Kategorie: 1. Herren

Zweite Bundesliga: TG-Herren gegen beide Nürnberger Vereine (22.09.2022)

Am Wochenende geben die beiden Nürnberger Vereine in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga der Herren ihre Visitenkarten auf dem Jahnplatz ab. Gegen die HG Nürnberg (Samstag, 14 Uhr) rechnet sich die TG durchaus etwas aus. Gegen Erstligaabsteiger Nürnberger HTC (Sonntag, 14 Uhr) wird es jedoch ungleich schwerer.

Ein beliebter Gesprächseinstieg für Sportjournalisten ist die Frage: Na, alle fit? Klar, das ist leichte Kost, aber man bekommt schon mal ein Gefühl, wie es so um das Seelenheil des Trainers vor dem Wochenende bestellt ist. Im Falle von Timo Schmietenknop, Trainer der TG-Herren, ist jedoch schon zu hören, dass nicht alle fit sind. Zumindest nicht der Coach selbst. Die Nase ist noch leicht verstopft. Und da schrillen in diesen Tagen die Alarmglocken. Man ist ja schließlich Pandemie-sensibilisiert.

Doch der Übungsleiter gibt auch gleich Entwarnung. Zumindest, was das böse C-Wort angeht. „Die Grippewelle hat uns nach dem Berlin-Wochenende erfasst“, sagt Schmietenknop. Ja, das gibt’s noch: eine einfache Erkältung. Denn: „Alle Tests waren negativ.“

Trainer entspannt

In gar nicht allzu ferner Vergangenheit hätten da bei den TG-Fans und auch bei den Verantwortlichen schon die Sorgenfalten auf der Stirn ihre Furchen gegraben. Doch zumindest der Trainer ist nach außen hin ganz entspannt. Denn der Kader hat in dieser Spielzeit eine Breite, mit der man auch mal den einen oder anderen Ausfall kompensieren kann. Und außerdem gibt Schmietenknop sowieso gleich noch Entwarnung: „Wir hatten unter der Woche einige Ausfälle im Training. Aber die Reihen der Kranken lichten sich.“

Johannes Zurke (Studium) steht für Samstag als Ausfall fest. Für ihn rückt Jonas Stroh in die Defensive. Max Neumeier kommt daher im Mittelfeld zum Einsatz, Noah Frank ist wieder zurück im Kader und soll im Sturm für Betrieb sorgen.

Spielerische Fortschritte

Spielerisch hat Timo Schmietenknop am vergangenen Wochenende Fortschritte bei seinen Schützlingen ausgemacht. Vor allem im Mittelfeld sei es bei den Zehlendorfer Wespen und beim SC Charlottenburg besser gelaufen als noch zum Saisonstart gegen den HTC Stuttgarter Kickers. „Wir waren besser im Aufbau und in der Defensive wacher“, konstatiert Schmietenknop.

Tim Ehret habe seine Rolle als Spielgestalter extrem stark angenommen, Sven Becker habe erneut seine Laufstärke bewiesen und nach hinten gearbeitet. Und Yannick Koch habe seine Stärken im Eins-gegen-eins am Kreis gezeigt. Hinzu kam, dass Alexander Cunningham wohl endlich zum dem konstanten Torjäger geworden ist, wozu er das Talent besitzt, es in der Vergangenheit aber nicht immer abgerufen hat. „Er hat jetzt ein bisschen was umgestellt, ist bei jedem Training dabei. Er hat seine innere Mitte gefunden“, freut sich Timo Schmietenknop. Und er setzt noch einen drauf: „In der Form ist er sogar ein Stürmer für die Erste Liga. Er ist ein Vorbild für alle.“

Arbeitsteilung im Tor

Für die eingangs angesprochene Tiefe im Kader sorgen vor allem die drei Neuen, die von der aufgelösten Herrenmannschaft des Feudenheimer HC nach Frankenthal gekommen sind. Das Trio wird am Wochenende allerdings gesprengt, weil Torben Theobald, der in Berlin sein erstes Tor im TG-Dress erzielte, beruflich verhindert ist.

Schmietenknop ist nach der ersten Saisonphase sehr zufrieden mit den Dreien. Jonas Stroh habe sich in der Verteidigung sehr gut eingefunden. Ludovico Melideo zeige im Sturm viel Engagement. Das trifft auch auf die beiden Keeper zu. Thimo Bernet wird laut Schmietenknop am Samstag gegen die HG Nürnberg spielen, am Sonntag soll Oliver Scharfenberger zwischen die Pfosten. „Er trainiert gut, ist nah an Thimo dran“, sagt Schmietenknop. Für den Sonntag könne er sich auch noch weitere Veränderungen im Kader vorstellen, sagt der Coach. Je nachdem, wer gegen die HGN viele Körner gelassen hat. Johannes Zurke ist auf jeden Fall wieder dabei. Jonathan Wiemer und Lars Schreiner sind weitere Optionen für den Coach, falls für den einen oder anderen zwei Spiele in zwei Tagen zu viel der Belastung sind.

HG „auswärts schwächer“

Die HG Nürnberg schätzt Timo Schmietenknop als heimstarkes Team. „Auswärts sind sie meist etwas schlechter.“ Aber die Mannschaft sei technisch stark. Für seine Schützlinge gelte es, die Räume eng zu machen und die Franken erst gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. „Wenn man ihnen Raum gibt, bekommt man Probleme.“ Über eine starke Verteidigung will die TG drei Zähler holen.

Das wird am Sonntag nicht so einfach. Timo Schmietenknop bezeichnet die Partie gegen Erstligaabsteiger Nürnberger HTC als Bonusspiel. „Das Team ist ähnlich stark wie Frankfurt. Aber wir werden uns teuer verkaufen. Wir dürfen keine dummen Fehler machen, brauchen eine gute Eckenabwehr und müssen selbst viele Ecken holen.“ Denn die Quote bei den Standards hat in der Hauptstadt mit 100 Prozent gestimmt. „Und vielleicht gelingt uns ja am Ende der Lucky Punch“, meint der Coach.

Unter die Rubrik „dumme Fehler“ zählt auch das Kassieren unnötiger Karten in Verbindung mit Zeitstrafen. Es ist eine uralte Sportweisheit, dass man auf der Strafbank kein Spiel gewinnt. In Berlin war das gegen die Wespen ein Thema. Er habe es klar angesprochen, sagt Timo Schmietenknop. Heißt: Wer sich nicht am Riemen reißt, muss fürchten, auch mal nicht im Kader zu stehen. Breit genug ist dieser ja. Doch der Trainer ist sich sicher: „Die Jungs haben es verstanden.“

Lieber Vorbereiter als Vollstrecker (16.09.2022)

Hockey: Nach der Niederlage zum Saisonstart gegen den HTC Stuttgarter Kickers will Feld-Zweitligist TG Frankenthal beim ersten Auswärts-Doppelwochenende der Saison in Berlin die ersten Zähler einfahren. Vier sind wohl realistisch. Ein Neuzugang freut sich auf die Tour in die Hauptstadt.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Torben Theobald hat eine Leidenszeit hinter sich. Eineinhalb Jahre hatte er keinen Hockeyschläger mehr in der Hand, bevor er im Sommer zu TG Frankenthal kam. „Der Knorpel im linken Kniegelenk ist abgestorben“, erzählt der 23-Jährige. Es folgten eine Operation und ein Auslandssemester, was die lange Hockeypause erklärt.

