Kategorie: 1. Herren

Rheinpfalz: „TG-Herren legen drei Punkte nach“ (17.06.2019)

MAINZ. Nach dem Derbyerfolg beim Dürkheimer HC am Freitagabend haben sich die ersten Herren der TG Frankenthal in der Ersten Feldhockey-Regionalliga Süd gestern auch beim TSV Schott Mainz mit 3:2 (2:1) durchgesetzt. Die TG kann nun schon am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den TuS Obermenzing den Aufstieg in die Zweite Bundesliga klarmachen.
Das Hinspiel gegen Mainz auf dem heimischen Jahnplatz hatten die Frankenthaler souverän 4:0 gewonnen. Und auch gestern hätte es zu einem ebenso klaren Ergebnis kommen können, berichtete Hans-Christian Damm. „Dazu hätten wir allerdings unsere vielen Chancen nutzen müssen.“ So sei es am Ende einmal wieder unnötigerweise knapp gewesen, meinte der TG-Trainer. Insbesondere aus den Strafecken – in dieser Runde sonst eher eine Stärke der Mannschaft – habe man in Mainz kein Kapital geschlagen. „Die Kurzen Ecken waren diesmal alle nicht gut geschossen“, räumte Damm ein.

Mainzer Anschlusstor
bringt TG aus der RuheDabei habe alles nach Plan begonnen. Nach einem laut Damm „schönen Angriff“ brachte Sandro Reinhard die Gäste in der ersten Minute in Führung. Auch das 2:0 aus TG-Sicht sei hervorragend herausgespielt worden, berichtete der Übungsleiter. „Marius Haber musste nur noch ins leere Tor einschieben. So stellt man sich das als Trainer vor.“ Was die Freude bald trübte: Kurz vor der Halbzeitpause erzielte der TSV Schott, der auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, den Anschlusstreffer. „Mainz hat um jeden Ball gekämpft. Wir waren da etwas zu nachlässig“, haderte Damm.
Für großen Jubel aufseiten der mitgereisten Frankenthaler Fans sorgte nach dem Seitenwechsel Alexander Cunningham. Nach einem Dribbling von der Mittellinie in den gegnerischen Schusskreis gelang dem Stürmer per Argentinischer Rückhand das 3:1 aus Frankenthaler Sicht. „Ein Traumtor“, kommentierte Damm.
Es blieb jedoch spannend: Per Siebenmeter verkürzten die Mainzer auf 3:2. Da habe man sich aus der Ruhe bringen lassen, ärgerte sich der TG-Trainer. „Anstatt nach dem 3:1 alles klar zu machen, waren wir viel zu lässig. Da müssen wir noch abgeklärter werden und konzentrierter zu Werke gehen. Auch spielerisch kann das noch besser werden.“ Zum Schluss habe man die Führung aber gut über die Zeit gebracht, meinte Damm. „Aufgrund der vielen Chancen, die wir hatten, war der Sieg auf jeden Fall verdient.“ Das Wichtigste: Das Ziel, am Wochenende sechs Punkte zu holen, habe man erreicht.
Mit nunmehr 27 Zählern führt die TG die Tabelle in der Ersten Regionalliga Süd an. Der Vorsprung auf den Zweiten und nächsten Gegner TuS Obermenzing beträgt sechs Punkte. Mit einem weiteren Sieg am kommenden Samstag, 14 Uhr, zu Hause gegen die Münchner können die Frankenthaler vorzeitig den direkten Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga besiegeln.

Rheinpfalz: „TG weiter auf Titelkurs“ (15.06.2019)

2:0 heißt es in Sachen Derby in dieser Saison für die TG Frankenthal. Nach dem 4:1 im Hinspiel gewann die TG auch gestern Abend das Rückspiel beim Dürkheimer HC 3:2 (2:0). Die Frankenthaler bleiben damit weiter auf Titelkurs, während der DHC gegen den Abstieg kämpft.

