Autor: Presse TGF

Rheinpfalz: Nachricht an den Rest der Liga (09.12.2019)

Hallenhockey: Nach einem erfolgreichen Heimwochenende ist die TG Frankenthal da, wo sie am Ende der Saison wohl auch gerne wäre: auf Platz eins der Südgruppe der Zweiten Bundesliga. Dem 7:6 am Samstag gegen die HG Nürnberg folgte am Sonntag ein souveränes 4:1 gegen Aufsteiger TuS Obermenzing. Vor allem die Leistung gegen die Mannschaft aus Münchens Westen war ein deutliches Signal an die Konkurrenten um den Titel.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. TG-Trainer Timo Schmietenknop war am Sonntagnachmittag ein sehr zufriedener Mann. Das lag zum einen daran, dass seine Truppe das Heim-Doppelwochenende mit der perfekten Ausbeute von sechs Punkten abgeschlossen hatte. Zum anderen hatte der Übungsleiter aber auch eine deutlich ansteigende Formkurve von Samstag auf Sonntag bei seinem Team festgestellt. „Das war eine Nachricht an alle anderen Teams in der Liga, dass es hier nicht leicht wird, die Punkte zu holen“, meinte Schmietenknop. Seine Mannschaft habe mit Elan und Willensstärke auch gegen Obermenzing verdient drei Punkte geholt.Am Samstag, beim 7:6 gegen die HG Nürnberg, konnte Schmietenknop vor allem mit der Leistung in der ersten Halbzeit noch nicht so richtig zufrieden sein. Zu viele Ballverluste im Aufbau leisteten sich seine Schützlinge. Die grundsätzliche Entwicklung habe aber gestimmt. Und eine gewisse Nervosität müsse man der Mannschaft beim ersten Heimspiel ja auch zugestehen.

Diese legte sie nach ausgeglichener erster Halbzeit (3:3) gegen die Franken nach dem Seitenwechsel ab. Johannes Zurke, Johannes Gans und noch mal Zurke sorgten bis zur 47. Minute für eine scheinbar komfortable 6:3-Führung. Komfortabel deswegen, weil die TG den Gegner wieder herankommen ließ. Erst Sandro Reinhards 7:5 ins leere HG-Tor sorgte für Erleichterung auf der Tribüne. „Wir haben schon viel umgesetzt. Das Pressing hat gut geklappt. Und Nürnberg hatte eigentlich nur gute Szenen, wenn wir Fehler gemacht haben“, meinte Schmietenknop. Es sei daher auch ein verdient enges Spiel gewesen. „Weil wir es zugelassen haben.“

Gegen den TuS Obermenzing ließ die TG dann fast nichts zu. Der bis dahin so starke Aufsteiger, der am ersten Spieltag die Stuttgarter Kickers und am Samstag den Limburger HC besiegt hatte, kam nur in der Anfangsphase spielerisch zur Entfaltung. Aber auch da war schon deutlich, dass Frankenthal die bessere, weil druckvollere Mannschaft war.

„Defensiv haben wir in der zweiten Halbzeit einen guten Job gemacht“, meinte TuS-Coach Michael Rößner. In der ersten Halbzeit sei man mit dem Tempo der TG nicht zurechtgekommen. „Am Ende hatten wir auch nicht genügend Chancen. Der Sieg der TG war verdient.“

Die TG legte in Sachen Pressing gegen den TuS noch mal eine Schippe drauf. „Die Manndeckung funktioniert immer besser“, meinte Noah Frank. Er spielt im Feld Verteidiger, darf in der Halle aber im Sturm ran. Und die Manndeckung sei vor allem für die Stürmer anstrengend. Die kurzen Intervalle kämen ihm da entgegen. „Mit den 60- bis 90-Sekunden-Wechseln beschäftigen wir die Gegner“, erläuterte Timo Schmietenknop.

50 bis 55 Minuten seien gegen Obermenzing gut gewesen, bilanzierte der TG-Trainer. „Aber wir sind noch in der Entwicklung“, mahnte er. Ja, das Toreschießen fehle noch ein bisschen. Aber er sei sich sicher, dass sein Team auch bald regelmäßig für sieben, acht Treffer gut sei.

Tore verhindern ist dagegen die Aufgabe von Verteidiger Christian Dopp. Er kam vom Nachbarn Dürkheimer HC und gab am Wochenende sein Heimdebüt. „Das ist schon was anderes als in Dürkheim, von der Schnelligkeit, von der Stimmung und vom System her“, erläuterte Dopp, der in den beiden Partien gegen Nürnberg und Obermenzing jeweils eine solide Leistung bot.

„Wir haben eine mega Mannschaft mit coolen Typen“, berichtete Dopp. Er habe sich gut eingelebt, sei gut aufgenommen worden. Von der Athletik her sei das noch mal eine andere Nummer als beim DHC. Und auch die Taktik sei komplett unterschiedlich. Aber die Chance, in der Zweiten Bundesliga zu spielen und in der Halle sogar die Aussicht zu haben, vielleicht mal Luft in der Ersten Bundesliga zu schnuppern, habe ihn gereizt.

