Autor: Presse TGF

Rheinpfalz: Neuer Spielmodus soll Spannung bringen (19.06.2020)

Hockey: Wie es in den Hockey-Bundesligen in der Pandemie weitergeht, in dieser Frage ist man inzwischen einen Schritt weiter. Bei einer Abstimmung hat sich die Mehrheit der Vereine für eine Doppelsaison ausgesprochen. Die Ergebnisse aus der im vergangenen Herbst absolvierten Hinrunde sollen mitgenommen werden. Die erste Herrenmannschaft der TG Frankenthal kann mit der Entscheidung gut leben.

Von Frank Geller

 
FRANKENTHAL. Das Abstimmungsergebnis in der für die TG Frankenthal maßgeblichen Zweiten Feldhockey-Bundesliga war eindeutig: 67,5 Prozent der Vereine haben sich laut einer Mitteilung des Deutschen Hockey-Bunds (DHB) vom Mittwochabend für die sogenannte Pool-Lösung ausgesprochen. Bis Dienstag konnten die in den Bundesligen vertretenen Clubs abstimmen. Die von der Mehrheit favorisierte Variante ist die, für die sich auch die TG ausgesprochen hat.

Und die sieht folgendes vor: Die Punkte und Tore aus der bereits gespielten Hinrunde der ursprünglichen Feldsaison 2019/20 behalten ihre Gültigkeit und werden als Ausgangswerte für die Starttabelle der Runde 2020/21 herangezogen. In der zehn Teams umfassenden Südgruppe der Zweiten Bundesliga liegen die TG-Herren aktuell mit 16 Zählern und 21:13 Toren auf dem vierten Platz.

Heimrecht wird getauschtAb September soll dann bis zur Winterpause erneut eine komplette Hinrunde im Feld gespielt werden. Demnach würde in diesem Jahr in der Nord- und in der Südgruppe jede Mannschaft noch neun Partien absolvieren. Damit nicht wieder genauso wie im vergangenen Herbst gespielt wird, wird das Heimrecht der Vorrunde 2020 im Vergleich zur Hinrunde 2019 getauscht.Einen ganz neuen Spielmodus soll es dann im kommenden Jahr geben: 2021 werden sowohl in der Nord- als auch in der Südgruppe jeweils die ersten fünf Teams eine Hin- und Rückrunde absolvieren. Die jeweils letzten fünf Teams verfahren genauso. Zu den neun Spielen aus der Hinrunde in diesem Jahr kommen dann für jede Mannschaft noch einmal vier Spiele pro Mini-Teilserie 2021 hinzu. Macht unterm Strich 17 Begegnungen in der Spielzeit 2020/21. Die Punkte und Tore aus dem vergangenen Jahr und der Runde 2020/21 werden addiert. Wer am Ende in seiner Gruppe ganz oben steht, steigt auf. Auch Absteiger wird es natürlich geben.

„Gerechte Variante“Die in der Abstimmung unter den Zweitligateams unterlegene Variante hätte in der XXL-Saison 2019/20/21 drei Teilserien vorgesehen. Zu der bereits gespielten Vorrunde wäre ab September die Rückrunde hinzugekommen. Im neuen Jahr hätten die Teams dann noch einmal eine komplette Hinrunde gespielt. So wäre jede Mannschaft auf ein Spiel mehr gekommen als in der Pool-Lösung.

Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive bei der TG Frankenthal, kann mit der getroffenen Entscheidung gut leben. „Das bringt in die insgesamt drei Jahre umfassende Runde noch etwas mehr Spannung rein“, sagt er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Grimmer findet die Variante auch gerechter: „Wenn 2021 noch eine weitere Vorrunde gespielt worden wäre, hätten manche Mannschaften ein Heimspiel weniger gehabt.“

Spielplan kommt im Juli Mit der Arbeit der vom Deutschen Hockey-Bund eingesetzten Task-Force Bundesliga ist Grimmer zufrieden. Diese hatte dem DHB zunächst empfohlen, den Spielbetrieb bei Damen und Herren bis 31. Juli auszusetzen (wir berichteten). Für dessen Fortsetzung wurden den Vereinen daraufhin verschiedene Varianten präsentiert. Bis zum vergangenen Dienstag lief die Abstimmung.

Norbert Grimmer ist davon überzeugt, dass der Spielplan für die Saison 2020/21 zügig ausgearbeitet wird. Er rechnet damit, dass dieser schon im Juli vorgestellt wird. „Die Teams müssen ja planen. Für die Auswärtsspiele müssen die Anreise organisiert und die Hotelzimmer gebucht werden. Auch die Trainer brauchen einen mehrwöchigen Vorlauf, um die Vorbereitung entsprechend auszurichten“, erklärt Grimmer. Trainiert werden darf im Moment nur in Kleingruppen.

Kontaktsport zulassenEinen festen Termin für den ersten Spieltag der Runde 2020/21 gibt es noch nicht. Und natürlich bleiben Restzweifel, ob die Saison im September auch tatsächlich gestartet werden kann. „Alles hängt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab“, betont Grimmer und ergänzt: „Unbedingte Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Hockey-Bundesligen ist, dass die einzelnen Bundesländer Kontaktsport wieder zulassen.“ Dass sich Bund und Länder am Mittwoch auf neue Corona-Regeln verständigt haben und demnach Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten bleiben sollen, sorgt da bei den Hockeyteams wieder für etwas Unsicherheit.