Bad Dürkheim. Die Partie unter Flutlicht begann ausgeglichen, die erste Chance verzeichnete der DHC mit einem noch eher als Schüsschen zu bezeichnenden Versuch von Lasse Nehrdich, der rechts am Tor vorbei strich (2.). Zwei Minuten später hatte auch die TG ihre erste Gelegenheit. Timo Schmietenknop passte von der Grundlinie auf Lauritz Fuchs, Frankenthals Stürmer verpasste aber vorm DHC-Kasten.Es entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem erst nach dem 0:1 der Frankenthaler zu erkennen war, dass sich der wahrscheinliche Meister und ein Abstiegskandidat gegenüber stehen. Der Treffer fiel in der 22. Minute. Alexander Cunningham war an der Schusskreisgrenze an den Ball gekommen und ließ Alexander Riedle im DHC-Tor keine Chance. Wieder zwei Minuten später hatte Nehrdich nach beeindruckendem Sprint übers ganze Feld von Jonathan Strauß die Kugel zum DHC-Ausgleich auf dem Schläger, scheiterte aber am stark reagierenden Thimo Bernet. Die erste Strafecke für Frankenthal nutzte Johannes Gans in der 29. Minute zum 2:0. Dürkheim wirkte nervös und ließ in der Folge zwei Kurze Ecken ungenutzt.
Der DHC kam etwas besser aus der Pause. In der 38. Minute legte Nehrdich gut auf Sturmkollege Richard Neu ab, TG-Keeper Bernet war jedoch wieder zur Stelle. Sein Gegenüber war nach einer erneuten Strafecke ohne jede Abwehrchance (40.). Sandro Reinhard hatte sie hereingegeben, der Ball wurde mustergültig für Gans gestoppt, der die Kugel ins Netz donnerte. In der Folge hielt ein gut aufgelegter Torwart Riedle den DHC im Spiel, warf sich vor den Ball, den die TG mit blitzschnellem Konter in den Schusskreis gebracht hatte (43.), und parierte auch gegen Timo Schmietenknop (50.).
Zuvor hatte sich der manchmal unglücklich agierende Torben Förster durch die TG-Abwehr gekämpft, war schon im Fallen, als er den Ball noch über TG-Keeper Bernet lupfen konnte. Plötzlich kam Dürkheim, Frankenthal schien nicht mehr so siegessicher wie zuvor. Prompt fiel der Anschlusstreffer. Nach einigem Hin und Her im TG-Schusskreis hob Strauß die Kugel über Bernet ins Netz (58.). Doch das Dürkheimer Aufbäumen kam zu spät, auch die doppelte Überzahl nach einer Gelben Karte kurz vor Schluss für Cunningham wegen ständigen Reklamierens konnten die Gastgeber nicht nutzen. „Das haben wir nicht gut gespielt am Ende“, kommentierte DHC-Coach Andreas Schanninger die Schlussphase. Davor war er mit Willen und Mentalität seines Teams zufrieden – ab dem Anschlusstreffer. Deutlich kritisierte er dagegen Halbzeit eins: „Wir waren zu weit weg, hatten nicht den nötigen Biss.“ Gleichzeitig trauerte der Dürkheimer Trainer vergebenen Chancen hinterher, unter anderem dem Strauß-Konter und einem Schuss nach einer Strafecke, der vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang (33.). „Dann steht es vielleicht 1:1 oder nur 1:2 und alles sieht anders aus“, sagte Schanninger. Wieder hatte seine Mannschaft Pech mit Verletzungen, kurz vor der Partie fiel Patrick Schappert aus, während des Spiels verletzten sich noch Leon Franken und Jens Paul.
Wesentlich besser war die Laune nach dem Abpfiff bei Schanningers Gegenüber Hans-Christian Damm. Der TG-Trainer, von Volker Schwindt fröhlich im Vorbeilaufen „Erfolgscoach“ genannt, hatte von seiner Truppe „phasenweise ein gutes Spiel gesehen“. Allerdings habe es das Team nach dem 1:3 der Dürkheimer nochmal unnötig spannend gemacht. „So nervenaufreibend hätte ich das zum Ende hin nicht gebraucht, aber so ist es halt im Derby“, sagte Damm, der mit seiner Mannschaft am Sonntag gleich wieder ran muss. Es geht zum TSV Schott Mainz, der einen Punkt hinter dem DHC steht, aber vier Spiele weniger hat. Die Dürkheimer könnten Nachbarschaftshilfe vom Titelaspiranten brauchen.
So spielten sie
Dürkheimer HC: Riedle (Pacyna) – Mehrain, Richard Neu, Julius Neu, Dörr, Dopp, Nehrdich, Strauß, Franken, Förster, Schmitt, Paul, Sturm, Schappert, Crossett, Stiefenhöfer
TG Frankenthal: Bernet (Scharfenberger) – Becker, Cunningham, Hayn, Fuchs, Gans, Schmietenknop, Lüschen, Beck, Zurke, Haber, Schwindt, Kohlmann, Schneider, Frank, Reinhard
Tore: 0:1 Cunningham (22.), 0:2 Gans (29., Strafecke), 0:3 Gans (40., Strafecke), 1:3 Förster (45.), 2:3 Strauß (58.) – Strafecken: 2/0 – 3/2 – Grüne Karten: Dopp – Zurke – Gelbe Karte: Cunningham – Beste Spieler: Riedle, Nehrdich – Bernet, Gans – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Metz (Kaiserslautern).

Rheinpfalz:“Das ist eine Psychonummer“ (14.06.2019)

Interview: Wenn heute Abend um 20 Uhr der Dürkheimer HC zu Hause auf die TG Frankenthal trifft, ist Derbyzeit in der Ersten Hockey-Regionaliga Süd. Wir haben mit den Trainern Andreas Schanninger und Hans-Christian Damm über Nachbarschaftsduelle, die schiefe Tabelle und den Kampf gegen die finanzstarken Vereine in Mannheim gesprochen.

Herr Schanninger, Herr Damm, welchen Stellenwert hat das Derby? Schanninger: Derby ist Derby, unabhängig von Liga oder Situation. Auch wenn ein paar Tabellenplätze dazwischen liegen: Es geht für beide Mannschaften um was. Ich freu’ mich drauf.
Damm: Das sehe ich genauso. Ich habe von genug Frankenthaler Fans gehört, wie wichtig das Spiel für sie ist.

Was sind Ihre persönlichen Derby-Höhepunkte aus der Vergangenheit? Damm: In der Zweiten Bundesliga auswärts in Dürkheim in der Aufstiegssaison. Beim Hinspiel war ich verletzt, im Rückspiel habe ich mitgespielt. Es war mein letztes Derby.
Schanninger: Es sind so viele. Ich will keins rausnehmen, aber die gewonnenen waren immer interessanter. In den Teams ist aber so viel Fluktuation, selten treffen gleiche Mannschaften aufeinander. Anfang der 1990er-Jahre bist du mit den Jungs groß geworden und hast dich in der ersten Herrenmannschaft immer noch „bekämpft“. Jetzt sind wir zwei Pfälzer Teams, die versuchen, die Fahne hochzuhalten.

Man darf ja jetzt straffrei zwischen TG und DHC hin- und herwechseln …Schanninger: Das ist eine Mentalitätssache. Das muss jeder selbst wissen.
Damm: Das kann jeder für sich beurteilen, ob er es gut oder schlecht findet. Ich glaube, die Mentalität ist mittlerweile lockerer.
Schanninger: Früher hast du dich für einen Verein entschieden, warst mit Herzblut dabei. Heute ist das wie in allen Lebenslagen: Gefällt dir die App nicht mehr, lösch sie, nimm die nächste, such’ dir den einfachen Weg. Es ist schade, dass Clubs auf Kosten von anderen versuchen zu überleben.
Damm: Das Problem haben die Mannschaften in den unteren Ligen generell. Große Clubs kommen und holen die Spieler weg.
Schanninger: Wenn die Jungs, die in der Region spielen, noch bei uns wären, könnten wir eine, vielleicht zwei Ligen höher spielen. Aber es wird trotzdem ein gutes Derby werden.

Herr Schanninger, das Hinspiel hat der DHC verloren …Schanninger: In der Hinserie war das eine Katastrophe mit den ganzen Verletzungen. Da mussten wir wirklich tief in die Spielerkiste greifen. Jetzt sind ein paar Jungs zurückgekommen, es läuft besser. In der Hinserie hatten wir nie eine richtige Chance, nicht nur bei der TG. Hätten wir die vielen Verletzten nicht gehabt, würden wir nicht da unten rumkrebsen.

Das heißt, Christian Mayerhöfer und Uwe Krauß spielen nicht wieder?Schanninger: (lacht) Lasst euch überraschen. Wer weiß das schon?

Herr Damm, Sie können befreit in das Spiel gehen, waren beim Hinspiel noch nicht Trainer bei der TG. Damm: Wir haben ein Ziel vor Augen, unabhängig davon, ob das ein Derby ist oder nicht. Wir wollen die drei Punkte holen, wollen aufsteigen.

