Kategorie: 1. Herren

Rheinpfalz: „Gar nicht so schlecht“ (21.02.2019)

Saisonbilanz: Für die ersten Herren der TG Frankenthal hat es ganz knapp nicht gereicht zum Aufstieg. Das 2:2 gleich zum Saisonstart gegen den Rüsselsheimer RK war der Knackpunkt, um punktemäßig mit Ludwigsburg gleichauf zu bleiben. Doch die Mannschaft von Hans-Christian Damm hat eine sehr gute Runde gespielt und ist ungeschlagen geblieben. Timo Schmietenknop hat für die Tore gesorgt, die Abwehr ist die beste der Südgruppe.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Es war ausgerechnet das erste Saisonspiel, in dem die TG Frankenthal die große Chance auf den Aufstieg aus der Hand gab. Klar, das wusste am 30. November noch niemand, als sich die Turngemeinde gegen den biederen Rüsselsheimer RK mit einem mageren 2:2 begnügen musste. Doch unterm Strich waren es diese zwei Punkte, die den Frankenthalern in der Endabrechnung auf Meister und Aufsteiger Ludwigsburg gefehlt haben.Doch mit solchen Gedankenspielen will sich TG-Coach Hans-Christian Damm gar nicht lange aufhalten. „Was wäre, wenn … Was bringt es, dem groß nachzutrauern?“ Genauso gut könne man argumentieren, dass es die TG in den direkten Duellen mit den Schwaben hätte klar machen können. In Ludwigsburg endete die Partie 9:9, in Frankenthal 7:7. In beiden Spielen hatte die Turngemeinde Siegchancen. Beim Rückspiel in Frankenthal lag die TG zu Beginn der zweiten Halbzeit sogar schon 5:3 vorne, kassierte dann aber vier Tore in Folge.

Es sei irgendwann absehbar gewesen, dass derjenige aufsteigt, der gegen die schwächeren Teams in der Liga alles gewinnt, sagt Damm. Ludwigsburg habe das geschafft und es damit auch verdient aufzusteigen. Mit der Leistung seiner Mannschaft ist er sehr zufrieden. Damm spricht von einer sehr guten Runde: „Ich weiß nicht, wer uns vor der Saison Platz zwei zugetraut hat.“ Und: „Wir waren nicht zu schlagen.“

Ein Ziel des Trainers hat das Team jedenfalls umgesetzt. „Ich wollte, dass wir die beste Abwehr haben. Das haben wir geschafft“, so Damm. Womit die Frankenthaler allerdings auch die alte Sportweisheit widerlegen, nach der die Offensive Spiele, die Defensive aber Meisterschaften gewinnt. Und auch das zweite Ziel, so lange wie möglich um den Aufstieg mitzuspielen, habe man erreicht. Von daher charakterisiert Damm die Runde in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga als „eine erfolgreiche Saison, bei der aber die Belohnung fehlt“.

Schwer gewogen habe der Ausfall von Lauritz Fuchs, der sich zu Beginn des Jahres einer Schulteroperation unterziehen musste. Da habe der TG dann hinter Timo Schmietenknop ein Stürmer gefehlt, der 20 Tore mache, meint Damm. Fuchs hat sieben Tore auf dem Konto, Sandro Reinhard acht, Johannes Gans neun und Fridolin Lüschen sieben. Auch die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor habe er bisweilen vermisst, sagt Damm.

Routinier Schmietenknop hatte vor dem Beginn der Feldrunde 18/19 die Kapitänsbinde an Johannes Gans weitergereicht. In der Halle zeigte Schmietenknop aber, dass er nach wie vor Herz und Seele der Mannschaft ist. 38 Tore standen für ihn am Ende zu Buche. Damit führt er unangefochten die Torjägerliste in der Südgruppe an. Die Torjägerkanone der gesamten Zweiten Liga verpasste er knapp. „Alleine die Anzahl der Tore ist überragend“, sagt Damm. Schmietenknop sei aber auch im Defensivverhalten vorbildlich. „Er ist wohl einer der besten Spieler in der Zweiten Liga.“ Die TG ohne den Mann mit der Nummer 17 ist derzeit nur schwer vorstellbar.

Positiv fällt Damms Bewertung aus, wenn er durch die einzelnen Mannschaftsteile schaut. Oliver Scharfenberger sei als Torwart der Anführer der besten Abwehr der Liga. „Darauf kann er stolz sein.“ Was ihm noch fehlt? „Zehn Zentimeter“, sagt Damm, lacht und spielt damit darauf an, dass Scharfenberger nicht der größte Keeper ist. In der Halle komme es viel auf Erfahrung an. Die müsse Scharfenberger jetzt sammeln. Nachholbedarf sieht Damm noch im Spiel ohne Ball und im Lenken der Vorderleute.

Wie schon im Feld, so hat die TG auch in der Halle mit ihrer Athletik überzeugt. In der Saison des Abstiegs aus der Ersten Hallenbundesliga war der Truppe regelmäßig gegen Ende die Luft ausgegangen. Mittlerweile ist das Team konditionell auf der Höhe. „Wir haben mittwochs nach dem Ecken- oft noch Athletiktraining angehängt“, erzählt Damm. Das habe sich ausgezahlt. Leidtragender dieser neuen TG-Tugend war unter anderem der Limburger HC, der mit 14:5 aus der Halle geschossen wurde. Da gab die TG 60 Minuten lang Vollgas. Es war das beste Spiel der Frankenthaler in dieser Saison. Zugute kam der Mannschaft die läuferische Klasse auch beim Spiel in Unterzahl. „Die haben wir gut wettgemacht“, so Damm.