So spielten sie

TG Frankenthal: Bernet – Beck, Becker, Cunningham, Schneider, Dopp, Fuchs, Gans, Zurke, Schwindt, Frank, Reinhard

HG Nürnberg: Raum – Nagl, Zenk, Wolf, Geißler, Kleinlein, Kerckhoff, Kretzschmar, Vojtech, Rudolf, Wild, Wuttke

Tore: 1:0 Schneider (4., Strafecke), 1:1 Wolf (7.), 2:1 Frank (14.), 2:2 Nagl (20., Strafecke), 2:3 Wild (25.), 3:3 Gans (30., Strafecke), 4:3 Zurke (35., Strafecke), 5:3 Gans (44., Strafecke), 6:3 Zurke (47.), 6:4 Nagl (47.), 6:5 Nagl (52., Strafecke), 7:5 Reinhard (58.), 7:6 Nagl (60., Strafecke) – Strafecken: 8/3 – 4/2 – Grüne Karten: Cunningham, Beck – Vojtech – Beste Spieler: Bernet, Zurke, Schneider – Wolf, Kleinlein – Zuschauer: 250 – Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Jürgensen (Mainz).

TG Frankenthal: Bernet – Beck, Becker, Cunningham, Schneider, Dopp, Fuchs, Gans, Zurke, Schwindt, Frank, Reinhard

TuS Obermenzing: Meiler – Dahm, Leberl, Köppe, Brunner, Eggert, Waller, Stephan, Nauck, Kranz, Neumeier, Berendts

Tore: 1:0 Gans (6., Strafecke), 1:1 Brunner (7.), 2:1 Cunningham (16.), 3:1 Frank (21.), 4:1 Becker (55., Strafecke) – Strafecken: 3/2 – 2/0 – Grüne Karte: Beck – Beste Spieler: Cunningham, Beck, Frank – Brunner, Neumeier – Zuschauer: 230 – Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Müller (Bad Nauheim).

Rheinpfalz: TG-Damen fahren fünften Saisonsieg ein (09.12.2019)

Hallenhockey: Frankenthalerinnen schlagen in Zweiter Regionalliga Süd den HTC Neunkirchen 6:1 und übernehmen zumindest vorübergehend die Tabellenführung

Von Frank Geller

FRANKENTHAL. Mit einem 6:1 (2:0)-Heimsieg gegen den HTC Neunkirchen haben die ersten Damen der TG Frankenthal am Samstag die Hinrunde in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd abgeschlossen. Damit haben sie 15 von 18 möglichen Punkten geholt. In Torlaune zeigte sich erneut Stürmerin Kim Lauer, die fünf Treffer beisteuerte.

Dabei taten sich die TG-Damen zunächst schwer. Sie hatten zwar von Anfang an mehr Ballbesitz als die offensiv schwachen Gäste, leisteten sich im Spielaufbau aber viele Passungenauigkeiten. Neunkirchens Trainer Rainer Schwenk, der auf drei verletzte Stammkräfte verzichten musste und einige A-Jugendspielerinnen aufbot, hatte sein Team sehr defensiv eingestellt. Den Gegner kannte er gut. Noch in der Feldrunde hatte er die TG gecoacht, ehe er beim HTC anheuerte.

Dass es gegen den ehemaligen Trainer ging, habe in den Köpfen keine Rolle gespielt, sagte TG-Verteidigerin Annika Koch. „Das hat bei uns nicht für Nervosität gesorgt. Wir sind einfach nicht so gut ins Spiel gekommen wie in den Partien zuvor“, erklärte sie die anfänglichen Schwierigkeiten der Gastgeberinnen.

TG-Trainer Tobias Stumpf sah es ähnlich: „Vielleicht haben wir uns da etwas zu sehr dem Gegner angepasst. Das Spiel hatten wir aber unter Kontrolle.“ Er verwies zudem auf die stark haltende Torhüterin der Gäste, Celine Preßer, die insbesondere zu Beginn so manche TG-Chance vereitelt hatte.

Beim Gegentor unkonzentriertSo dauerte es bis zur Mitte der ersten Halbzeit, bis die Frankenthaler Fans bei einem Doppelschlag von Kim Lauer (16., 17.) gleich zweimal jubeln konnten. Die Stürmerin war es auch, die nach dem Seitenwechsel auf 3:0 erhöhte (33.). Wie aus dem Nichts fiel dann das Gegentor. Nach einem Pass fast über die komplette Hallenlänge durch die Mitte, den keine TG-Spielerin unterband, verkürzte Jenilee Kullmann auf 3:1 (38.). „Bei dem Gegentor waren wir unkonzentriert, danach lief es dann aber wieder besser“, meinte Annika Koch.

Die Nachwuchsspielerin, die gerade ihre erste Hallenrunde im ersten Damenteam absolviert, hatte ihren Anteil am fünften Saisonsieg. Sie erwies sich erneut als sicherer Rückhalt und als gute Ballverteilerin im Spielaufbau. In der Verteidigung fühle sie sich an der Seite von Nina Büffor sehr wohl, bekannte Koch, die im Feld auch im Sturm und im Mittelfeld eingesetzt wurde. „Nina und ich haben schon in der Jugend zusammen gespielt.“ Mit der Hinrunde könne man zufrieden sein, das Team habe kaum Schwächen gezeigt. Auch wenn es nicht das primäre Ziel sei: Der direkte Wiederaufstieg sei möglich, meinte Koch. „Es ist schade, dass wir gegen SaFo Frankfurt verloren haben. Aber die patzen ja vielleicht auch mal.“

Lauer trifft und trifftEinen hohen Anteil an der Siegesserie der TG-Damen hat Kim Lauer, die am Samstag in der zweiten Halbzeit mit einem weiteren Doppelschlag alles klar machte (47., 48.). Sie hat in der Hinrunde bereits 16 Tore erzielt. Das freute auch TG-Coach Tobias Stumpf: „Kim hat einen Lauf.“ Was ihn ebenfalls freute: Den Schlusspunkt in der Partie gegen Neunkirchen setzte Lauers Sturmpartnerin Katja Happersberger mit dem 6:1 (58.). „Katja ist sehr fleißig und hat sich endlich mit einem Tor belohnt“, sagte Stumpf.