Sie hatten jetzt beide rund drei Wochen Pause …Schanninger: Suuuper für den Rhythmus. Aber stellen Sie Ihre Frage … (lacht)

Das war schon fast die Frage. Herr Damm, Herr Schanninger ist offenbar nicht begeistert. Wofür hat die TG die Pause genutzt? Damm: (lacht mit) Na ja, wir hatten ja Strohhutfest … Es wäre besser, die Saison wäre nicht so langgestreckt. Die Jungs wollen auch mal in Urlaub, sind berufstätig, da ist es schwer, alle beisammen zu haben fürs Training.

Wie haben Sie versucht, den Rhythmus aufrechtzuerhalten? Schanninger: Du kannst nur trainieren, versuchen, Trainingsspiele zu organisieren. Der Spielplan nervt. Diese schiefe Tabelle ist eine Katastrophe. Mal hast du vier Spiele in neun Tagen, dann wieder zwei Wochen nix, dann ein Spiel, wieder Pause. Kontinuität wäre besser. Wir sind erst Ende Juni fertig und müssten zwei, drei Wochen später wieder in die Vorbereitung.
Damm: Wir haben noch fünf Spiele, ihr noch zwei. Es kann nicht sein, dass kurz vor Saisonende noch so ein Schiefstand in der Tabelle ist. Wenn wir den Aufstieg schaffen, können wir wirklich fast direkt anfangen, uns auf die Zweite Bundesliga vorzubereiten.

Herr Schanninger, was kann die TG noch aufhalten? Außer dem DHC …Schanninger: Die TG kann sich nur selbst im Weg stehen. Das ist eine Psychonummer. In diesen Pausen hast du zu viel Zeit, nachzudenken, was du zu verlieren hast, warum plötzlich wieder alles offen sein kann. Spielerisch, individuell ist die TG das beste Team der Liga, hat eine ausgeglichene Saison gespielt. Aber die Tabelle ist schief, und das sieht alles komisch aus. Damit muss man sich auseinandersetzen, stabil sein. Das Köpfchen spielt mit.

Herr Damm, sind Ihre Jungs stabil? Damm: Wir haben in der Halle gezeigt, dass wir zum Ende der Saison unsere Leistung abrufen können. Wir können viel rausziehen, um stabil zu bleiben. Wir stehen nicht unverdient an der Tabellenspitze.

Heißt, Sie sind als Psychologe gefragt? Damm: Natürlich, wenn du beim Leistungssport im Kopf nicht klar bist, bringst du deine Leistung nicht. Da kannst du fit sein, wie du willst, du machst trotzdem Fehler.

Wie sieht es im Kader aus? Fallen Spieler verletzt aus? Schanninger: Nö.
Damm: Bei uns sind alle fit.

Gibt es etwas, womit Sie einander noch überraschen können? Schanninger: Wenn wir in Pink spielen. (lacht)
Damm: Ich sag mal: Nein… (lacht) Am Ende ist es Hockey, was wir spielen, da gibt’s nicht mehr viel, womit wir den anderen überraschen können.
Schanninger: Warum sollten die TG-Jungs was ändern, wenn sie erfolgreich gespielt haben? Das wär ja Quatsch, das würde die Mannschaft nur verunsichern.
Damm: Das ist bei euch ja ähnlich. Ihr habt in der Rückrunde gut gepunktet. Warum solltet ihr von dem Plan abweichen, der funktioniert?
Schanninger: Es wird von der Tagesform abhängen. Die Karten liegen ganz klar bei der TG, wir haben eine Chance als Underdog.

Herr Damm, Sie haben kein Problem mit der Favoritenrolle? Damm: Nein, warum? Wir sind der Favorit. Was gibt’s da groß drumrumzureden?

Sind Ihre Vereine noch die Speerspitze des Pfälzer Hockeys, … Schanninger: Eher ein Zweizack.

… oder wie beurteilen Sie die Entwicklung im Pfälzer Hockey? Damm: Die Tendenz geht nach unten, da kann man sich schon Sorgen machen, wenn man sieht, wo unsere Vereine herkommen, was für Erfolge gefeiert wurden. In beiden Vereinen ist eine Trendwende zu erkennen. Aber mit der Konkurrenz auf der anderen Rheinseite (Anm. der Red.: die Mannheimer Vereine TSV und MHC) ist es schwer.
Schanninger: Es ist schon lange absehbar, wie sich die Situation in Rheinland-Pfalz entwickelt. Da müsste sich etwas ändern. Dafür braucht es einen ganzheitlichen Gedanken, den sehe ich nicht. Viele Vereine denken nur an sich – auf Kosten der anderen, schon mit Abwerben im Kinder- und Jugendbereich. Viele kleine Vereine gibt es schon nicht mehr. Die wenigen leistungsorientierten Spieler fühlen sich gleich zu Höherem berufen und springen in Mannheim unter ferner liefen rum, statt hier eine wichtige Rolle zu spielen. Hans hat Recht, dass es bei der TG oder bei uns eine Trendwende gibt. Aber das wird nicht reichen, um in zehn Jahren noch hier Derbys zu spielen. Ich halte nichts vom Zentralisieren von Kräften. Wie Hans sagt: Der Kampf ist schwierig.

Aussichtslos? Schanninger: Wenn es aussichtslos wäre, wäre ich nicht mehr da. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, und es kostet viel Kraft. Aber ich will es nicht aufgeben.
Damm: Man muss den Kampf annehmen. Wir können beide gegen den TSV oder den MHC finanziell nicht gewinnen. Wir müssen was anders machen. Wir wollen eine Philosophie schaffen, damit die Jugendspieler bei uns bleiben. Das ist schwierig.
Schanninger lacht.

Er lacht schon …Schanninger: Nein, im Ernst, das ist richtig, es ist wirklich schwierig.
Damm: Aber wenn wir es nicht probieren, können wir den Verein abmelden. Wenn wir die Besten verlieren – gut, dann müssen wir es schaffen, dass fünf Gute dahinter sind.
Schanninger: Wobei dann wieder die Mentalität von vorhin ins Spiel kommt – die müssen bereit sein, das mitzutragen, und sich nicht den einfacheren Weg suchen.
Damm: Genau! Bei uns ist in Frankenthal in den letzten Jahren erfolgreich gearbeitet worden. Ob es die richtige Richtung ist, wird man in zehn, 15 Jahren sehen.

In der Hoffnung, dass es dann wieder Derbys in der Zweiten Liga gibt? Damm: Das wäre schön.
Schanninger: (lacht) Mal sehen, ob es dann noch ein Ligasystem gibt oder ob wir dann nur noch die Vorspiele für die FIH-Pro-League machen.