Er ist auch zufrieden mit dem Auftreten, wenn sein Team mit einem Spieler mehr auf dem Platz war. Vor allem zu Hause gegen Ludwigsburg überzeugte die Mannschaft mit sechs Feldspielern in der Schlussphase, war auch das bessere Team, als Ludwigsburg ebenfalls den Keeper rausnahm. „Das haben wir oft trainiert“, sagt Damm. Im Rückblick hätte er das vielleicht auch schon zum Saisonbeginn gegen Rüsselsheim machen sollen, um ein Zeichen an die Mannschaft zu senden, dass es unbedingt drei Punkte sein sollen, meint er. „Aber am ersten Spieltag weiß man nicht, wo es hingeht. Dann verliert man vielleicht gegen Rüsselsheim und danach in Ludwigsburg und ist ruckzuck im Kampf gegen den Abstieg.“

Er selbst hat seine erste volle Hallensaison als Cheftrainer der TG-Herren genossen: „Es war eine gute Erfahrung. Es hat Spaß gemacht, hatte Höhen und Tiefen.“ Als Spieler – diese Perspektive kennt Damm ja auch – schaue man auf die eigene Leistung. Als Trainer komme einem doch von Zeit zu Zeit dieses „Was wäre wenn“ in den Kopf. Klare Ansagen seien nicht das Problem gewesen. „Ich habe als Spieler schon immer gerne gesagt, wo es langgeht“, sagt Damm und lacht.

Und irgendwie ist auch zu spüren, dass ihn das Feuer gepackt hat, an der Seitenlinie zu stehen. Auch die Mannschaft, so sagt er, wolle gerne mit ihm weitermachen. Ursprünglich sollte Damm nur während der Hallenrunde an der Seitenlinie stehen. So war auch seine Planung. Doch im Gespräch ist rauszuhören, dass er schon Lust hätte, die Mannschaft weiter zu betreuen. Dafür hätte er aber ganz gerne einen Co-Trainer, um die Last auf mehrere Schultern zu verteilen.

Auch Abteilungsleiter Timo Schmietenknop, der sehr zufrieden mit dem Verlauf der Hallenrunde ist, signalisiert, dass der Verein gerne mit Damm als Herrencoach weitermachen möchte. Und in Sachen Co-Trainer sei man in ein, zwei Gesprächen.

Eine Personalie kann der Abteilungsleiter schon bekanntgeben: Mit Timo Bernet kommt ein weiterer Spieler aus dem Nachwuchs des Mannheimer HC über den Rhein in die Pfalz. Schmietenknop bezeichnet den Neuen als „sehr guten Torwart auf Bundesliganiveau“.

Kommentar

Gar nicht schlecht

Die aktuelle TG-Mannschaft ist in der Zweiten Bundesliga gut aufgehoben.

Mit Trainer Hans-Christian Damm ist mittelfristig wieder mehr drin.

Wir werden nie erfahren, wie die Saison der TG Frankenthal in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga gelaufen wäre, wenn im ersten Spiel ein Heimsieg gegen den Rüsselsheimer RK gelungen wäre. Das ist auch egal. Die TG hat eine sehr gute Runde gespielt und geht ohne Niederlage aus der Halle in die Feldvorbereitung. Das sollte genügend Selbstvertrauen geben, um im Feld den Betriebsunfall Abstieg in die Erste Regionalliga wieder auszubügeln.

Platz zwei ist auch gar nicht schlecht. Denn ob eine Spielzeit in der Ersten Hallenhockey-Bundesliga dem Team gut getan hätte? Natürlich gehören Niederlagen auch zum Lernprozess einer jungen Mannschaft. Die Gefahr, dass ein Team an einer Saison, in der es nur deftige Schlappen hagelt, zerbricht, ist groß. Auch wenn sich Erste Bundesliga schön liest und vielleicht der eine oder andere Zuschauer mehr in die Halle käme – die Zweite Bundesliga ist sowohl in der Halle als auch im Feld derzeit die Liga, in der die TG vom Leistungsvermögen her gut aufgehoben ist. Die Teams aus Mannheim und München sind derzeit noch eine Nummer zu groß.

Der Vater dieser guten Hallensaison ist Trainernovize Hans-Christian Damm. In der Halle ist er ungeschlagen. Er hat der Mannschaft ein System aus stabiler Defensive und Konterstärke verordnet, mit dem die Truppe das Gros der Spiele souverän gewonnen hat. Dabei zeigte er sich auch taktisch flexibel. Ihm ist durchaus zuzutrauen, dass er, wenn er dabei bleibt – mit der Unterstützung eines qualifizierten Co-Trainers – die Turngemeinde im Feld zum direkten Wiederaufstieg führt. Dem Verein ist zu wünschen, dass Damm weitermacht. Langfristig!

Rheinpfalz: Nach der Pause kommt die Gier (11.02.2019)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal beendet Saison nach 12:7-Heimsieg über HG Nürnberg ungeschlagen

Von Christian Treptow

Frankenthal. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat die Saison 18/19 ungeschlagen abgeschlossen. Das letzte Spiel in dieser Runde gewann die Turngemeinde gestern nach ein paar Anlaufschwierigkeiten zu Hause sicher mit 12:7 (2:3) gegen die HG Nürnberg. Mit dem Aufstieg wurde es aber nichts, da zeitgleich der HC Ludwigsburg beim Limburger HC 9:5 siegte.

Die Enttäuschung bei der TG und ihrem Anhang hielt sich nach dem Abpfiff in Grenzen. Mit viel Applaus wurde das Team vom Publikum aus der Halle verabschiedet. 250 Zuschauer waren zum letzten Auftritt der Mannschaft von Hans-Christian Damm in der Halle Am Kanal gekommen. Etwas enttäuschend, bedenkt man, dass für die Turngemeinde immer noch die theoretische Möglichkeit bestanden hatte, aufzusteigen. Daraus wurde am Ende nichts, weil sich Ludwigsburg beim Limburger HC keine Blöße gab und mit 9:5 gewann.Ungeschlagen bleiben – das wollte auch die TG. Doch zur Halbzeit lag sie gegen die Franken 2:3 zurück. Für die Gäste ging es um nichts mehr. Sie spielten locker auf und nutzten die Fehler der Gastgeber geschickt. Torwart Oliver Scharfenberger klärte dazu noch ein paar Mal in höchster Not.