Bei der TG Frankenthal hoffen laut Grimmer alle darauf, dass es bald wieder losgehen kann. „Die Teams wollen wieder spielen.“ Notfalls auch ohne Publikum.

Rheinpfalz: Viel Zeit für Details (13.06.2020)

Hockey: Jetzt sind auch die Herren am Ball: Mit Kraft-, Lauf- und Eckentraining hat die erste Herrenmannschaft der TG Frankenthal die Übungseinheiten auf dem Jahnplatz aufgenommen. Für Trainer Timo Schmietenknop sind die Übungseinheiten mit Teilen der Mannschaft natürlich nicht optimal. Aber sie bieten auch Chancen, die im normalen Trainingsbetrieb wohl auf der Strecke geblieben wären.

Von Christian Treptow

Frankenthal. Ein großer Hockeyfreund scheint Petrus nicht zu sein. 15 Grad und Nieselregen begleiten die Spieler der ersten Herrenmannschaft und Trainer Timo Schmietenknop, als sie am Donnerstag auf den Platz gehen. Dabei halten sich alle an das vorgeschriebene Prozedere. Jede Gruppe macht sich in ihrer eigenen Wartezone fertig. Natürlich ist nicht der komplette Kader da. Aufgrund der Beschränkungen ist Training nur in Kleingruppen möglich.Wie es genau in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga weitergeht, steht noch nicht fest. Weshalb Timo Schmietenknop auch keinen festen Zeitpunkt hat, auf den er hintrainieren lassen kann. Kraft, Ausdauer und Stabilität stehen dabei im Vordergrund. Und Kurze Ecken.

Die Corona-Pandemie – das ist für den TG-Trainer Fluch und Segen in einem. Natürlich würde er gerne ein „normales“ Mannschaftstraining anbieten. Mit Zweikämpfen und allem drum und dran. Das darf er wegen der Kontaktbeschränkungen und dem vorgegebenen Mindestabstand aber nicht. Auf der anderen Seite hat er derzeit die Gelegenheit, mehr in die Detailarbeit zu gehen. „Das wäre im normalen Saisonplan nicht möglich“, erläutert er.

Und er hat die Möglichkeit, einen dritten Eckenschützen auszubilden. Ihren Hut in den Ring dürfen an diesem eher grauen Donnerstag Bastian Schneider, Johannes Zurke und Nachwuchsspieler Alexander Eckert werfen. Schneider hat sich zu einer äußerst verlässlichen Größe in der Verteidigung der TG entwickelt. Und einen sehr guten Schlenzer vom Schusskreisrand hat er auch, wie er in der Einheit unter Beweis stellt. Okay, es kommen ihm keine Verteidiger entgegen, er kann sich den Ball ohne Hast zurechtlegen. Aber auch die Keeper, in dem Fall Thimo Bernet und Oliver Scharfenberger, haben freie Sicht – und ein ums andere Mal keine Chance.

Auch Alexander Eckert testet die Torleute. Er profitiert davon, dass der Coach etwas genauer hinschauen kann und bekommt Tipps für den Bewegungsablauf: „Stemmschritt, gerade bleiben, Ball mitnehmen, nicht überholen“, rät Schmietenknop. Beim nächsten Versuch kann er seinen Schützling gleich loben: „Besser.“

„Das macht richtig viel Spaß“, sagt Eckert nach der Einheit im RHEINPFALZ-Gespräch. Aber natürlich sei das Niveau bei den Aktiven noch mal höher als in der Jugend. Er habe richtig viel Lust gehabt, endlich mal wieder auf den Ball zu schlagen.

Routinier Marc Beck übt derweil Hereingaben. Es sind Zielübungen auf ein kleines Tor. Das Zielwasser scheint dem Verteidiger in der Zwangspause nicht abhandengekommen zu sein. „Das ist eine komplett neue Situation“, sagt Beck. „Eigentlich wären wir nächste Woche fertig mit der Saison.“ Am Schläger fehle noch etwas das Gefühl. Aber von der Fitness her sei man auf einem guten Stand.

Bei den Hereingaben der Strafecken darf sich auch der zweite Nachwuchsmann an diesem Tag versuchen: Constantin Holzhauser. „An der Härte der Hereingaben muss ich noch arbeiten“, sagt er selbstkritisch im RHEINPFALZ-Gespräch. Die Jungen werden, wenn die Saison irgendwann weitergeht, ihre Chancen bekommen, kündigt Schmietenknop an.

