Autor: Presse TGF

Rheinpfalz: Aufstieg überstrahlt alles (29.12.2020)

Hockey: Es ist ein gutes Jahr – zumindest für die erste Herrenmannschaft der TG Frankenthal. Das Team von Coach Timo Schmietenknop steigt noch vor dem ersten Corona-Lockdown in die Erste Hallen-Bundesliga auf. Auch im Feld muss sich die Mannschaft um Kapitän Johannes Gans keine Sorgen machen. Durch die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ist der Klassenverbleib schon gesichert.

Von Christian Treptow

Frankenthal. Mit Superlativen soll man ja vorsichtig sein. Irgendwann kommt immer einer oder etwas, der oder das das bislang Gesehene dann doch noch toppt. Aber man lehnt sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass das Jahr 2020 für die TG Frankenthal noch lange in Erinnerung bleiben wird. Natürlich liegt das an Corona, der Unterbrechung des Spielbetriebs im Feld und der Fortführung der Liga samt Hygienekonzept.

15:1-Heimsieg gegen den Limburger HC

Doch bevor man sich am Jahnplatz überhaupt mit solchen Sachen beschäftigen muss, sorgen die ersten Herren der TG für den sportlichen Höhepunkt des Jahres zwischen Speyerer und Wormser Tor. Mit einem 15:1-Heimsieg gegen den Limburger HC macht die Mannschaft von Trainer Timo Schmietenknop die Rückkehr ins Hallen-Oberhaus perfekt. Und da das in einer Zeit geschieht, in der man noch straffrei rauschende Feste egal mit wie vielen Haushalten feiern darf, fällt die Aufstiegssause entsprechend aus.

Schmietenknop schießt zwar nicht mehr Tore am Fließband für die TG. Diese Last verteilt die Truppe geschickt auf mehrere Schultern. Aber der Coach versteht es, die Truppe von Spiel zu Spiel optimal einzustellen. Der Aufstieg ist der verdiente Lohn für ein Team, das in der Vergangenheit auch oft Pech hatte.

Das Pech schlägt dann später im Jahr zu, was die Hallenrunde angeht. Denn diese fällt mitten in die zweite Corona-Hochphase. Bei der TG hatte man sich schon auf Hallenhockeyfeste gegen den Mannheimer HC, den TSV Mannheim und so weiter gefreut. Die Heimtermine waren schon extra jeweils auf Freitagabend gelegt worden. Doch daraus wird nichts. Vorerst. Die beiden Mannheimer Clubs haben sich dafür entschieden, in der Halle nicht zu spielen. Das Positive: Es gibt auch keine Absteiger. Heißt: Die TG Frankenthal bekommt im nächsten Jahr eine neue Chance.

Das Virus sorgt zudem dafür, dass auch die Feldsaison lange im Gedächtnis bleiben wird. Die TG spielt oft gut, teilweise sogar sehr gutes Hockey. Und sie kann jetzt schon für die Spielzeit 21/22 in der Zweiten Bundesliga planen – mindestens.

Aufgrund der Pandemie wird die Runde 19/20 zur Saison 19/20/21. Im Frühjahr 21 gibt’s für die Frankenthaler Hockeyfans Aufstiegsrundenhockey zu sehen. Denn die TG zeigt, dass sie auch auf dem Feld zu einer guten Mannschaft geworden ist. Höhepunkt ist das 5:1 gegen den TC BW Berlin, der gegen eine famos aufspielende TG nicht den Hauch einer Chance hat.

Top-Teams noch eine Nummer zu groß

Die Top-Teams – München, Frankfurt, Ludwigsburg – sind in Reichweite, aber noch eine Nummer zu groß. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde und somit keine Sorgen mehr, was den Klassenverbleib betrifft, ist ein schöner Erfolg. Doch mit dem Sieg in Ludwigsburg und den nur knappen Niederlagen gegen Frankfurt und München hat die TG gezeigt, dass sie dran ist und in der Aufstiegsrunde für das eine oder andere Team zum Stolperstein werden kann.

Besonders beeindruckt haben die Jungen. Alexander Eckhart, Yannick Koch, Heinrich Reuss und Co. haben bei ihren Einsätzen überzeugt und Lust auf mehr gemacht. Wenn ihre Entwicklung in Frankenthal so weitergeht, hat die TG in den kommenden Jahren einen interessanten Kader.

Das Jahr der TG-Damen

Das Jahr beginnt vielversprechend. Nach dem Abstieg in die Zweite Hallenhockey-Regionalliga spielen die ersten Damen der TG Frankenthal unter ihrem neuen Trainer Tobias Stumpf eine gute Saison. Der direkte Wiederaufstieg scheint möglich. Die Meisterschaft schnappt sich aber der SC SaFo Frankfurt, der keine Partie verliert. Die TG beendet die Runde hinter dem TSV Schott Mainz auf Platz drei. Die Motivation vor der Fortsetzung der Feldsaison ist groß, zumal im Frühjahr talentierte Jugendspielerinnen zur Mannschaft stoßen, darunter Jugendnationalspielerin Marie Fischer sowie Hannah Schiller und Maja Becker, die ebenfalls schon Länderspiele im Nachwuchsbereich absolviert haben. Bis zu ihrem ersten Einsatz bei den Aktiven müssen sie sich jedoch bis zum Herbst gedulden. Erst dann wird in der Pandemie der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Beim 0:0 gegen den SC Frankfurt 1880 und dem 0:3 gegen den 1. Hanauer THC sind die TG-Damen nicht ohne Siegchance. Nach der langen Pause reichen zwei Partien aber nicht, um sich richtig einzuspielen. Noch bitterer: Die Mission Wiederaufstieg in die Erste Regionalliga im Winter muss um ein Jahr verschoben werden. Die Hallenrunde fällt Corona-bedingt aus.