Bei der Turngemeinde lief nach einem flotten Beginn vor der Pause nicht viel zusammen. „Da hat uns die Gier gefehlt“, meinte Hans-Christian Damm. Drei Gegentore seien im Hallenhockey für eine Halbzeit okay. Zwei geschossene Tore allerdings nicht. Chancen waren da, mehr als die Treffer von Timo Schmietenknop und Sandro Reinhard sprangen aber nicht heraus. Schmietenknop hatte noch Pech mit einem Pfostenschuss. Entsprechend zaghaft fiel der Beifall zur Pause aus.

Nürnbergs Coach Matthias Schmeiser war von der Leistung seiner Truppe vor dem Seitenwechsel durchaus angetan. „Wir haben da sehr gut verteidigt.“ Das sei der HG nach der Pause aber „abhandengekommen“. Die Taktik, die Innenspur zuzumachen und die TG-Stürmer außen zu halten, habe gut funktioniert. „Dann haben wir zwei blöde Tore bekommen, innen aufgemacht. Und bei vier Toren hinten war’s dann rum.“

So gab’s nach dem Seitenwechsel für die TG-Fans wesentlich mehr Gründe, Beifall zu spenden. Das lag vor allem daran, dass die Gastgeber mit einer anderen Körpersprache aus der Kabine kamen. Sandro Reinhard mit dem 3:3, da waren gerade mal 20 Sekunden gespielt, und Johannes Gans mit dem 4:3 (35.), der ersten Führung der TG, lenkten die Partie in die für den Tabellenzweiten gewünschte Spur. Da war dann auch wieder die Gier nach Toren vorhanden. „Wir waren vor der Pause einfach nicht im Spiel drin“, befand Sandro Reinhard. Kurz vor der Halbzeitpause habe man von Raum- auf Manndeckung umgestellt. „So hatten wir viel Platz nach vorne.“ Und den nutzte die Turngemeinde und baute ihren Vorsprung immer weiter aus.

Timo Schmietenknop bestätigte seine überragende Form und kam insgesamt auf fünf Tore. Damit war er der treffsicherste Spieler in der Südgruppe der Zweiten Bundesliga mit 38 Toren. Die Torjägerkanone der gesamten Zweiten Liga holte sich aber Christian Zeiger vom TSV Leuna (43).

„Wir haben es nach der Pause stabil durchgespielt“, befand Torwart Oliver Scharfenberger. Nürnberg habe in der ersten Halbzeit gute Lösungen gefunden. Nervös sei er da aber nicht geworden. „In der zweiten Halbzeit haben wir den Schalter umgelegt und Nürnberg Feuer gegeben.“

Ein bisschen Frust sei da, dass es mit dem Aufstieg nicht geklappt hat, meinte der Keeper. Er kann sich immerhin darüber freuen, dass er zu dem Abwehrverbund gehört, der mit 48 Gegentoren die wenigsten Treffer in der Südgruppe zugelassen hat. Und: „Ungeschlagen ist auch super. Wenn man bedenkt, dass wir in der vergangenen Saison lange um den Klassenerhalt gezittert haben. Da können wir stolz sein.“ TG-Trainer Hans-Christian Damm gratulierte dem HC Ludwigsburg zum Aufstieg. „Ludwigsburg war einfach den Tick besser und ist ein verdienter Aufsteiger“, sagte Damm.

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Becker, Gans, Haber, Lüschen, Reinhard, Schmietenknop, Schneider, Schwindt, Zurke

HG Nürnberg: Müller – Fritsche, Geißler, Heyer, Kleinlein, Kretzschmar, Mengin, Nagl, Rudolf, Spitzbart, Wuttke

Tore: 0:1 Spitzbart (4.), 0:2 Geißler (14.), 1:2 Schmietenknop (18.), 1:3 Nagl (21.), 2:3 Reinhard (22.), 3:3 Reinhard (31.), 4:3 Gans (35.), 5:3 Schmietenknop (39.), 5:4 Nagl (40.), 6:4 Becker (40.), 7:4 Schmietenknop (43.), 7:5 Geißler (45., Strafecke), 8:5 Haber (50., Strafecke), 9:5 Schmietenknop (52.), 9:6 Geißler (53.), 9:7 Nagl (54.), 10:7 Gans (56., Strafecke), 11:7 Reinhard (58.), 12:7 Schmietenknop (59.) – Strafecken: 6/2 – 2/2 – Beste Spieler: Scharfenberger, Becker, Reinhard, Schmietenknop – Geißler, Nagl, Spitzbart – Zuschauer: 250 – Schiedsrichter: Meissner (Bietigheim)/Reimann (Frankfurt).

Sven Becker (im Bild links) war gestern einer der Aktivposten im Frankenthaler Spiel. Sandro Reinhard brachte mit seinen beiden Toren kurz vor und kurz nach der Pause die TG wieder in die Partie zurück. Fotos: Bolte

Rheinpfalz: TG darf nach Sieg in Limburg weiter hoffen

Limburg. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat noch ein kleines Fünkchen Resthoffnung, was den Aufstieg angeht. Die Turngemeinde gewann gestern ihr Auswärtsspiel beim Limburger HC 8:5 (4:2) und hat vor dem letzten Spiel am Sonntag zu Hause gegen die HG Nürnberg weiter zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter HC Ludwigsburg.

Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss, sagt der Volksmund. Und so sei es auch gestern in Limburg mit der TG Frankenthal gewesen, sagte TG-Coach Hans-Christian Damm. Es sei insgesamt kein gutes Spiel gewesen, berichtete der Übungsleiter. Seine Mannschaft habe sich zwar viele Chancen erarbeitet, aber vor dem Limburger Tor oft die falschen Entscheidungen getroffen.Auch bei Limburg habe man gemerkt, dass die Truppe nicht mit höchster Konzentration zu Werke gehe. Die Hessen sind als Dritter mit zwölf Punkten im Niemandsland der Tabelle, müssen sich um den Abstieg keine Sorgen machen.