Für seinen Vorgänger Rainer Schwenk geht die Niederlage seines neuen Teams angesichts der angespannten Personalsituation in Ordnung. „Die TG hat andere Ziele als wir. Für uns geht es darum, drin zu bleiben. Und da sind wir auf einem ganz guten Weg“, meinte Schwenk.

Weil der SC SaFo Frankfurt, der noch gar keine Punkte abgegeben hat, spielfrei war, haben die TG-Damen zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernommen. Am nächsten Wochenende können die Frankfurterinnen wieder vorbeiziehen. Dann hat die TG eine kleine Pause.

So spielten sie

TG Frankenthal: Deimling – Koppel, Peikert, Lauer, Happersberger, Seemann, Braun, Büffor, Delarber, Koch, Haselmaier

HTC Neunkirchen: Preßer – Bäsel, Mertz, Kullmann, Herges, Bahr, Jeannot, Frank, Leiser

Tore: 1:0 Lauer (16.), 2:0 Lauer (17.), 3:0 Lauer (33.), 3:1 Kullmann (38.), 4:1 Lauer (47.), 5:1 Lauer (48.), 6:1 Happersberger (58.) – Strafecken: 3/0 – 2/0 – Grüne Karten: Delarber – Herges – Gelbe Karte: Delarber – Beste Spielerinnen: Braun, Koch, Lauer – Preßer, Kullmann – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Metz (Kaiserslautern)/Panzer (Worms).

Rheinpfalz: Schon im Training heiß (07.12.2019)

Hallenhockey: Nach dem 4:1-Auftaktsieg in Rüsselsheim präsentiert sich Zweitligist TG Frankenthal am Wochenende zweimal dem eigenen Publikum. Am Samstag (15.30 Uhr) ist die HG Nürnberg zu Gast. Am Sonntag (12 Uhr) kommt Aufsteiger TuS Obermenzing. Im Kader gibt es zwei kleine Veränderungen.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Der Anfang in Rüsselsheim hat vom Resultat her gepasst für die TG. Beim 4:1-Sieg war aus Sicht von Trainer Timo Schmietenknop zwar noch Luft nach oben. Aber spielerisch soll es am Wochenende gegen die HG Nürnberg und den TuS Obermenzing besser werden.„Wirklich zufrieden waren wir nach dem Spiel gegen Rüsselsheim alle nicht“, verrät TG-Kapitän Johannes Gans. „Wir müssen griffiger werden“, fordert Gans, der sich die Rolle des Mittelmanns mit Sven Becker teilt. Griffiger werden? „Wir müssen die Zweikämpfe mehr annehmen“, präzisiert er. Und die Raumdeckung müsse besser werden.

Schmietenknop hofft, dass für bessere Spiele auch die Gegner mitmachen. Er erwartet sowohl Nürnberg als auch Obermenzing nicht so defensiv wie Rüsselsheim. „Das werden keine defensiven Spiele. Es wird darum gehen, wer richtig gut drauf ist und den Sieg mehr will.“ Und da sieht er sein Team vorne. „Die Jungs haben vier harte Wochen Vorbereitung hinter sich. Vergangene Saison haben wir den Aufstieg knapp nicht geschafft. Und in den ersten Heimspielen wollen wir uns natürlich gut präsentieren.“ Man habe schon im Training gemerkt, dass die Spieler heiß seien. „Das hatte schon Punktspielcharakter“, berichtet der Trainer. Angst, dass sich dabei jemand verletzen könne, habe er nicht. „Wenn man zögert, passiert meist mehr. Wenn man verrückt in die Schüsse reinläuft, passiert weniger.“

Klar, eine frühe Führung würde helfen. Aber selbst wenn das nicht klappen sollte, sei für sein Team noch alles drin. „Die Tore werden fallen. Wir waren in der Vorbereitung 1:4 gegen Nürnberg hinten und haben noch gewonnen. Es gibt keinen Grund, aufzustecken. Auf der anderen Seite ist eine 3:0-Führung auch kein Grund, sich auszuruhen.“

Damit es mit dem Toreschießen klappt, stand in dieser Woche auch das Ausspielen von Überzahlsituationen auf dem Programm, verrät Johannes Gans. Speziell das Kontern, zum Beispiel bei Drei gegen Zwei sei geübt worden.

Vier Punkte sollen es dann auch mindestens sein, betont Gans. Aber natürlich wolle man alles geben, um zwei Heimsiege zu holen. Und wenn’s zum Beispiel nur ein Punkt wird? „Dann müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen“, sagt Gans.

Aber sowohl er als auch sein Coach warnen gleichzeitig vor den Gegnern aus Bayern. Gans beschreibt die HG Nürnberg zum Beispiel als Wundertüte, die an starken Tagen ein unangenehmer Gegner sein könne. Timo Schmietenknop warnt vor allem vor Stürmer Cedric Nagel, der zum Saisonstart zweimal getroffen hat. „Nürnberg ist eine Top-Mannschaft“, betont Schmietenknop.