Was Holzhauser an den Schusskreis bringt, muss Christian Dopp stoppen. „Eine undankbare Aufgabe“, sagt Schmietenknop. Denn da sieht man vielleicht am besten, unter welchen Bedingungen derzeit trainiert werden muss. „Du stoppst den Ball und gehst dann drei Meter zurück“, erklärt Timo Schmietenknop seinem Spieler den Ablauf. Erst wenn Dopp ein paar Schritte nach hinten gegangen ist, kann Johannes Zurke Maß nehmen. Da bekommt er sogar noch Tipps vom eigenen Torwart: „Ganz hoch oder ganz flach, nicht die halben Dinger“, ruft ihm Thimo Bernet zu. Der nächste zappelt dann auch prompt im Winkel.

Der Coach ist froh, dass ihm Nachwuchsleute wie Constantin Holzhauser und Alexander Eckert mehr Möglichkeiten bieten, was die Kaderbreite angeht. „Wir kennen das ja. Am Anfang der Saison sieht der Kader immer super aus. Aber dann kommen Verletzungen, und irgendwann steht man mit 14 Mann da.“ Das Ziel sei, an einem Doppelwochenende auch mal die Gelegenheit zu haben, vier, fünf Leute austauschen und auf etwaige Verletzungen reagieren zu können.

Marc Beck sieht die Jungen schon gut integriert in den Kader der ersten Herren. „Da gab’s keine großen Probleme.“ Die Jungs machten im Training auch schon einen sehr guten Eindruck. „Bei den Spielen müssen wir dann mal schauen, wie es körperlich aussieht.“

Ans Aufhören habe er wegen der Corona-Krise nicht gedacht, berichtet Beck. „Mal schauen, wie lange es noch Spaß macht“, meint er vielsagend und lächelt. Aber der Verteidiger lässt durchblicken, dass er noch große Lust auf die bevorstehende Hallensaison in der Ersten Bundesliga hat. „So lange der Körper das mitmacht“, sagt er und grinst.

Die Stimmung im Team sei super, erzählt Timo Schmietenknop. „Die Jungs waren fast schon euphorisch, dass sie wieder auf den Platz durften“, erzählt er. Das sei auch gut, damit sie den Kopf wieder frei kriegen. Er hoffe, dass es im September weitergehe mit dem Ligabetrieb.

Die Ausrichtung des Trainings sei im Prinzip wie in einer normalen Pause. Durch regelmäßiges Krafttraining sei man auf einem guten Weg. Der Winterspeck sei weg. Der Muskelaufbau laufe. Sobald ein Termin für den Re-Start der Liga bekannt werde, rechne er sechs, sieben Wochen zurück. Dann gehe die „richtige“ Vorbereitung los.

Eine gute Nachricht hat noch der Abteilungsleiter Hockey Timo Schmietenknop. Denn alle Sponsoren hätten der TG die Treue gehalten. Das sei in Zeiten, in denen durch die Absage der Hockeycamps und des Strohhutfests wichtige Einnahmequellen wegfielen, sehr wichtig.

DOSB und DHB präsentieren Plan zum Wiedereinstieg in den Sport (01.05.2020)

Gemeinsam haben DOSB und DHB ein grundlegendes Regelwerk erarbeitet unter dessen Einhaltung eine Wiederaufnahme des Hockeysports zeitnah wieder möglich sein könnte. Auch wenn das Training erstmal nur in Kleingruppen stattfinden könnte sind wir gespannt, ob es bald die erhoffte Lockerung für den Breitensport geben wird.

Den Entwurf des DOSB und DHB findet ihr unter folgendem Link: https://web.hockey.de/news/7qxfm9.html

Rheinpfalz: Mit Phantasie und Internet (22.04.2020)

Hockey: Auch im Hockey ist der Spielbetrieb ausgesetzt. Bis Ende Juli ist deshalb auch auf dem Jahnplatz tote Hose. Die Aktiven der TG Frankenthal halten sich zu Hause fit – alleine oder beim Teamtraining via Zoom. Vor allem Damencoach Tobias Stumpf geht Zeit verloren, um zahlreiche Jugendspielerinnen zu integrieren.

Von Christian Treptow

Frankenthal. Die Hockeyfans in Frankenthal müssen sich weiterhin in Geduld üben. Die vom Deutschen Hockey-Bund (DHB) eingesetzte Task-Force Bundesliga hat dem DHB empfohlen, den Spielbetrieb in den Ersten und Zweiten Bundesligen bei Damen und Herren bis 31. Juli auszusetzen. Der DHB reagiert damit auf die Befragung der Bundesliga-Vereine und die Beschlüsse von Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Länder.Doch wie geht es nun weiter? Dazu will die Task-Force am Freitag den Bundesliga-Vereinen verschiedene Varianten präsentieren. Eine Wertung auf Basis der aktuellen Tabellen mit Meistern, Auf- und Absteigern sei aber ausgeschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung des DHB. Parallel dazu werde ein Szenario für den Fall entwickelt, dass die Corona-Krise im August oder September die Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht zulasse.

Eine vernünftige Vorbereitung mit anschließendem Spielbetrieb – das hätte Tobias Stumpf, Trainer der Damen der TG Frankenthal in der Feldhockey-Regionalliga Süd, gut gebrauchen können. Denn etliche Spielerinnen kommen aus der Jugend hoch und dürfen nun bei den Aktiven eingesetzt werden. Doch derzeit sind – wie bei allen Mannschaftssportarten – auch bei den Hockey-Damen Fantasie und eine schnelle Internetverbindung gefragt.