TG startet eigenen Podcast auf Spotify

Die Hockeyabteilung der TG Frankenthal nutzt die trainingsfreie Zeit, um weitere digitale Kanäle zu erschließen. Mit unserem neuen Podcast möchten wir allen Fans, Mitgliedern und Interessierten besondere Einblicke in das Leben von Spielern, Helfern, Unterstützern und interessanten Persönlichkeiten bieten.

In Folge Nummer 1 erklärt euch Johannes Gans unter anderem, wie es ist Deutscher Meister zu werden und was ihm an der TG Frankenthal am besten gefällt. Wir hoffen, dass noch viele weitere spannende Folgen folgen und bedanken und bei Julius für sein tolles Engagement.

Hier gibt es den Podcast (nach Anmeldung) zum Anhören:

Rheinpfalz: Weggefährten gratulieren TG-Ikone Peter Trump zum 70. Geburtstag (03.12.2020)

Peter Trump kann auf eine lange Hockeykarriere bei der TG Frankenthal zurückblicken. Die Liste seiner Titel und Erfolge ist lang. Auf seinem Weg hat er viele Leute kennengelernt. Einige aus seinem Heimatverein haben hier die Gelegenheit, ihm zu seinem 70. Geburtstag, den er am Donnerstag feiert, zu gratulieren und ihm ihre Wünsche zu übermitteln. Neben der Gesundheit ist da noch etwas anderes …

Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive TG Frankenthal

„Beim 70. Geburtstag wünscht man vor allem Gesundheit und noch viele schöne Jahre. Und vor allem wünsche ich ihm, dass er noch mal erlebt, dass die TG im Feld in der Ersten Bundesliga spielt.“ Er wisse, dass das ein ehrgeiziger Wunsch sei. Ach ja, und er wünsche ihm auch, dass er sein Golf-Handicap verbessere.

Die beiden hätten sich schon früh kennengelernt. „Ich war Schiedsrichter, er Spieler“, erzählt Grimmer. Trump sei als Spieler einfach zu handhaben gewesen. „Er war sehr auf Leistung orientiert. Und wenn ein Schiedsrichter das auch war, dann hat Peter auch mal einen Fehlpfiff akzeptiert.“ Grimmer beschreibt den Jubilar als „angenehmen Weggefährten“.

Stephan Decher, Sportlicher Leiter Jugend TG Frankenthal

„Gesundheit und ein langes Leben“ wünscht Stephan Decher Peter Trump. Letzterer kennt Decher schon von klein auf. Dechers Vater hat mit Trump in einer Mannschaft gespielt. „Da hatten wir häufig Kontakt.“ Zum ersten Mal sei es wohl gewesen, als Stephan Decher sechs oder sieben Jahre alt gewesen sei.

„Er war auch ein Vorbild. Er war zu seiner Zeit wohl der beste Hallenspieler. Und das über Jahre.“ Decher bezeichnet Trump als Ausnahmepersönlichkeit und eine prägende Figur der TG. Und die TG in der Ersten Feld-Bundesliga? „Er würde sich bestimmt freuen, häufig attraktives Erstliga-Hockey zu sehen. Vielleicht klappt das ja zum 80. Geburtstag.“

Axel Schröder, Ex-Nationalspieler und Geschäftsführer TK Sports GmbH

„Ich wünsche ihm, dass er gut und gesund durch die Zeit kommt, dass er viel Spaß am Leben hat und dass wir uns bald wieder gesund und munter bei einem Spiel der TG sehen.“ An die erste Begegnung mit Trump kann sich Axel Schröder noch sehr gut erinnern. Da sei er mit der B-Jugend der TG bei der deutschen Meisterschaft in Leverkusen gewesen. „Da ist Peter auf mich zugekommen und hat mit mir gesprochen und gesagt, was noch so gehen könnte.“

Trump sei auch sein erster Trainer bei den Herren gewesen, erzählt Schröder. „Mit dem Stock hat er uns viel vorgemacht.“ Sein Ehrgeiz und seine Strebsamkeit hätten nachhaltig Eindruck hinterlassen. „Er war ein Vorbild, wie er Hockey gelebt hat. Das Feuer für den Sport habe ich von ihm übernommen.“

Trump sei der Garant für zehn erfolgreiche Jahre bei der TG gewesen. „Er ist eine der prägnantesten Figuren der Vereinsgeschichte. Er stand für den Erfolg der TG. Und davon profitiert die TG noch heute.“

Und wie sieht Schröder das Thema Erste Feld-Bundesliga? „Träumen darf man immer.“

Heiner Dopp, Ex-Nationalspieler und Teamkollege

„In dem Alter und mit der sportlichen Vergangenheit wünsche ich ihm natürlich vor allem Gesundheit und dass er noch viele Jahre mit seinem Sport verbringen kann.“ Trump – sechs Jahre älter als Dopp – sei sein großes Vorbild gewesen. „Peter hat als erster in der Halle das Brett gelegt, also den Schläger komplett auf den Boden. Dadurch hatte er in der Halle sehr gute Erfolge. Das habe ich mir von ihm abgeschaut“, erzählt Dopp. Als Mitspieler sei Trump überragend gewesen. „Solange wir gewonnen haben, war alles kein Problem“, sagt Dopp und lacht. Im Training sei es aber auch entsprechend zur Sache gegangen. „Er war sehr ehrgeizig“, sagt Heiner Dopp.

