einem 5:0 (3:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt II und einem 3:3 (1:2) gegen Tabellenführer SC SaFo Frankfurt gelungen.

Gegen den Spitzenreiter, dem die Frankenthalerinnen die ersten Punkte in dieser Saison überhaupt abgenommen haben, wäre am Sonntag in einem hitzigen Heimspiel mit wechselnden Führungen sogar ein Sieg drin gewesen. Tobias Stumpf war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „In einem so engen Spiel gegen einen starken Gegner lernt man viel mehr als bei einem 15:1 gegen Kreuznach“, sagte der TG-Trainer.

Nach dem frühen 1:0 von TG-Spielerin Nina Büffor (4.) stellte SaFo seine Klasse unter Beweis und ging seinerseits durch Tore von Clara Buchholz (9.) sowie Franka Weronek (21.) in Führung. Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als würde für SaFo wieder einmal alles nach Plan laufen. Die TG-Damen hielten zwar couragiert dagegen, machten aus ihren Chancen jedoch zu wenig. Nach der Pause kamen sie dafür eindrucksvoll zurück und drängten den Tabellenführer in die Defensive. Nach dem verdienten Ausgleich durch Elisa Haselmaier (47.) brachte TG-Stürmerin Kim Lauer ihr Team mit 3:2 in Front (49.).

Von den Rängen wurden die Frankenthalerinnen lautstark unterstützt. Erst recht, nachdem Torhüterin Nadine Deimling einen Siebenmeter von Mareike Schneider parierte (50.). Ihre Teamkameradin Anuschka von Lieven machte es nach einer Strafecke dann besser und glich noch für Frankfurt aus (54.).

SaFo-Coach Moritz Schneider konnte mit dem Unentschieden gut leben: „Der Punkt nützt uns mehr als Frankenthal.“ Der Aufstieg ist seinem Team praktisch nicht mehr zu nehmen. Doch auch im TG-Lager waren alle zufrieden. Der zweite Tabellenplatz wurde mit jetzt 22 Punkten zurückerobert. Stumpf sprach von einem leistungsgerechten Unentschieden. „SaFo hat uns vor Probleme gestellt, wir haben aber die richtigen Antworten gefunden.“ Im Vergleich zur 3:4-Niederlage vor einer Woche in Neunkirchen habe man sich klar gesteigert, befand Lauer. „Wir wollten SaFo nicht ohne Punktverlust aufsteigen lassen, das ist uns gelungen.“

Stumpf freute sich über ein erfolgreiches Wochenende, zumal sein Team am Samstag gegen Eintracht Frankfurt II kein Gegentor zugelassen hatte. Das erste Spiel des Wochenendes war für die TG eine klare Angelegenheit gewesen. Zu verdanken war das nicht zuletzt einer sorgfältigen Abwehrarbeit. Nach der Niederlage in Neunkirchen hatte Stumpf seiner Mannschaft Stabilität verordnet. „Mir war es wichtig, dass wir die Mitte schließen und den Gegner nicht wieder zu Toren einladen“, erläuterte er.

Aufgrund der etwas defensiveren Ausrichtung der TG hatte es am Samstag bis zur 15. Minute gedauert, bis Lauer das 1:0 erzielte. Lauer nach einer Strafecke (23.) und Dorothea Braun (29.) stellten mit ihren Toren klare Verhältnisse her. Nach der Pause sorgten Lauer (32., Kurze Ecke) und Francesca Delarber (57.) für den 5:0-Endstand. Dorothea Braun sprach von einem „sehr disziplinierten“ Auftritt der TG: „Wir haben die Ordnung gehalten und nur ganz wenige Chancen des Gegners zugelassen.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Deimling (Main) – Peikert, Lauer, Happersberger, Seemann, Stillger, Braun, Büffor, Delarber, Koch, Haselmaier

SC SaFo Frankfurt: Kuch – Schneider, Weronek, Martell, Buchholz, Braun, von Lieven, Diergardt, Wagner, Richter

Tore: 1:0 Büffor (4.), 1:1 Buchholz (9.), 1:2 Weronek (21.), 2:2 Haselmaier (47.), 3:2 Lauer (49.), 3:3 von Lieven (54., Strafecke) – Strafecken: 3/0 – 4/1 – Grüne Karte: Buchholz – Gelbe Karte: Delarber – Beste Spielerinnen: Büffor, Delarber, Haselmaier, Lauer – Buchholz, Diergardt, Weronek – Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Brocker (Saarbrücken)/Krüger (Alzey).

Rheinpfalz: “Kampf und Disziplin” (24.01.2020)

TG-Damen gegen Frankfurter Teams

FRANKENTHAL. Für die ersten Damen der TG Frankenthal beginnt der Endspurt in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd. Auch wenn der Aufstieg nach der jüngsten Niederlage in Neunkirchen kein Thema mehr ist, wollen die TG-Damen ihre beiden Heimspiele am Samstag (16 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt II und am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den SC SaFo Frankfurt gewinnen.