Denn während der Jahnplatz still in der Frühlingssonne liegt und darauf wartet, dass endlich wieder Hockey auf ihm gespielt werden kann, findet das Training entweder alleine oder in den eigenen vier Wänden statt. „Die Mädels haben Laufeinheiten, die sie machen müssen. Athletiktraining machen wir via Zoom. Da lässt sich Athletiktrainer Joachim Hanke immer was einfallen“, sagt Tobias Stumpf. Das sei fast so, als ob die Mannschaft zusammen trainiere, meint er. Stabilitätsübungen oder Workouts für verschiedene Muskelgruppen stünden auf dem Programm, erläutert Stumpf. „Da gibt es auch viele gute Apps.“

Die Stimmung sei gut. „Das war sie auch schon in der ganzen Hallensaison“, betont Stumpf. Aber mit den ganzen Jugendspielerinnen, die nachrücken, wäre es schon wichtig gewesen, auf den Platz zu können. Doch auch im Falle einer verkürzten Vorbereitung von zum Beispiel zwei Wochen würde er alle, die hochgekommen seien, einladen. „Ich würde mir alle anschauen. Die Erfahrenen haben keine Freikarten“, betont Stumpf. Die Enttäuschung sei zwar bei vielen groß gewesen. Sie hätten aber schnell realisiert, dass bei der Corona-Pandemie die ganze Welt betroffen sei. „Im Prinzip verschiebt sich das Debüt bei den Aktiven für die Jungen aber nur nach hinten“, meint Stumpf. Das sei auch kein Problem. „Die Mädels sind fit im Kopf.“

Die Mannschaft sei stark genug, die Klasse zu halten, betont Stumpf. Die TG belegt derzeit in der acht Teams umfassenden Regionalliga Süd Platz sechs, hat vier Punkte auf dem Konto, aber auch erst vier Spiele bestritten. „Da ist noch mehr als die komplette Rückrunde zu absolvieren“, meint Stumpf. „Wir wollten uns eigentlich jetzt einspielen und in der nächsten Saison angreifen“, meint er.

Bei den TG-Herren hat Trainer Timo Schmietenknop die Intensität etwas heruntergefahren, wie er im RHEINPFALZ-Gespräch sagt. „Wir nutzen die Zeit und arbeiten viel im Grundlagenbereich“, erläutert er. Man könne die Spannung nicht ewig hoch halten.

Ihm fehlt der klare Startpunkt, auf den man hintrainieren könne. „Etwas Planungssicherheit wäre mir lieb.“ Nun weiß er, dass vor dem 31. Juli nicht an Hockey zu denken ist. „Ein Abbruch der Saison wäre blöd, aber wenn’s nicht anders geht, geht’s eben nicht anders“, orakelt er. Allerdings betont er auch: „Es gibt derzeit viele Leute mit schlimmeren Problemen.“

Sollte die Saison abgebrochen werden, dann plädiert Schmietenknop für eine faire Lösung. „Vielleicht sollte man dann auf Absteiger verzichten“, sinniert er. Für sein Team spiele das ja nur eine untergeordnete Rolle. Die TG ist nach einer guten Vorrunde auf Platz vier in der zehn Teams umfassenden Südgruppe der Zweiten Feldhockey-Bundesliga. Gebe es dann – nach Handballervorbild – nur Aufsteiger und damit größere Ligen, wäre das für ihn kein Beinbruch.

Falls es irgendwann wieder Training mit Kleingruppen geben dürfe, wäre Schmietenknop gerüstet. Bei Technikübungen würden ohnehin in der Regel Fünfer- oder Sechsergruppen gebildet. Er nutze die Zeit, um Sachen zu erledigen, für die er im Regelbetrieb keine Zeit habe, zum Beispiel an den Leitfäden für die Betreuer und in Sachen Taktik arbeiten.

Die Corona-Krise verhindert auch, dass die Fans ein neues Gesicht im TG-Dress in Augenschein nehmen können. Heinrich Reuss hat sich laut Schmietenknop kurz vor dem Ende der Wechselfrist der TG angeschlossen. Der Mittelfeldspieler (Jahrgang 2003) hat bislang das Trikot des Kreuznacher HC getragen. Einen Anknüpfungspunkt bei der TG hat er jedenfalls: Unter Trainer Heiner Dopp hat er im vergangenen Jahr in der Rheinland-Pfalz/Saar-Auswahl gespielt.

Dopp ist von Reuss begeistert – und das nicht nur wegen des gleichen Vornamens. „Er ist in Rheinland-Pfalz der beste Spieler seines Jahrgangs. Ich halte extrem viel von ihm“, betont der Coach. Vor allem im Zweikampfverhalten und in der Defensive habe Reuss seine Stärken. In der Offensive, vor dem Tor, müsse er noch zulegen. „Aber ich traue ihm die Zweite Liga auf jeden Fall zu. Er bringt sehr gute Voraussetzungen mit, sogar für mehr“, sagt Dopp.