„Ohne Peter hätte es die TG so nicht gegeben“, ist der ehemalige Teamkollege überzeugt. „Er war auch für mich der Grund, nach Frankenthal zu gehen“, berichtet er.

Die TG Frankenthal in der Ersten Bundesliga im Feld – das würde sich Heiner Dopp übrigens auch wünschen. „Und ich würde mir wünschen, dass Peter das noch mal sieht. Aber das ist noch ein Stück Arbeit.“

Johannes Gans, Kapitän TG-Herren

„Vor allem Gesundheit“ wünscht Gans dem TG-Idol. Und von dem bekomme er auch heute noch wertvolle Tipps. Der letzte davon? „Ich soll ruhiger bleiben auf dem Platz. Das hat er mir schon ein paar Mal gesagt“, erzählt Gans und lacht. Ein bisschen besser sei es auch geworden. „Wenn wir uns sehen, dann sind das immer gute Gespräche. In der Regel natürlich über Hockey. Man merkt, dass er viel Ahnung von dem Sport hat.“

In Sachen Erste Liga ist Gans eher zurückhaltend: „Das wäre natürlich cool. Aber momentan sehe ich noch nicht, dass wir da mithalten können. Wenn man sieht, wie schwer sich der TSV Mannheim tut … Aber vielleicht klappt es ja zum 80. Geburtstag.“

Timo Schmietenknop, Trainer erste Herren TG Frankenthal

„Peter Trump ist die prägende Figur der TG Frankenthal. Ohne ihn wäre die TG nicht da, wo sie heute steht.“ Den akribischen Hockeyexperten Peter Trump gebe es heute immer noch – wenn dieser beim Training der Enkelkinder zuschaue.

„Nach den Spielen tauschen wir uns immer mal aus“, sagt Schmietenknop. Trump habe den emotionalen Geist der TG vorgelebt. „Dass man immer an den Sieg glauben muss.“ Bei den Wünschen in Sachen Gesundheit und die TG in der Ersten Bundesliga schließe er sich an. „Und ich werde alles dafür tun, dass der Wunsch mit dem Aufstieg in Erfüllung geht“, sagt Schmietenknop und lacht.

Rheinpfalz: Der Virtuose am Hockeyschläger – Peter Trump wird 70 (03.12.2020)

Einen runden Geburtstag in Coronazeiten zu feiern, ist nicht gerade lustig. Es ist, wie es ist, sagt sich Peter Trump, der Olympiasieger von 1972 aus Frankenthal. Er war einer der besten seiner Zunft. Seinen 70. begeht er am Donnerstag in bester Gesundheit. Das ist ihm das Wichtigste. Und dass ein paar Menschen vorbeischauen, denen er ganz sicher noch einiges beibringen kann.

„Die große Feier fällt aus“, sagt Peter Trump, „ich bin traurig darüber, ich hätte gerne mit der Familie und den Freunden aus dem Sport gefeiert. Aber es ist, wie es ist.“ Natürlich schauen heute die Enkelkinder trotzdem vorbei, nacheinander, wie Trump betont, es soll ein paar Schnittchen geben: Theresa (11) und Jonathan (9), die Kinder von Sohn Andreas, die mit Begeisterung und sehr viel Talent in den Jugendmannschaften der TG Frankenthal spielen, und Linus (19 Monate), der Sprössling von Sohn Tobias. „Linus entwickelt ein sehr gutes Ballgefühl, ich sehe das, wenn er den Hockeyschläger in der Hand hat“, sagt Peter Trump voller Stolz, und da ist er auch schon mittendrin in seinem Sportlerleben, das ihn nie losgelassen hat.

Peter Trump, der Olympiasieger. Peter Trump, der Virtuose im Umgang mit Schläger und Ball. Peter Trump, der Hockeyverrückte, der einfach nicht verlieren konnte und aus diesem steten Siegeswillen heraus sich zu einem der besten Spieler entwickelte, die Deutschland hatte und hat.