Doch jetzt steht er wieder auf dem Kunstrasen. Gemeinsam mit seinen ehemaligen Teamkollegen vom Feudenheimer HC, Jonas Stroh und Ludovico Melideo, hat sich Theobald der TG angeschlossen. „Die Entscheidung für Frankenthal ist hauptsächlich durch Thimo Bernet zustandegekommen“, erläutert Theobald. Mit dem Keeper habe er schon in Mannheim zusammengespielt. Die beiden sind befreundet.

Kontakt zu Thimo Bernet„Wir waren immer wieder in Kontakt“, sagt der Neuling auf dem Jahnplatz. Und selbstverständlich habe Bernet auch immer wieder mal gefragt, ob sein Kumpel nicht nach Frankenthal wechseln wolle. „Doch erst die Auflösung der Herrenmannschaft beim Feudenheimer HC hat den Startschuss für etwas Neues gegeben“, sagt Torben Theobald.

Da habe er etwas riskieren wollen. „Ich wollte sehen, ob mein Körper auch eine Liga höher als in Feudenheim aushält. Es war eine Herausforderung, die ich mir selbst gestellt habe.“ Die Antwort ist mittlerweile klar: Der Körper spielt mit. Das Knie hält. „Und natürlich hilft es, wenn noch zwei aus der alten Mannschaft mit dabei sind.“

Er sei in Frankenthal herzlich aufgenommen worden, berichtet Theobald. Am wohlsten fühle er sich in der Offensivabteilung. „Ich habe eigentlich schon immer im Sturm gespielt“, erzählt er. Am liebsten wirbelt er auf Linksaußen. Offensives Mittelfeld gehe auch. Dabei sei er nicht der große Vollstrecker. „Ich bin eher der Vorbereiter, spiele den letzten Pass.“ Ludovico Melideo, der mit ihm von Feudenheim über den Rhein kam, sei eher fürs Toreschießen zuständig. Also wäre es die optimale Kombination, wenn er dem neuen alten Teamkollegen ein Tor auflegt? „Ja, irgendwie schon“, sagt er und lacht.

Egal, welchen Pass er spielt: Dabei wird er auf jeden Fall sein Stirnband tragen. Das ist sein Markenzeichen. Das macht ihn für die Fans auf dem Jahnplatz einfach zu identifizieren. „Ich hatte mal lange Haare. Da habe ich das mit dem Stirnband angefangen. Mittlerweile ist es Routine geworden. Wenn ich das Stirnband anziehe, dann weiß ich, dass losgeht.“

Torben Theobald freut sich auf das bevorstehende Doppelwochenende in Berlin. Am Samstag (14.30 Uhr) ist die TG bei den Zehlendorfer Wespen gefordert. Am Sonntag (13 Uhr) geht’s bei Aufsteiger SC Charlottenburg um Punkte. Vier Stück wolle die TG mitnehmen, sagt Torben Theobald, der in Mannheim wohnt und an der Hochschule Worms Handelsmanagement studiert. Am wahrscheinlichsten ist wohl ein Remis bei den Wespen, die in der Vergangenheit immer ein unbequemer Gegner waren und die mit einem 2:0-Sieg beim TuS Lichterfelde gestartet sind, und ein Sieg beim SC Charlottenburg. Der verlor zum Auftakt 1:6 beim TC BW Berlin.

Gegen beide Berliner Teams habe er im Aktivenbereich noch nicht gespielt, sagt Torben Theobald. „Aber in der Zweiten Bundesliga ist jedes Team griffig“, betont er. In der Jugend habe er mit den Mannheimern aber einige Doppelwochenenden bestritten. „Da hat man als Spieler richtig Bock drauf. Da entsteht immer ein schönes Mannschaftsgefühl“, sagt der 23-Jährige.

Einmaliges Berlin-Wochenende (19.09.22)

Hockey: Zweitligist TG Frankenthal schnürt Vier-Punkte-Paket in Hauptstadt – Astreine Eckenquote

Von Christian Treptow

 Ein Remis, ein Sieg: Mit der angepeilten Ausbeute von vier Zählern sind die ersten Herren der TG Frankenthal vom Zweitliga-Wochenende in Berlin zurückgekommen. Dem 2:2 am Samstag bei den Zehlendorfer Wespen folgte ein souveräner 6:2-Erfolg beim SC Charlottenburg.

Vier Punkte hatte TG-Stürmer Torben Theobald vor dem Wochenende als Ziel für die TG ausgegeben. Vier Punkte sind es am Ende auch geworden. Also: Soll erfüllt. Wobei mehr drin gewesen wäre. Denn am Samstag bei den Zehlendorfer Wespen führte die TG früh 2:0, brachte diesen Vorsprung aber nicht über die Zeit, weil sie sich zu viele Undiszipliniertheiten in Form von Meckereien leistete. Die Gelben und Grünen Karten als Folge in Verbindung mit entsprechender Unterzahl waren dann eine zu schwere Hypothek.

Aber immerhin gab’s den erhofften Zähler in Zehlendorf. Auch wenn TG-Trainer Timo Schmietenknop hernach haderte, dass es auch drei hätten sein können. „Wir waren in der ersten Halbzeit extrem überlegen, hatten auch die Chance zum 3:0. Wenn wir das machen, ist die Partie gelaufen“, meinte der Coach. Insofern sei das Remis nicht verdient für die Wespen gewesen, aber eben folgerichtig. „Die Wespen waren am Anfang völlig von der Rolle. Wir haben uns über die Karten aus dem Spiel gebracht.“

Die Disziplin war am Sonntag kein Thema mehr. Gegen den SC Charlottenburg gewann die TG leicht und locker 6:2 und hatte damit vier Punkte im Gepäck auf der Heimfahrt in die Pfalz. „Es war ein Pflichtsieg gegen einen Aufsteiger, der vom Athletischen her überfordert war“, bilanzierte Timo Schmietenknop.