Obermenzing ist zwar der Aufsteiger. Doch den schätzt Schmietenknop sehr spielstark ein. Was die Mannschaft aus dem Münchner Westen drauf hat, hat sie gleich zum Saisonauftakt gezeigt, als zu Hause mit dem HTC Stuttgarter Kickers einer der Titelanwärter 4:3 bezwungen wurde. Jetzt hofft der TG-Coach, dass die Stimmung bei den Oberbayern nicht mehr lange so gut ist. Ein kleiner Vorteil könnte sein, dass die TG als erfahrener Zweitligist an die Doppelwochenenden gewöhnt ist. Obermenzing spielt am Samstag noch in Limburg. „Vielleicht sind wir da vom Kopf her etwas bereiter. Aber Obermenzing hat in der Vorbereitung einen fiten Eindruck gemacht“, sagt der Übungsleiter.

Im Vergleich zum Saisonauftakt gegen Rüsselsheim baut Schmietenknop die Mannschaft etwas um. Volker Schwindt rückt für Manuel Eck in die Abwehr. Und Alexander Cunningham steht statt Erik Kohlmann als zusätzliche Option im Sturm im Kader. Torhüter Oliver Scharfenberger ist nach seiner Verletzung wieder ins Training eingestiegen. Einsatzbereit ist er nach Einschätzung des Trainers aber frühestens „in anderthalb bis zwei Wochen“.

So spielen sie

TG Frankenthal: Bernet – Schwindt, Beck, Schneider, Dopp – Becker, Gans – Cunningham, Zurke, Reinhard, Frank, Fuchs.

Die Gegner der TG

HG Nürnberg und TuS Obermenzing

Die HG Nürnberg ist einer der Verlierer des ersten Spieltags. 6:9 unterlag die Mannschaft von Trainer Niklas Raum beim Limburger HC. „Das war sicher nicht der Start, den wir uns vorgestellt haben. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht“, sagt der Coach im Rückblick. Aber es seien Baustellen, die relativ einfach zu beheben seien. Vor allem im Spielaufbau sei noch Verbesserungspotenzial. Drei Punkte würde Raum am ersten Doppelwochenende für die HG – Nürnberg spielt am Sonntag zu Hause gegen den Rüsselsheimer RK – mitnehmen. In der Vorbereitung hat die HG schon gegen die TG gespielt, geführt und doch verloren. „Wir haben die Gewissheit, dass man gegen Frankenthal Tore schießen kann.“

Einen „tollen Samstag“ hatte dagegen Michael Rößner, Trainer von Aufsteiger TuS Obermenzing. „Ein besserer Start geht nicht“, sagt der Coach nach dem 4:3-Heimsieg gegen den HTC Stuttgarter Kickers. Allerdings habe sein Team jetzt das erste Doppelwochenende seit Langem, muss am Samstag erst noch beim Limburger HC ran. Die Vorbereitung sei eher durchwachsen gewesen. Allerdings habe seine Truppe die Euphorie nach dem Aufstieg mit in die neue Saison gerettet. „Wir haben die Tore aus dem Aufbau heraus erzielt oder so die Ecken geholt“, ist Rößner zufrieden. Und auch in Frankenthal wolle sich der TuS nicht verstecken. Sich nur hinten reinstellen und auf Konter lauern wolle man nicht. „Dafür sind meine Spieler zu ungeduldig.“ tc

Rheinpfalz: “Spaß haben und mutig sein” (06.12.2019)

Interview: Hockey-Coach Timo Schmietenknop vor den ersten Frankenthaler Heimspielen – Wie ein Video seine Spieler entlastete

Frankenthal. Nach dem 4:1-Auftaktsieg beim Rüsselsheimer RK empfängt Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal mit der HG Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr) und dem TuS Obermenzing (Sonntag, 12 Uhr) zwei Gegner aus Bayern. Im Interview spricht TG-Trainer Timo Schmietenknop über individuelle Fehler, alte Hasen und frühe Warnsignale.

Herr Schmietenknop, Sie waren direkt nach dem Spiel beim Rüsselsheimer RK nicht sehr begeistert von der Leistung Ihres Teams. Wie ordnen Sie das Spiel mit etwas Abstand ein?

Ich hab mir das Spiel noch mal auf Video angeschaut. Da war mein Urteil direkt nach dem Spiel vielleicht etwas zu kritisch. Gefühlt war es schlechter, als es auf dem Video ausgesehen hat. Das heißt nicht, dass wir jetzt gut waren. Wir waren individuell einfach nicht auf der Höhe. Da waren viele individuelle Fehler. Rüsselsheim hatte aber auch nur vier oder fünf Torschüsse im ganzen Spiel. Unterm Strich war’s ein verdienter Sieg.

Einen solchen Tag muss man der Mannschaft, gerade am Anfang der Saison auch zugestehen…

Ja, speziell gegen so einen erfahrenen Gegner, der mit Mirco Fuchs, Lorenz Klee und Jan Petersen drei alte Hasen in seinen Reihen hatte. Die sind schon seit Jahren auf Erstliganiveau. Auftaktspiele auswärts sind immer schwer. Von daher haben es die Jungs, gerade Lauritz Fuchs, der dreimal getroffen hat, sehr gut gemacht.

Das Ergebnis jedenfalls hat mit 4:1 gestimmt. Die Stuttgarter Kickers, der vermeintlich schärfste Konkurrent um den Titel, sind dagegen mit einer Niederlage bei Aufsteiger Obermenzing gestartet. Ein Warnsignal, dass man keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen darf?

Absolut. Gerade Obermenzing sehe ich als eine der spielstärksten Mannschaften. Die bringen als Aufsteiger Spielfreude und Leidenschaft mit. Die Gegner nutzen jeden Zentimeter Raum, den man ihnen gibt. Das haben wir auch in der Vorbereitung gegen die HG Nürnberg gesehen. Es wird kein einfaches Spiel geben.