Karriereende 1986 wegen einer Knieverletzung

Wenn er am Donnerstag seinen 70. Geburtstag feiert, blickt er mit Demut und Dankbarkeit auf seine Karriere zurück. Natürlich auf eine mit Höhen und Tiefen. Hier der Olympiasieg und die fünf EM-Titel bei 213 Länderspielen von 1970 bis 1985, dort das bittere Karriereende wegen einer Knieverletzung, die er sich beim Warmmachen vor einem Testspiel der TG Frankenthal 1986 gegen Polen zuzog. Und dazwischen dieser für ihn unsägliche Olympiaboykott von Moskau, der ihn die dritte Olympiateilnahme kostete. „Olympia ist das Größte für einen Sportler. Ich kann genau nachvollziehen, was in diesem Coronajahr in den Sportlern vorging. Ich habe das 1980 mitgemacht. Die Vorbereitung ist ein akribischer Aufwand. Wenn du dann alles im Training zurückschrauben und auf die Spiele verzichten musst, dann ist das echt sehr schwierig und schlimm“, versucht Trump das Sportjahr 2020 einzuordnen. Gerade am Beispiel seiner schon spielenden Enkelkinder erlebt er, wie sie darunter leiden, nicht zusammenkommen zu können. „Da hilft auch das Handy nicht viel, wenn die persönlichen Kontakte abreißen“, behauptet er.

Trump hält Familie und Freunde zusammen

Kontakte – so etwas wie ein Zauberwort für Peter Trump. „Ich bin ein sehr geselliger Mensch, der versucht, die Familie zusammenzuhalten, der sich gerne mit den Sportlern trifft, gerade mit den 72er Olympiasiegern. Da spielen wir auch gerne mal eine Runde Golf. Wenn da die alten Anekdoten aufs Tapet kommen, ist das sowas von interessant und lustig“, schwelgt Trump in Erinnerungen. „Wir haben ja nicht nur schöne Zeiten erlebt. Wir haben auch Zoff gehabt, in der Kabine, zwischen den Halbzeiten. Da flogen schon mal die Fetzen“, erzählt er und lässt einmal mehr seinen steten Siegeswillen durchblitzen, seine Disziplin und Leidensfähigkeit: „Wir hatten nur ein Ziel, das Beste abzuliefern, um damit zu gewinnen.“

Das gilt sowohl für die Nationalmannschaft wie für die TG Frankenthal. Manche sagen ja „TG Trump“ zu seinem Klub, dem er – einmal Frankenthal, immer Frankenthal – die Treue hielt. Seine Heimatstadt kürte ihn vor zwanzig Jahren zum Jahrhundertsportler, und eine neugebaute Sporthalle trägt seit neun Jahren seinen Namen. Das nennt man Wertschätzung. Emsig versucht Trump, einiges davon zurückzugeben. Zum Beispiel mit einer Initiative, mit der er über Auslegen von Kontaktadressen bei einem Tag der offenen Tür verschiedene Hockey-Generationen zusammenführte.

Autobiographie ist ausverkauft

Er selbst setzte sich vor vier Jahren mit dem Buch „Mit dem Hockeyschläger um die Welt“ sein eigenes Denkmal. Die Druckauflage ist ausverkauft, aber 20 Exemplare hat Trump noch. Da findet sich bestimmt noch den ein oder anderen Hockeyfan, der an den Anekdötchen Gefallen findet. Nicht nur die drei Enkelkinder.

Rheinpfalz: Trost bei Hündin Susi (26.10.2020)

Hockey: 250 Zuschauer, bestes Herbstwetter und ein temporeiches Spiel: Zum Abschluss der Feldhockey-Vorrunde in der Zweiten Bundesliga Süd stimmte aus Frankenthaler Sicht nur das Ergebnis nicht. 1:2 (1:0) verlor die TG am Sonntag gegen Spitzenreiter Münchner SC. Auch der stark haltende Keeper Oliver Scharfenberger konnte die Niederlage nicht verhindern.

Von Stefan Tresch

FRANKENTHAL. Fehlendes Schussglück bei den Strafecken, eine fast 100-prozentige Chance von Alexander Cunningham nach starker Vorarbeit von Sven Becker, die genauso ungenutzt blieb wie zwei hochkarätige Gelegenheiten von Kapitän Johannes Gans – die TG war dran am Ausgleich. Und mit Oliver Scharfenberger hatte einer im Tor gestanden, der mehrere Großchancen der Gäste entschärft und die TG im Spiel gehalten hatte.Bei Hündin Susi suchte Scharfenberger nach dem Abpfiff Trost. Dass er eine klasse Leistung abgeliefert hatte, das war für ihn zwar schön, aber er wusste auch: „Wir müssen unsere Chancen nutzen. Wenn wir nach unserer Führung das zweite Tor erzielt hätten, dann hätten wir den Sack zugemacht.“ Die Lust aufs Spielen war ihm trotz der Enttäuschung aber nicht vergangenen. Gerne würde er in der Ersten Hallenhockey-Bundesliga ran, betonte er. Aussicht ungewiss.

Nah dran am zweiten Treffer

Die erste von fünf MSC-Strafecken (13.) wischte Scharfenberger aus dem Winkel. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause tauchte Xaver Kalix nach einem schönen Pass frei vor dem Frankenthaler Schlussmann auf. Und der parierte erneut. Viele Chancen gab es in der ersten halben Stunde nicht. Der TG gelang es über weite Strecken, die Münchner vom eigenen Kreis fernzuhalten. Und der MSC spielte den letzten Pass nicht so präzise wie erwartet.Die erste von fünf Frankenthaler Strafecken kam nicht aufs Tor. Die erste richtige Chance aus dem Spiel heraus hatte Stürmer Fridolin Lüschen (19.). Drei Minuten später ging die TG in Front. Die Gäste bekamen den Ball nicht aus dem Kreis, und Dominik Seel netzte ein. Eine Zeitstrafe für Kapitän Johannes Gans wegen Reklamierens überstand die TG schadlos.