Analog zum Spiel am Samstag ging die TG auch gegen den SCC früh in Führung. Nach knapp zehn Minuten stand es schon 3:0 für die Gäste. Alexander Cunningham, Marc Beck und Dominik Seel hatten getroffen. Beck erwies sich dabei einmal mehr als sicherer Siebenmeter-Schütze. Er hatte schon zum Auftakt gegen den HTC Stuttgarter Kickers getroffen und sollte im Verlauf der Partie in Berlin ein weiteres Mal aus sieben Metern Entfernung zum Zuge kommen. Wieder verwandelte er souverän.

Manuel Eck und Torben Theobald komplettierten die Frankenthaler Torschützen. Für Theobald, der zusammen mit Ludovico Melideo und Jonas Stroh vom Feudenheimer HC zur TG gekommen war, war es das erste Tor im TG-Dress. Sowohl Theobald als auch Eck trafen jeweils per Strafecke. Damit hatte die TG an diesem Wochenende in Berlin eine Quote von 100 Prozent. Und da musste Timo Schmietenknop gar nicht lange nachdenken: „Nein, das hatte ich in meiner Karriere bei einem Berlin-Wochenende noch nie.“

Jetzt gelte es, nachzulegen. Am kommenden Wochenende wird’s fränkisch auf dem Jahnplatz. Am Samstag kommt die HG Nürnberg, am Sonntag der Nürnberger HTC. „Wir haben das Potenzial, um oben mitzuspielen“, betont Schmietenknop. Und schiebt noch nach: „Wenn wir unsere Leistung bringen.“

Aufbauhilfe für den Gegner (12.09.2022)

Hockey: Die ersten Herren der TG Frankenthal sind mit einer Niederlage in die neue Saison in der Zweiten Bundesliga gestartet. Die TG unterlag am Samstag zu Hause dem HTC Stuttgarter Kickers 2:3 (0:2). Den Gastgebern gelang es erst spät, Druck aufzubauen. Doch dann wurde es noch einmal spannend.

Von Frank Geller

 
Frankenthal. Die Partie schien beim Stand von 0:3 aus TG-Sicht bereits entschieden zu sein, als Verteidiger Marc Beck in der 46. Spielminute einen Siebenmeter verwandelte und damit den Anschluss herstellte. Die Gäste aus Stuttgart erwiesen sich zwar weiter als konterstarke Mannschaft, brachten den Ball aber nicht mehr im von Thimo Bernet gehüteten Tor unter. Der TG-Keeper hatte entscheidenden Anteil daran, dass seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt nicht bereits höher zurücklag. Wie schnell es im Hockey gehen kann, zeigte sich in der Schlussphase. Coach Timo Schmietenknop nahm seinen Torwart aus dem Spiel, wechselte Verteidiger gegen zusätzliche Stürmer aus und beorderte seine komplette Truppe nach vorne.

Der Lohn des späten Offensivdrangs: Mit seinem Treffer zum 2:3 (58.) setzte Dominik Seel die Kickers tatsächlich noch einmal unter Druck. In der letzten Spielminute hielt das Stuttgarter Lager die Luft an, ein Unentschieden schien plötzlich im Bereich des Möglichen zu sein. Die TG bekam hintereinander zwei Strafecken zugesprochen. Doch die wurden viel zu schlampig ausgeführt. „Einen Punkt hätten wir heute nicht wirklich verdient gehabt“, bekannte Timo Schmietenknop nach dem Abpfiff gegenüber der RHEINPFALZ.

Den Saisonauftakt hatte sich der TG-Coach ganz anders vorgestellt: „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und haben uns viel für die Saison vorgenommen. So wird es aber nicht gehen. Wir haben es den Stuttgartern in den ersten drei Vierteln viel zu leicht gemacht.“ Schmietenknop haderte mit der Leistung seiner Spieler: „Jeder war mit sich selbst beschäftigt. In den Zweikämpfen waren wir nicht zwingend genug, unsere Chancenverwertung war eine Katastrophe, und mit unseren Fehlpässen haben wir die Kickers regelrecht zu Kontern eingeladen.“

Tim Ehret blies ins gleiche Horn: „Wir hätten uns viel besser gegen Konter absichern müssen. Wir wussten ja, dass die schnellen Stuttgarter da brandgefährlich sind.“ Was den neuen Kapitän der Frankenthaler ebenfalls ärgerte: „Wir haben zu wenig aus unseren Überzahl-Situationen gemacht.“ Davon gab es einige. Die Gäste handelten sich zwei Grüne Karten ein, und als Timm Berger im letzten Viertel Gelb sah, hatte die TG sogar fünf Minuten am Stück einen Mann mehr auf dem Platz.

Cleverer präsentierten sich die Kickers, vor allem in der ersten Halbzeit. Während Alexander Cunningham, Yannick Koch und Sandro Reinhard für die Gastgeber gute Einschussmöglichkeiten vergaben, lauerten die Gäste mit gutem Stellungsspiel auf Gegenstöße. Nach einer Balleroberung ging es dann schnell nach vorne. HTC-Stürmer Nicolas Vogt erwischte die Abwehr der TG unsortiert (8.), Keeper Thimo Bernet war chancenlos. Die Gäste blieben gefährlich, holten bei ihren Angriffen zwei Strafecken heraus. Und die saßen: Die erste verwandelte Kai Schewe zum 0:2 (16.), die zweite netzte Lucca Epple ein – 0:3 (41.).

„Frankenthal war ungewohnt unkonzentriert, das haben wir genutzt“, sagte HTC-Trainer Till Ziemssen. „Nachdem wir in der vergangenen Rückrunde kein Spiel gewonnen hatten, war der Sieg sehr wichtig für den Kopf.“ Von einem „Schuss vor den Bug“ sprach TG-Coach Timo Schmietenknop. „So werden wir unser Ziel, am Ende Dritter zu werden, nicht erreichen. Die unnötige Niederlage hat die Mannschaft vor dem Berlin-Wochenende hoffentlich wachgerüttelt.“

Debüt für TG-TrioIhr erstes Pflichtspiel für die TG absolvierten Jonas Stroh, Ludovico Melideo und Torben Theobald, die alle drei vom Feudenheimer HC an den Jahnplatz gewechselt sind. Vom Team fühlen sie sich gut aufgenommen, zum Einstand hätten sie sich jedoch einen Sieg gewünscht. „Wir haben viele Bälle in den Schusskreis gebracht, waren im Abschluss aber zu ungenau“, befand Melideo. „Wir sind eine junge Truppe, die richtig Lust auf Hockey hat“, meinte Stroh. „Gegen Stuttgart haben wir nicht gezeigt, was wir können.“ Theobald ergänzte: „Dass wir einen Gegner unter Druck setzten können, hat man im letzten Viertel gesehen.“

Andere Ansprüche (10.09.2022)

Vor der Saison: Mit einem in der Theorie breiteren Kader gehen die Herren der TG Frankenthal in die neue Saison der Zweiten Feldhockey-Bundesliga. Erster Gegner ist auf dem Jahnplatz am Samstag (14 Uhr) der HTC Stuttgarter Kickers. Nach dem souveränen Klassenverbleib in der vergangenen Saison schielen Trainer Timo Schmietenknop und seine Truppe nach höheren Tabellenregionen.