Die Turngemeinde habe die Partie am Ende ganz gut runtergespielt. Entscheidend waren aus Damms Sicht die ersten fünf bis zehn Minuten nach der Pause. „Die wollten wir nutzen, um das Spiel emotional endgültig in unsere Richtung zu drehen.“ Nach der 4:2-Pausenführung durch Tore von Johannes Zurke, Sandro Reinhard, Timo Schmietenknop und Johannes Gans legte Marc Beck kurz nach dem Seitenwechsel den fünften Treffer der Gäste nach. Es war der erste Drei-Tore-Vorsprung der Frankenthaler in diesem Duell. Johannes Gans, Fridolin Lüschen und Timo Schmietenknop machten dann den Deckel drauf auf die Partie. Das Hinspiel hatte die TG mit 14:5 für sich entschieden.

Damit ergibt sich für die TG beim Saisonabschluss am Sonntag (12 Uhr) zu Hause gegen die HG Nürnberg die bereits bekannte Ausgangslage: Frankenthal hat als Zweiter zwei Punkte Rückstand auf Ludwigsburg und muss gegen die HG Nürnberg gewinnen. Gleichzeitig muss die TG darauf hoffen, dass Ludwigsburg im Parallelspiel beim Limburger HC verliert. Dann würde es doch noch klappen mit Titel und Aufstieg. tc

Rheinpfalz: Hausaufgaben gemacht (21.01.2019)

Hallenhockey: TG-Herren bezwingen TEC Darmstadt

Von Christian Treptow

 DARMSTADT. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat die Forderung von Trainer Hans-Christian Damm erfüllt und den ersten Teil der Hausaufgaben gemacht. Die TG bezwang am Samstagabend den TEC Darmstadt 9:2 (4:1). Timo Schmietenknop war mit sechs Treffern erneut bester TG-Schütze.

Damm sprach von einem „gerechten Ergebnis. Wir waren die bessere Mannschaft.“ Die kurze Phase der Unkonzentriertheit, die sich sein Team in den vergangenen Spielen regelmäßig leistete, habe es diesmal schon in der Anfangsphase gegeben. „Da haben wir uns etwas schwer getan und nicht so ins Spiel gefunden.“ Was auch am Aufsteiger aus Südhessen gelegen habe. Der TEC habe immer wieder Lösungen gegen die von der TG bevorzugte Raumdeckung gefunden. „Nach 20 Minuten haben wir dann auf Manndeckung umgestellt. Da hat sich unsere individuelle Klasse durchgesetzt“, erläuterte Damm.In der Folge habe man gut und griffig verteidigt. „Und wir sind auch gut in die Kontersituationen gekommen“, berichtete der TG-Coach. Geholfen habe, dass die Turngemeinde von Anfang an in Führung gelegen habe. Timo Schmietenknop hatte schon in der fünften Minute zum 0:1 getroffen. „Dann musste Darmstadt kommen“, sagte Damm. Beim 1:2 (19.) waren die Gastgeber noch mal auf ein Tor dran. Dann setzte sich die TG Treffer um Treffer ab. Schmietenknop war mit sechs Toren einmal mehr treffsicherster Akteur bei den Pfälzern. Die Torjägerkanone ist nicht unrealistisch. Die restlichen Tore für die Gäste schossen Sandro Reinhard (2) und Johannes Gans. Das eigentliche Ziel ist aber weiterhin, zur Stelle zu sein, sollte Spitzenreiter HC Ludwigsburg unerwartet Federn lassen. Gestern gaben sich die Schwaben beim 11:6-Heimsieg gegen die HG Nürnberg keine Blöße. So hat Frankenthal auf Platz zwei weiter zwei Zähler Rückstand.

Am kommenden Wochenende haben die TG und Ludwigsburg Pause. Die Turngemeinde muss am 3. Februar beim Limburger HC antreten, der im Hinspiel mit 14:5 bezwungen wurde. Ludwigsburg muss einen Tag früher beim Rüsselsheimer RK ran. Am Samstag spielten beide Teams parallel. Die Zwischenergebnisse gab es aber nicht auf der TG-Bank. „Es bringt nichts, sich nervös zu machen. Wir müssen unser eigenes Ding durchziehen“, betonte Damm.

Rheinpfalz: TG muss Hausaufgaben erledigen (19.01.2018)

Hallenhockey: Zweitligist Frankenthal heute zu Gast bei Aufsteiger TEC Darmstadt – Kader bleibt unverändert

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Aus eigener Kraft kann die TG Frankenthal nicht mehr den Aufstieg in die Erste Hallenhockey-Bundesliga schaffen. Aber sie kann bereit stehen, wenn Spitzenreiter Ludwigsburg doch noch Federn lassen sollte. Dazu muss die Turngemeinde ihre Hausaufgaben erledigen. Heute (18 Uhr, Böllenfalltorhalle) gastiert die Mannschaft von Trainer Hans-Christian Damm bei Aufsteiger TEC Darmstadt.

Natürlich ist nach dem 7:7 am vergangenen Sonntag gegen den HC Ludwigsburg noch ein bisschen Enttäuschung da. „Wir sind vor allem enttäuscht, weil wir das Schicksal jetzt nicht mehr in der eigenen Hand haben“, sagt TG-Coach Hans-Christian Damm. Denn an der Ausgangslage von vor dem Gipfeltreffen hat sich nichts geändert: Die Turngemeinde hat zwei Zähler Rückstand auf den HC Ludwigsburg. Heißt: Die TG muss alle restlichen Spiele gewinnen, und die Schwaben müssen mindestens einmal patzen.Damm selbst hat das 7:7 schnell verdaut. „Was bringt’s, da rumzuhadern?“ Hockey sei nun mal Ergebnissport, und wer die Tore nicht mache, habe auch nicht verdient zu gewinnen. Das konnte man im Spitzenspiel keiner der beiden Mannschaften vorwerfen. Tore haben beide nämlich reichlich gemacht.