Rheinpfalz: „Bedröppelte Gesichter“ (27.05.2019)

Die ersten Herren der TG Frankenthal können als Tabellenführer der Ersten Feldhockey-Regionalliga Süd das Strohhutfest angehen. Ganz zufrieden waren die Frankenthaler trotzdem nicht. Beim 2:2 (1:2) gegen den HTC Würzburg lief auf dem Jahnplatz nicht alles rund.

Frankenthal. Mit bedröppelten Gesichtern saßen die Spieler der TG Frankenthal nach dem Abpfiff der Partie gegen die Franken auf der Bank. 70 Minuten lang hatten sie zuvor die Partie bestimmt, waren einen Angriff nach dem anderen auf das Tor der Würzburger gelaufen. Unterm Strich kam aber zu wenig Zählbares heraus.Dabei hatte alles so gut angefangen. Routinier Timo Schmietenknop hatte die Gastgeber bereits in der fünften Minute in Führung gebracht. Es war der erhoffte frühe Treffer, der der TG mehr Räume gegen eine dicht gestaffelte Deckung der Gäste ermöglichen sollte. Die Mannschaft von Trainer Hans-Christian Damm versuchte danach auch durch Seitenwechsel und schnelles Passspiel, Lücken in der Verteidigung der Franken zu finden. Von Erfolg war das allerdings selten gekrönt. „Wir haben in der ersten Halbzeit eigentlich gut durchkontaktet“, befand der TG-Trainer. Vor dem Kreis hätten seine Schützlinge allerdings zu oft die falschen Entscheidungen getroffen.
Wenig hilfreich: der schnelle Ausgleich der Würzburger durch Kapitän Luis Link (10.). Er sorgte auch für die knappe Pausenführung der Gäste. Als Moritz Fischer einen Ball nicht richtig traf, war der HTC-Kapitän erneut zur Stelle und ließ dem ansonsten kaum geprüften Oliver Scharfenberger keine Chance (24.). „Mit dem Punkt sind wir sehr zufrieden. Den nehmen hier nicht viele mit“, freute sich der Doppeltorschütze.
Bis dahin hätte die Partie allerdings schon zugunsten der TG entschieden sein können. Fridolin Lüschen verpasste nach Schmietenknop-Vorarbeit (21.). Kapitän Johannes Gans setzte einen Siebenmeter neben das Tor (24.) Und auch zwei Strafecken blieben ungenutzt.
„In der zweiten Halbzeit haben wir ganz gut gespielt“, meinte TG-Stürmer Lauritz Fuchs. Allerdings habe man ab der gegnerischen Viertellinie zu viel „gezockt und nicht über Außen gespielt“. Auch für den Geschmack des Trainers war das „zu viel individuell, zu wenig zusammengespielt“.
Dass die TG halbwegs beruhigt aufs Strohhutfest gehen kann, liegt zum einen daran, dass Verfolger TuS Obermenzing nicht über ein 2:2 gegen Schlusslicht Wacker München hinauskam. Zum anderen, weil Marius Haber die dritte Ecke der TG nutzte und den Gastgebern mit dem 2:2 noch einen Zähler sicherte (38.). Die größte Gelegenheit, drei Punkte mitzunehmen, ließ die TG aus, als Moritz Fischer nach einem Foul an Marius Haber Gelb sah und eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe aufgebrummt bekam. Doch auch in Überzahl wollte der TG nicht viel gelingen. So bleibt die TG mit drei Zählern und einem Spiel weniger Erster vor den Oberbayern.
Aus der Sicht von Lauritz Fuchs kommt die Pause gerade recht. „Wir haben ein paar angeschlagene Spieler.“ Das nächste Punktspiel bestreitet die TG am 14. Juni (20 Uhr) beim Dürkheimer HC. Zeit genug für Hans-Christian Damm, an den Fehlern zu arbeiten, die er gegen Würzburg gesehen hat.
So spielten sie
TG Frankenthal: Scharfenberger (Bernet) – Beck, Zurke, Frank, Schneider, Hayn – Kohlmann, Haber, Becker, Reinhard, Schmietenknop – Fuchs, Gans, Martens, Lüschen, Cunningham
HTC Würzburg: Massoudy-Touiserkan – Julian Bleibaum, Philip Bleibaum, Lukas Eiselein, Niklas Eiselein, Fischer, Gövert, Herrmann, Hoffmann, Lehrieder, Linus Link, Luis Link, Spitz, Voigt, Weigl, Weinke
Tore: 1:0 Schmietenknop (5.), 1:1 Luis Link (10.), 1:2 Luis Link (24.), 2:2 Haber (38., Strafecke) – Strafecken: 3/1 – 0 – Grüne Karte: Lehrieder – Gelbe Karte: Fischer – Beste Spieler: Schmietenknop, Gans, Beck – Luis Link, Lehrieder – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Kiesewetter (Mayen).

Rheinpfalz: „Erst siegen, dann feiern“ (25.05.2019)

Vor das Feiern hat der Herrgott die Arbeit gesetzt. Für die Herren der TG Frankenthal heißt das: Erst mal heute (16 Uhr) auf dem Jahnplatz gegen den Tabellendritten HTC Würzburg gewinnen und dann die Woche drauf das Strohhutfest genießen. Doch ein Ausfall zieht bei der TG Veränderungen in allen Mannschaftsteilen nach sich.

