Kategorie: 1. Herren

Rheinpfalz: “Flaggschiff auf gutem Kurs” (31.01.2020)

Pfalz-Sportler der Woche: Herren der TG Frankenthal sind im Hallenhockey wieder erstklassig – Ruhe im Verein zahlt sich aus
Frankenthal. Riesig war der Jubel, als die TG Frankenthal den Aufstieg in die Hallenhockey-Bundesliga perfekt machte. Doch auch in der Freude des Moments haben die Verantwortlichen schon den einen oder anderen Blick nach vorne geworfen.„Wir haben drei Spiele auswärts verloren. Das ist eigentlich zu viel, um noch an den Aufstieg denken zu dürfen“, meinte der Sportliche Leiter der Aktiven, Norbert Grimmer, am vergangenen Sonntag. Wenige Minuten zuvor hatten die TG-Herren mit einem fulminanten 15:1-Heimsieg gegen den Limburger HC den Aufstieg in die Hallenhockey-Bundesliga fix gemacht. Die HG Nürnberg hatte zwar wie die TG ebenso 21 Punkte. Frankenthal verbuchte jedoch das bessere Torverhältnis und hielt die Franken somit auf Distanz.Das lag hauptsächlich daran, dass die TG eine überragende Abwehr hatte. Nur 33-mal schlug es hinter den beiden Keepern Thimo Bernet und Oliver Scharfenberger ein. Damit stellte die TG die sicherste Defensive aller 24 Hallenzweitligisten. Im Sturm wurde die Bilanz durch den Kantersieg gegen Limburg am letzten Spieltag aufgehübscht. Frankenthal musste in der Offensive Timo Schmietenknop ersetzen, der direkt an die Seitenlinie wechselte und in seiner ersten Spielzeit als Herrencoach gleich mal eine ordentliche Duftmarke gesetzt hat. Er sprach von einer der größten Leistungen in den vergangenen zehn Jahren bei der TG. „Aber es war harte Arbeit.“ Und diese wird in den kommenden Monaten und vor allem dann im Spätjahr, wenn es zum Beispiel gegen den Mannheimer HC und den TSV Mannheim geht, nicht weniger werden. Weshalb TG-Vereinsvorsitzender Martin Schuff auch schon ein bisschen vorausschaut: „Der Kader ist jetzt gut, aber nicht der jüngste.“ Heißt: Da tut sich im Lauf des Jahres womöglich noch etwas rund um den Jahnplatz. In dem Zusammenhang hofft Schuff, dass der Erfolg den Verein attraktiv für Spieler macht, die zum Beispiel bei anderen Vereinen nicht so zum Zug kommen. Oder wie es die Frankenthaler Hockey-Ikone Peter Trump formulierte: „Es können ja nicht alle in Mannheim spielen.“Der Aufstieg ist für Schuff auch eine Bestätigung der eigenen Arbeit. Er hat den Verein vor drei Jahren in schwierigen Zeiten, vor allem in der Hockeyabteilung, übernommen. Jetzt ist wieder Ruhe eingekehrt. Als Vorsitzender ist er für den gesamten Verein zuständig, aber klar, die Hockeyabteilung ist das Aushängeschild, die erste Herrenmannschaft das Flaggschiff. „Es hat alles geklappt“, sagt Schuff. Damit meint er zum einen den sportlichen Erfolg. Zum anderen aber auch die Verwirklichung der strategischen Konzepte. Stephan Decher hat als Sportlicher Leiter den Jugendbereich auf Kurs gebracht. Norbert Grimmer macht das mit den Aktiven. Grimmer, dessen Sohn Philipp als Co-Trainer seinen Anteil am Erfolg hatte, denkt dabei langfristig und hat auch schon ein paar Ideen für die Zukunft. Einen Ernährungsberater und einen Mentaltrainer will er den Spielern zur Seite stellen. Aktive, Jugend und auch die Übungsleiter sollen von diesen Angeboten profitieren. Und auch bei der Kaderplanung hofft man bei der TG Frankenthal, dass Grimmer und Decher mit ihren Netzwerken helfen können. „Wir müssen mal schauen, wer auf dem Markt ist“, sagt Norbert Grimmer.
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Rheinpfalz: ”Abschluss mit einem super Tag” (28.01.2020)

Saisonbilanz: Mit dem Aufstieg in die Erste Hallenhockey-Bundesliga hat die TG Frankenthal die Saison gekrönt. Bei drei Niederlagen war auch etwas Glück dabei. Denn auch die Konkurrenten mussten im Lauf der Runde immer wieder Federn lassen. Der Blick geht schon mal in Richtung Spätjahr. Dann warten andere Kaliber auf die TG.

Frankenthal. Am letzten Spieltag war sie wieder da, die Spielfreude, die die TG Frankenthal schon in der Hallensaison 18/19 ausgezeichnet hatte. Mit Pressing von der ersten bis zur letzten Minute ließen die Frankenthaler dem Limburger HC nie die Möglichkeit zur Entfaltung. Das 15:1 (8:0) gegen teilweise überforderte Hessen, die sich damit auch aus der Südgruppe der Zweiten Bundesliga verabschiedeten, war eine beeindruckende Demonstration dessen, zu was die TG fähig sein kann. TG-Legende Peter Trump sprach hernach auch von einem Klassenunterschied. „Es war eine Demonstration des Aufsteigers. Alle Mannschaftsteile haben gut funktioniert“, lobte Trump.

Die Botschaft war von Anfang an deutlich: Hier geht heute nur Frankenthal als Sieger vom Platz. Weshalb so etwas wie Spannung auch gar nicht mehr aufkam im Aufstiegsrennen. Die HG Nürnberg hätte über das Torverhältnis die TG theoretisch noch abfangen können und führte bei den Stuttgarter Kickers zwischendurch auf 11:3. Aber selbst das hätte nicht gereicht. Nürnberg gewann am Ende 12:11.

