Autor: Presse TGF

Im Takt beim Freudentanz (30.07.2022)

Hockey: Marie Fischer von der TG Frankenthal spielt mit der deutschen U21 gegen Belgien um den EM-Titel

Von Christian Treptow

 Gent. Mit einem 4:3 nach Penaltyschießen gegen die Niederlande hat sich die deutsche U21 mit Marie Fischer (TG Frankenthal) für das Endspiel der Hockey-Europameisterschaft in Gent (Belgien) qualifiziert. Dafür mussten Fischer und Co. früher aufstehen als gedacht.

Nachdem die deutsche Torfrau Chiara Vischer vom Münchner SC den entscheidenden Penalty gehalten hatte, gab’s kein Halten mehr. Ihre Mitspielerinnen stürmten auf sie zu und begruben sie unter sich. Da konnte man sich schon Sorgen machen um die Gesundheit der Keeperin. Doch Marie Fischer gibt wenig später Entwarnung: „Beim Jubeln ist keiner verletzt worden“, sagt die Hüffelsheimerin, die vor Kurzem mit der TG Frankenthal in die Zweite Feld-Bundesliga aufgestiegen ist. Die 18-Jährige selbst war bei den Freudentänzen als eine der ersten im Takt. Den kennt sie ja noch von den Aufstiegsfeierlichkeiten mit der TG.

Ursprünglich war das Spiel am Freitag für 12 Uhr angesetzt. „Aber Belgien konnte sich als Gastgeber aussuchen, wann sie spielen wollen“, erklärt Fischer. Das Team entschied sich fürs zweite Halbfinale. Und so musste Deutschland schon um 10 Uhr gegen die Niederlande ran.

Das bedeutete für die Schützlinge von Bundestrainer Akim Bouchouchi: aufstehen um 6.30 Uhr. „Ganz schön früh. Ich hätte gerne noch länger geschlafen“, gesteht Marie Fischer und lacht. Ihr und ihren Teamkolleginnen machte der vorgezogene Anpfiff nichts aus. Lena Frerichs (Bremer HC) gelang schon in der ersten Minute das 1:0, das Lilli de Nooijer in der 14. Minute ausglich. Dabei blieb’s bis zum Shootout, weil beide Teams zu wenig aus ihren zahlreichen Möglichkeiten machten. Im Penaltyschießen hatte der deutsche Nachwuchs die besseren Nerven.

„Wir hatten uns darüber gefreut, dass es gegen die Niederlande geht“, verrät Fischer. Beide Teams seien im selben Hotel untergebracht. „Wenn man essen geht, sieht man sich“, erzählt sie. Und dann wisse man auch, wen man geschlagen habe.

Im Endspiel geht’s für Marie Fischer und Co. heute (15.30 Uhr, live bei eurohockeytv.org) gegen Belgien um den Titel. Die Gastgeberinnen bezwangen England 2:1. „Belgien macht viel Druck nach vorne und versucht, viel Stress auf die Innenverteidiger auszuüben“, erläutert Fischer. Davon wird sie als Verteidigerin besonders betroffen sein, oder? „Ich denke, wir werden uns da schon das geeignete taktische Mittel einfallen lassen“, meint sie und lacht.

Dass der Europameistertitel das Ziel ist, daraus hat Marie Fischer keinen Hehl gemacht. Das wäre dann nach dem Aufstieg der perfekte Sommer für die 18-Jährige. „Wir haben gegen die Niederlande sehr gut gespielt. Daran müssen wir im Endspiel anknüpfen und uns vielleicht noch steigern“, sagt Fischer. Bis dahin hat sie ein paar Stunden mehr Regenerationszeit als der Gegner. Vielleicht ist das entscheidend.

TG-Damen: Mit Vollgas in die Zweite Bundesliga

Zum Abschluss haben es die ersten Damen der TG Frankenthal doch noch einmal richtig spannend gemacht. Beim SC Frankfurt 1880 musste das Team von Tobias Stumpf im letzten Viertel zittern, am Ende brachte es das 1:1 (1:0) über die Zeit und besiegelte damit den vorzeitigen Titelgewinn in der Feldhockey-Regionalliga Süd. Das letzte Saisonspiel am Sonntag gegen den 1. Hanauer THC geriet da fast zur Nebensache.

Direkt nach dem Abpfiff am Samstagnachmittag rannten die TG-Spielerinnen an den Teil der Tribüne, auf dem die mehr als 50 mitgereisten Frankenthaler Fans Platz genommen und 60 spannende Minuten lang mit ihren Anfeuerungsrufen fast schon für so etwas wie Heimspielatmosphäre gesorgt hatten. Als die „Uffstieg!“-T-Shirts übergestreift waren, kannten die TG-Damen kein Halten mehr. Unter spritzigen Sektduschen wurde ausgiebig getanzt und gesungen. Auch die ein oder andere Träne wurde vergossen. Schon die Rückfahrt geriet zur Party, die bei der Ankunft am Jahnplatz nahtlos auf der großen Feier der TG anlässlich des 100-jährigen Bestehens ihrer Hockeyabteilung fortgesetzt wurde.