Rheinpfalz: Nachhilfe via Skype (21.03.2020)

Die Mutmacher: Von der Corona-Krise ist auch der Hockeybetrieb auf dem Jahnplatz betroffen. Die TG Frankenthal kümmert sich aber weiter um die Kinder. Mit einer Online-Lernhilfe will sie die Eltern bei der Betreuung der Kinder unterstützen. Ausgedacht hat sich das Konzept Katharina Koppel.

Von Christian Treptow

 Frankenthal/Ludwigshafen. Uni: zu. Hockeyplatz: zu. Jugendförderzentrum: zu. Auch der Wirkungskreis von Katharina Koppel ist derzeit aufgrund der Corona-Krise stark eingeschränkt. „Nur mal schnell raus und ein bisschen joggen. Mehr geht derzeit ja nicht“, sagt sie. Normalerweise studiert die 24-Jährige an der Uni Landau Biologie und Erdkunde auf Lehramt. In ihrer Freizeit spielt sie Hockey bei den ersten Damen der TG Frankenthal und arbeitet im Jugendförderzentrum des Ludwigshafener SC im Bereich Schule. Dort betreut sie die Kinder bei den Hausaufgaben, hilft ihnen beim Lernen und erarbeitet mit ihnen neue Themen.Doch all diese Aktivitäten haben jetzt erst mal eine Zwangspause verdonnert bekommen. Doch so ganz tatenlos in den eigenen vier Wänden sitzen will Koppel nicht. Daher bietet sie für die Kinder aus den Jugendmannschaften der TG Nachhilfe an. Egal ob Deutsch, Mathe, Englisch, Biologie, Französisch, Erdkunde oder Geschichte – Koppel will dem Nachwuchs helfen.

Eltern unter die Arme greifen

„Zum einen, weil mir ein bisschen langweilig ist“, sagt die Kapitänin des TG-Damenteams und lacht. „Zum anderen wollen wir vom Verein aus die Familien unterstützen, die von der Krise betroffen sind.“ Eltern, die im Home-Office arbeiten, wollen die TG und Koppel ein bisschen unter die Arme greifen. Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse können bei ihr Unterricht nehmen. In Biologie, Naturwissenschaft, Chemie, Sachkunde und Erdkunde betreue sie sogar Schüler bis zur 13. Klasse, meint Koppel.

Denn die Schule ruht nicht. Viele Bildungseinrichtungen haben ihre Kinder mit Plänen in die Corona-bedingte unterrichtsfreie Zeit entlassen. Wer etwas nicht verstanden hat, noch mal Stoff wiederholen will, bei dem er oder sie sich nicht sicher ist oder auch neue Sachen lernen will, ist bei Katharina Koppel an der richtigen Adresse.

Kommuniziert wird über Skype

Natürlich sitzen in diesen Zeiten Nachhilfelehrerin und Schüler nicht an einem Tisch. Man soll direkten Kontakt zu anderen Menschen ja vermeiden und auf Abstand bleiben. Aber in Zeiten des Internets und in einer digitalen Welt ist auch das kein Problem. Koppel kommuniziert mit ihren Schülern über das Videochat-Portal Skype. Die Schüler brauchen also lediglich einen internetfähigen PC, ein Notebook oder Laptop. Auch die Lautsprecher müssen funktionieren. Alternativ geht auch ein Headset. Als Hilfsmittel kommt dabei außerdem noch „Twiddla“ zum Einsatz, vereinfacht ausgedrückt ein Online-Whiteboard. Darauf können Schüler und Lehrer gemeinsam arbeiten.

„Erst mal geht es darum, rauszufinden, auf welchem Leistungsstand der jeweilige Schüler ist“, erläutert Koppel. Und dann werden die praktischen Dinge abgeklopft: Wann haben die Kinder Zeit? In welche Klasse gehen sie? Welche Schule besuchen sie? Welche Fächer und welche Themen sollen behandelt werden? „Dann suche ich mir gezielt Arbeitsunterlagen aus“, erklärt Katharina Koppel.

Fünf Kinder sind schon angemeldet

Fünf Kinder haben sich bislang angemeldet, erzählt Katharina Koppel. Sie habe noch Kapazitäten. Und wenn sie niemanden mehr annehmen könne, werde man sich um zusätzliche Betreuer kümmern. Bezahlen müssen die Eltern für die Online-Lernhilfe nichts. Die Kosten übernimmt „aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation mit Trainingsausfällen“ der Verein, teilt Hockey-Abteilungsleiter Timo Schmietenknop mit.

Kontakt

Wer sich für die Online-Lernhilfe der TG Frankenthal interessiert, schreibt einfach eine E-Mail an Katharina Koppel:

k.koppel@tgf1846.de.

Rheinpfalz: Spielbetrieb ausgesetzt (17.03.2020)

Hockey: TG-Herren starten frühestens im Mai

Frankenthal. Wegen der Coronavirus-Pandemie verschiebt sich der Start der Rückrunde in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga. Davon betroffen ist auch die erste Herrenmannschaft der TG Frankenthal.