Zu Beginn des dritten Viertels war Frankenthal näher am zweiten Treffer als die Gäste am Ausgleich. Nach starkem Zuspiel von Gans verfehlte Lüschen das gegnerische Tor knapp, Gans erging es nach einer Strafecke ebenso. Nach einem Fehlpass von Sven Becker kamen die Gäste durch Kalix zum Ausgleich (43.). Die TG geriet unter Druck, und der MSC versuchte nachzulegen. Wieder war es Scharfenberger, der eine gegnerische Strafecke entschärfte (45.).

Fünfte MSC-Strafecke sitzt

Doch die fünfte Strafecke der Münchner saß: 1:2 (52.) durch Nikas Berendts. Die TG ließ sich jedoch nicht hängen. Die Chancen zum Ausgleich waren in der Schlussphase da. Timo Schmietenknop war denn auch nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Die letzten fünf Prozent haben gefehlt“, meinte der TG-Trainer. Sven Becker habe ein Riesenspiel gemacht. Deshalb sei es schade, dass ausgerechnet ihm der spielentscheidende Fehler passiert sei.

Für MSC-Coach Patrick Fritsche war es die erwartet schwere Partie: „In der ersten Halbzeit haben wir das Tempo vermissen lassen. Bei einem 0:2 wäre es unfassbar schwer geworden.“ Er hatte ein Chancenplus seines Teams gesehen, weshalb er von einem „verdienten Sieg“ sprach.

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Schneider, Dopp, Eckert, Beck, Eck, Zurke, Frank – Becker, Koch, Reinhard, Koperski, Cunningham, Gans, Lüschen, Seel

Münchner SC: Junke – Daniel Schellinger, Kramer, Berendts, Holzmüller, Kühne – Flatten, Christian Schellinger, Rostel, Nahr, Hutterer, Böllhoff, Kalix, Inderthal, Förster, Mack

Tore: 1:0 Seel (22.), 1:1 Kalix (43.), 1:2 Berendts (52./Strafecke) – Strafecken: 5/0 – 5/1 – Grüne Karten: Gans – Mack – Beste Spieler: Scharfenberger, Beck, Gans – Mack, Inderthal – Zuschauer: 250 – Schiedsrichter: Jung (Aschaffenburg)/Müller (Bad Nauheim).

Rheinpfalz: Münchner Gastspiel ohne Weißwürste (24.10.2020)

Hockey: Zum Ausklang der Vorrunde in der Südgruppe der Zweiten Feldhockey-Bundesliga empfängt die TG Frankenthal am Sonntag (12 Uhr) den Münchner SC auf dem Jahnplatz. Die Bayern reisen als Tabellenführer an. Die Gastgeber sind Dritter und wollen das auch nach diesem Spieltag bleiben.

Von Stefan Tresch

FRANKENTHAL. Mit dem Münchner SC kommt, wie TG-Trainer Timo Schmietenknop und TG-Kapitän Johannes Gans übereinstimmend betonen, die spielstärkste Mannschaft der Südgruppe nach Frankenthal. Das gelte auch dann, wenn die Gäste am Ende der Vorrunde in der Tabelle noch vom SC Frankfurt 1880 überholt werden sollten. Die Hessen haben aktuell noch ein Spiel weniger absolviert als München. Sie hätten eigentlich am Samstag bei der HG Nürnberg Station machen sollen, die Partie wurde jedoch abgesagt. Gleiches gilt für das Gastspiel der Frankfurter bei den Stuttgarter Kickers, das am Sonntag über die Bühne gehen sollte.

Wie auch immer: TG-Verteidiger Christian Dopp hofft darauf, „dass wir einen der Großen ärgern können“. Frankenthal hat mit 30 Zählern derzeit zwölf Punkte Rückstand auf den Münchner SC. Ein Sieg wäre nicht nur hervorragend für das Selbstbewusstsein der jungen TG-Truppe, sondern würde auch Platz drei sichern. Bei einer Niederlage könnten die Frankenthaler abrutschen, weil der aktuell punktgleiche Verfolger Ludwigsburg zeitgleich bei der HG Nürnberg spielt. Sogar Stuttgart könnte die TG dann zum Vorrundenende noch überholen. Doch selbst als Fünfter der Abschlusstabelle wäre den Frankenthalern die Teilnahme an der Aufstiegsrunde im kommenden Jahr sicher.

Mehr Effektivität

Zu viel Abstand dürfen die Spieler der TG Frankenthal – auch wenn dies derzeit allerorten geboten ist – auf dem Platz nicht halten. Denn mit dem Münchner SC stellt sich die stärkste Offensive der Liga auf dem Jahnplatz vor. 82 Tore haben die Gäste bis dato erzielt – 33 mehr als Frankenthal. Deshalb fordert Timo Schmietenknop seine Spieler auch dazu auf, konsequenter in die Zweikämpfe zu gehen.