Am Wochenende kommen die HG Nürnberg und Obermenzing in die Halle Am Kanal. In welchen Bereichen muss sich die TG noch verbessern?

Wir müssen wieder zu dem Konzept finden, das wir in der Vorbereitung gespielt haben, unser Pressing mutig durchziehen. Wir haben in Rüsselsheim viel gepresst, hatten aber nicht den Mut, richtig vor die Männer zu gehen. Wir sind eher hintendrangestanden, um sicher in den Zweikampf zu kommen.

Taugt das Wochenende auch als Standortbestimmung?

Sicher. Man hat gemerkt, dass meine Figur vorne drin ein bisschen gefehlt hat. Da werden die Jungs noch brauchen, um lernen, die Verantwortung zu übernehmen. Aber das muss man ihnen zugestehen. Wenn wir am Wochenende wirklich sechs Punkte holen sollten, wäre es die Basis, um zu sagen, dass wir oben mitmischen können. Sind es nur drei Zähler oder einer, dann wissen wir, dass es dafür wohl noch etwas früh ist.

Welche Art von Hockey wollen Sie zeigen?

Aggressives und schnelles Hockey, bei dem man sieht, dass wir Spaß am Hockey haben und dass wir mutig sind.

Interview: Christian Treptow

Rheinpfalz: Neue Treffsicherheit (05.12.20169)

Hallenhockey: Mit einem Heimspiel gegen den HTC Neunkirchen beenden die ersten Damen der TG Frankenthal am Samstag (18 Uhr) die Hinrunde in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd. Die Siegesserie soll fortgesetzt werden, wenn sie in der Halle Am Kanal auf einen alten Bekannten treffen.

Von Frank Geller 


FRANKENTHAL. Für die Frankenthalerinnen gibt es am Samstag ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Trainer Rainer Schwenk. Der Kaiserslauterer hatte im Oktober kurzfristig seinen Abschied von der TG angekündigt, um ein Engagement beim HTC Neunkirchen anzunehmen. Dass es gegen den alten Coach gehe, mache im Prinzip keinen großen Unterschied, meint TG-Kapitänin Katharina Koppel. Schließlich habe man sich im Guten getrennt. „Wir freuen uns auf das Spiel und auf das Wiedersehen mit Rainer. Da ist jede von uns noch mal extra motiviert.“

Koppel erwartet ein körperbetontes Spiel gegen einen defensiv eingestellten Gegner. „Rainer weiß ja, wie wir spielen, das wird sicher nicht einfach für uns.“ Bange sei den TG-Damen aber nicht. „Wir wollen das Tempo hochhalten und unser Spiel durchziehen“, sagt Koppel. Die Serie von vier Siegen in Folge habe dem Team Selbstvertrauen gegeben, das zuletzt im Feld gefehlt habe. „Es macht im Moment extrem Spaß, Hockey zu spielen. Alle wissen, was zu tun ist“, berichtet Koppel.

Ein Ergebnis der wiedergefundenen Spielfreude ist die gute Ausbeute vor dem gegnerischen Tor. War die Chancenverwertung bislang eher ein Schwachpunkt, verfügt die TG in der Zweiten Regionalliga Süd aktuell über den besten Sturm. 27 Tore haben die Frankenthalerinnen in fünf Spielen erzielt. Allein elf Treffer gehen auf das Konto von Kim Lauer.

Neue Akzente im TrainingKoppel führt die neue Treffsicherheit auch auf den neuen Trainer Tobias Stumpf zurück. Der setze insbesondere beim Torschusstraining neue Akzente und bringe auch sonst seine Bundesligaerfahrung vom TSV Mannheim ein. „Wir haben sehr intensive Trainingseinheiten. Tobias legt viel Wert auf Athletik und Taktik, und wir verbringen viel Zeit mit der Videoanalyse“, erläutert Koppel. Der Aufwand zahle sich aus. „Sobald wir den Matchplan verfolgen, läuft es“, sagt die Kapitänin.

Auf einen konzentrierten Auftritt seines Teams setzt auch Tobias Stumpf: „Wir wollen das letzte Spiel der Hinrunde gewinnen.“ Sollte dies gelingen, habe man mit fünf Siegen und einer Niederlage eine gute Halbserie gespielt. Aktuell stehen die TG-Damen mit zwölf Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter SC SaFo Frankfurt (15 Punkte).

Auch Stumpf rechnet am Samstag mit einem defensiv eingestellten Gegner, der ernst zu nehmen sei. Neunkirchen ist Tabellendritter, hat aber erst vier Spiele absolviert. Die neue Mannschaft von Rainer Schwenk hat zwar gegen SaFo Frankfurt und Schott Mainz verloren, der Kreuznacher HC und Eintracht Frankfurt II wurden aber besiegt. „Ihre wichtigen Spiele haben sie gewonnen“, betont Stumpf.

Treffsichere VerteidigerinVerzichten muss Stumpf auf Meike Stillger (privat) und auf Emma Finke, die im letzten Spiel gegen Eintracht Frankfurt II zusammen mit Mona Seemann ein gutes zweites Sturmduo gebildet habe. Finke hat sich einen Finger gebrochen und wird in diesem Jahr nicht mehr spielen. Stumpf hofft auf eine erneut gute Ausbeute seines ersten Sturmpaars, Kim Lauer und Katja Happersberger. „Katja hat sich zwar noch nicht selbst mit einem Tor belohnt, dafür legt sie sehr viel für Kim auf“, lobt der Coach. Als treffsicher habe sich zudem Verteidigerin Nina Büffor erwiesen. Und das, obwohl sie zwei Partien verpasst habe und wegen muskulärer Probleme nur kurze Einsatzzeiten bekomme.