Der Spielbetrieb in den Hockey-Bundesligen ist bis Ende April ausgesetzt. Das hat die TG Frankenthal mitgeteilt und beruft sich auf eine Entscheidung von Präsidium und Vorstand des Deutschen Hockey-Bundes in Abstimmung mit Vertretern der Bundesligavereine. Von dieser Entscheidung ist auch Zweitligist TG Frankenthal betroffen. Der Vierte der Zweiten Feldhockey-Bundesliga Süd hätte eigentlich mit einem Heimspiel am 19. April gegen die HG Nürnberg in die Rückrunde starten sollen. Doch diese Partie ist nun ebenso gestrichen worden wie das Auswärtsspiel am 25. April beim HTC Stuttgarter Kickers. Das erste mögliche Spiel der TG-Herren wäre somit am 2. Mai beim TC Blau-Weiss Berlin.

Die Abteilungsleitung der TG hat außerdem beschlossen, den gesamten Spiel- und Trainingsbetrieb bei den Aktiven bis auf Weiteres einzustellen. Davon sind auch die Damen betroffen, die ursprünglich am 25. April zu Hause gegen den SC Frankfurt 1880 wieder in die Runde hätten einsteigen sollen. „Der Hockeybetrieb in ganz Deutschland schläft“, sagt Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive, bei der TG.

Wie berichtet, hat der Verein bereits auch im Jugendbereich das Training eingestellt. Auch Spiele wird es vorerst nicht geben. Das Ostercamp auf dem Jahnplatz ist ebenfalls gestrichen worden. rhp/tc

Spiel- und Trainigsbetrieb wegen Corona-Virus ausgesetzt! (13.03.2020)

Beim Theme Corona-Pandemie folgt die TG Frankenthal den Empfehlungen des Robert Koch Institutes und der Landesbehörden.

Nach der flächendeckenden Schließung von Schulen und Kindertagesstätten treten für die TG Frankenthal ab sofort folgende Regelungen für den Trainingsbetrieb sowie für den Spielbetrieb im Erwachsenen- und im Jugendbereich ein:

Stand: 13.03.2020
Training Bis auf weiteres findet kein offizielles Training statt
Trainings- und Spielmaßnahmen (mit anderen Vereinen) Einzelspiele (Heim & Auswärts) sind abzusagen
Freundschaftsturniere (auswärts) Sind abzusagen
Heimturniere Sind abzusagen / Heimturnier Herren/Damen wurde abgesagt
Spielbetrieb Die Bundesligen sind bis Ende April ausgesetzt. ProLeague-Länderspiele sind abgesagt. Hockeyverband RPS/SHV-Entscheidung folgt noch.

Vielen Dank für das Verständnis!

Mit sportlichen Grüßen

Abteilungsleitung Hockey

Verschiebung von Glanzlichter 2020

Glanzlichter 2020 – Verschiebung der Veranstaltung

Liebe Mitglieder und Freunde der TG,

„Glanzlichter 2020“ am 28.03.20 findet nicht statt!

Aufgrund der verstärkten Verbreitung des Coronavirus in Deutschland hat sich die Hockeyabteilung der TG Frankenthal nach intensiven Beratungen für die Absage der Veranstaltung entschieden.

Wir möchten in der aktuellen Situation ein unnötiges Gesundheitsrisiko vermeiden und die Ehrung unserer erfolgreichen Sportler zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Wir hoffen sehr auf das Verständnis aller, die sich darauf gefreut haben.

Mit sportlichen Grüßen,

Eure Abteilungsleitung

Timo Schmietenknop (1. Abteilungsleiter)

Sabine Merz (2.Abteilungsleiterin)

Andreas Trump (3.Abteilungsleiter)

Rheinpfalz: Alle fit fürs Finale (25.01.2020)

Hallenhockey: Die ersten Herren der TG Frankenthal haben es in der eigenen Hand: Mit einem Sieg am Sonntag (12 Uhr) zu Hause gegen den Limburger HC kann die TG die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga Süd perfekt machen. Bei den Gastgebern sind alle Spieler fit. Und sogar die Generalprobe ist geglückt. Doch auch für den Gegner geht es noch um etwas.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. „Endlich sind wieder alle fit!“ TG-Trainer Timo Schmietenknop ist die Erleichterung anzuhören. Vor zwei Wochen gegen den HTC Stuttgarter Kickers waren einige angeschlagen. Doch für das Saisonfinale kann er aus dem Vollen schöpfen. Auch Lauritz Fuchs, der unter der Woche noch krank war, sei bereit für Sonntag.Die Generalprobe ist der TG auf jeden Fall schon mal geglückt. Am Mittwoch beim Testspiel über zweimal 20 Minuten gab es ein 5:3 gegen den Mannheimer HC. Doch Timo Schmietenknop relativiert das gleich mal: „Der MHC ist nicht mit der besten Aufstellung angetreten. Und wir sind trotzdem die ersten 20 Minuten ganz schön hinterhergerannt. Das war bestenfalls ein Hinweis darauf, was uns in der kommenden Saison erwartet.“

Das Spiel könnten seine Schützlinge auch getrost aus dem Gedächtnis streichen. Denn die Aufgabe Limburger HC werde eine andere. Limburg habe schon Stuttgart einen harten Kampf geliefert und mit dem Sieg vor zwei Wochen gegen Rüsselsheim gezeigt, dass man die Mannschaft nicht abschreiben dürfe.