Von Christian Treptow 
Frankenthal. 26 – so viele Spieler stehen TG-Trainer Timo Schmietenknop in dieser Saison zur Verfügung. Jedenfalls auf dem Papier. Denn das ist ja bekanntlich geduldig. Und so schlägt Timo Schmietenknop erst mal die Stirn in Falten, als er auf die Vorbereitung der TG-Herren zu sprechen kommt. Denn analog zu Damencoach Tobias Stumpf musste auch der Herrentrainer immer wieder auf Spieler verzichten, die ihren Urlaub nicht so gelegt hatten, dass er mit der Vorbereitung korrespondiert. Erst in der vergangenen Woche, sei der Kader annähernd vollständig gewesen. „Vergangene Saison gab’s da noch Strafen. Darauf habe ich diesmal verzichtet“, sagt Schmietenknop. Und sein Lächeln verrät, dass das im kommenden Sommer wohl wieder anders werden wird.

Unterm Strich fehlten seinen Schützlingen damit zwei Wochen Vorbereitung. Weshalb der Übungsleiter damit rechnet, dass sein Team erst am kommenden Wochenende bei den beiden Spielen in Berlin bei 100 Prozent angekommen ist. Im taktischen Bereich seien die Spieler schon weiter, was auch daran liegt, dass Schmietenknop, der wieder Co-Trainer Hans Damm zur Seite hat, ähnlich wie im American Football den Spielern eine Art Playbook geschickt hat. Darin ist auf über 40 Seiten aufgezeichnet, wie sich jeder Einzelne beim Pressing verhalten soll. „Das hat gut geklappt, die Jungs haben das gut umgesetzt.“

Trio aus FeudenheimEntgegengekommen ist der TG, dass sich die Herrenmannschaft des Feudenheimer HC aufgelöst hat. Drei Akteure aus Mannheim sind bei der TG gelandet und machen den Kader breiter: Ludovico Melideo sowie Jonas Stroh und Torben Theobald. Melideo sei vom Typ her wie Fridolin Lüschen, meint Schmietenknop. „Ein typischer Kreisstürmer.“ Stroh sei stark in der Defensive und erinnere mit seiner Laufstärke und Schnelligkeit an Johannes Zurke. An Torben Theobald sei er schon zwei, drei Jahre dran gewesen, sagt der Coach. „Er ist von den Dreien am variabelsten. Er ist quirlig und technisch stark“, sagt Schmietenknop über den Neuen, der in Mittelfeld und Sturm zum Einsatz kommen kann.

Grundsätzlich sei es ein gutes Gefühl, wenn die Leute aus Mannheim wieder rüberkommen in die Pfalz, gibt Timo Schmietenknop unumwunden zu. Und davon hat die TG in der jüngeren Vergangenheit schon profitiert. Aktuellstes Beispiel ist Tim Ehret, der vom Mannheimer HC nach Frankenthal kam und jetzt die Geschicke im Mittelfeld leitet.

Welchen Stellenwert er in der Mannschaft mittlerweile genießt, zeigt die Tatsache, dass ihn das Team zum neuen Kapitän gewählt hat. Routinier Sven Becker und Yannick Koch, der an Muskelmasse zugelegt hat, sind neben Ehret in der Schaltzentrale für die Impulse zuständig. Wobei vor allem Koch mit seinen technischen Fähigkeiten im Eins-gegen-eins immer wieder Lücken reißen kann.

Bernet in guter FormDen Anfang dieser Wanderbewegung hat Thimo Bernet gemacht. Der Keeper sei schon in einer „galaktisch guten Form“ und habe entsprechend auch die Nase vorn, was den Starterjob für das Spiel gegen Stuttgart betrifft. Aber: „Oliver Scharfenberger ist näher dran als in der vergangenen Saison“, betont der Trainer. Druck bekommt das Duo von Julius Wagner. „Er wird von Woche zu Woche stärker. Und er wird auch seinen Einsatz in dieser Saison bekommen. Wir sind auf dem Weg, drei gute Bundesliga-Torhüter zu haben“, frohlockt Timo Schmietenknop. Da wird der Konkurrenzkampf entsprechend sein, was dem Coach nur recht sein kann.

Das mit dem Konkurrenzkampf gilt auch für die Abteilung Attacke. „Im Sturm haben wir jetzt ein Überangebot“, sagt der Trainer. Das bedeutet, dass Schmietenknop wieder in Sachen Umschulung aktiv wird. Max Neumeier soll zum Mittelfeldspieler umfunktioniert werden.

Großer Kader hilft„Die Herausforderung ist, dass alle glücklich sind“, weiß Timo Schmietenknop. Aber er ist sich auch bewusst, dass man einen großen Kader braucht, um gut durch die Saison zu kommen. „Wir brauchen einen 20-Mann-Kader. Es gibt immer Verletzungen, oder einer kann mal nicht. Wir waren schon mal in Berlin und haben mit Bernet im Sturm gespielt.“ Aber er weiß auch, dass er von Spiel zu Spiel unangenehme Entscheidungen treffen muss. „Das habe ich in der Mannschaft auch schon angekündigt. Ich hoffe, die Spieler sehen das als Motivation.“

Seinen Schützlingen bescheinigt Timo Schmietenknop eine gute Athletik und viel Engagement. Man werde eine ehrgeizige und siegeshungrige Mannschaft sehen, verspricht er. „Die Jungs haben die Nase voll von Unentschieden“, verweist er auf die Rückrunde der vergangenen Spielzeit.

Ziel: Platz dreiUnd damit ist auch die Anspruchshaltung auf dem Jahnplatz auf einmal eine andere. Klar, oberste Maxime ist weiterhin, erst mal den Klassenverbleib zu sichern. Doch die Leistungen in der vergangenen Runde haben Lust auf mehr gemacht. Absteiger SC 1880 Frankfurt mit Johannes Gans sei wohl der erste Anwärter auf die Meisterschaft. Platz drei sei aber mit einer konstanten Leistung drin, meint der Coach.

Die ersten Punkte auf dem Weg sollen am Samstag gegen den HTC Stuttgarter Kickers eingefahren werden, traditionell ein unangenehmer Gegner. Die Duelle mit den Schwaben sind in der Regel eng. „Stuttgart ist sehr robust und konterstark. Wir dürfen ihnen nicht viel Luft zum Atmen lassen und müssen einfache Ballverluste vermeiden“, fordert der TG-Trainer.