Die TG musste vor der Runde den Abgang von Timo Schmietenknop verkraften. Vom einen auf den anderen Tag fehlten der TG 40 Tore. Schmietenknop wechselte an die Seitenlinie und lenkte als Trainer sehr gut die Geschicke der Mannschaft. In der Offensive wurde die Last auf viele Schultern verteilt, was auch beim Spiel gegen Limburg deutlich wurde. Den Zwischenstand von 6:0 schossen sechs verschiedene Schützen heraus. Am Ende verteilten sich die 15 Treffer auf neun Akteure. Unter den Torschützen war auch Johannes Zurke. Unter Timo Schmietenknop mauserte sich der Verteidiger im Feld zur festen Größe in der Offensive unter dem Hallendach.

Das Prunkstück in der abgelaufenen Runde war die Abwehr. Nur 33-mal mussten die Keeper Thimo Bernet und Oliver Scharfenberger hinter sich greifen. Damit stellt die TG Frankenthal die beste Defensive aller 24 Zweitligateams.

Und: In dieser Saison hatte die TG auch endlich mal das nötige Glück. Denn mit drei Niederlagen noch aufzusteigen, dazu bedurfte es auch ein bisschen fremder Hilfe. „Die anderen Teams haben so gespielt, dass es die TG immer in der eigenen Hand hatte“, analysierte es Peter Trump treffend.

Die HG Nürnberg rutschte gleich am ersten Spieltag in Limburg aus, verlor danach auch noch bei der TG und Anfang Januar in Rüsselsheim. Erstligaabsteiger Stuttgarter Kickers patzte ebenfalls zum Rundenstart – beim TuS Obermenzing. Danach verloren die Schwaben noch in Nürnberg, in Rüsselsheim, in Frankenthal und zum Schluss noch mal gegen Nürnberg.

„Es war ein super Tag für die TG und auch für das Hockey in Rheinland-Pfalz“, freute sich auch Norbert Grimmer über den Aufstieg der ersten Herren. Ja, es sei ein bisschen Glück dabei gewesen, konstatierte der Sportliche Leiter Aktive. „Man hätte es sich einfacher machen können.“ Drei Auswärtsniederlagen seien eigentlich zu viel, um noch an den Aufstieg denken zu dürfen.

Eine stabile Verteidigung wird die Mannschaft auch in der Ersten Hallenhockey-Bundesliga benötigen. Die Gegner dort, zum Beispiel der Mannheimer HC und der TSV Mannheim, sind von einem anderen Kaliber. „Es freut mich, dass die Jungs in der Ersten Liga spielen, aber es wird schwer“, meinte Peter Trump.

Schwer, aber nicht unmöglich. Die Mannschaft muss nur einen Konkurrenten hinter sich lassen, um erstklassig zu bleiben. Aber vielleicht tut sich ja bis zum Spätjahr noch was am Kader. „Der Kader ist jetzt gut, aber er ist nicht mehr der jüngste“, formulierte es TG-Vereinsvorstand Martin Schuff. Seine Hoffnung: „Erfolg zieht. Das könnte ein Anreiz sein für den einen oder anderen aus der Region, bei uns zu spielen.“ Oder wie es Peter Trump ausdrückte: „Es können ja nicht alle in Mannheim spielen.“

Rheinpfalz (Kommentar): ”Harte Arbeit und Glück” (27.01.2020)

Trotz dreier Niederlagen – die TG Frankenthal ist wieder erstklassig.Das hat sie der Defensive zu verdanken und dem Trainer.

Geschafft: Die Herren der TG Frankenthal haben sich am letzten Spieltag nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und haben nach einer dominanten Leistung über 60 Minuten den Aufstieg in die Erste Hallenhockey-Bundesliga perfekt gemacht. Es war ein hartes Stück Arbeit. Am Ende war auch ein bisschen Glück dabei. Die Gegner haben natürlich mitgespielt. Aber in den vergangenen Jahren hatte die TG auch oft Pech.

Die Mannschaft hat das Karriereende von Timo Schmietenknop gut verkraftet. Den Torschützenkönig der Zweiten Liga stellt sie nun nicht mehr. Aber sie hat andere Qualitäten an den Tag gelegt. In der Offensive war Ausgeglichenheit Trumpf. Die 15 Tore gegen Limburg verteilten sich auf neun Spieler. Prunkstück der TG aber war die Abwehr: 33 Gegentore kassierte sie nur. Das ist der beste Wert aller Zweitligisten. Und da stimmt dann wieder die alte Weisheit, nach der die Offensive Spiele, die Defensive aber Meisterschaften gewinnt.

Timo Schmietenknop tut der Mannschaft als Trainer gut. Er hat dem Team eine richtig gute Struktur verpasst. Bleibt zu hoffen, dass er das noch lange macht.

Rheinpfalz: ”Ein rauschendes Hockeyfest” (27.01.2020)

Hallenhockey: Schon relativ früh machten am Sonntag in der Halle Am Kanal die Aufstiegs-T-Shirts bei der TG Frankenthal die Runde. Das Team von Trainer Timo Schmietenknop gewann 15:1 (8:0) gegen den Limburger HC und hat den Sprung ins Oberhaus geschafft. Ein TG-Spieler hatte gleich doppelt Grund zum Jubeln. Und einer fand, dass er auch nach dem Spiel eine gute Figur gemacht hat.

Frankenthal. Am Ende war alles nur noch Jubel. Auf den Tribünen bei den Fans, und natürlich auch auf dem Spielfeld bei Mannschaft und Verantwortlichen der TG. Schon ein paar Minuten vor dem Abpfiff gab’s für Timo Schmietenknop die ersten Glückwünsche. Axel Schröder hatte die Aufstiegs-T-Shirts im Gepäck, Norbert Grimmer, der Sportliche Leiter Aktive bei der TG, hatte sie organisiert. Die Aufschrift: 1. Liga Halle 2020 – Do simmer widder.Die Mannschaft von Trainer Timo Schmietenknop und Co-Trainer Philipp Grimmer ließ im Saisonfinale nichts mehr anbrennen. Der Limburger HC hatte keine Chance, kam nur sporadisch vor das Tor von Oliver Scharfenberger. Und der hielt fast alles. Nur bei der Schlussecke der Gäste war er chancenlos. „Die war gut geschossen“, erkannte der Keeper an. Da schmeckte ihm bereits das erste Siegerbierchen.