Im Hinspiel habe sich auch die TG etwas schwer getan bei den Hessen – trotz des am Ende deutlichen 6:1-Siegs. Natürlich werde die TG überlegen sein, orakelt Schmietenknop. „Aber gegen Limburg ist es immer schwer, Chancen herauszuspielen.“

Hinzu kommt, dass Limburg zwar Tabellenschlusslicht ist, aber theoretisch noch Chancen auf den Klassenverbleib hat. Dann nämlich, wenn die Hessen in Frankenthal gewinnen und Konkurrent Rüsselsheim sein letztes Spiel beim TuS Obermenzing hoch verliert. Rüsselsheim hat ein Torverhältnis von minus zehn, Limburg minus 20.

Das Torverhältnis ist auch der entscheidende Faktor im Kampf um Platz eins. Die TG hat mit plus 17 einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Tabellenzweiten HG Nürnberg (plus sechs), der parallel beim Tabellendritten HTC Stuttgarter Kickers antreten muss.

Doch auf etwaige Rechenspielchen will sich die TG erst gar nicht einlassen. „Ich will unser Spiel gewinnen“, betont Timo Schmietenknop im RHEINPFALZ-Gespräch mehrfach. Die zwei Wochen Pause hätten seinen Spielern gut getan. In der Woche nach dem Stuttgart-Spiel habe man den Umfang im Training etwas heruntergefahren. „Doch jetzt ist wieder Zug drin“, betont der Übungsleiter.

Mit Sicherheit werde er das Hallenhockey gegen Limburg nicht neu erfinden, meint der Trainer. Das sei auch gar nicht nötig. Seine Schützlinge seien taktisch variabel, könnten im Spiel auch von Mann- auf Raumdeckung umschalten. „Wir müssen versuchen, Limburg immer wieder neue Aufgaben zu stellen“, betont Schmietenknop. Und die Defensive müsse wieder so sicher stehen, wie sie das in der bisherigen Saison gemacht hat. Mit nur 32 Gegentoren hat die TG die beste Abwehr aller 24 Zweitligavereine. Es sei beeindruckend, wie seine Jungs immer wieder ihr Programm abspulten. „Egal gegen wen.“

Für den Spielaufbau seien dann hauptsächlich wieder die beiden Rechtsverteidiger Volker Schwindt und Bastian Schneider zuständig. In der Mitte sollen Johannes Gans und Sven Becker für die nötigen Akzente setzen. „Die beiden bringen individuelle Klasse in ein gutes Kollektiv.“

Der Coach warnt aber auch vor dem Gegner. „Limburg ist sich nicht zu schade, auch mal etwas verrücktes zu probieren.“ So hätten die Hessen auch schon in einer Partie zu Beginn mit sechs Feldspielern und ohne Torwart gespielt. Überraschen werden sie die TG damit also nicht mehr. „Wir sind auf alles eingestellt“, betont Schmietenknop. Jeder wisse zu jeder Zeit, was er machen müsse. Limburg bevorzuge eine tiefe Raumdeckung. Achten müsse man vor allem auf die beiden Brüder Jannis und Julien Collée. „Das sind zwei Top-Spieler“, betont Timo Schmietenknop. Und selbstverständlich gelte es, einen frühen Rückstand zu vermeiden.

Ein überragender Torwart sei da schon die halbe Miete. Der heißt am Sonntag wieder Oliver Scharfenberger, der bereits gegen die Stuttgarter Kickers mit tollen Paraden seinen Anteil am Sieg hatte. In der Abwehr bleibt Manuel Eck im Kader. Christian Dopp sei zwar wieder fit. „Aber Manu hat ihn super vertreten. Er ist einen Tick defensiv stärker“, erläutert der Coach, warum er Eck im Finale den Vorzug gibt. Einfach sei die Entscheidung nicht gewesen. „Es ist ja nicht nur eine Entscheidung für, sondern auch gegen jemanden.“ Gleichwohl attestiert er Christian Dopp eine sehr gute erste Zweitligasaison bei der TG. Im Sturm ist Johannes Zurke nach überstandener Erkältung wieder einsatzbereit.

So spielen sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Eck, Schwindt, Schneider – Gans, Becker – Zurke, Cunningham, Fuchs, Frank, Reinhard.

Rheinpfalz: Held mit Krämpfen (13.01.2020)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal wackelte in der zweiten Halbzeit wieder, diesmal aber nur kurz. Am Ende gewann die TG das Spitzenspiel der Südgruppe gegen den HTC Stuttgarter Kickers 7:4 (4:1) und hat sich damit eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg erarbeitet. Bester Frankenthaler war Torwart Oliver Scharfenberger. Er brachte die Stuttgarter Angreifer reihenweise zur Verzweiflung.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Drei Minuten vor dem Ende hielten die Fans der TG Frankenthal auf der Tribüne noch mal den Atem an. Denn Teamarzt Thomas Haber musste aufs Feld und sich um Torwart Oliver Scharfenberger kümmern. Der Keeper war gerade von einem Muskelbündelriss genesen und lief sichtbar unrund.„Ich hatte Krämpfe in beiden Beinen“, meinte Scharfenberger nach der Schlusssirene. Und konnte da auch schon wieder grinsen. Denn nachdem Haber die Krämpfe rausgedrückt hatte, hielt der Mann mit der Nummer 98 einen Siebenmeter von Anton Boomes. Dabei hatte sich der Keeper schon früh für eine Ecke entschieden. „Ich habe gesehen, wo er hinschießt. Und er hat nicht mehr hochgeschaut“, verriet der Torwart.