Allerdings legte die Turngemeinde nach der Pause wieder ein paar Minuten der Unkonzentriertheit ein. Und so wurde aus einer 5:3-Führung ein 5:7-Rückstand. Vielleicht seien seine Spieler da zu selbstsicher gewesen, hätten zwei, drei Prozent nachgelassen. „Und das wird dann bestraft.“ Abgesehen von diesen paar Minuten habe die TG aber ein gutes Spiel gemacht. Was Damm stört: „Wir hatten in jedem Spiel, bis auf Limburg, so eine Phase drin …“ Auch im Hinspiel gegen Aufsteiger Darmstadt hat sich die Mannschaft zwischendurch eine kollektive Auszeit genommen und so einen schon geschlagenen Gegner wieder stark gemacht und ins Spiel zurückgeholt.

Das soll heute nicht passieren. Damm will von seiner Mannschaft Sicherheit in den Aktionen sehen, und zwar über die ganzen 60 Minuten. Er ist auch zuversichtlich, dass das klappt. „Wir sind eine gute Mannschaft. Und die Spieler lernen schnell aus Fehlern.“ Auch die Entwicklung der einzelnen Akteure und des Teams stimmten.

Gegen Darmstadt gehe es darum, den Gegner schnell wissen zu lassen, dass es nur einen Sieger geben könne. „Der TEC wird sein Hauptaugenmerk auf den Kampf legen. Das ist okay. Wir sind technisch und taktisch besser“, ist Damm von seiner Truppe überzeugt. Er rechnet damit, dass die TG das Spiel machen muss. „Aber das können wir auch“, betont der Übungsleiter.

Der Kader bleibt im Vergleich zu den vergangenen Partien derselbe. Das heißt, dass Noah Frank weiter die Position des verletzten Lauritz Fuchs in der Offensive einnimmt. „Die Entwicklungskurve bei Noah geht nach oben“, hat Damm erkannt. Gegen Ludwigsburg habe Frank etwas Pech im Abschluss gehabt. „Er ist eben eigentlich Verteidiger“, sagt Damm und lacht. Aber gegen Rüsselsheim habe er zum Beispiel den entscheidenden Siebenmeter rausgeholt. Unterm Strich sei er mit Franks Leistung sehr zufrieden.

Der 18-Jährige fühlt sich als Verteidiger im Feld auf der ungewohnten Position im Sturm in der Halle immer wohler. An den Grundlagen, im Kreis eben auch mal direkt abzuziehen, schnell zu passen und die Übersicht zu behalten, müsse er noch arbeiten. „Das ist schon ungewohnt mit dem Toreschießen. Da muss ich noch reinkommen. Aber mit mehr Erfahrung wird das besser“, sagt Frank. Gegen Darmstadt sei ein Sieg Pflicht. Aber der TEC sei kämpferisch sehr stark. „Und gegen solche Teams tun wir uns bisweilen schwerer.“

Rheinpfalz: Gute Phasen (14.01.2019)

Hallenhockey: TG-Damen verlieren 3:6 in Bietigheim

BIETIGHEIM. Die erhoffte Überraschung zum Rückrundenauftakt in der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd ist ausgeblieben: Die ersten Damen der TG Frankenthal verloren am Samstag bei Tabellenführer Bietigheimer HTC 3:6 (1:3). TG-Trainer Fridolin Lüschen sprach trotzdem von einem guten Spiel seines Teams.

Gegenüber den Partien in der Hinrunde seien klare Fortschritte erkennbar gewesen, sagte Lüschen, der das Team nach der Trennung von Trainer Udo Specht wieder als Interimscoach betreut. „Die Spielerinnen haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Phasenweise habe man die Begegnung dominiert. Allerdings sei man in den ersten 20 Minuten durch leichte individuelle Fehler 0:3 in Rückstand geraten. Das erste Gegentor resultierte aus einer Strafecke (2.), das zweite aus einem Siebenmeter der Gastgeber (19.). „In den entscheidenden Szenen haben wir in der Defensive die Lücken nicht dicht bekommen“, erklärte Lüschen.Den starken Spitzenreiter mit seinen schnellen Stürmerinnen könne man nur taktisch schlagen. Da müsse 60 Minuten lang alles passen. „Das war bei uns leider nicht der Fall.“ Positiv: Nina Büffor erzielte nach einer Strafecke das Anschlusstor für die TG (25.). Schon vor der Pause wäre mehr drin gewesen, meinte der Coach. Er betonte: „Wir brauchen vor dem Tor eine bessere Ausbeute, wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen.“

In der zweiten Halbzeit zog Bietigheim auf 6:1 davon, ehe die Gäste laut Lüschen eine starke Schlussphase zeigten. Francesca Delarber erzielte für die TG das 6:2 (53.), danach verwandelte Nina Büffor einen Siebenmeter zum 6:3 (57.). Eine starke Leistung habe auch Torhüterin Nadine Deimling gezeigt, die einen von zwei Siebenmetern des HTC hielt.

Bitter für die TG: Kapitänin Katharina Koppel und Elisa Haselmaier haben sich in Bietigheim verletzt. Koppel droht mehr als ein Spiel auszufallen. Dass zudem Schott Mainz 4:1 gegen den Zweiten TuS Obermenzing gewonnen hat, macht die Lage für Schlusslicht Frankenthal nicht einfacher. Hoffnung schöpft Lüschen aus den guten Phasen im Spiel gegen den Tabellenführer. „Streckenweise hatten wir Bietigheim gut im Griff. Das zeigt, dass wir uns vor keiner Mannschaft verstecken brauchen.“ gnk

Rheinpfalz: Gerechtes Unentschieden (14.01.2019)

Hallenhockey: TG Frankenthal und HC Ludwigsburg trennen sich 7:7

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal kann nicht mehr aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen. Die TG als Tabellenzweiter trennte sich gestern von Spitzenreiter HC Ludwigsburg 7:7 (4:3) und ist bei weiterhin zwei Zählern Rückstand auf fremde Schützenhilfe angewiesen, um die Schwaben noch abzufangen.