Die TG hatte früh für Freudengesänge auf den Tribünen gesorgt, weil sie konsequent Pressing spielte, das auch bis zur letzten Minute durchzog und phasenweise tolle Kombinationen zeigte. Auch die Chancenverwertung war eines Meisters würdig.

TG-Vereinschef Martin Schuff sprach dann auch zurecht von einem Hockeyfest. Es war sogar ein rauschendes. An die Erste Bundesliga wollte er am Sonntagmittag noch nicht denken. „Damit fangen wir erst am Montag an“, sagte er und lachte.

Ein bisschen Druck sei da gewesen, meinte TG-Stürmer Alexander Cunningham. „Aber wir haben uns davon nicht verrückt machen lassen.“ Jetzt sei die Erleichterung groß. Cunningham traf gegen Limburg dreimal. Darunter war auch das Tor des Tages zum zwischenzeitlichen 12:0, als er den Ball aus spitzem Winkel hoch im kurzen Eck versenkte. Da schaute der bedauernswerte LHC-Keeper Nils Jonas ziemlich verdutzt drein.

Besonderen Grund zum Feiern hatte am Sonntag Sandro Reinhard. Der Schweizer trug sich gegen Limburg zweimal in die Torschützenliste ein und machte sich damit noch ein Geschenk zu seinem 30. Geburtstag. „Die Feier wird lang und flüssig“, kündigte er an. Und für einen kleinen Snack zwischendurch hatte er auch gesorgt – 14 Kilogramm Raclettekäse.

Den Schlusspunkt aus TG-Sicht setzte gegen Limburg Johannes Gans mit dem 15:0. Er überzeugte auf dem Feld als Ideengeber und nach der Schlusssirene als Einpeitscher bei der obligatorischen „Humba“ vor den Fans. Aber worin ist er besser? „In beidem überragend“, meinte er und lachte herzhaft. Limburg habe in der ersten Halbzeit kein Land gesehen, analysierte er dann sachlich den Auftritt der TG. Titel und Aufstieg nehmen in seinem Herzen einen besonderen Platz ein. „Das ist schon etwas anderes, wenn man mit dem Verein erfolgreich ist, bei dem man aufgewachsen ist.“

Begeistert war auch Christian Dopp. Der Neuzugang, erst vor der Hallenrunde vom Lokalrivalen Dürkheimer HC nach Frankenthal gekommen, beschrieb den Aufstieg mit: „Sehr geil! Das habe ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt, dass es gleich in die Erste Bundesliga hochgeht.“ Im Feld sei er schon mit Dürkheim in die Zweite Bundesliga aufgestiegen. „Aber das hat einen höheren Stellenwert. Jetzt gehören wir zu den sechs besten Teams im Süden.“ Die Saison im Oberhaus wolle er genießen. Da konnte er es auch verschmerzen, dass er in den letzten beiden Saisonspielen nicht zum Einsatz gekommen ist.

Und wie lange wird nun gefeiert? „Open end“, meinte Johannes Gans. „Ich hab’ am Montag frei.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Eck, Schwindt, Schneider – Gans, Becker – Reinhard, Zurke, Cunningham, Fuchs, Frank

Limburger HC: Jonas – Lennard Schmitt, Jannis Collée, Faustmann, Lukas Schmitt, Jakob Schneider, Lars Schmitt, Wolf, Bommel, Hans-Ulrich Schneider

Tore: 1:0 Frank (3.), 2:0 Beck (7., Strafecke), 3:0 Fuchs (11.), 4:0 Zurke (14.), 5:0 Reinhard (19.), 6:0 Cunningham (20.), 7:0 Zurke (24.), 8:0 Frank (25.), 9:0 Cunningham (35.), 10:0 Zurke (41., Strafecke), 11:0 Schneider (44., Strafecke), 12:0 Cunningham (45.), 13:0 Becker (52.), 14:0 Reinhard (54.), 15:0 Gans (59.), 15:1 Faustmann (60., Strafecke) – Strafecken: 7/3 – 1/1 – Grüne Karte: Cunningham – Beste Spieler: Cunningham, Zurke, Becker, Reinhard – Zuschauer: 800 – Schiedsrichter: Jürgensen (Karlsruhe)/Ostwaldt (Erlangen).

Rheinpfalz: Alle fit fürs Finale (25.01.2020)

Hallenhockey: Die ersten Herren der TG Frankenthal haben es in der eigenen Hand: Mit einem Sieg am Sonntag (12 Uhr) zu Hause gegen den Limburger HC kann die TG die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga Süd perfekt machen. Bei den Gastgebern sind alle Spieler fit. Und sogar die Generalprobe ist geglückt. Doch auch für den Gegner geht es noch um etwas.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. „Endlich sind wieder alle fit!“ TG-Trainer Timo Schmietenknop ist die Erleichterung anzuhören. Vor zwei Wochen gegen den HTC Stuttgarter Kickers waren einige angeschlagen. Doch für das Saisonfinale kann er aus dem Vollen schöpfen. Auch Lauritz Fuchs, der unter der Woche noch krank war, sei bereit für Sonntag.Die Generalprobe ist der TG auf jeden Fall schon mal geglückt. Am Mittwoch beim Testspiel über zweimal 20 Minuten gab es ein 5:3 gegen den Mannheimer HC. Doch Timo Schmietenknop relativiert das gleich mal: „Der MHC ist nicht mit der besten Aufstellung angetreten. Und wir sind trotzdem die ersten 20 Minuten ganz schön hinterhergerannt. Das war bestenfalls ein Hinweis darauf, was uns in der kommenden Saison erwartet.“

Das Spiel könnten seine Schützlinge auch getrost aus dem Gedächtnis streichen. Denn die Aufgabe Limburger HC werde eine andere. Limburg habe schon Stuttgart einen harten Kampf geliefert und mit dem Sieg vor zwei Wochen gegen Rüsselsheim gezeigt, dass man die Mannschaft nicht abschreiben dürfe.