Es wäre das 7:5 gewesen. Und zwei Tore in knapp drei Minuten sind im Hallenhockey nicht unmöglich aufzuholen. So aber brachte die TG das 7:4 über die Zeit und steht auch nach dem vorletzten Spieltag an der Tabellenspitze der Südgruppe der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga.

Die Mannschaft von Trainer Timo Schmietenknop ging von Beginn an ein hohes Tempo, setzte den Gegner früh unter Druck. Wobei Schmietenknop diesmal sehr aktiv von draußen coachte. „Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir alle 120 Prozent geben. Das schließt mich mit ein“, betonte der Trainer.

Seine Schützlinge legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Nach zwei Minuten hieß es schon 2:0 nach Toren von Johannes Gans und Lauritz Fuchs. Bei Fuchs’ Treffer aus unmöglichem Winkel half HTC-Keeper Lars Kleikemper kräftig mit. „Wir haben die Anfangsphase verpennt“, haderte HTC-Coach Nico Weber hernach. Der TG war das egal. Sie lieferte die beste Halbzeit in dieser Saison ab, ließ sich auch vom 2:1 durch Anton Boomes nicht irritieren.

Der Vorsprung zur Pause hätte sogar noch höher ausfallen können. Doch von vier Ecken wurde nur eine verwertet. Und Marc Beck scheiterte mit einem Siebenmeter an Kleikemper (28.). Eine Viertelstunde zuvor hatte er mit einer Energieleistung für das 3:1 gesorgt. Das 4:1 ging auf das Konto von Dominik Seel, der Johannes Zurke im Sturm sehr ordentlich vertrat und auch die Kapitänsbinde trug.

Doch erneut nahm sich die TG nach dem Seitenwechsel eine mentale Auszeit, was Stuttgart durch Sten Brandenstein nutzte und auf 4:3 respektive 5:4 herankam. „Ich habe in der Pause an die Einstellung appelliert“, sagte Weber. „Die Jungs sollten den Spielstand ignorieren.“

Das taten sie. Und so entwickelte sich eine Partie auf sehr gutem Zweitliga-Niveau, in der die TG das bessere Ende für sich hatte. Weil sich die Mannschaft relativ schnell wieder berappelte und durch Alexander Cunningham (5:3, 37.), Sven Becker (6:4, Strafecke, 42.) und Johannes Gans (7:4, Siebenmeter, 57.) traf. „Wir hatten wie immer unser kurzes Tief“, meinte Dominik Seel. Mit Teamgeist und Kampf habe man sich aber wieder gefangen. „Jeder hat für den anderen gearbeitet.“

Dass die TG drei Punkte mitnahm, lag auch daran, dass Oliver Scharfenberger nach der Pause alle drei HTC-Strafecken entschärfte. „Ich war einfach gut drauf“, meinte der Keeper und lachte. Timo Schmietenknop beschrieb die Leistung seines Schlussmanns mit „sensationell“. Er habe sich dank guter Trainingsleistungen seine Chance verdient. „Wir brauchen für den Erfolg auf jeder Position überragende Leistungen. Die hat Olli gebracht.“

Gar nicht recht ist dem Coach, dass es erst am 26. Januar (12 Uhr) weitergeht mit dem Saisonfinale gegen den Limburger HC. „Ich hätte lieber in einer Woche gespielt. Aber egal. Wir haben es in der eigenen Hand.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Eck, Schneider, Schwindt – Becker, Gans – Cunningham, Reinhard, Seel, Frank, Fuchs

HTC Stuttgarter Kickers: Kleikemper (Jolk) – Meier, Joss Brandenstein, Flöter, Klutke – Wüterich, Pätzmann, Ziemssen – Boomes, Berger, Sten Brandenstein

Tore: 1:0 Gans (2.), 2:0 Fuchs (2.), 2:1 Boomes (11., Strafecke), 3:1 Beck (14.), 4:1 Seel (30., Strafecke), 4:2 Sten Brandenstein (34.), 4:3 Sten Brandenstein (34.), 5:3 Cunningham (37.), 5:4 Sten Brandenstein (39.), 6:4 Becker (42., Strafecke), 7:4 Gans (57., Siebenmeter) – Strafecken: 6/2 – 5/1 – Grüne Karten: Cunningham, Schneider – Flöter, Boomes – Beste Spieler: Scharfenberger, Gans, Beck – Sten Brandenstein, Pätzmann – Zuschauer: 520 – Schiedsrichter: Müller (Bad Nauheim)/ Neideck (Speyer).

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