„Gegen Frankfurt haben wir am vergangenen Samstag oft zwei oder sogar drei Spieler gebraucht, um einen Gegenspieler stoppen zu können“, berichtet der TG-Trainer. Er hofft auf mehr Effektivität. Auch Kapitän Johannes Gans setzt darauf, dass die TG das Spiel möglichst lange eng halten kann. Anders als in Frankfurt dürfe die erste Halbzeit nicht verschlafen werden.

Obwohl am Sonntag für die Frankenthaler das letzte Spiel der aktuellen Feldrunde in diesem Jahr ansteht, habe er die Intensität im Training unter der Woche noch einmal angezogen, erläutert Schmietenknop. Auch er fordert, dass die Mannschaft gleich von Beginn an besser im Spiel sein müsse als das am vergangenen Samstag der Fall war. Sonst sieht er sein Team am Sonntag gegen die Münchner vielleicht vor noch größere Probleme gestellt als in Frankfurt.

„Wir müssen auf jeden Fall versuchen, die Münchner möglichst weit von unserem Kreis fernzuhalten. Von der Athletik her sind wir dazu sicher in der Lage“, sagt er und betont: „Es wird auf alle Fälle ein heißer Tanz für uns. Die Gäste werden die Tabellenführung sicher nicht wieder hergeben wollen.“

Fuchs wieder im Training

Volker Schwindt ist beruflich verhindert. Der Verteidiger wird der TG am Sonntag fehlen. Weil Nachwuchsspieler Heinrich Reuss aufgrund einer Prüfung nicht trainieren konnte, ist er diesmal nicht im Kader. Und für Lauritz Fuchs könnte der Einsatz vielleicht noch zu früh kommen. Der Stürmer sei aber diese Woche wieder ins Training eingestiegen, berichtet Schmietenknop.

Stand Freitagabend darf auch das letzte Feldspiel der TG Frankenthal in diesem Jahr mit Zuschauern ausgetragen werden. Das sonst übliche Weißwurstessen bei den Gastspielen der Münchner muss laut Timo Schmietenknop aber entfallen.

Rheinpfalz: TG gelingt Revanche beim HC Ludwigsburg (12.10.2020)

LUDWIGSBURG. Mit einem 2:1 (2:0)-Erfolg ist Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal am Samstag aus Ludwigsburg zurückgekommen. Auch wenn die Frankenthaler in der Begegnung laut Trainer Timo Schmietenknop eine Reihe von guten Chancen liegen ließen, war er mit dem Ergebnis hochzufrieden.

Vor dem Spiel hätten beide Trainer ein Unentschieden als gutes Ergebnis abgehakt. Doch die TG-Spieler erinnerten sich auch noch an die knappe 0:1-Heimniederlage gegen den HC Ludwigsburg. Die Revanche gelang.

„Das Ergebnis spiegelt nicht ganz den Spielverlauf wider“, sagte TG-Coach Timo Schmietenknop und sah sich in Hinsicht seiner Einschätzung, was die Verfassung des Gegners betrifft, bestätigt. Seine Mannschaft sei im Prinzip über die gesamte Partie dominant gewesen, habe den Gegner mit Pressing gut unter Druck gesetzt. Die 2:0-Halbzeitführung sei absolut verdient gewesen. Alexander Cunningham schoss in der 14. Minute das 1:0. Johannes Gans baute nach einer halben Stunde nach einer Strafecke die TG-Führung aus.

„Wir haben zu wenig aus unseren Chancen gemacht. Sonst hätten wir schon höher geführt, als wir den Gegentreffer kassierten“, haderte Schmietenknop. Nach einem Abspielfehler seien die Ludwigsburger zu einer Strafecke gekommen, die Matthias Schurig (37.) zum 1:2 (37.) nutzte. Der Coach attestierte seiner Truppe starke Laufarbeit, eine gute Zweikampfquote und viel Willen.

Rheinpfalz: Ein paar Prozent mehr (10.10.2020)

Hockey: Man kennt sich: Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal und der HC Ludwigsburg haben in den vergangenen Jahren auf dem Feld und in der Halle schon häufig die Krummstäbe gekreuzt. Am Samstag (16 Uhr) muss die TG nach Ludwigsburg reisen. Die Truppe von Trainer Timo Schmietenknop will Revanche für die Hinspielniederlage und sich rehabilitieren für das 1:3 gegen die Zehlendorfer Wespen.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Eigentlich kann sich die TG die Fahrt nach Ludwigsburg sparen. Denn im Vorfeld des Spiels sind sich die beiden Trainer einig: Ein 2:2 würden beide unterschreiben. „Damit könnte ich leben. Damit muss man gegen eine Mannschaft wie Frankenthal auch mal zufrieden sein“, sagt HCL-Trainer Daniel Weißer.Und auch TG-Coach Timo Schmietenknop würde ein Zähler bei den Schwaben gut gefallen, auch wenn er meint, dass sein Kollege da aber kleine Brötchen backe. Aber: „Mit dem Punkt wären wir wahrscheinlich sicher in der Aufstiegsrunde“, rechnet Schmietenknop. Und: Es wäre der erste Zähler, den die TG gegen eins der drei Top-Teams nach der Hinrunde holen würde. Gegen Ludwigsburg gab’s auf eigenem Platz ein 0:1, gegen Frankfurt ein 2:3 und in München ein 1:2.