Im Hinspiel habe sich auch die TG etwas schwer getan bei den Hessen – trotz des am Ende deutlichen 6:1-Siegs. Natürlich werde die TG überlegen sein, orakelt Schmietenknop. „Aber gegen Limburg ist es immer schwer, Chancen herauszuspielen.“

Hinzu kommt, dass Limburg zwar Tabellenschlusslicht ist, aber theoretisch noch Chancen auf den Klassenverbleib hat. Dann nämlich, wenn die Hessen in Frankenthal gewinnen und Konkurrent Rüsselsheim sein letztes Spiel beim TuS Obermenzing hoch verliert. Rüsselsheim hat ein Torverhältnis von minus zehn, Limburg minus 20.

Das Torverhältnis ist auch der entscheidende Faktor im Kampf um Platz eins. Die TG hat mit plus 17 einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Tabellenzweiten HG Nürnberg (plus sechs), der parallel beim Tabellendritten HTC Stuttgarter Kickers antreten muss.

Doch auf etwaige Rechenspielchen will sich die TG erst gar nicht einlassen. „Ich will unser Spiel gewinnen“, betont Timo Schmietenknop im RHEINPFALZ-Gespräch mehrfach. Die zwei Wochen Pause hätten seinen Spielern gut getan. In der Woche nach dem Stuttgart-Spiel habe man den Umfang im Training etwas heruntergefahren. „Doch jetzt ist wieder Zug drin“, betont der Übungsleiter.

Mit Sicherheit werde er das Hallenhockey gegen Limburg nicht neu erfinden, meint der Trainer. Das sei auch gar nicht nötig. Seine Schützlinge seien taktisch variabel, könnten im Spiel auch von Mann- auf Raumdeckung umschalten. „Wir müssen versuchen, Limburg immer wieder neue Aufgaben zu stellen“, betont Schmietenknop. Und die Defensive müsse wieder so sicher stehen, wie sie das in der bisherigen Saison gemacht hat. Mit nur 32 Gegentoren hat die TG die beste Abwehr aller 24 Zweitligavereine. Es sei beeindruckend, wie seine Jungs immer wieder ihr Programm abspulten. „Egal gegen wen.“

Für den Spielaufbau seien dann hauptsächlich wieder die beiden Rechtsverteidiger Volker Schwindt und Bastian Schneider zuständig. In der Mitte sollen Johannes Gans und Sven Becker für die nötigen Akzente setzen. „Die beiden bringen individuelle Klasse in ein gutes Kollektiv.“

Der Coach warnt aber auch vor dem Gegner. „Limburg ist sich nicht zu schade, auch mal etwas verrücktes zu probieren.“ So hätten die Hessen auch schon in einer Partie zu Beginn mit sechs Feldspielern und ohne Torwart gespielt. Überraschen werden sie die TG damit also nicht mehr. „Wir sind auf alles eingestellt“, betont Schmietenknop. Jeder wisse zu jeder Zeit, was er machen müsse. Limburg bevorzuge eine tiefe Raumdeckung. Achten müsse man vor allem auf die beiden Brüder Jannis und Julien Collée. „Das sind zwei Top-Spieler“, betont Timo Schmietenknop. Und selbstverständlich gelte es, einen frühen Rückstand zu vermeiden.

Ein überragender Torwart sei da schon die halbe Miete. Der heißt am Sonntag wieder Oliver Scharfenberger, der bereits gegen die Stuttgarter Kickers mit tollen Paraden seinen Anteil am Sieg hatte. In der Abwehr bleibt Manuel Eck im Kader. Christian Dopp sei zwar wieder fit. „Aber Manu hat ihn super vertreten. Er ist einen Tick defensiv stärker“, erläutert der Coach, warum er Eck im Finale den Vorzug gibt. Einfach sei die Entscheidung nicht gewesen. „Es ist ja nicht nur eine Entscheidung für, sondern auch gegen jemanden.“ Gleichwohl attestiert er Christian Dopp eine sehr gute erste Zweitligasaison bei der TG. Im Sturm ist Johannes Zurke nach überstandener Erkältung wieder einsatzbereit.

So spielen sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Eck, Schwindt, Schneider – Gans, Becker – Zurke, Cunningham, Fuchs, Frank, Reinhard.

Rheinpfalz: Held mit Krämpfen (13.01.2020)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal wackelte in der zweiten Halbzeit wieder, diesmal aber nur kurz. Am Ende gewann die TG das Spitzenspiel der Südgruppe gegen den HTC Stuttgarter Kickers 7:4 (4:1) und hat sich damit eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg erarbeitet. Bester Frankenthaler war Torwart Oliver Scharfenberger. Er brachte die Stuttgarter Angreifer reihenweise zur Verzweiflung.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Drei Minuten vor dem Ende hielten die Fans der TG Frankenthal auf der Tribüne noch mal den Atem an. Denn Teamarzt Thomas Haber musste aufs Feld und sich um Torwart Oliver Scharfenberger kümmern. Der Keeper war gerade von einem Muskelbündelriss genesen und lief sichtbar unrund.„Ich hatte Krämpfe in beiden Beinen“, meinte Scharfenberger nach der Schlusssirene. Und konnte da auch schon wieder grinsen. Denn nachdem Haber die Krämpfe rausgedrückt hatte, hielt der Mann mit der Nummer 98 einen Siebenmeter von Anton Boomes. Dabei hatte sich der Keeper schon früh für eine Ecke entschieden. „Ich habe gesehen, wo er hinschießt. Und er hat nicht mehr hochgeschaut“, verriet der Torwart.

Es wäre das 7:5 gewesen. Und zwei Tore in knapp drei Minuten sind im Hallenhockey nicht unmöglich aufzuholen. So aber brachte die TG das 7:4 über die Zeit und steht auch nach dem vorletzten Spieltag an der Tabellenspitze der Südgruppe der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga.