Weil SaFo Frankfurt am Wochenende aussetzt, könnten die TG-Damen mit einem Sieg vorübergehend mit dem Spitzenreiter gleichziehen. Die Auftaktniederlage gegen die Frankfurterinnen fuchst Koppel noch ein wenig. „Da haben wir es nicht geschafft, das Unentschieden zu halten. Aber es gibt ja noch ein Rückspiel.“

Rheinpfalz: Glücklicher Auftaktsieg (02.12.2019)

Hallenhockey: TG Frankenthal schlägt Rüsselsheim

Von Christian Treptow

Rüsselsheim. Die ersten drei Punkte sind eingefahren. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat die Auftakthürde Rüsselsheimer RK gemeistert. 4:1 (2:0) gewann die TG am Samstag bei den Südhessen. Lauritz Fuchs (3) und Sven Becker trafen für die TG, bei der trotz des deutlichen Resultats noch nicht alles toll war.

Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer. Das galt auch für die TG Frankenthal zum Auftakt der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd. „Es war ein schwaches Spiel von beiden Mannschaften“, meinte TG-Trainer Timo Schmietenknop. Rüsselsheim sei eine solide Truppe mit einer guten Leistung in der Defensive.

Die 2:0-Führung zur Pause durch zwei Treffer von Lauritz Fuchs sei glücklich gewesen, berichtete der Coach. Im Passspiel der Frankenthaler habe es zu viele Fehler gegeben. Die Gastgeber hätten auch Torchancen gehabt. Das erinnerte Schmietenknop frappierend an die vergangene Saison. Da trafen die beiden Teams auch am ersten Spieltag aufeinander. 2:2 hieß es damals in Frankenthal, weil die TG reihenweise gute Gelegenheiten ausließ. Diesmal war es andersherum. „Damals haben wir viel verballert, jetzt Rüsselsheim.“ Thimo Bernet im TG-Tor musste nur einmal hinter sich greifen. „Danach haben wir dann den Lucky Punch in der Schlussphase gesetzt“, meinte Schmietenknop. Lauritz Fuchs und Sven Becker machten den Deckel auf die Partie drauf. Zufrieden war der TG-Trainer mit dem Wechsel von Becker und Johannes Gans in der Mitte.

Schmietenknops Fazit: „Nicht schön, nicht gut, aber ein wichtiger Sieg.“ Schließlich wolle man oben dran bleiben. Das ist nach dem ersten Spieltag definitiv gegeben. Zumal auch der HTC Stuttgarter Kickers, der vermeintlich schärfste Konkurrent um den Titel, zum Auftakt bei Aufsteiger TuS Obermenzing 3:4 verlor.

Doch da wollte Schmietenknop nicht zu viel reininterpretieren. Er schaute lieber auf die Leistung seines eigenen Teams. Und bei dem habe Neuzugang Christian Dopp ein ordentliches Debüt geliefert. Teilweise habe er noch etwas zögerlich agiert. „Die Leistung macht aber Lust auf mehr“, betonte Schmietenknop.

Sein Team hat am Wochenende schon die nächste Chance auf Punkte, um sich in der Spitzengruppe zu etablieren. Am Samstag (15.30 Uhr) ist die HG Nürnberg zu Gast. Am Sonntag (12 Uhr) gibt der TuS Obermenzing seine Visitenkarte in der Pfalz ab.

Rheinpfalz: TG Damen festigen zweiten Tabellenplatz (02.12.2019)

Frankfurt. Fünftes Spiel in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd, vierter Sieg – die ersten Damen der TG Frankenthal haben am Sonntag in einer umkämpften Partie bei der Eintracht Frankfurt II die Nerven bewahrt und am Ende 3:2 (2:1) gewonnen. Mit nunmehr zwölf Punkten festigten die TG-Damen den zweiten Tabellenplatz.

„Das war ein ganz enges Spiel“, berichtete TG-Trainer Tobias Stumpf. „Kompliment an die Mannschaft, dass sie die Führung über die Zeit gebracht hat.“ Bei der 4:6-Auftaktniederlage gegen den aktuellen Spitzenreiter SaFo Frankfurt sei dies nicht gelungen. Er betonte: „Die drei Punkte können am Ende noch sehr wertvoll sein.“ Schließlich hat der Tabellenführer bereits am Samstag 5:3 beim Rüsselsheimer RK II gewonnen und liegt damit weiter drei Zähler vor der TG.

Mit dem Beginn der Partie war Stumpf dagegen nicht einverstanden, obwohl Nina Büffor die Gäste in Führung brachte. Die Eintracht habe mit einer extrem defensiven Taktik bei der TG für Verwirrung und Verunsicherung gesorgt. „Wir müssen noch abgezockter werden, um dem Gegner von Anfang an unser Spiel aufzuzwingen“, sagte Stumpf. „Es war nicht unser bestes Spiel. Uns sind viele Bälle versprungen, oft haben wir auch das Brett nicht auf den Boden bekommen, womit wir dem Gegner Chancen ermöglicht haben.“

Die Folge der Unkonzentriertheiten: Die Eintracht glich nach einem Konter aus. Kim Lauer stellte jedoch noch vor der Pause den alten Abstand wieder her. In der zweiten Halbzeit erhöhte Kapitänin Katharina Koppel auf 3:1 aus TG-Sicht. Nach einer Strafecke verkürzte Frankfurt auf 2:3. Eine weitere Kurze Ecke in der Schlussminute wehrten die Gäste aber ab und retteten somit die drei Punkte.