Der Kader der TG

Tor: Thimo Bernet, Oliver Scharfenberger, Julius Wagner; Abwehr: Marc Beck, Manuel Eck, Sandro Reinhard, Bastian Schneider, Jonas Stroh, Simon Taubert, Johannes Zurke; Mittelfeld: Sven Becker, Tim Ehret, Constantin Holzhauser, Yannick Koch, Lars Schreiner, Torben Theobald; Sturm: Sven Beringer, Lel Brugger, Alexander Cunningham, Noah Frank, Vincent Martens, Ludovico Melideo, Max Neumeier, Dominik Seel, Jonathan Wiemer, Luca Zerm.

Die Hinrunde der TG

10. September (14 Uhr): TGF – HTC Stuttgarter Kickers; 17. September (14.30 Uhr): Zehlendorfer Wespen – TGF; 18. September (13 Uhr): SC Charlottenburg – TG Frankenthal; 24. September (14 Uhr): TGF – HG Nürnberg; 25. September (14 Uhr): TGF – Nürnberger HTC; 1. Oktober (14 Uhr): SC Frankfurt 1880 – TGF; 8. Oktober (14.30 Uhr): TGF – TuS Lichterfelde; 9. Oktober (14 Uhr): TGF – TC Blau-Weiss Berlin; 16. Oktober (12 Uhr): Wiesbadener THC – TGF.

 

Souverän mit kleinen Fehlern (06.07.2022)

Saisonbilanz: Nur einmal hat sich die TG Frankenthal in der abgelaufenen Hockey-Zweitligasaison einen Totalausfall geleistet. Ansonsten spielte und kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Timo Schmietenknop souverän in Richtung Klassenverbleib. Vor allem im Mittelfeld ist die Leistungsdichte hoch. Doch der Coach hat auch eine Baustelle ausgemacht.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Selbstverständlich fällt noch mal der Name Johannes Gans, wenn man auf die Saison 21/22 in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga der TG Frankenthal zu sprechen kommt. Der hochveranlagte Offensivspieler zog es nach seinem Aufenthalt in Kanada in Richtung Frankfurt zum SC 1880. Doch in der kommenden Saison kommt Gans wieder nach Frankenthal. Denn der SC stieg ab und misst sich in der Spielzeit 22/23 mit der TG. „Natürlich hätte ich ihm die Erste Liga gegönnt. Aber ich freue mich immer, wenn er nach Frankenthal kommt – egal in welchem Trikot“, sagt TG-Trainer Timo Schmietenknop.Sein Team hat erneut eine gute Runde hingelegt. 21 Punkte, Platz sechs (punktgleich mit dem Vierten Stuttgarter Kickers) sind die nackten Zahlen unterm Strich. Abseits der reinen Ergebnisse hatte man aber nie das Gefühl, dass die TG in akute Abstiegsgefahr kommen könnte. Dank der Mithilfe der Konkurrenz war der Klassenverbleib schon zum Strohhutfest gesichert.

Schulnote Zwei minus Schmietenknop gibt seinen Schützlingen die Schulnote Zwei minus. „Es war eine spannende Saison. Wir haben viel ausprobiert. Die Vorbereitung war schwierig.“ Positiv vermerkt der Coach: „Wir haben immer die Chance zu gewinnen.“ Lediglich beim 2:5 in Nürnberg habe man sich einen Totalausfall geleistet. Die Saison abgeschlossen hat die TG mit vier Remis. „Es waren immer wieder einfache Fehler dabei. Die muss man abstellen, wenn man oben mitspielen will.“

Ja, ein Spieler wie Johannes Gans habe wegen seiner individuellen Fähigkeiten gefehlt. „Aber so waren wir spielerisch stärker. Wir haben es gut umgesetzt, hatten eine ordentliche Eckenquote.“ In der offensiven Schaltzentrale war die Last auf mehrere Schultern verteilt. Tim Ehret ist endgültig in Frankenthal angekommen und hat seine Qualitäten als Taktgeber im offensiven Mittelfeld unter Beweis gestellt. Yannick Koch hat überragende technische Fähigkeiten. Schmietenknop nennt ihn schon „tragende Säule und unstoppbar“. Und auch Max Neumeier sei zum Ende der Spielzeit immer besser in Schwung gekommen.

Hinzu kommt noch Sven Becker, der offenbar mit jedem Jahr besser wird. „Und fitter“, ergänzt Schmietenknop. „Im Mittelfeld tummeln sich bei uns viele intelligente Spieler. Da werden wir in Zukunft noch viel Freude haben. Das Mittelfeld ist unser Prunkstück“, schwärmt der Coach.

Der Klassenverbleib sei eine Teamleistung gewesen. Doch ein Akteur ragte regelmäßig heraus. Keeper Thimo Bernet hat der TG mit zahlreichen Paraden so manchen Zähler festgehalten und sich zur klaren und unangefochtenen Nummer eins im Feld gemausert. „Er war vor allem bei den Ecken stark“, lobt Timo Schmietenknop seinen Torwart. Die Problemzone der TG war der Angriff. 37 geschossene Tore sind noch ausbaufähig. „Wir waren im Kreis oft zu verspielt.“

In der Abwehr konnte sich die TG auf Kapitän Bastian Schneider, Routinier Marc Beck, Manuel Eck, Johannes Zurke und Sandro Reinhard verlassen. Letzterer hat, nachdem er schon in der Halle in der Defensive eingesetzt wurde, die Wandlung vom Offensivmann zum Abwehrspieler vollzogen. „Es war eine seiner besten Saisons in Frankenthal“, lobt Timo Schmietenknop den Schweizer. „Im letzten Spiel in Stuttgart hat er sogar freier Innenverteidiger gespielt. Er hat auf jeden Fall einen Sprung nach vorne gemacht. Und wenn die einzelnen Spieler besser werden, dann heißt das, dass wir als Trainerteam auch einen guten Job machen“, erläutert der Coach.

Trotzdem: Das Thema Verteidigung wird auch eins bis zum Ende der Transferperiode am 1. August sein. Denn Timo Schmietenknop macht keinen Hehl daraus, dass er es gerne sehen würde, wenn der Kader der TG in der Breite noch besser aufgestellt wäre. „Wir hatten immer wieder Probleme durch Verletzungen. Man braucht einen breiten Kader, um das aufzufangen.“

Zwei Alternativen hat die TG mit Lars Schreiner und Jonathan Wiemer zur Feld-Rückrunde bekommen. Doch die Verantwortlichen sind auf der Suche nach weiteren Spielern – nicht nur im eigenen Nachwuchs.

„Man braucht die Bereitschaft und die Einstellung im Kopf, wenn man in der Mühle Hockey-Bundesliga drin ist. Vorbereitung, Training, bei den Spielen ist man ein Wochenende auf Tour“, nennt Schmietenknop die Herausforderung für junge Spieler.