Die Mannschaft von Trainer Timo Schmietenknop ging von Beginn an ein hohes Tempo, setzte den Gegner früh unter Druck. Wobei Schmietenknop diesmal sehr aktiv von draußen coachte. „Wir können nur erfolgreich sein, wenn wir alle 120 Prozent geben. Das schließt mich mit ein“, betonte der Trainer.

Seine Schützlinge legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Nach zwei Minuten hieß es schon 2:0 nach Toren von Johannes Gans und Lauritz Fuchs. Bei Fuchs’ Treffer aus unmöglichem Winkel half HTC-Keeper Lars Kleikemper kräftig mit. „Wir haben die Anfangsphase verpennt“, haderte HTC-Coach Nico Weber hernach. Der TG war das egal. Sie lieferte die beste Halbzeit in dieser Saison ab, ließ sich auch vom 2:1 durch Anton Boomes nicht irritieren.

Der Vorsprung zur Pause hätte sogar noch höher ausfallen können. Doch von vier Ecken wurde nur eine verwertet. Und Marc Beck scheiterte mit einem Siebenmeter an Kleikemper (28.). Eine Viertelstunde zuvor hatte er mit einer Energieleistung für das 3:1 gesorgt. Das 4:1 ging auf das Konto von Dominik Seel, der Johannes Zurke im Sturm sehr ordentlich vertrat und auch die Kapitänsbinde trug.

Doch erneut nahm sich die TG nach dem Seitenwechsel eine mentale Auszeit, was Stuttgart durch Sten Brandenstein nutzte und auf 4:3 respektive 5:4 herankam. „Ich habe in der Pause an die Einstellung appelliert“, sagte Weber. „Die Jungs sollten den Spielstand ignorieren.“

Das taten sie. Und so entwickelte sich eine Partie auf sehr gutem Zweitliga-Niveau, in der die TG das bessere Ende für sich hatte. Weil sich die Mannschaft relativ schnell wieder berappelte und durch Alexander Cunningham (5:3, 37.), Sven Becker (6:4, Strafecke, 42.) und Johannes Gans (7:4, Siebenmeter, 57.) traf. „Wir hatten wie immer unser kurzes Tief“, meinte Dominik Seel. Mit Teamgeist und Kampf habe man sich aber wieder gefangen. „Jeder hat für den anderen gearbeitet.“

Dass die TG drei Punkte mitnahm, lag auch daran, dass Oliver Scharfenberger nach der Pause alle drei HTC-Strafecken entschärfte. „Ich war einfach gut drauf“, meinte der Keeper und lachte. Timo Schmietenknop beschrieb die Leistung seines Schlussmanns mit „sensationell“. Er habe sich dank guter Trainingsleistungen seine Chance verdient. „Wir brauchen für den Erfolg auf jeder Position überragende Leistungen. Die hat Olli gebracht.“

Gar nicht recht ist dem Coach, dass es erst am 26. Januar (12 Uhr) weitergeht mit dem Saisonfinale gegen den Limburger HC. „Ich hätte lieber in einer Woche gespielt. Aber egal. Wir haben es in der eigenen Hand.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Eck, Schneider, Schwindt – Becker, Gans – Cunningham, Reinhard, Seel, Frank, Fuchs

HTC Stuttgarter Kickers: Kleikemper (Jolk) – Meier, Joss Brandenstein, Flöter, Klutke – Wüterich, Pätzmann, Ziemssen – Boomes, Berger, Sten Brandenstein

Tore: 1:0 Gans (2.), 2:0 Fuchs (2.), 2:1 Boomes (11., Strafecke), 3:1 Beck (14.), 4:1 Seel (30., Strafecke), 4:2 Sten Brandenstein (34.), 4:3 Sten Brandenstein (34.), 5:3 Cunningham (37.), 5:4 Sten Brandenstein (39.), 6:4 Becker (42., Strafecke), 7:4 Gans (57., Siebenmeter) – Strafecken: 6/2 – 5/1 – Grüne Karten: Cunningham, Schneider – Flöter, Boomes – Beste Spieler: Scharfenberger, Gans, Beck – Sten Brandenstein, Pätzmann – Zuschauer: 520 – Schiedsrichter: Müller (Bad Nauheim)/ Neideck (Speyer).

Rheinpfalz: Rechnen verboten (11.01.2020)

Hallenhockey: Dank des besseren Torverhältnisses geht die TG Frankenthal als Tabellenführer der Zweiten Bundesliga Süd in den Saisonendspurt. Am Samstag (16 Uhr) beim TuS Obermenzing und am Sonntag (12 Uhr) zu Hause gegen den HTC Stuttgarter Kickers will die TG den Platz an der Sonne behaupten. Und das, obwohl zur Unzeit die Grippe beim Team zugeschlagen hat.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Ja, die TG kann theoretisch am Wochenende schon Meisterschaft und Aufstieg klar machen. Aber da müssten die drei Konkurrenten HG Nürnberg, HTC Stuttgarter Kickers und TuS Obermenzing schon alle mitspielen, sprich ihre Partien zumindest nicht gewinnen. Das ist aber eher unwahrscheinlich. Weshalb TG-Coach Timo Schmietenknop auch betont: „Ich lasse nicht zu, dass die Jungs rechnen!“ Das Wort Aufstieg falle natürlich immer mal wieder. Mehr aber auch nicht. Die einfachste Rechnung ist: Die TG gewinnt alle drei verbleibenden Partien und wäre damit höchstwahrscheinlich durch. „Mit neun Punkten haben wir es in der eigenen Hand“, betont Schmietenknop. Theoretisch kann die HG Nürnberg die TG dann noch über das Torverhältnis abfangen. Derzeit ist das der TG Frankenthal aber um neun Treffer besser.

Da kommt es zur Unzeit, dass die Grippe in dieser Woche die Mannschaft beutelt. Stürmer Johannes Zurke und Verteidiger Christian Dopp fallen am Wochenende aus. Für Zurke kommt Dominik Seel zu seinem ersten Einsatz. „Er hat sich seine Chance verdient“, sagt der Trainer. Manuel Eck ersetzt Christian Dopp. Auch Marc Beck und Erik Kohlmann seien krank gewesen, meint Schmietenknop. Abwehr-Routinier Beck soll aber zum Einsatz kommen.