Es war ein Spitzenspiel, das den Namen auch verdient hatte. Beide Teams boten gutes bis sehr gutes Hallenhockey. In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und lagen zur Halbzeit auch verdient 4:3 in Führung. Johannes Zurke (2), Timo Schmietenknop und Sandro Reinhard trafen für die TG, Matthias Schurig (3) für die Gäste. Als Schmietenknop per Strafecke auf 5:3 erhöhte (39.), war zum ersten Mal ein Team mit zwei Treffern in Führung. Doch dann folgten fünf, sechs Minuten, in denen bei der TG „das Selbstbewusstsein weg“ war, wie es Trainer Hans-Christian Damm formulierte. Die Folge: Ludwigsburg gelangen vier Treffer in Serie. 15 Minuten vor Schluss lagen die Gäste 7:5 in Front.Doch die Turngemeinde bewies wie schon im Hinspiel Nehmerqualitäten. Als Damm Torwart Oliver Scharfenberger zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Platz genommen hatte, glichen Timo Schmietenknop (55.) mit einer sehenswerten Einzelleistung und Kapitän Johannes Gans mit einer Strafecke in den Winkel (59.) für die Gastgeber aus. Da auch die Ludwigsburger ihren Keeper vom Feld geholt hatten, waren in der Schlussphase auf beiden Seiten sechs Feldspieler auf dem Platz. „Da waren wir besser. Wenn das Spiel noch eine Minute länger gedauert hätte …“, orakelte Hans-Christian Damm. Unterm Strich ging das Remis für ihn aber in Ordnung.

Dem schloss sich Ludwigsburgs Trainer Daniel Weißer an. Kein Team sei besser gewesen: „Es war bis zum Schluss eine Zitterpartie.“ Seine taktische Umstellung, den Aufbau der TG über Marc Beck zuzustellen, habe gut gegriffen. Im Rennen um den Titel sei noch nichts entschieden. Der HCL werde weiter Vollgas geben.

Am Tabellenbild hat sich im Vergleich zur Situation vor dem Spiel nichts geändert. Die TG ist weiterhin zwei Zähler hinter Ludwigsburg auf Platz zwei und muss nun auf einen Ausrutscher des HCL in den restlichen drei Partien hoffen und dabei selbst alle Partien gewinnen.

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Becker, Frank, Gans, Haber, Lüschen, Reinhard, Schmietenknop, Schneider, Schwindt, Zurke

HC Ludwigsburg: Fili – Bachmann, Bonner, Brönnimann, Fischer, Hanel, Huber, Koffler, Raphael Schmidt, Severin Schmidt, Lukas Schurig, Matthias Schurig

Tore: 0:1 Matthias Schurig (4.), 1:1 Zurke (7.), 2:1 Zurke (8.), Matthias Schurig (9.), 3:2 (Schmietenknop (14., Strafecke), Matthias Schurig (23.), 4:3 Reinhard (25.), 5:3 Schmietenknop (39., Strafecke), 5:4 Severin Schmidt (39.), 5:5 Hanel (42., Strafecke), 5:6 Huber (44.), 5:7 Severin Schmidt (45.), 6:7 Schmietenknop (55.), 7:7 Gans (59.) – Strafecken: 6/3 – 3/1 – Grüne Karte: Gans – Beste Spieler: Schmietenknop, Zurke, Reinhard – Severin Schmidt, Matthias Schurig, Bonner – Zuschauer: 500 – Schiedsrichter: Reimann/Schultz (Frankfurt).

Rheinpfalz: Vier geschenkte Tore (14.01.2019)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal muss sich gegen HC Ludwigsburg mit 7:7 begnügen – Sechs schwächere Minuten in Halbzeit zwei

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Die beiden besten Mannschaften der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd teilten sich auch beim zweiten Aufeinandertreffen die Punkte. 7:7 (4:3) trennten sich die TG Frankenthal und der HC Ludwigsburg gestern in der Halle am Kanal. Ein Unentschieden, das den Gästen mehr nützt. Die TG braucht jetzt fremde Hilfe, wenn es mit dem Aufstieg noch klappen soll.

Mit Spitzenspielen ist das immer so eine Sache. Viele Erwartungen sind daran geknüpft. Zum Beispiel die, dass guter Sport geboten wird. Oder die, dass viele Tore fallen und die Zuschauer zufrieden nach Hause fahren. Nun, einige dieser Erwartungen sind gestern in der Halle Am Kanal erfüllt worden. Richtig zufrieden sind aber nur die rund 50 Ludwigsburger Fans heimgefahren. Denn ihre Mannschaft bleibt nach dem 7:7 mit zwei Punkten Vorsprung auf Frankenthal an der Tabellenspitze.Dabei startete die Turngemeinde gut, hatte in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel. Sandro Reinhard (3.) hatte nach schönem Zuspiel von Timo Schmietenknop die erste Gelegenheit. Den Torreigen eröffneten jedoch die Gäste. Matthias Schurig schlüpfte vor dem Seitenwechsel in die Rolle des Torjägers und zeichnete für alle drei HCL-Tore bis zur Pause verantwortlich.