Der Coach selbst wird sich auch in der kommenden Spielzeit wieder der Herausforderung an der Seitenlinie stellen. „Auf jeden Fall für die Feld-Hinrunde und die Hallensaison. Dann müssen wir mal schauen, wie es beruflich bei mir weitergeht“, sagt Timo Schmietenknop. Hans Damm wird ihm dabei weiter als Co-Trainer zur Verfügung stehen. „Er wird gut angenommen von den Jungs.“

Das Ziel in der nächsten Saison soll dann sein, sich weiter in die oberen Regionen der Tabelle der Südgruppe der Zweiten Bundesliga zu orientieren. Und in der Halle soll natürlich die Erste Bundesliga weiter in der Halle Am Kanal präsentiert werden. Die TG wolle weiter eine gute Anlaufstelle und ein Sprungbrett für talentierte Spieler sein. Die können ab 14. Juli, wenn die TG in die Vorbereitung auf die nächste Saison einsteigt, zeigen, was sie können.

Auf gutem Weg

Die TG Frankenthal hat gezeigt, dass sie zurecht in der Zweiten Liga spielt. In Zukunft wird viel vom Nachwuchs abhängen.

Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat sich unterm Strich ohne größere Schwierigkeiten den Ligaverbleib gesichert. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn aus einem der vier Remis zum Saisonabschluss ein Sieg geworden wäre.

Die TG-Herren sind auf einem guten Weg. Trainer Timo Schmietenknop hat dem Team taktische Variabilität verpasst und findet in der Ansprache offenbar den richtigen Ton. Von seiner Erfahrung profitieren vor allem die jungen Spieler, wie zum Beispiel Yannick Koch. Der Blondschopf zeigt regelmäßig, dass er die Stütze im Mittelfeld der TG in naher Zukunft sein kann.

Das Problem: Die Leistungen der TG bleiben der Konkurrenz nicht verborgen. Spieler wie Koch oder Keeper Thimo Bernet wecken Begehrlichkeiten. Da wird es auch in Zukunft umso wichtiger sein, dass aus dem eigenen Nachwuchs regelmäßig Spieler zum Kader der ersten Herren stoßen. Denn große finanzielle Sprünge werden auch weiterhin nicht möglich sein.

Viertes Remis zum Abschluss (13.06.2022)

Hockey: Dreimal spielte die TG Frankenthal zuletzt in der Zweiten Bundesliga unentschieden. Am Sonntag, im letzten Saisonspiel bei den Stuttgarter Kickers, folgte das vierte Remis. Auch wenn er sich einen Sieg zum Abschluss gewünscht hätte, war TG-Trainer Timo Schmietenknop zufrieden.

Von Stefan Tresch

 
Stuttgart. 2:2 gegen den Ludwigsburger HC, 3:3 gegen Blau-Weiss Berlin, 2:2 gegen die Zehlendorfer Wespen – und nun erneut 2:2 gegen die Stuttgarter Kickers. Zuletzt sammelten die Frankenthaler die Punkte einzeln ein. Egal, wo die Gegner in der Tabelle standen. Der letzte Sieg ist datiert auf den 14. Mai. Da schlugen die Frankenthaler den Absteiger Berliner SC mit 9:0 auf dem Jahnplatz. Ein Gegner, der allerdings auch kein Zweitliganiveau aufwies.

Corona hat in den vergangenen beiden Wochen den Trainingsbetrieb der Frankenthaler noch einmal ordentlich gestört. „Wir konnten in den vergangenen 14 Tagen kaum trainieren“, sagte Schmietenknop vor der Partie. Mutmaßlich könnten die Frankenthaler Feiertage, das Strohhutfest, der Grund für die Ausfälle gewesen sein. Da war es im Festzelt der TG nicht zu vermeiden, nah „am Gegner“ zu stehen. So fehlte in Stuttgart nicht nur Mannschaftskapitän Bastian Schneider, passen musste ebenfalls Johannes Zurke. Somit stand für die TG ein jüngeres Team auf dem Platz als gewohnt. Alexander Eckert habe sich zur Verfügung gestellt, obwohl er noch nicht zu 100 Prozent fit gewesen sei, lobte der Coach.

Beiden Mannschaften haben laut Schmietenknop die tropischen Temperaturen einiges abverlangt. Beide Teams konnten aber auch gelassen in die Begegnung gehen, denn sportlich stand nicht mehr wirklich etwas auf dem Spiel. Im Falle eines Sieges der Frankenthaler hätte die TG mit Stuttgart den Platz in der Tabelle getauscht. Punktgleich mit jeweils 21 Zähler schließen nun beide die Saison ab, die Stuttgarter aufgrund des besseren Torverhältnisses auf Rang vier.

Spielerisch, so musste es Schmietenknop nach der Begegnung eingestehen, hatten die Frankenthaler in der Anfangsphase Glück. „Stuttgart hatte da einige hochkarätige Chance. Meine Mannschaft war in dieser Phase noch nicht richtig auf dem Platz“, bilanzierte der TG-Coach. Während die Gäste diese Anfangsphase unbeschadet überstanden haben, fiel dann im zweiten Viertel doch der Führungstreffer für die Stuttgarter durch Luca Andreas Epple (19.). Es sollte der einzige Treffer in der ersten Hälfte bleiben.

Nach dem Wechsel sorgte Noah Frank (37.) für den Ausgleich und Dominik Seel brachte die Frankenthaler nach einer Strafecke mit 2:1 (45.) in Führung. „Wir hätten dann im letzten Viertel noch einen Siebenmeter zugesprochen bekommen müssen, als ein Stuttgarter den Ball nach einer Strafecke mit dem Körper auf der Torlinie abwehrte. Das 3:1 wäre sicher der Sieg gewesen“, meinte Schmietenknop. So war es Sten Bandenstein, der vier Minuten vor Ende der Spielzeit nach einer Strafecke mit dem 2:2-Ausgleich den Punkt für Stuttgart rettete.

Aufgrund der tropischen Temperaturen sei es nicht wirklich ein schnelles Spiel gewesen. Doch Timo Schmietenknop zeigte sich auch angesichts der Ausfälle mit dem Unentschieden „sehr zufrieden“.

Zweite Bundesliga: Zwei Remis für TG-Herren in Berlin (23.05.2022)

Mit zwei Unentschieden haben die Herren der TG Frankenthal das Wochenende in Berlin abgeschlossen. Nach dem 2:2 am Samstag bei den Zehlendorfer Wespen gab es am Sonntag ein 3:3 beim TC Blau-Weiss Berlin. Beide Spiele hätte die TG gewinnen können, sagt TG-Coach Timo Schmietenknop. Und doch freut er sich auf ein entspanntes Strohhutfest.