Kürzere Wechselintervalle könnten da eine Lösung sein. „Mal schauen, ob ich das vielleicht forciere“, will sich Schmietenknop noch nicht in die Karten schauen lassen. Er werde einfach mal abwarten und dann schauen, wie rot die Gesichter der Spieler sind, die neben ihm auf der Bank sitzen.

Der Fokus liegt zunächst auf dem Spiel am Samstag beim Tabellenvierten TuS Obermenzing. „Da wollen wir drei Punkte holen. Alles andere interessiert uns nicht“, betont der Übungsleiter. Gegen den starken Aufsteiger brauche es eine sehr gute Leistung, vor allem von den Verteidigern. Denn das Team aus Oberbayern sei vor allem in den Duellen eins gegen eins stark. Entsprechend lagen auch die Trainingsschwerpunkte in der zurückliegenden Woche.

Um 8 Uhr am Samstagmorgen macht sich der TG-Tross auf den Weg nach Bayern. „Die lange Fahrt ist immer ein kleiner Nachteil. Die Beine werden schwer und man muss lange die Spannung hoch halten“, sagt der TG-Coach. Doch die TG habe in der Vergangenheit schon gezeigt, dass sie nach solch langen Fahrten, etwa nach Berlin oder München, gewinnen könne. Als Ausrede gilt das also nicht.

Die Niederlage am vergangenen Wochenende in Nürnberg bezeichnet Timo Schmietenknop als Ausrutscher. „Es sollte an dem Tag einfach nicht sein.“ Da habe die Mannschaft aber auch gesehen, was passiere, wenn man vor dem Tor vier, fünf Prozent weniger gebe. Doch der TG-Trainer ist nach wie vor davon überzeugt: „Wenn wir unsere Leistung bringen, sind wir schwer zu schlagen.“

Doch dafür müssten seine Schützlinge wieder vernünftigere Entscheidungen treffen – wie in der Hinrunde. „In den letzten Spielen haben wir zu riskante Entscheidungen getroffen“, moniert Schmietenknop. Ballverluste im Aufbau an der Mittellinie führten dazu, dass man sich in Unterzahlsituationen bringe. Natürlich solle die Mannschaft mutig spielen. Aber eben nicht zu riskant. Seine Truppe sei auch so erfahren, das umzusetzen.

Gegen die Stuttgarter Kickers, aktuell Dritter, habe er dann einen sehr einfachen Job, meint Schmietenknop. „Nach der Hinspielniederlage waren die Jungs noch tagelang angefressen. In Sachen Motivation sollte es ganz einfach werden.“ Gegen die Schwaben erwartet er eine Partie zweier gleichstarker Mannschaften. Stuttgart sei in den Spitzenspielen immer gut. „Dafür haben sie immer mal wieder gegen die vermeintlich Kleineren Probleme“, hat der Coach beobachtet.

So spielen sie

TG Frankenthal: Bernet – Beck, Eck, Schwindt, Schneider – Becker, Gans – Cunningham, Frank, Fuchs, Reinhard, Seel

Das Restprogramm der Titelkandidaten

TG Frankenthal (1., 15 Punkte, Torverhältnis +15): TuS Obermenzing – TG; TG – HTC Stuttgarter Kickers; TG – Limburger HC

HG Nürnberg (2., 15, +6): Rüsselsheimer RK – HGN; HGN – TuS Obermenzing; HTC Stuttgarter – HGN

HTC Stuttgarter Kickers (3., 12, +4): HTC – Limburger HC; TG Frankenthal – HTC; HTC – HG Nürnberg

TuS Obermenzing (4., 12, -2): TuS – TG Frankenthal; HG Nürnberg – TuS; TuS – Rüsselsheimer RK.

Die Gegner der TG: TuS Obermenzing und HTC Stuttgarter Kickers

Michael Rößner, Trainer des TuS Obermenzing, ist gut drauf. Nach dem 3:2-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den Limburger HC hat das Team aus München den Klassenverbleib so gut wie sicher. Am Wochenende will der TuS letzte theoretische Restzweifel beseitigen. Das Programm mit dem Heimspiel gegen die TG Frankenthal und dem Auswärtsspiel bei der HG Nürnberg am Sonntag hat’s aber in sich.

„Wenn mir vor der Saison einer gesagt hätte, dass wir nach sieben Spielen zwölf Punkte haben, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagt Rößner. Das Team sei vom Kopf her gereifter und lasse sich von Misserfolg nicht beeinflussen. Mit der Folge, dass die guten Leistungen in der bayerischen Landeshauptstadt registriert werden. „Wir sind schon einen kleinen Schritt aus dem Schatten des Münchner SC herausgetreten“, sagt Rößner. Gegen die TG komme es darauf an, die Fehler aus dem Hinspiel, das die TG 4:1 gewann, zu vermeiden. „Frankenthal ist sehr spiel- und konterstark. Da müssen wir offensiv etwas mehr bringen.“ Personell wird es allerdings schwierig für den Aufsteiger: „Die männliche A-Jugend hat am Wochenende Südbayern-Endrunde. Und die zweite Mannschaft hat ein wichtiges Spiel im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga“, sagt Rößner. Da kommt es ihm recht, dass er mit zwölf Punkten schon aus dem Gröbsten raus ist.