Dem Spitzenreiter, dem der Titel kaum noch zu nehmen ist, würden die Frankenthalerinnen am Sonntag gerne die erste Saisonniederlage bescheren. Und der Eintracht wollen sie zeigen, dass sie auch über zwei Halbzeiten Vollgas geben können. Das Hinspiel haben die TG-Damen nach schwachem Beginn noch 3:2 (2:1) gewonnen. „Kämpferisch war das eine gute Leistung von uns“, sagt TG-Trainer Tobias Stumpf. SaFo hätte man im Hinspiel auch schlagen können, „wenn wir cleverer gewesen wären“.Während der Tabellenführer zuletzt eine Spielpause hatte, musste die Eintracht eine 2:4-Niederlage bei Schlusslicht Kreuznacher HC hinnehmen. „Die wollen sie bestimmt nicht auf sich sitzen lassen“, glaubt Stumpf. Er erwartet gegen beide Gegner Spiele, die über den Kampf und die Disziplin entschieden werden.

Nach der überraschenden 3:4-Niederlage der TG-Damen beim HTC Neunkirchen ist Stumpf auch selbstkritisch. „Ich habe unterschätzt, wie sehr bei meinen Spielerinnen die Luft raus war“, räumt der Coach ein. Der Knackpunkt sei die Niederlage von Schott Mainz gegen Spitzenreiter SaFo gewesen. Die brachte eine Vorentscheidung im Titelkampf, weil die TG zuvor selbst gegen Mainz verloren hatte. „Eine so desolate Leistung wie in Neunkirchen darf uns dennoch nicht passieren“, betont Stumpf.

Am Wochenende soll die Einstellung der TG wieder eine andere sein. Verzichten müssen sie auf Kapitänin Katharina Koppel, die wegen einer neuerlichen Sehnenverletzung am Fuß den Rest der Saison pausieren wird. Fragezeichen stehen hinter dem Einsatz von Francesca Delarber, die im Spiel gegen Neunkirchen umgeknickt ist, Esther Peikert und Katja Happersberger (beide erkältet).

Rheinpfalz: ”Schritt zurück” (20.01.2020)

Hallenhockey: TG-Damen verlieren in Neunkirchen

Neunkirchen. Die ersten Damen der TG Frankenthal können ihre Hoffnungen auf den direkten Wiederaufstieg in die Erste Hallenhockey-Regionalliga Süd nun wohl endgültig begraben. Am Sonntag verloren sie ihr Spiel beim HTC Neunkirchen 3:4 (2:4). Schuld war eine laut TG-Trainer Tobias Stumpf desolate Vorstellung seines Teams.

Der Übungsleiter war nach der Partie angefressen: „Das war mit Abstand der schlechteste Auftritt des Damenteams, seit ich wieder hier bin.“ Viele individuelle Fehler hätten offenbart, dass die Mannschaft noch nicht so weit sei, wie sie vom Talent her sein könnte. Im Spielaufbau sei nur wenig zusammengelaufen. Beim Aufrücken seien immer wieder Lücken entstanden. Mit unnötigen Ballverlusten habe man den HTC zu Kontern eingeladen. Und diese Chancen habe der Gegner ein ums andere Mal genutzt.

Neunkirchen sei wie erwartet körperlich robust aufgetreten. Für Stumpfs Geschmack wurde darüber zu viel lamentiert. „Wir haben uns dann mehr mit dem Gegner beschäftigt als mit unserem eigenen Spiel. Das darf uns einfach nicht passieren“, ärgerte sich der Coach.

Dabei sei die Niederlage vermeidbar gewesen. In der ersten Halbzeit habe die TG zweimal einen Rückstand ausgeglichen, habe dann aber mit 2:4 den Anschluss verloren. Anstatt die Ruhe zu bewahren, sei es hektisch geworden. Nach dem Seitenwechsel sei man noch einmal herangekommen, mehr sei am Sonntag aber nicht drin gewesen. „Wir haben auch wieder unsere Kurzen Ecken verballert“, haderte der Übungsleiter. Die Niederlage will er mit seinem Team im Training aufarbeiten. Dafür werde er auch Einzelgespräche mit den Spielerinnen führen, kündigte Stumpf an.

Der Titelgewinn in der Zweiten Regionalliga Süd ist für die Frankenthalerinnen zwar rechnerisch noch möglich. Das würde aber einen brutalen Einbruch des SC SaFo Frankfurt (24 Punkte) voraussetzen, der am Wochenende spielfrei war. Damit ist angesichts der bislang makellosen Bilanz des Spitzenreiters nicht zu rechnen. Die TG-Damen (18) verloren zudem den zweiten Platz an den TSV Schott Mainz (19), der am Sonntag mit 6:2 den Rüsselsheimer RK II besiegte. Mainz hat aber schon ein Spiel mehr absolviert als die TG.

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