Schon am Samstag sagte Timo Schmietenknop im RHEINPFALZ-Gespräch, dass sein Team eigentlich hätte gewinnen können. Und auch am Sonntag kamen ähnliche Töne aus dem Telefon. Sein Team hatte beim TC BW Berlin 0:2 zurückgelegen, dann 3:2 geführt und noch das 3:3 kassiert. Die Gastgeber hätten mit einer Schlussecke noch den Sieg holen können. „Wir hatten aber davor schon Chancen für das vierte und fünfte Tor“, meinte Schmietenknop. Manuel Eck, Alexander Cunningham und Yannick Koch waren die Torschützen der Frankenthaler. Letzterem bescheinigte Schmietenknop erneut eine überragende Leistung. Sein Tor sei technisch brillant gewesen. „Er ist ein echter Leistungsträger und hat erneut gezeigt, wie wertvoll er ist.“ Richard Henk habe bei seinem Debüt eine gute Leistung gezeigt, aber in der Defensive noch Luft nach oben.

Entspannt aufs Strohhutfest

Schmietenknop und seine Schützlinge wollen trotzdem entspannt Strohhutfest feiern. „Wir sind jetzt Dritter mit 20 Punkten. Da müsste schon viel passieren. Und die Teams hinter uns nehmen sich noch gegenseitig die Punkte weg“, sagte er. Die TG hat sechs Punkte Vorsprung auf den Vorletzten, die Zehlendorfer Wespen, aber auch als einziges Team schon 15 Partien absolviert. Der Großteil der Südgruppe der Zweiten Bundesliga war erst 13-mal auf dem Feld.

Das Saisonfinale ist für die TG am 12. Juni beim HTC Stuttgarter Kickers. Das kommt dem Team ganz gelegen, gibt die Pause doch auch Zeit, diverse Wehwehchen auszukurieren. Sven Becker und Marc Beck haben jeweils eine Oberschenkelzerrung, informierte der Coach. Sven Beringer sei weiter angeschlagen, Noah Frank habe einen Ball aufs Knie bekommen.

Flottes Spiel gegen Ludwigsburg (16.05.2022)

Hockey: Vier Punkte aus den letzten Heimspielen holte Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal. Beim 2:2 (1:2) bot der HC Ludwigsburg am Sonntag auf dem Jahnplatz einen offenen Schlagabtausch. Dafür war Schlusslicht Berliner HC am Samstag zu schwach. Das Spiel endete 9:0 (6:0) für die TG.

Von Stefan Tresch

 
Frankenthal. Die TG steht nun mit 18 Zählern auf dem vierten Tabellenplatz, nur drei Punkte hinter dem Tabellenzweiten TuS Lichterfelde.

Ein flottes, hart umkämpftes Zweitligaspiel sahen die rund 130 Zuschauer am Sonntag am Jahnplatz. Sowohl Ludwigsburg als auch die TG Frankenthal gingen von Beginn an konzentriert ans Werk und waren bemüht, den Gegner möglichst weit vom eigenen Kreis wegzuhalten. Das gelang auf beiden Seiten sehr ordentlich. Über die gesamte Spieldauer hatten die Frankenthaler vielleicht ein Chancenplus. Doch die Ludwigsburger waren überaus effektiv. Viel mehr Chancen als die zwei, die aus Sicht der Gäste zu Toren führten, hatten die Ludwigsburger nicht. Aber sie gingen zweimal in Führung, weil sie in den jeweiligen Situationen recht schnell agierten, sowohl beim 0:1 durch David Hanel (7.) als auch beim 1:2 durch Luis Seifert (27.).

Positiv: Die TG Frankenthal ließ sich von diesen Rückständen überhaupt nicht beeindrucken, sondern suchte sofort wieder ihr Glück in der Offensive. Tim Ehret (20.) nach einer Strafecke und Alexander Cunningham (37.) brachten die TG wieder zurück ins Spiel. Am Ende war es eher die TG, die auf Sieg spielte. „Haltet den Ball. Wir brauchen den Punkt“, rief Gästespieler Severin Schmidt seinen Jungs in den Schlussminuten immer wieder zu. Da machte die TG Dampf. Ein Torerfolg wollte jedoch nicht mehr gelingen.

Beide Trainer, Marc Haller (TCL) und Timo Schmietenknop (TG), waren am Ende mit dem Punkt zufrieden und empfanden ihn als leistungsgerecht. Haller lobte die kampf- und spielstarke TG, aber auch sein eigenes Team: Das sei viel besser gewesen als am Tag zuvor bei den Stuttgarter Kickers. Da habe der TCL aber vielleicht mehr Kraft gelassen als die TG gegen Berlin. Auch Schmietenknop war voll des Lobes für seine Mannschaft. Dass der HCL nur wenige Chancen benötige, sei bekannt gewesen. Die TG habe ihre Sache gut gemacht.

Pflichtaufgabe Berlin gelöstWeil die TG auch konzentriert gegen den Tabellenletzten Berliner HC auf den Platz ging, die Begegnung nicht von Beginn an als Sieg einbuchte, war diese Partie am Samstag ein leichtes Spiel. Vom Start weg machten die Frankenthaler Druck auf den HC, der allerdings nur mit einem Rumpfteam angereist war. Gerade einmal zwei Auswechselspieler saßen anfangs auf der Bank. Nachdem sich Bruno Wienert (25.) an der Hand verletzt hatte, war es nur noch einer. Bei den hohen Temperaturen war es da für die Berliner mit steigender Spieldauer schwierig, mitzuhalten. Die Begegnung war zur Halbzeit entschieden, weil die TG konzentriert loslegte – mit einer Traumquote beim Verwandeln der Strafecken. Die ersten beiden saßen: 1:0 Bastian Schneider (13.), 2:0 Yannick Koch (16.). Danach war es ein lockeres Spiel für die Frankenthaler. Max Neumeier (21.) Noah Frank (22., 26.) erhöhten auf 5:0. Satt setzte Alexander Cunningham einen Ball ins Gehäuse zum 6:0-Pausenstand (29.). Kaum auf dem Platz war Frank erneut zur Stelle und erhöhte auf 7:0. Jonathan Wiemer und erneut Neumeier trugen sich noch in die Torschützenliste ein. Es hätte ein zweistelliger Sieg werden können, beste Chancen wurden vergeben. Gegenwehr konnten die Berliner nicht leisten. „Der Berliner HC hatte heute kein Zweitliga-Niveau“, sagte Schmietenknop.So spielten sie
TG Frankenthal: Bernet – Beck, Schneider, Eck, Zurke, Reinhard – Becker, Ehret, Koch, Eckert Holzhauser – Cunningham, Frank, Wiemer, Seel, Neumeier.
Berliner HC: Radke – Maximilian Holler, Lasse Angrick, Jonas Angrick, Sebastian Holler, Strüben, von Pander, Fast, Wienert, Seliger, Schramm.
Tore: 1:0 Schneider (13./k. E.), 2:0 Koch (16./k. E.), 3:0 Neumeier (21.), 4:0 Frank (22.), 5:0 Frank (26.), 6:0 Cunningham (29.), 7:0 Frank (31.), 8:0 Wiemer (56.), 9:0 Neumeier (56.) – Strafecken: TG 7(2) – BHC: 1/0 – Gelbe Karten: Kast (BHC) – Beste Spieler:Becker, Neumeier, – Radke, von Schwander – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Müller/Reimann

 

TG Frankenthal: Bernet – Beck, Schneider, Eck, Zurke, Reinhard – Schreiner, Becker, Ehret, Koch, Eckert, Holzhauser – Cunningham, Frank, Wiemer, Seel, Neumeier.