Weniger zufrieden ist dagegen Nico Weber, Coach des HTC Stuttgarter Kickers. Sein Team habe sich am vergangenen Wochenende viele einfache Fehler geleistet, unter anderem im stocktechnischen Bereich. Entsprechend gab’s für den Erstligaabsteiger eine 4:5-Niederlage beim Rüsselsheimer RK. „Wir waren nicht ganz wach“, erzählt Weber. Die Pause habe man schon gespürt. Im Training standen diese Woche deshalb auch die Basics im Vordergrund. Allgemein hat Weber eine fehlende Konstanz in der Liga ausgemacht. „Jeder kann jeden schlagen!“ Das Ziel sei nicht unbedingt gleich der Wiederaufstieg gewesen, meint Weber. „Jetzt müssen wir eben von Spiel zu Spiel schauen, was geht.“

Die TG Frankenthal, die das Hinspiel in Stuttgart 5:6 verlor, sehe er auf einem Niveau mit seinem Team und der HG Nürnberg. Unterschätzen will er die TG ob deren Niederlage am vergangenen Wochenende in Nürnberg nicht: „Es wäre fatal, daraus abzuleiten, dass bei der TG etwas nicht stimmt.“ Verteidiger Paul Breuling hat einen Riss in der Schulter und fällt aus. Till Ziemssen (Mitte/Abwehr) hat Kniebeschwerden. tc

Rheinpfalz: TG macht Tore nicht (06.01.2019)

Hallenhockey: Zweitligist unterliegt HG Nürnberg 4:5

Von Frank Geller

NÜRNBERG. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal ist am Sonntag mit einer 4:5 (3:2)-Niederlage bei der HG Nürnberg ins neue Jahr gestartet. Als Hauptgründe für die Pleite machte TG-Trainer Timo Schmietenknop die vielen unnötigen Fehler im Spielaufbau und die schlechte Chancenverwertung aus.

Schmietenknop ärgerte sich über das 4:5: „Wir hätten die Partie nicht verlieren müssen, wir hatten Chancen für zwei Spiele.“ Doch offensiv sei bei der TG am Sonntagvormittag nur wenig zusammengelaufen. Und auch in der Abwehr habe nach zwei spielfreien Wochen noch nicht alles gepasst. „Man hat beiden Teams die Pause angemerkt“, sagte Schmietenknop. Mit vielen leichten Fehlern in der Vorwärtsbewegung habe man einer schwachen Nürnberger Mannschaft das Konterspiel ermöglicht, auf das sie gewartet habe. Auch die Eckenausbeute sei mau gewesen. Lediglich eine Strafecke holten die Frankenthaler heraus, und die vergaben sie.

Dabei hatte es für die Gäste gar nicht schlecht angefangen. Die frühe Führung der Nürnberger durch Mirco Wolf (3.) glich Lauritz Fuchs postwendend aus (4.). Sven Becker (8.) und Johannes Zurke (25.) brachten die TG mit 3:1 in Front. Kurz vor der Pause verkürzte Daniel Geißler für die Gastgeber auf 2:3 (29.). Auch nach dem Ausgleich der Nürnberger nach dem Seitenwechsel durch Cedric Nagl (36.) behielten die Gäste zunächst die Oberhand. Volker Schwindt erhöhte auf 4:3 aus TG-Sicht (37.). „Doch anstatt alles klar zu machen, haben wir in der zweiten Halbzeit zu nervös und zu fahrig gespielt“, haderte Schmietenknop. Er sprach von der „schlechtesten Saisonleistung“ seines Teams.

In der Schlussphase probierten die Gäste noch einmal alles. Schmietenknop nahm zugunsten eines weiteren Feldspielers Keeper Oliver Scharfenberger heraus, doch der Ball wollte einfach nicht hinter die gegnerische Torlinie. Die Unsicherheiten im Frankenthaler Spiel nutzten die Nürnberger, die sich durch Treffer von Cedric Nagl (45., Siebenmeter) und Julian Wuttke (54.) den 5:4-Heimsieg sicherten und nach Punkten (15) mit der TG gleichzogen. In der Südgruppe der Zweiten Liga blieb die TG jedoch an der Tabellenspitze – vor Nürnberg und den Stuttgarter Kickers, die am Sonntag 4:5 in Rüsselsheim verloren.

Rheinpfalz: “Von Anfang an Druck machen” (04.01.2019)

Hallenhockey: Zweitliga-Spitzenreiter TG Frankenthal am Sonntag bei Verfolger HG Nürnberg

Von Christian Treptow

Frankenthal. Der Aufstieg in die Erste Hallenhockey-Bundesliga ist das Ziel der ersten Herren der TG Frankenthal. Der Spitzenreiter der Südgruppe der Zweiten Bundesliga ist dabei auch auf einem guten Weg. Am Sonntag (11 Uhr) kann die TG einen weiteren Schritt in Richtung Titel machen, wenn sie das Duell beim Zweiten, HG Nürnberg, für sich entscheidet.

Jetzt gilt’s: Noch vier Spiele stehen für die TG auf dem Programm. Drei Zähler Vorsprung hat die Mannschaft von Coach Timo Schmietenknop auf die Verfolger HG Nürnberg und HTC Stuttgarter Kickers. Die Franken kann die TG mit einem Sieg am Sonntag auf Distanz halten. Das Hinspiel gewann die TG 7:6.

Die Mannschaft sei gut über die Feiertage gekommen, sagt Verteidiger Bastian Schneider. „Wir hatten am 31. Dezember sogar Athletiktraining. So richtig zurücklehnen ging nicht.“ Keiner habe es irgendwie schleifen lassen. „Schließlich wollen wir alle aufsteigen“, betont die Nummer 6 der Frankenthaler.

„Wir müssen die nächsten drei Spiele gewinnen“, betont Schneider. Das wäre gegen Nürnberg, Obermenzing und Stuttgart. Dann wäre die Partie am letzten Spieltag zu Hause gegen Limburg nur noch Schaulaufen. Doch eins nach dem anderen.

Denn Nürnberg wird die Punkte nicht kampflos abgeben. „Die HG ist unangenehm zu spielen, eine aggressive Truppe, die uns fordern wird“, weiß Schneider. Doch verstecken will sich die TG bei den Franken auf keinen Fall. „Unsere Stärke ist es, vorne drauf zu gehen. Wir werden von Anfang an Druck machen“, kündigt der Verteidiger an, der laut Coach Timo Schmietenknop in den vergangenen Monaten eine herausragende Entwicklung genommen hat. „Er wird auch am Sonntag wieder gut spielen“, ist der Trainer überzeugt.