Rheinpfalz: “Wir werden unangenehm sein” (30.11.2019)

Hallenhockey: Die vergangene Hallenrunde hat Lust auf mehr gemacht. Die ersten Herren der TG Frankenthal sind ein Anwärter auf Platz eins oder zwei in der Südgruppe der Zweiten Bundesliga. Rundenauftakt ist am Samstag (18.15 Uhr) beim Rüsselsheimer RK. Gegen diese Mannschaft hat die TG noch etwas gutzumachen.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Keine Frage, die Ansprüche bei der TG Frankenthal sind gestiegen. Die gute Hallenrunde 2018/19 und die guten Leistungen im Feld machen selbstbewusst. Weshalb TG-Coach Timo Schmietenknop auch ganz offen von „Platz eins oder zwei“ spricht, wenn es um das Saisonziel geht. In der vergangenen Hallenrunde ist die TG nur ganz knapp vom HC Ludwigsburg auf Rang zwei verwiesen worden. Und jetzt hat Schmietenknop den schärfsten Konkurrenten auch wieder im „Ländle“ ausgemacht: den HTC Stuttgarter Kickers.Die größte Änderung beim Personal hat mit Schmietenknop selbst zu tun. Er war in der Saison 18/19 der beste Stürmer. „Klar, die 40 Tore fehlen. Aber ich habe auch aufgehört, weil ich Vertrauen in die Jungs habe“, sagt der Coach selbstbewusst. Und die Testspiele hätten auch gezeigt, dass es am Toreschießen nicht hapere. In der Regel habe sich die TG da im zweistelligen Bereich bewegt. Heißt: Das Team fängt diesen Verlust im Kollektiv auf. Sandro Reinhard, Johannes Zurke, Lauritz Fuchs, Noah Frank, Alexander Cunningham, Richard Henk und Fridolin Lüschen werden die gegnerische Abwehr beschäftigen.

Vor allem Zurke und Fuchs traut der Trainer zu, in der Torschützenliste weit vorne zu landen. Zurke würde zwar lieber in der Defensive spielen, verrät der Coach. „Aber ich will ihn im Sturm haben“, sagt Schmietenknop und grinst spitzbübisch.

Mit Richard Henk, der aus Heidelberg kam, hat Schmietenknop in der Offensive eine personelle Alternative mehr zur Verfügung. Allerdings war dieser beim Heidelberger HC „nur“ in der Regionalliga unterwegs. Er muss sich also erst noch an das höhere Niveau und das schnellere Tempo gewöhnen. Hinzu kommt, dass ihn zu Anfang der Vorbereitung Adduktorenprobleme geplagt haben. Vom Typ her beschreibt ihn Schmietenknop „wie Fridolin Lüschen“. Taktisch und athletisch fehle Henk aber noch ein bisschen was.

Sofort der Mannschaft weiterhelfen soll dagegen Christian Dopp, der vom Dürkheimer HC zur TG gewechselt ist. „Sehr gut“, sagt Schmietenknop zu den Leistungen des Verteidigers. Dafür dass alles neu sei – Spielsystem, Leute … Während er beim DHC links hinten gespielt hat, wird Dopp bei der TG als rechter Verteidiger zum Einsatz kommen. „Er ist technisch stark und schnell. Er soll unser Spiel aufbauen und über die Rückhandseite des Gegners Druck machen“, erklärt Schmietenknop.

In der Verteidigung hat Schmietenknop noch Verbesserungspotenzial ausgemacht. „Da waren schon noch ein paar Unaufmerksamkeiten drin. Wir haben viel Pressing gespielt. Aber das sind Prozesse, die sich finden werden“, ist er überzeugt. Neben Neuzugang Christian Dopp sollen Routinier Marc Beck, Bastian Schneider, Volker Schwindt, Erik Kohlmann und Manuel Eck dafür sorgen, dass möglichst wenig zum Keeper durchkommt. Schwindt wird krankheitsbedingt allerdings am Samstag fehlen.

Einen weiteren Neuzugang werden die TG-Fans nicht auf dem Spielfeld sehen. Philipp Grimmer wird Timo Schmietenknop an der Seitenlinie zur Hand gehen. Er hospitiert derzeit bei der TG, betreut bei seinem Stammverein TFC Ludwigshafen aber auch noch zwei Jugendteams. Philipp ist der Sohn von Norbert Grimmer, Spielleiter Aktive bei der TG.

Für die Spielgestaltung sorgen als Mittelmänner Sven Becker und Johannes Gans. Gans hat in der vergangenen Runde noch in der Abwehr gespielt. Schmietenknop bevorzugt es, wenn Gans mit dem Spielfeld vor sich arbeiten kann.

Gemeinsam wird man Becker und Gans selten auf dem Feld sehen. Die beiden sollen sich abwechseln. Vier bis fünf Minuten soll eine Schicht gehen, sagt Schmietenknop. „Wir wollen hohes Tempo gehen“, betont er. Das wird auch nötig sein. Denn viele Gegner werden sich wohl wieder hinten reinstellen gegen sein Team.