Frankenthal. Der Plan von TG-Trainer Hans-Christian Damm klingt einfach: „Wir wollen gegen Würzburg gewinnen, damit wir entspannt aufs Strohhutfest gehen können.“ Die Franken könnten die erste richtige Herausforderung auf dem Jahnplatz für die TG werden. Der HTC Würzburg ist aktuell Dritter, hat ein Spiel mehr als die TG ausgetragen und 15 Punkte auf dem Konto. Frankenthal ist mit 20 Zählern derzeit Spitzenreiter.Mit einem Sieg würde die Mannschaft von Hans-Christian Damm also einen Konkurrenten um den Aufstieg schon mal entscheidend auf Distanz halten. Der zweite Konkurrent ist der TuS Obermenzing. Die Oberbayern spielten gestern Abend im Münchner Derby gegen Wacker München.
Dass die Würzburger ein unangenehmer Gegner sein können, haben sie schon beim 2:2 im Hinspiel bewiesen. Da war Thomas Merz noch Coach der TG. Weshalb Hans-Christian Damm gar nicht so sehr auf Wiedergutmachung aus ist. Viel wichtiger ist ihm, den Abstand auf Obermenzing beizubehalten. „Das ist die größere Motivation.“
Allerdings: Auch die Franken bevorzugen laut Damm eine Raumdeckung. Und damit tat sich die TG bislang doch etwas schwer. Schnelles Passspiel sei eine Möglichkeit, die Deckung zu überspielen. Das sei dann auch Trainingsinhalt unter der Woche gewesen. „Die Würzburger wissen, was sie zu tun haben und können Fehler auch bestrafen“, erklärt der Coach. Da müsse sein Team – wie jüngst schon gegen Wiesbaden – geduldig bleiben. Die Strafecken seien da eine ganz wichtige Option.
Und bei diesen habe die TG mit Marius Haber und Johannes Gans zwei sehr gute Schützen, meint TG-Stürmer Fridolin Lüschen. „Die haben beide einen guten Schuss. Da kann man sich nicht beschweren.“
Das gilt auch für seine Leistungen. Lüschen zeigt immer vollen Einsatz. „Er ist als Charakter im Team wichtig. Frido gibt immer alles, ist immer gut gelaunt und macht Tore“, beschreibt Damm seinen Schützling. Lüschens Aufgabe: „Er soll für Gefahr im Kreis sorgen“, betont Damm. Er sei keiner, der den Ball in den Kreis bringe, erläutert der Übungsleiter.

Fünfmal hat Fridolin Lüschen in der Runde schon getroffenDas mit der Gefahr im gegnerischen Schusskreis hat in dieser Runde schon ganz gut geklappt. „Meine Stärke ist die körperliche Präsenz und dann die Dinger reinzumachen“, beschreibt sich Lüschen selbst. Fünfmal hat der Angreifer in dieser Runde schon getroffen.Der Stürmer sieht die Mannschaft der TG mittlerweile gereifter. „Wir fangen nicht mehr das 0:1 und müssen dann einem Rückstand hinterherlaufen. Wir können auch erst mal abwarten und dann zum Beispiel per Ecke das 1:0 machen“, hat er erkannt.
Bei der Chancenverwertung sieht er noch Nachholbedarf bei der TG. „Wir vergeben noch zu viele Hochkaräter.“ Warum? „Schwer zu sagen. Vielleicht müssen wir einfach noch lockerer werden.“
Mit der permanenten Favoritenrolle, die die TG in der Ersten Regionalliga Süd einnimmt, habe er keine Probleme. Lüschen geht davon aus, dass Würzburg „vernünftig Hockey spielen und sich nicht nur hinten reinstellen“ wird. „Das kommt uns entgegen, da wir dann mehr Räume zum Kombinieren haben.“

Oliver Scharfenberger erhält im Tor den Vorzug vor Thimo Bernet. Im Tor darf diesmal Oliver Scharfenberger von Anfang an ran, sagt Hans-Christian Damm. „Das hat er sich verdient.“ Es könnte der Beginn einer Rotation in den kommenden Wochen der Saison sein. Denn sowohl Scharfenberger als auch Neuzugang Thimo Bernet seien gleich gut. Er werde von Spiel zu Spiel entscheiden, wer den Einsatz bekommt.Rotation ist auch ein gutes Stichwort für den heutigen Kader. Volker Schwindt steht studienbedingt nicht zur Verfügung. Das hat zur Folge, dass Mittelfelddauerläufer Johannes Zurke in die Abwehr zurückgezogen wird. Den freien Platz im Mittelfeld wird Timo Schmietenknop ausfüllen. Den Platz des Routiniers im Sturm bekommt Vincent Martens.
Sven Becker, der gegen Wiesbaden mit einem dicken Verband um den Oberschenkel auflief und nur sporadisch zum Einsatz kam, sei wieder voll belastbar. Das gelte auch für Sandro Reinhard. Beide sind mit leichten Blessuren aus dem Spiel beim TuS Obermenzing gekommen.
So spielen sie
TG Frankenthal: Scharfenberger, Bernet – Beck, Frank, Hayn, Schneider, Zurke – Haber, Becker, Reinhard, Kohlmann, Schmietenknop – Martens, Lüschen, Cunningham, Gans, Fuchs.

Rheinpfalz: „TG trifft wieder zur rechten Zeit“ (20.05.2019)

Die Herren der TG Frankenthal bleiben in der Ersten Feldhockey-Regionalliga Süd das Maß aller Dinge. Die Turngemeinde bezwang zum Start der Rückrunde am Samstag auf eigenem Platz den Wiesbadener THC souverän 5:1 (2:0). Nur am Anfang taten sich die Gastgeber schwer.

Frankenthal. Die TG Frankenthal zieht auf ihrem Weg zurück in die Zweite Feldhockey-Bundesliga weiter ihre Kreise. Auch der Wiesbadener THC war nicht in der Lage, der Mannschaft von Trainer Hans-Christian Damm Paroli zu bieten. Dabei erwischte Wiesbaden mit dem Ex-Frankenthaler Sven Beringer den etwas besseren Start. Die Hessen waren agil und spielten durchaus mutig nach vorne. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Wir haben uns dem Gegner angepasst. Wiesbaden war langsam, irgendwann waren wir auch langsam“, befand Damm.Allerdings: Gefährlich wurde es für Thimo Bernet im Tor der TG nicht. Denn sobald es auch nur in die Nähe des Schusskreises ging, packte die TG-Abwehr zu. Bastian Schneider und Marc Beck räumten mit viel Übersicht alles ab, was in ihre Nähe kam. „Wir haben am Anfang wenige Lösungen gegen die Raumdeckung der Wiesbadener gefunden“, bekannte Johannes Zurke. Teamkollege Bastian Schneider hatte das entsprechende Rezept gegen Raumdeckung: „Wiesbaden stand weit hinten drin. Da war Geduld gefragt.“