Das wird höchstwahrscheinlich auch auf Nürnbergs Top-Stürmer Cedric Nagl zutreffen. „Mit vereinten Kräften und einem guten Torwart“ will die TG laut Schmietenknop dem HG-Angreifer den Spaß nehmen. „Wenn er ins Rollen kommt, ist er nur schwer aufzuhalten“, sagt der Übungsleiter. So weit wollen es die Gäste erst gar nicht kommen lassen. Nagl wird sich wohl in der Regel zwei Bewachern gegenübersehen, die ihn in die linke Ecke drängen sollen. „Damit er mit der Rückhand schießen muss“, erklärt Schmietenknop.

Im Kader der TG wird es eine Veränderung geben. Keeper Thimo Bernet ist verhindert, weshalb Oliver Scharfenberger nach seinem Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zum ersten Mal in dieser Saison zum Einsatz kommt. Natürlich sei er noch nicht bei 100 Prozent, werde auch noch ein paar Wochen brauchen, meint Timo Schmietenknop. „Aber er hat im Training ordentlich gehalten.“ Eine spezielle Marschroute, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten, gebe es aber nicht. „Es ist immer die Vorgabe, wenig zuzulassen. Da müssen wir diesmal nicht viel anders machen“, sagt Schmietenknop. Das hat in der Runde bislang sehr gut geklappt: Mit 18 Gegentoren hat die TG die beste Abwehr aller Zweitligisten.

Diese soll mit ihrer Variabilität auch in Nürnberg wieder die Trumpfkarte sein. „Wir haben Mann- und Raumdeckung drauf“, betont Timo Schmietenknop. Sein Team könne mit verschiedenen Systemen den Gegner vor Probleme stellen. “Wir leben davon, dass wir die Bälle gut abfangen“, sagt der Coach. Bei diesem Unterfangen kann er sich auch in Nürnberg wieder auf Bastian Schneider verlassen.

So spielen sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Schwindt, Beck, Dopp, Schneider – Becker, Gans – Cunningham, Fuchs, Reinhard, Zurke, Frank.

Der Gegner der TG – HG Nürnberg

„Das ist super ärgerlich. Die Auftaktniederlage schmerzt“, gibt Niklas Raum, Trainer der HG Nürnberg, unumwunden zu. 6:9 verloren die Franken am ersten Spieltag beim Limburger HC. Es ist der bislang einzige Sieg der Limburger in dieser Runde. Die positive Seite: „Es war vielleicht der Warnschuss, den die junge Truppe gebraucht hat“, sinniert er.
Danach verlor die HG Nürnberg zwar 6:7 bei der TG Frankenthal, zeigte sich dabei allerdings schon als unbequemer Gegner. Fortan gewannen die Franken alle Partien und stehen nun mit drei Punkten weniger als die TG auf Platz zwei.

„Wir verteidigen jetzt strukturierter. Jeder hält sich an seinen Job. Wir haben eine stabile Strafeckenquote. Das hilft uns extrem weiter“, erläutert Raum, warum es bei der HG so gut läuft. Mit 42 Toren stellt Nürnberg den besten Sturm der Südgruppe der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga. Mit 37 Gegentreffern stehen da allerdings auch fast 20 mehr als bei der TG. „Wir sind bereit, viel nach vorne zu investieren, drücken dafür hinten aber auch ein Auge zu“, beschreibt Raum.

Mit 18 Treffern ist Cedric Nagl der erfolgreichste Torschütze der Franken. Er ist quasi die Lebensversicherung der HG. „Er ist immer für drei bis vier Tore pro Spiel gut“, sagt Raum. Im Training werde der Stürmer deshalb aber nicht in Watte gepackt. „Das will er auch gar nicht.“

Am Sonntag soll sein Team weniger Eckengeschenke verteilen, fordert der Coach. Die TG sei mit der HG die stärkste Mannschaft in der Südgruppe. „Frankenthal kommt immer besser ins Rollen. Die Abläufe sind immer klarer. Und in der Offensive sind sie nicht nur auf einen oder zwei Spieler fokussiert.“ Niklas Raum erwartet bei der TG eine Manndeckung. „Dagegen müssen wir läuferisch mehr investieren“, betont der Übungsleiter. Verteidiger Christopher Kretzschmar ist im Urlaub. Ansonsten ist der Kader der HG Nürnberg komplett.

Rheinpfalz: Erst statisch, dann deutlich (21.12.2019)

Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal behielt auch im Rückspiel gegen den Rüsselsheimer RK die Oberhand und verteidigte mit jetzt 15 Punkten die Tabellenführung. Die TG gewann am Freitagabend in eigener Halle 8:3 (5:3). Die Gastgeber benötigten aber eine Weile, bis sie gegen die tief stehenden Gäste ins Spiel fanden. Das erste Tor der Partie erzielte der Rüsselsheimer Niklas Schmitt (8.). „Wir waren am Anfang zu statisch. Mit zunehmender Spieldauer ist es aber besser geworden“, sagte TG-Trainer Timo Schmietenknop. Johannes Zurke glich nach einer Kurzen Ecke für Frankenthal aus (16.). Johannes Gans (18.) und Sven Becker (20., Strafecke) brachten die Hausherren auf Kurs. Aufatmen konnten diese aber noch nicht. Niklas Isselhard brachte den RRK auf 3:2 heran (21.), ehe der sehr starke Johannes Zurke (25.) und Lauritz Fuchs (29.) auf 5:2 erhöhten. Die einzige Strafecke der Gäste nutzte Mirco Fuchs noch zum 5:3 (30.), mehr hatten die Gäste dann aber nicht zuzusetzen. Ihnen fehlte Stürmer Niklas Schmitt, der sich das Knie verdreht hatte und fortan zuschauen musste (25.).

„In der ersten Halbzeit hatten wir gehofft, dass es vielleicht wieder zu einem Unentschieden reichen könnte. Frankenthal war dann klar besser“, bekannte RRK-Trainer Volker Schädel. Johannes Gans (43.), Sandro Reinhard (54.) und Lauritz Fuchs (56.) machten für die TG den Deckel auf die Partie.

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