Diese Rolle ist bei den Schwaben eigentlich Arne Huber zugedacht. Doch diesen hatte die TG im Verbund über die gesamte Spielzeit gut im Griff. Lediglich beim 5:6 (44.) war er den Verteidigern entwischt. 19 Tore stehen für ihn jetzt in der Statistik. „Gegen Huber haben wir wenig zugelassen“, befand Volker Schwindt. „Aber Ludwigsburg hat noch mehr Spieler, die zocken können.“

Auf der anderen Seite hatte der HCL mehr Probleme mit Timo Schmietenknop, dem Goalgetter der Turngemeinde. Dieser entschied das Duell gegen Huber mit 3:1 für sich. „Das juckt mich nicht. So lange wir Erster sind“, nahm es Huber gelassen. Für den TG-Routinier sind es mittlerweile 25 Treffer.

Schmietenknop hatte sein Team in der 39. Minute per Strafecke 5:3 in Führung gebracht. Es war die erste Zwei-Tore-Führung für eine der beiden Mannschaften an diesem Tag. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren alle motiviert und voll konzentriert“, bewertete Volker Schwindt die Leistung der TG bis dahin. „Eigentlich sind wir schlau genug, um zu wissen, dass das Spiel da noch nicht entschieden ist“, meinte TG-Kapitän Johannes Gans.

Doch dann kamen sechs Minuten, in denen bei der TG nicht mehr viel zusammenlief. Das Selbstbewusstsein sei irgendwie weg gewesen, analysierte TG-Coach Hans-Christian Damm. „Wir schenken in der zweiten Halbzeit vier Tore in sechs Minuten her. Das darf uns nicht passieren“, meinte Johannes Gans, der eine Minute vor dem Ende per Strafecke noch das Unentschieden rettete.

In besagten sechs Minuten machte Ludwigsburg aus dem Zwei-Tore-Rückstand einen Zwei-Tore-Vorsprung. Bange sei ihm beim 3:5 nicht geworden, meinte HCL-Coach Daniel Weißer. „Ich denke nie ans Verlieren.“ Und so waren die Gäste eine Viertelstunde vor dem Ende 7:5 vorne. Sechseinhalb Minuten vor der Schlusssirene nahm Hans-Christian Damm Torwart Oliver Scharfenberger zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Platz. „Vielleicht hätte ich das schon früher machen sollen“, haderte Damm ein wenig nach dem Schlusspfiff.

Denn die TG nutzte zuerst in Person von Timo Schmietenknop die Überzahl zum 6:7 (55.). Danach nahm auch Daniel Weißer seinen Keeper Leo Fili raus und brachte einen weiteren Feldspieler. Aber auch beim Kräfteverhältnis sechs gegen sechs hatte die Turngemeinde Vorteile. „Das haben wir unter der Woche trainiert. Ich hab’ mir gedacht, dass die Ludwigsburger ihren Keeper bestimmt auch rausnehmen“, erläuterte Damm seinen taktischen Kniff. „Wenn das Spiel noch eine Minute länger gedauert hätte …“

Hat es aber nicht. Und so bleibt die TG weiter in der Verfolgerrolle. Die Fans des HC Ludwigsburg waren schon einen Schritt weiter und stimmten „Nie mehr Zweite Liga“ an. So weit ist es noch nicht. Dafür müssen die Schwaben auch die restlichen drei Spiele gut über die Bühne bringen. Arne Huber hat die HG Nürnberg und Limburg als mögliche Stolpersteine schon ausgemacht.

Sollte der HCL tatsächlich noch mal ins Wanken kommen, will die TG zur Stelle sein. Heißt: die drei restlichen Spiele gewinnen. „Das wäre das Bitterste: Ludwigsburg rutscht aus, und wir nutzen es nicht“, meinte Hans-Christian Damm. „Es soll nicht an uns liegen“, betonte auch Volker Schwindt. Die Mannschaft könne stolz sein auf die bisher gezeigte Leistung. Man sei immerhin noch ungeschlagen. Jetzt gehe es darum, konzentriert weiterzuarbeiten und das Maximum rauszuholen. „Das sind wir auch den Zuschauern schuldig.“

Rheinpfalz: Vertrauen auf die eigenen Stärken (12.01.2019)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal morgen gegen Spitzenreiter HC Ludwigsburg

Von Christian Treptow

Frankenthal. Es ist angerichtet: Das Spitzenspiel der Zweiten Hallenhockey Bundesliga Süd findet am Sonntag in der Halle Am Kanal in Frankenthal statt. Ab 12 Uhr empfängt der Zweite, die TG Frankenthal, Spitzenreiter HC Ludwigsburg. Der Gewinner hat gute Chancen auf den Titel.

„Wir sind super drauf und freuen uns. Die zwei besten Teams der Gruppe treffen aufeinander“, sagt TG-Coach Hans-Christian Damm. Er sieht die Partie aber noch nicht als Endspiel. „Danach sind immer noch drei Spiele zu absolvieren und neun Punkte zu verteilen. Wenn wir gewinnen, sind wir noch lange nicht durch“, warnt er. Das sähe bei einem Ludwigsburger Sieg anders aus. Dann wären die Schwaben fünf Zähler vorne. Der HCL müsste dann zweimal verlieren, was unwahrscheinlich scheint. Zu stabil präsentierte sich die Truppe in den vergangenen Wochen. Klar ist: „Ein Punkt hilft uns nicht. Dann haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand, Erster zu werden“, sagt Damm. Stabilität war aber auch das Stichwort für die TG Frankenthal in den vergangenen Wochen. Am vergangenen Wochenende gab es ein 5:2 in Rüsselsheim. Weshalb Damm weder an der taktischen Ausrichtung noch am Kader große Veränderungen vornehmen wird. „Wir wollen unser Konterspiel aufziehen und gut verteidigen“, sagt Damm. Das habe die Turngemeinde in den vergangenen Wochen stark gemacht. Das bedeutet, dass Damm wieder auf einen Torwart und elf Feldspieler zurückgreift. Das Verletzungsrisiko für einen Torwart sei in der Halle gering. Aus seiner Sicht daher „ein vertretbares Risiko“.