Gans verwandelt StrafeckeDas 1:0 für die TG fiel zur rechten Zeit und gab der Mannschaft auch sichtbar mehr Sicherheit. Johannes Gans verwandelte nach knapp einer Viertelstunde eine Strafecke. „Irgendwie schaffen wir in letzter Zeit immer zum richtigen Moment das 1:0“, befand Hans-Christian Damm. Fridolin Lüschen sorgte knapp 15 Minuten später mit dem 2:0 für weitere Beruhigung der Frankenthaler Fannerven. Die waren ansonsten vor dem Seitenwechsel nur einmal strapaziert. Doch die Wiesbadener vergaben ihre einzige Ecke vor der Pause.Die zweite Halbzeit war bis zur 60. Minute deckungsgleich mit der ersten: Johannes Gans traf zuerst per Strafecke zum 3:0 (43.), Fridolin Lüschen legte nach zum 4:0 (59.). Damit war die Partie zugunsten der Gastgeber entschieden. Die spielten die Partie dann souverän herunter. Die Gäste belohnten sich spät. Jakob Cyrus, Wiesbadens Bester, verkürzte per Strafecke auf 4:1 (61.).
Was passiert, wenn man dem Tabellenführer Räume bietet, erlebten die Wiesbadener beim 5:1 (66.). Marius Haber, der auch schon das 4:0 vorbereitet hatte, legte mustergültig auf Johannes Zurke auf, der am langen Pfosten goldrichtig stand und sich über sein erstes Saisontor freute. Zurke spulte zudem einmal mehr ein unglaubliches Laufpensum ab. „Es ist unglaublich, wie laufstark er ist“, lobte hernach auch sein Trainer Hans-Christian Damm den Blondschopf. „Er hilft uns sehr, auch in der Defensive.“ Der Übungsleiter sprach aber auch von einer soliden Teamleistung.

Zurke: Abspiele in Mitte zu unklar Johannes Zurke hatte aber auch erkannt, was bei der TG noch nicht so gut gelaufen ist. „Die Abspiele in die Mitte waren noch zu unklar.“ In der Tat kamen die Frankenthaler immer wieder gefährlich über die Flügel in den Schusskreis der Gäste. Die Bälle in die Mitte fanden aber keinen Abnehmer. „Da haben wir noch Potenzial“, meinte Damm.Für Sven Beringer stand die Rückkehr auf den Jahnplatz unter keinem guten Stern. Sein Team habe die Ausfälle von mehreren Leistungsträgern nicht kompensieren können, meinte der Ex-Frankenthaler nach der Partie. „Am Anfang ging’s noch. Am Ende ist uns dann auch die Luft ausgegangen.“ Beringer sprach sogar von einem Klassenunterschied.
So spielten sie
TG Frankenthal: Bernet (Scharfenberger) – Beck, Frank, Schneider, Schwindt – Zurke, Haber, Hayn, Kohlmann, Reinhard, Becker – Fuchs, Cunningham, Gans, Lüschen, Schmietenknop
Wiesbadener THC: Döbele (Peters) – Banthien, Beringer, Bonde, Both, Correia, Cyrus, Feller, Fuhr, Hannus, Alvaro Huber, Ricardo Huber, Mai, Pehlke, von Gymnich
Tore: 1:0 Gans (14., Strafecke), 2:0 Lüschen (29.), 3:0 Gans (43., Strafecke), 4:0 Lüschen (59.), 4:1 Cyrus (61., Strafecke), 5:1 Zurke (66.) – Strafecken: 5/2 – 3/1 – Grüne Karte: Schneider – Beste Spieler: Schneider, Zurke, Gans – Cyrus, Beringer, Both – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Vossebein (Neunkirchen)/Seebacher (Neustadt/Weinstraße).

Rheinpfalz: „Im Sturm ist noch Luft nach oben“ (18.05.2019)

Die ersten Herren der TG Frankenthal sind nach dem Wochenende in Bayern da, wo sie auch nach eigenem Selbstverständnis hingehören: an der Tabellenspitze. Die soll heute (14 Uhr) mit einem Heimsieg gegen den Wiesbadener THC gefestigt werden. Im Tor hat TG-Coach Hans-Christian Damm derzeit die Qual der Wahl. Und zwei Spieler bekommen „angepasste Einsatzzeiten“.

Frankenthal. Es gibt Entscheidungen im Leben eines Trainers, die fallen leicht. Es gibt aber auch welche, die sind richtig schwer. Hans-Christian Damm, Trainer der ersten Herren der TG Frankenthal, steht vor einer solchen Entscheidung. Denn seine beiden Torhüter, Thimo Bernet und Oliver Scharfenberger, sind zurzeit richtig gut drauf.Weshalb eine Entscheidung, wer heute gegen Wiesbaden zwischen den Pfosten steht, gestern Nachmittag auch noch nicht gefallen war. „Da tu ich mir echt schwer“, sagt Damm. Beide seien sehr gut. „Ich stelle beide ohne Bauchschmerzen auf. Wenn einer ausfällt, ist der andere da.“ Wahrscheinlich werde es am Ende eine Entscheidung aus dem Bauch heraus. Wobei er seine Entscheidung, wie auch immer die ausfällt, nicht als Bekenntnis für eine klare Nummer 1 verstanden wissen will.
Noch Luft nach oben sieht Damm dagegen im Sturm. Präziser ausgedrückt: im Spiel nach vorne. „Das betrifft nicht nur den Sturm.“ Bei der Abstimmung und den Laufwegen passe es noch nicht so hundertprozentig. Und bisweilen fehle auch die Cleverness. „Wir treffen oft nicht die richtigen Entscheidungen. Das resultiert dann in Ballverlusten oder ungefährlichen Abschlüssen“, erläutert der Coach. Im Lauf der Saison sollte das aber besser werden.
Seine Spieler müssten die gegnerischen Abwehrreihen stärker vor Probleme stellen. „Aber wir tun uns noch mit der Raumdeckung, die in der Regionalliga bevorzugt gespielt wird, ein bisschen schwer“, hat der Coach erkannt. Aber auch das werde mit der Zeit bestimmt besser.
Die TG hat jetzt die Hinrunde abgeschlossen – und ist mit 17 Punkten Spitzenreiter. „Das passt“, meint Kapitän Johannes Gans. Falls es jemals eine Ladehemmung bei ihm gegeben hat – spätestens mit zwei Eckentoren beim 3:3 beim TuS Obermenzing hat er sie besiegt. „Seine Leistung sollte man nicht nur an den Toren messen“, sagt Hans-Christian Damm über seinen Schützling. Gans arbeite viel, auch nach hinten. Und er setze die gegnerische Abwehr gut unter Druck.
Gegen Wiesbaden wird aber auch die Abwehr gefordert sein. Die ist im Moment mit nur zehn Gegentreffern die beste der Regionalliga Süd. „Da sind wir taktisch und individuell stark“, sagt Damm. „Wir lassen wenige Chancen zu“, ergänzt sein Kapitän.
Im Hinspiel hatte die TG mit 5:3 die Oberhand behalten. „Da waren wir am Ende die fittere Mannschaft“, sagt Hans-Christian Damm. Und auch jetzt wären drei Punkte sehr wichtig, meint Johannes Gans. Im Hinspiel hat er zweimal gegen die Hessen getroffen. Im Frankenthaler Lager hätte man bestimmt nichts dagegen, wenn er das heute wiederholt.
Der Kader bleibt im Vergleich zum vergangenen Wochenende unverändert. Auch Sandro Reinhard und Sven Becker sind einsatzbereit, berichtet Damm. Die beiden „Stabilisatoren im Mittelfeld“, wie Damm sie bezeichnet, waren mit Blessuren aus Bayern heimgefahren, haben aber unter der Woche wieder trainiert. „Da kommt uns entgegen, dass am Wochenende nur ein Spiel ist“, sagt der TG-Trainer. Er werde den beiden „angepasste Einsatzzeiten“ geben. „Im Hinblick auf die weitere Saison will ich da kein Risiko eingehen“, erläutert der Übungsleiter.
So spielen sie
TG Frankenthal: Bernet, Scharfenberger – Beck, Schneider, Hayn, Schwindt, Frank – Reinhard, Becker, Kohlmann, Haber, Zurke – Schmietenknop, Gans, Cunningham, Lüschen, Fuchs.