Doch natürlich wird sich der TG-Tross am Samstag ins Ländle aufmachen und versuchen, dort etwas mitzunehmen, vielleicht sogar drei Punkte. Einfach wird das nicht. Die beiden Teams kennen sich aus etlichen Begegnungen auf dem Feld und in der Halle.

Timo Schmietenknop sieht seine Mannschaft grundsätzlich ein Stück weiter als bei der Heimniederlage gegen Ludwigsburg vor gut einem Jahr. Es seien individuelle Fehler, „die uns behindern“. Und mit drei Fehlern fange man sich gegen Ludwigsburg leicht mal zwei Gegentore ein, meint Schmietenknop.

Tagesform entscheidet„Es sind immer enge Spiele, die meist über den Willen entschieden werden“, sagt der TG-Coach. Auch in dem Punkt ist er sich mit seinem Ludwigsburger Gegenüber einig. „Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem eine der beiden Mannschaften die andere dominiert hat“, meint Daniel Weißer. „Ich weiß, was die TG macht. Und Timo weiß, was der HCL macht.“ Und so werden es wohl auch diesmal die fünf, sechs Prozent mehr sein, um die die Tagesform bei einem Team besser ist, vermutet Timo Schmietenknop.

Seine Jungs seien jedenfalls heiß. „Sie wollen endlich mal gegen einen der Großen gewinnen“, berichtet der Übungsleiter. „Wir waren ja schon sehr nah dran. Aber in den Topspielen hat uns eine gute Eckenquote gefehlt“, erläutert Schmietenknop. „Hockey ist ein Eckensport“, betont er. Wenn bei Frankfurt zum Beispiel aus dem Spiel heraus wenig laufe, mache der SC aus vier Ecken drei Tore. Dann werde es sehr schwierig, gegen so eine Mannschaft noch zu gewinnen.

Knackpunkt: EckenquoteDie Ecken waren auch der Knackpunkt am Samstag gegen die Zehlendorfer Wespen. Die TG holte keine Strafecke heraus, die Gäste aus Berlin zwei – und verwandelten beide. Aber auch da weiß Schmietenknop, worauf es ankommt: „Man darf dem Schiedsrichter nicht den Moment zum Überlegen geben. Es muss klar sein, dass der Ball an den Fuß gegangen ist.“ Und wenn der Ball nicht an den Fuß gehe, „muss einer von uns da sein und aufs Tor schießen. Und das machen wir im Moment nicht gut.“

Doch auch bei Ludwigsburg ist es seit dem Rückrundenstart nicht rund gelaufen. Weshalb Trainer Daniel Weißer auch froh ist, dass sich sein Team in der Vorrunde ein relativ komfortables Punktepolster verschafft hat. In der Rückrunde gab’s bislang erst einen Sieg für die Schwaben – 5:4 beim Berliner SC.

„Wir haben viel mit Verletzungen zu kämpfen. Und aufgrund der Pandemie konnten nicht alle voll mitmachen. Nicht, weil sie das Virus hatten, sondern wegen Job oder anderer Verpflichtungen“, sagt Weißer. Und dann merke man eben, dass die Truppe nicht immer Vollgas geben könne. „Es fehlen uns immer ein paar Prozent. Deshalb haben wir so wenige Punkte in der Rückrunde geholt.“

In Sachen Verletzungen hat es vor allem Jonas Fischer und David Hanel erwischt. Fischer falle mit einem Kreuzbandriss aus, Hanel mit einem Bänderriss im Ellenbogen, den er sich im Testspiel gegen Frankenthal zugezogen habe. Und zwei seiner besten Torschützen, Lukas und Matthias Schurig, hätten die komplette Vorbereitung verpasst.

HCL-Motor stottert nochWeshalb Weißer jetzt vermehrt auf Spieler aus der zweiten Reihe zurückgreift. „Die Jüngeren haben vielleicht noch nicht ganz die Qualitäten für die Zweite Bundesliga. Aber damit kann ich leben“, sagt der Coach.

Dass der Motor des HCL noch nicht auf allen Zylindern läuft, ist auch Timo Schmietenknop nicht verborgen geblieben: „Man merkt Ludwigsburg an, dass sie in der Breite nicht die Top-Leute haben. Sie wirken auch gegen Ende des Spiels nicht so fit. Das sollte uns entgegen kommen.“ Zudem wolle sich die TG für die Niederlage gegen die Wespen rehabilitieren.

Im Kader gibt es nach derzeitigem Stand zwei Wechsel. Christian Dopp (Zerrung) und Heinrich Reuss werden nicht spielen. Dafür kommen der laufstarke Johannes Zurke und Youngster Alexander Eckert wieder in den Kader. Im Tor bekommt Thimo Bernet den Vorzug vor Oliver Scharfenberger.

So spielen sie

TG Frankenthal: Bernet, Scharfenberger – Schneider, Beck, Eckert, Eck, Schwindt – Zurke, Kohlmann, Becker, Koch, Koperski – Frank, Reinhard, Gans, Lüschen, Cunningham.