Wer am Ende den Zuschlag vom Trainer bekommt, wollte der Übungsleiter erst gestern Abend entscheiden. Da die Mannschaft in den vergangenen Wochen souverän aufgetreten ist, sollte sich am Kader nicht viel ändern. Zumal bis auf Lauritz Fuchs (Schulteroperation) auch noch alle „fit und einsatzbereit sind“, wie Damm berichtet.

Das heißt, dass der Coach in der Abwehr wieder auf Marc Beck vertrauen wird. „Er ist sehr wichtig mit seiner Ruhe und Erfahrung sowie seinem Zweikampfverhalten. Er ist mit der beste Abwehrspieler in der Zweiten Liga“, lobt Damm den 29-Jährigen.

Ein bisschen aufgeregt sei er, sagt Beck. Aber die Partie gegen Ludwigsburg sei dann auch nur ein Spiel wie jedes andere. „Danach müssen wir auch noch unsere Leistung abrufen.“ Selbst bei einer Niederlage sei es nicht unmöglich, Ludwigsburg noch einzuholen. Aber selbstverständlich hofft er auf einen Dreier der TG.

Zuversichtlich macht ihn das Hinspiel (9:9), bei dem die TG jedes Mal dran geblieben sei und kurz vor Schluss noch den Ausgleich geschafft habe. „Wir können mit jeder Mannschaft in der Liga mithalten“, sagt Beck. Nicht so gut habe ihm in Ludwigsburg gefallen, dass die letzte Entschlossenheit in den Zweikämpfen gefehlt habe. „Wir haben uns ein bisschen versteckt und leichtsinnige Fehler gemacht.“

Hans-Christian Damm geht davon aus, dass am Sonntag weniger Tore fallen werden als im Hinspiel. Vor allem, weil ihm die neun Gegentore gar nicht gefallen haben. „Da müssen wir stabiler stehen“, fordert er. Das wird auch nötig sein. Denn Ludwigsburg stellt mit 62 Toren aktuell den besten Sturm der Liga. Am vergangenen Wochenende schoss der HCL den TEC Darmstadt mit 14:3 aus der Halle. Das beeindruckt Hans-Christian Damm allerdings nicht. „Das kann im Hallenhockey schnell passieren, wenn man mal in den Flow kommt und eine starke Mannschaft auf eine weniger gute trifft. So war es ja auch bei uns gegen Limburg.“ Das Heimspiel gewann die TG 14:5.

Einen Sonderbewacher für Ludwigsburgs Top-Torschützen Arne Huber, der aktuell mit 18 Treffern gelistet wird, werde es nicht geben. „Wir spielen ohnehin Raumdeckung. Wir wollen den Sturm im Kollektiv aufhalten“, erläutert der TG-Trainer. Das hat in den bisherigen sechs Partien ausgezeichnet geklappt. 27 Gegentore sind der beste Wert in der Südgruppe. „Die Absprachen funktionieren sehr gut. Jeder weiß, was er zu tun hat. Die Aufgaben sind klar verteilt“, verrät Marc Beck das Abwehrrezept der Frankenthaler. „Wir müssen schauen, dass wir die Laufwege zumachen“, betont er.

Becks Bauchgefühl im Hinblick auf die morgige Aufgabe ist schon mal gut. „Wir haben uns permanent gesteigert. Wenn der Tag passt, können wir jeden schlagen.“

Der Gegner der TG

HC Ludwigsburg

„Schön, dass es so ein Spitzenspiel gibt“, findet Daniel Weißer, Coach des HC Ludwigsburg. Sein Team ist – ebenso wie die Turngemeinde – noch ungeschlagen in dieser Saison. Den einzigen Punktverlust leistete sich der HC Ludwigsburg beim 9:9 im Hinspiel. „Da haben wir es der TG zu leicht gemacht, Tore zu schießen“, sagt Weißer. Er sieht Frankenthal und Ludwigsburg „auf einem ähnlichen Niveau“, weshalb wohl die Tagesform entscheide.
„Für Frankenthal hat die Partie mehr Bedeutung“, sagt der Ludwigsburger Trainer. Und er begründet auch, warum das so ist: „Wenn wir gewinnen, sind wir fünf Punkte vorne. Das ist schon eine Menge Holz. Wenn Frankenthal gewinnt, ist die TG nur einen Zähler vorne. Das muss man erst mal durchbringen.“ Der HCL werde sich nicht nur auf Torjäger Timo Schmietenknop (22 Treffer) konzentrieren. „Es wäre zu einfach, die TG auf ihn zu reduzieren. Das Hirn ist Johannes Gans. Damit haben wir uns beschäftigt“, sagt Weißer. Beim HCL fehlen Michael Josek und Torwart Tobias Weißer. Für ihn wird Leo Fili zwischen den Pfosten stehen. tc

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Angerichtet

Läuft alles normal, dann entscheidet sich am Sonntag, wer die Meisterschaft in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd einfährt. Zur besten Mittagessenszeit empfängt die TG Frankenthal den HC Ludwigsburg. Der Erste gastiert beim Zweiten. Die Voraussetzung ist denkbar einfach. Gewinnt die Turngemeinde, setzt sie sich an die Spitze. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage bleibt Ludwigsburg vorne. Und nach derzeitigem Stand bleibt’s dann auch bei dieser Konstellation. Sowohl Frankenthal als auch Ludwigsburg sind in der Südstaffel der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga das Maß aller Dinge. Mit dem kleinen Unterschied, dass sich die TG gleich zum Start beim 2:2 gegen Rüsselsheim einen Ausrutscher erlaubte. Genau diese zwei Zähler fehlen im Moment. Am Sonntag kann das korrigiert werden. Die Form der Mannschaft stimmt. Und Timo Schmietenknop trifft und trifft und trifft und trifft. Es ist angerichtet.

Sportliche Grüße sendet

Christian Treptow

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