Rheinpfalz: „TG-Herren wieder Tabellenführer“ (13.05.2019)

München. Mit gemischten Gefühlen, aber unterm Strich glücklich hat sich TG-Trainer Hans-Christian Damm auf den Heimweg nach Frankenthal gemacht. Die ersten Herren der TG Frankenthal haben am Wochenende vier von sechs möglichen Punkten geholt. Am Samstag gab’s einen 6:1 (5:0)-Sieg beim HC Wacker München. Am Sonntag musste sich die TG mit einem Remis beim TuS Obermenzing zufrieden geben.
Sein Team sei bei Wacker München etwas schwer ins Spiel gekommen, meinte Damm. Nachdem die TG aber die erste Strafecke der Gastgeber abgewehrt habe, sei es besser gelaufen. Das 0:1 durch Marius Haber sei der „Dosenöffner“ gewesen. „Das Training hat sich ausgezahlt“, befand Damm. Sein Team sei im gegnerischen Schusskreis präsenter gewesen. Auch die Konter seien besser gelaufen. „Insgesamt waren wir taktisch flexibler“, analysierte Damm. Seine Schützlinge hatten genau das umgesetzt, was unter der Woche im Training auf dem Programm gestanden hatte. Wacker habe zudem mehr Räume angeboten.Diese nutzten nach Habers Treffer außerdem noch Alexander Cunningham, der zweimal traf, Fridolin Lüschen, Timo Schmietenknop und Johannes Gans. Zur Pause führte Frankenthal bereits 5:0. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann etwas das Tempo rausgenommen und die Partie solide runtergespielt“, sagte Damm.
So war die TG vor dem Sonntag voll im Soll bei dem Vorhaben, mit sechs Punkten die Heimreise anzutreten. Und auch beim TuS Obermenzing sah es zunächst gut aus. 2:0 führte die TG nach zwei Eckentoren von Johannes Gans zur Pause. Doch kurz vor Ende der ersten Halbzeit bekamen die Gäste das 1:2. Nach dem Seitenwechsel habe sein Team die Partie kontrolliert, berichtete Damm. Obermenzing sei nach der Pause zweimal im Frankenthaler Schusskreis gewesen und habe zwei Tore gemacht. Zunächst das 2:2 und nach einer Ecke das 3:3. Fridolin Lüschen hatte die TG zwischenzeitlich 3:2 in Führung gebracht.
So war Damm einerseits zufrieden damit, dass sein Team die Tabellenführung wieder erobert hat. Allerdings habe man das Ziel, sechs Punkte mitzunehmen, verfehlt. Von daher habe er gemischte Gefühle. „Aber ich bin eher glücklich.“ Sein Team habe bei den Gegentreffern geschlafen und sei auch nicht clever genug gewesen. Hinzu kam, dass Sven Becker verletzt ausfiel. Sandro Reinhard war angeschlagen. So musste Timo Schmietenknop ins Mittelfeld ausweichen. „Vielleicht haben da auch am Ende ein paar Körner gefehlt“, meinte Hans-Christian Damm.

Rheinpfalz: „Mischung aus Attacke und Rückzug finden“ (11.05.2019)

Regionalligist TG Frankenthal heute beim HC Wacker München gefordert – Morgen zweites Spiel in München beim TuS Obermenzing

Frankenthal. Der Heimauftakt der Restsaison ist Feldhockey-Regionalligist TG Frankenthal mit dem 1:0-Sieg gegen den TEC Darmstadt geglückt. Am bayerischen Wochenende will die Mannschaft nachlegen. Am Samstag (16 Uhr) geht’s bei Wacker München, am Sonntag (12 Uhr) beim TuS Obermenzing um Punkte.
Für die Sehenswürdigkeiten Münchens werden die Spieler der TG Frankenthal am Wochenende wohl eher weniger Sinn haben. Einmal müssen sie im Süden der bayerischen Landeshauptstadt, in Untersendling, beim HC Wacker München ran, am Sonntag schließlich im Münchner Westen beim TuS Obermenzing. Das Ziel ist für TG-Trainer Hans-Christian Damm klar: „Wir wollen sechs Punkte holen. Auch, um die Tabelle wieder geradezurücken.“ Denn im Tableau steht die TG mit 13 Punkten noch auf Rang zwei, einen Zähler hinter Spitzenreiter HTC Würzburg. Allerdings hat Frankenthal auch zwei Spiele weniger bestritten als die Franken, die am Samstag in Wiesbaden ran müssen.Das Wichtigste am 1:0-Erfolg gegen Darmstadt waren vor einer Woche das Resultat und die drei Punkte. Im Offensivverhalten hat Hans-Christian Damm noch den einen oder anderen Punkt entdeckt, den es zu verbessern galt. Entsprechend hat er die Trainingsschwerpunkte unter der Woche gesetzt.

Damm fordert mehr Effizienz
im gegnerischen SchusskreisEin Thema sei zum Beispiel das Verhalten im gegnerischen Schusskreis gewesen. „Wir sind gut in den Kreis gekommen, haben dann aber nicht genügend Strafecken rausgeholt oder Torchancen erspielt“, analysiert der Coach. Gruppentaktisches Verhalten sei daher auf dem Übungsplan gestanden. „Wer steht wann wo am besten? Was sind die Positionen, die besetzt werden müssen, wenn der Ball nach innen kommt?“Das soll im Optimalfall schon am Wochenende greifen. Aufsteiger Wacker München sei schwer einzuschätzen. In sechs Spielen hat der HC vier Punkte geholt. Den TuS Obermenzing schätzt der TG-Trainer als die anspruchsvollere Aufgabe am Wochenende ein. Allerdings sei der TuS schlecht aus der Winterpause gekommen. Einem 1:4 in Würzburg folgte eine 3:4-Heimniederlage gegen Wiesbaden.
30 Kreiseintritte habe er bei der TG nach der Videoanalyse des Darmstadt-Spiels gezählt, berichtet Damm. Drei seien es bei den Südhessen gewesen. Die Leistung der Defensive des Teams sei schwer zu beurteilen.