Rheinpfalz: Nur ein bisschen aufgeregt (29.09.2020)

Hockey: Für Celine Hochstetter war es eine gelungene Rückkehr. Die Torfrau der TG Frankenthal hielt ihren Kasten beim 0:0 der Gastgeber im Heimspiel gegen Spitzenreiter SC Frankfurt 1880 sauber. Die Nervosität merkte man ihr von außen nicht an. Am Ende waren sie und ihr Trainer zufrieden mit dem Resultat.

Von Mathias Wagner

Frankenthal. Es sei ein Stück weit nach Hause kommen, meinte Celine Hochstetter vor der Begegnung. Bereits am Montag habe sie erfahren, dass sie gegen Frankfurt von Beginn an auflaufe. „Die Vorfreude kam am Freitagabend. Ansonsten war es eine Woche wie jede andere, und da war der Fokus auf dem normalen Alltag.“ Den meistert Hochstetter beim Fröbel Seminar in Mannheim. Dort macht die 22-Jährige eine Ausbildung zur Erzieherin. Am Sonntag spielte das aber eine untergeordnete Rolle.„Ich war schon ganz schön nervös am Anfang. Aber als ich den ersten Ballkontakt hatte, kam Ruhe rein. Doch, es hat Spaß gemacht“, sagte Hochstetter. Nach fünf Jahren beim TSV Mannheim war es ihr erstes Pflichtspiel für die TG. Die Nervosität war ihr allerdings von außen nicht anzumerken. Bereits im ersten Viertel war sie zweimal in höchster Not zur Stelle.

Stumpf: Müssen ruhiger bleiben

Und auch im Anschluss daran kamen die Gäste immer wieder vor das Tor von Hochstetter, da es bei der TG mit dem Aufbau haperte. „Gerade am Anfang, als die Frankfurter uns gepresst haben, müssen wir ein bisschen ruhiger bleiben und cleverer anlaufen aus dem Mittelfeld“, bemängelte TG-Trainer Tobias Stumpf.

Mit etwas Glück, Geschick und dank des fehlenden Fingerspitzengefühls der Unparteiischen brachte die TG das Unentschieden über die Zeit. Doch Zwölf Minuten vor dem Ende landete der Ball im Tor der TG. Das Schiedsrichtergespann pfiff allerdings einen Vorteil für die Gäste zu früh ab und verhinderte so den vermeintlichen Siegtreffer der Gäste.

TG nutzt doppelte Überzahl nicht

Doch auch die TG durfte sich ärgern. Denn es hätte durchaus mehr als der eine Punkt sein können. Fünf Minuten vor dem Ende spielte die Mannschaft von TG-Trainer Tobias Stumpf kurz in doppelter Überzahl – doch die Chance blieb ungenutzt. „Da fehlt uns irgendwie die Cleverness. Wir sind ja auch eine sehr junge, unerfahrene Mannschaft, aber das kommt mit der Zeit. Da müssen wir einfach einen Tick abgezockter und ruhiger werden“, meinte Celine Hochstetter.

Sie selbst hatte in der Partie gegen den Ersten der Tabelle relativ wenig zu tun. Gefragt war sie jedoch vor allem bei den Strafecken. Sieben bekamen die Gäste zugesprochen, doch keine fand den Weg ins TG-Tor. „Ich finde, das haben die Läufer schon gut rausgenommen“, lobte die Keeperin ihre Teamkolleginnen.

Hochstetter: Können über jeden Punkt froh seinDaher war die Freude über das Unentschieden groß. „Ich bin mega froh. Frankfurt ist Tabellenerster. Ich denke, wir können über jeden Punkt froh sein, den wir kriegen“, sagte die 22-Jährige. Mit dem Zähler war nicht nur sie, sondern auch ihr Trainer hochzufrieden, der von einem Punktgewinn sprach.

Der Trainer freute sich aber auch über den gelungenen Einstand der neuen Torfrau. „Sie hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Sie hat eine unheimliche Präsenz im Kreis. Was auf das Tor kommt, hält sie. Sowohl unten als auch oben. Und sie gibt sachliche Ansagen. Absolut top, was sie dort spielt“, lobte Tobias Stumpf.

Das Lob dürfte Hochstetter freuen. Besonders nach zwei harten Jahren in Mannheim, in denen sie nicht so zum Zuge kam, wie sie sich das vorgestellt hatte. „Ich bin zurückgekommen, weil ich unter dem aktuellen TSV-Trainer die vergangenen ein, zwei Jahre nur auf der Bank saß.“

So spielten Sie

TG Frankenthal: Hochstetter (Main) – Meyer, Koppel, Peikert, Lauer, Schiller, Happersberger, Becker, Büffor, Delarber, Koch, Fischer, Haselmaier, Finke, Galijasevic, Dorothea Braun

SC Frankfurt 1880: Ruppert (Schlicker) – Echterdiek, Knoll, Körbel, Verena Braun, Alfes, Greif, Heusgen, Renkes, Groß, Bonanni, Jetter, Stroh, Henning, Weber, Schroeren

Kurze Ecken: 3/0 – 7/0 – Grüne Karten: Verena Braun, Knoll – Gelbe Karte: Verena Braun – Beste Spielerinnen: Finke, Hochstetter – Weber – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Musiol (Kaiserslautern)/Seebacher (Neustadt).

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