HC Ludwigsburg: Cerkez – Lindenthal, Schurig, Hanel, Bleibaum, Mayer – Brönnimann, , Bachmann, Thum, Schmidt, Seifert -Lipinski, Laumann, Vogt, Pölz

Tore: 0:1 Hanel (7.), 1:1 Ehret (20.), 1:2 Seifert (27.) 2:2 Cunningham (37.) – Grüne Karten: Neumeier – Vogt, Schmidt – Strafecken: 2/1 – 1/0 – Beste Spieler: Neumeier, Koch, Becker – Bachmann, Mayer – Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Müller/Reimann.

Glücklicher Sieg, verdiente Niederlage (09.05.2022)

Feldhockey: Nach dem 2:1 (0:0)-Erfolg am Samstag auf eigenem Platz gegen den TuS Lichterfelde verlor Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal am Sonntag mit 2:5 (1:3) bei der HG Nürnberg. „In Nürnberg war für uns nichts zu holen“, meinte TG-Trainer Timo Schmietenknop. Dichtes Gedränge herrscht im Mittelfeld der Liga. Die TG steht mit 14 Punkten auf Rang sechs.

Von Stefan Tresch

 
Frankenthal. Gut, dass die TG am Samstag gegen den TuS Lichterfelde drei Punkte eingefahren hat, denn gegen die HG Nürnberg lief es am Sonntag überhaupt nicht toll. „Meine Mannschaft hat sich auf dem nassen, rutschigen Rasen nicht zurechtgefunden“, meinte TG-Trainer Timo Schmietenknop nach der Begegnung. Es sei ihr deshalb nicht gelungen, ein gutes Kombinationsspiel aufzuziehen. 20 bis 30 Prozent fehlten der TG laut dem Coach an Leistung gegenüber dem Samstagsspiel, das spielerisch ebenfalls Defizite aufwies. Doch gegen TuS Lichterfelde stimmte das Ergebnis. Der 2:1-Erfolg gegen den Tabellenzweiten war ein guter Einstand in das Doppelspielwochenende. Gegen den TuS kämpfte die TG. Jonathan Wiemer schoss sein erstes Tor bei den ersten Herren – alles positive Aspekte. Präzision, Passsicherheit, Schnelligkeit, Ausführung der Strafecken sind Arbeitsfelder, die dem Trainer erhalten bleiben.

Keineswegs überschwänglich war Wiemer nach Abpfiff der Partie aufgrund seines ersten Torerlebnisses bei den ersten Herren. Ein gutes Gefühl sei es, sagte er fast zurückgenommen. Sein Abstaubertor zum 1:0 (38.) sei durchaus so geübt und geplant gewesen, berichtete er. „Ich denke, dass wir das Spiel kontrolliert haben“, bilanzierte Wiemer nüchtern.

TuS-Coach Wegener sauerEin anderer war nach dem Schlusspfiff mehr in Fahrt: Lichterfeldes Trainer Thorben Wegener. Fast eine Nichtigkeit hatte ihn kurz vor der Pause bereits derart aufgeregt, dass es ihn noch lange beschäftigte. „Wir wurden in entscheidenden Phasen des Spiels durch die Unparteiischen benachteiligt“, so sein Fazit.

Schmietenknop dagegen war trotz sichtbarer spielerischer Mängel zufrieden: Das Ergebnis stimmte aus Sicht der TG. „Wir haben gegen den Tabellenzweiten gewonnen“, freute sich der Coach, der in der ersten Hälfte eine sehr gute Defensivleistung seiner Mannschaft sah.

Eine ruhige erste Hälfte verbrachten die Torhüter auf beiden Seiten. Die Mannschaften waren defensiv gut aufgestellt, ließen kaum brenzlige Situationen im Kreis zu. Im ersten Viertel hatten die Gastgeber die optische Überlegenheit auf dem Feld, in den zweiten 15 Minuten zog sich die TG zeitweise weit zurück, so dass mehr in deren Spielhälfte los war. Es dauerte bis ins zweite Viertel, bis erstmals so etwas wie zählbare Chancen zustande kamen. Den Anfang machte die TG mit Johannes Zurke, nur eine Minute später kam der TuS zu seiner ersten Chance. Yannick Voß drang in den Kreis ein, schoss stramm, verzog aber leicht. Da musste sich TG-Torwart Thimo Bernet erstmals strecken. Die besten Gelegenheiten ließ jedoch die TG in der Schlussminute vor der Pause aus. Zwei Strafecken wurden nicht wirklich gefährlich für die Gäste.

Immerhin: In der zweiten Hälfte war eine Strafecke Ausgangspunkt für den Führungstreffer durch Wiemer – im zweiten Nachschuss. Wichtig war, dass Noah Frank auf 2:0 erhöhte, als die Gäste den Torwart aus dem Spiel genommen hatten und versuchten, in den letzten Minuten alles auf eine Karte zu setzen. Dass sie durch Julius Kortenkamp (59.) den Anschlusstreffer erzielten, war verschmerzbar.

Früher Rückstand bei HGIn Nürnberg lag die TG bereits nach 23. Minuten 0:3 zurück. Klemens Bartle (8.), Thomas Schwab (21.) und Nicolas Vojtech (23.) hatten die Gastgeber in Führung geschossen. Marc Beck verkürzte noch vor der Pause durch einen verwandelten Siebenmeter auf 1:3 (24.). Ein Doppelschlag durch Florian Schmeiser (41.) und Leon Spitzbart (44.) zerstörte die Frankenthaler Hoffnungen, vielleicht noch einen Punkt mitnehmen zu können. Das 2:5, das Noah Frank nach einer Strafecke (49.) erzielte, war nur noch Ergebniskosmetik.

Das Mittelfeld in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga, es steht weiter dicht beisammen, reicht von Platz zwei bis zum vorletzten Rang. Die TG steht mittendrin, hat nach allen Seiten Kontakt.

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