Die beiden TG-Keeper
teilen sich die ArbeitAuch Thimo Bernet hat bei seinem Pflichtspieldebüt im Kasten der TG einen ruhigen aber kalten Nachmittag verlebt. „So ist das Torwartleben“, sagt Damm. Aber der Neuzugang vom Mannheimer HC sei in der entscheidenden Szene zur Stelle gewesen, als Darmstadt seine einzige Ecke hatte. „Da hat er uns die drei Punkte gesichert.“ Bei der Dienstreise nach München wird er sich die Arbeit mit Oliver Scharfenberger teilen, wie Damm berichtet. Scharfenberger soll gegen Wacker München den Kasten sauber halten, Bernet gegen Obermenzing. Der Kader bleibe im Vergleich zum vergangenen Wochenende unverändert, sagt der Trainer.Eine weitere Lehre, die Damm aus dem Darmstadt-Spiel zieht: „Wir müssen taktisch flexibel bleiben“, fordert er. In der zweiten Halbzeit habe sein Team permanent früh attackiert. Die Folge: Darmstadt befreite sich ständig mit langen Schlenzbällen. Das brachte der TG zwar viel Ballbesitz. Die Stärken der Mannschaft kamen so aber nicht zur Geltung. „Wir müssen uns auch mal zurückfallen lassen, damit wir unser Konterspiel aufziehen können“, betont Damm. Die schnellen Stürmer wie Timo Schmietenknop, Lauritz Fuchs, Johannes Gans oder Alexander Cunningham seien hervorragende Konterspieler. „Da müssen wir uns auch mal zurückziehen und den Gegner auch mal kommen lassen“, sagt Damm.

Rheinpfalz: „Überlegene Frankenthaler benötigen Standardsituation“ (06.05.2019)

Frankenthal. Pflichtaufgabe erledigt: Mit einem 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den TEC Darmstadt ist Feldhockey-Regionalligist TG Frankenthal am Samstag in den Rest der Saison gestartet. Damit hat die Mannschaft von Hans-Christian Damm drei weitere Punkte auf dem Weg zurück in die Zweite Bundesliga eingesammelt. Der Sieg hätte aber höher ausfallen müssen.

Es gibt Ergebnisse, die spiegeln nur ungenügend den Spielverlauf wider. Das 1:0 der TG gegen Darmstadt fällt in diese Kategorie. Frankenthal übernahm quasi vom Anpfiff weg die Kontrolle. Die Turngemeinde war den Südhessen läuferisch und technisch weit überlegen. Etwa drei Minuten dauerte es bis zur ersten Torannäherung. Noch mal drei Minuten später hatte TG-Kapitän Johannes Gans die erste richtig gute Möglichkeit, verzog allerdings mit der Rückhand. In schöner Regelmäßigkeit erspielte sich die TG Chancen, da sie mit mehr Tempo als die Gäste agierte. Die beste hatte Lauritz Fuchs, der in der 17. Minute mit einem sehenswerten Stecher nur die Latte traf. Fuchs hatte vor der Pause noch zwei weitere gute Gelegenheiten, blieb aber ohne Glück.
So fiel das 1:0 – typisch für eine solche Begegnung – durch eine Standardsituation. Marius Haber verwertete die zweite Kurze Ecke der TG mit einem Schlenzer in den von ihm aus linken Winkel. „Ich wollte den Ball einfach irgendwie reinmachen“, sagte Haber. Zuvor war er mit einem flachen Versuch an TEC-Keeper David Leuschner gescheitert. Bei der Chancenverwertung sei noch Luft nach oben, meinte Haber. „In der zweiten Halbzeit war dann irgendwie die Luft raus. Aber Hauptsache, wir haben die drei Punkte. Ein Team, das aufsteigen will, braucht die Zähler.“

TEC bringt nur Schlenzbälle nach vorne
Nach der Pause diktierten die Gastgeber weiter das Geschehen. Was auch daran lag, dass der TEC den Ball oft nur durch lange und hohe Schlenzbälle nach vorne brachte. „Die Gefahr dabei ist, dass mal einer durchrutscht“, so Damm. Doch diese Gefahr erkannte und bannte vor allem Bastian Schneider, der eine starke Partie in der Defensive ablieferte. „Wenn man das Tor nicht trifft, zieht sich das oft durchs ganze Spiel“, sagte Damm. Wichtig seien die drei Zähler. „Am Ende steigt der mit den meisten Punkten auf. Ich gehe nicht davon aus, dass das Torverhältnis entscheidet.“

Darmstadts Coach Hanno Helming, der aufgrund der Personalnot doch die eine oder andere Schicht auf dem Feld schob, hatte „eine gute kämpferische Leistung“ seines Teams gesehen. „Aber es ist klar, dass man gegen die TG nicht 70 Minuten lang verteidigen kann, ohne dass sie sich Chancen erspielt.“ Ein Punktgewinn wäre glücklich gewesen. „Aber wir sind nicht abgeschlachtet worden.“

TG-Keeper Bernet muss nur einmal eingreifen
Der Erfolg geriet nur einmal kurz in Gefahr. Denn die Gäste blieben äußerst seltene Gäste im gegnerischen Schusskreis. Das hatte zur Folge, dass Thimo Bernet bei seinem Pflichtspieldebüt im Kasten der TG nur ein einziges Mal richtig eingreifen musste. In der 61. Minute hatte der TEC seine einzige Strafecke. Doch Bernet entschärfte alle Versuche der Südhessen. „Das ist manchmal nicht so einfach, dann mit dem Kopf da zu sein. Mir war zwischendurch ganz schön kalt“, sagte der 19-Jährige. „Das Ergebnis ist okay. Nur der Sieg zählt.“

In der Tabelle ist die TG mit 13 Punkten auf Rang zwei, einen Zähler hinter Spitzenreiter HTC Würzburg. Allerdings hat Frankenthal zwei Spiele weniger ausgetragen. Am Wochenende ist die TG doppelt gefordert: am Samstag bei Wacker München, am Sonntag beim TuS Obermenzing

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