Die erste Bewährungsprobe wartet am Samstagabend auf die Mannschaft. Schon in der vergangenen Runde war der Rüsselsheimer RK der erste Gegner in der Runde. Und da gab’s in eigener Halle ein mageres 2:2, weil die TG etliche Chancen liegenließ. „Wir sind heiß auf Rüsselsheim“, betont dann auch Timo Schmietenknop. Im Team herrsche super Stimmung. Seine Jungs seien ob der Erfahrungen aus der Vorsaison aber auch gewarnt.

An der Kondition soll es jedenfalls nicht liegen. „Wir sind noch mal fitter geworden“, erläutert der Coach. Das Athletiktraining trägt Früchte. „Wir werden in jedem Spiel ein unangenehmer Gegner sein“, verspricht Schmietenknop.

Der Kader der TG

Tor: Scharfenberger, Bernet, König – Abwehr: Beck, Schneider, Dopp, Schwindt, Kohlmann, Eck – Mitte: Becker, Gans – Sturm: Reinhard, Zurke, Fuchs, Frank, Cunningham, Henk, Lüschen.

“Sauberhaftes Frankenthal” Mädchen und Knaben A beteiligen sich an der Aktion der Stadt (24.09.2019)

Insgesamt 30 Kinder der Mannschaften MA und KA beteiligten sich dieses Jahr bei der Aktion „Sauberhaftes Frankenthal“ mit Trainern und Betreuern . Zu Beginn wurden Warnwesten, Handschuhe, Säcke ausgeteilt und nach getaner Arbeit gab es am Ende sogar noch Brezeln. Die Mädchen und Jungs hatten bei dieser Aktion, trotz einsetzendem Regen, viel Spaß und waren mit vollem Einsatz dabei, sodass am Ende doch einige Säcke voll geworden sind. Es wurde auf und um den Jahnplatz gesammelt, sowie die Anlage um die Peter Trump Halle samt Fußweg. Natürlich wurden hierbei auch mehrere Hockeybälle in Büschen und Sträuchern gefunden. “Dies war seit 15 Jahren das erste mal, dass sich die TG an dieser Aktion beteiligt”,so die Stadt. Aufgrund des 15 jährigem Jubiläums erhalten alle Teilnehmer noch einen Kinogutschein. Ferner können die Mannschaften zusammen auch noch einen Geldpreis bei der Verlosung gewinnen. Tolle Aktion und super Engagement von den beiden Mannschaften.

Rheinpfalz: Mehr über die Mitte (27.09.2019)

Hockey: TG-Damen in München und Rosenheim

Von Frank Geller

Frankenthal. Die Personalsorgen der vergangenen Woche sind überwunden. Rainer Schwenk, Damentrainer der TG Frankenthal, ist erleichtert, dass er vor dem Doppelspieltag in der Feldhockey-Regionalliga Süd auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Am Samstag (17 Uhr) gastiert die TG bei Aufsteiger ESV München, am Sonntag (11 Uhr) beim SB Rosenheim .

Nein, am Wochenende müsse Keeperin Nadine Deimling nicht wieder auf dem Feld auflaufen, sagt Rainer Schwenk und lacht. Ob sie oder Benita Main in München und Rosenheim das TG-Tor hüte, oder jede von beiden ein Spiel absolviere, wolle er nach dem Abschlusstraining entscheiden, erläutert der Coach. In den beiden ersten Saisonspielen stand Main zwischen den Pfosten. Sie habe ihre Sache gut gemacht, lobt Schwenk.Einziger Ausfall bei den TG-Damen – Stand Donnerstag – ist Kapitänin Katharina Koppel, die wegen einer Fußverletzung wohl erst wieder in der Halle zur Verfügung stehen wird. Von den zweiten Damen, die ihre Feldhinrunde in der Oberliga bereits beendet haben, wird Stürmerin Nina Stramitzel mit nach Bayern fahren. Sie soll zusammen mit Kim Lauer und Noëlle Hahl im gegnerischen Schusskreis für Torgefahr sorgen. In der Offensive könnte auch Esther Peikert zum Einsatz kommen. „Esther kann alles spielen, und sie geht auch dahin, wo es weh tut“, sagt Schwenk.

Diesen Biss vermisst der Übungsleiter noch ein wenig bei seinen ganz jungen Spielerinnen, die er in dieser Runde vom Sturm ins Mittelfeld beordert hat. Emma Finke und Annika Koch täten sich aktuell noch etwas schwer mit der Umstellung von Mann- auf Raumdeckung. „Das ist mit viel Arbeit verbunden, weil man schnell in die Lücken stoßen muss“, betont Schwenk. Er rechnet damit, dass München und Rosenheim viele Bälle über die Mitte nach vorne schlagen. „Deshalb müssen wir zentral konzentriert und engagiert stehen.“

Auch im eigenen Spielaufbau müsse bei der TG mehr über die Mitte kommen. „Wir spielen noch zu stur über die Außen nach vorne, da müssen wir variabler werden“, meint Schwenk. Katja Happersberger und Francesca Delarber sollen wieder defensiv eingesetzt werden und zusammen mit Alisa Hoffmann und Janine Meyer hinten für Ruhe sorgen.

Als Ziel fürs Wochenende gibt Rainer Schwenk sechs Punkte aus: „Wir wollen beide Spiele gewinnen. Wenn die Mannschaft normal tickt, gelingt uns das auch.“ In der vergangenen Feldrunde haben die TG-Damen beide Spiele gegen den SB Rosenheim gewonnen, den Aufsteiger ESV München kennen die TG-Damen noch nicht. Beide bayerischen Teams sind nach zwei Spieltagen noch punktlos, die TG rangiert aktuell mit drei Zählern auf dem vierten Platz.

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