Nach dem Abpfiff in Frankfurt gab es am Samstagnachmittag kein Halten mehr.
Nach dem Abpfiff in Frankfurt gab es am Samstagnachmittag kein Halten mehr.

Zehn Jahre nach dem Abstieg der TG-Damen aus der Zweiten Bundesliga gelang dem aktuellen Team damit der Aufstieg. Eine Spielerin, die schon damals dabei war, ist Kim Lauer. „Gerade für uns älteren Spielerinnen ist das ein sehr emotionaler Moment“, bekannte die Kapitänin. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren hart gekämpft. Wir mussten um den Klassenerhalt in der Regionalliga bangen, und dann waren wir auch schon mal nah dran am Wiederaufstieg. Jetzt hat es endlich geklappt.“

Nervös im vorletzten Spiel

Noch ein paar Jahre länger dabei ist Esther Peikert. Sie hat 2009 schon einmal einen Aufstieg mit den TG-Damen in die Zweite Bundesliga mitgemacht – und drei Jahre später auch den Abstieg in die Regionalliga. „Wir sind überglücklich und hoffen, dass sich die Mannschaft diesmal dauerhaft in der Zweiten Liga etablieren kann“, sagte Peikert. Dass es in Frankfurt nach einem guten Start – U21-Nationalspielerin Marie Fischer hatte die TG im ersten Viertel nach einer Kurzen Ecke in Führung gebracht –, noch richtig eng wurde, war laut Kapitänin Kim Lauer der Nervosität geschuldet. „Wir waren in vielen Aktionen zu hektisch.“ Dass die Frankfurterinnen nach dem Ausgleich von Paula Heuser (32.) Druck machen würden, um mit einem Sieg gegen die TG ihre Titelchance zu wahren, sei zu erwarten gewesen, meinte Lauer. „Auch wenn es am Ende knapp war, hat das Spiel unheimlich viel Spaß gemacht. Dass sind die Partien, für die man Hockey spielt.“

Auch am Sonntag blieben die Frankenthalerinnen ohne Niederlage. Nach einer kurzen Nacht stand noch das Heimspiel gegen den 1. Hanauer THC an, in dem beide Teams befreit an die Sache gehen konnten. Auch wenn vielleicht nicht mehr um den allerletzten Meter gekämpft wurde, bot sich den Zuschauern eine unterhaltsame Partie mit mehreren Führungswechseln. Das 0:1 für die Gäste durch Alina Pillmann (27.) glich Annika Koch nach einer Strafecke aus (41.). In der gleichen Spielminute erzielte Elisa Haselmaier das 2:1 für die TG. Dann war wieder Hanau am Drücker: Theresia Noll traf nicht nur zum 2:2 (44.), sie brachte ihr Team mit 2:3 sogar wieder in Führung (49.). Das wiederum ließ der Regionalliga-Meister nicht auf sich sitzen: Marie Fischer glich in der letzten Spielminute nach Kurzer Ecke zum 3:3-Endstand aus.

Geschafft: Die ersten Damen der TG Frankenthal haben den Titel in der Regionalliga Süd gewonnen.
Geschafft: Die ersten Damen der TG Frankenthal haben den Titel in der Regionalliga Süd gewonnen.

TG-Damen ungeschlagen

TG-Trainer Tobias Stumpf freute sich darüber, dass sein Team auch in den letzten beiden Partien ungeschlagen geblieben ist. Die sieben Saisonspiele davor hatten die Frankenthalerinnen alle gewonnen. „Zwei Siege wären zum Abschluss natürlich schöner gewesen. Aber auch so haben wir eine tolle Saison gekrönt“, befand Stumpf. Zumal die Mannschaft im Frühjahr nicht als Topfavorit ins Restprogramm der Regionalliga Süd gestartet sei. „Weil wir in der Hinrunde ein paarmal gestolpert sind, war es zunächst unser Ziel gewesen, oben mitzuspielen“, bekannte der Coach. Als man dann die letzten beiden Spiele der Hinrunde gegen die direkten Konkurrenten SC Frankfurt 1880 und 1. Hanauer THC gewonnen habe, sei klar gewesen, dass es fortan um den Aufstieg gehen würde. „In der Folge hat meine Mannschaft von Spiel zu Spiel eine konzentrierte Leistung gezeigt.“

Für Stumpf setzt sich damit die gute Entwicklung der TG in den vergangenen Jahren im Damenhockey fort. Schon in der Halle war seinem Team der Aufstieg von der Zweiten in die Erste Regionalliga Süd gelungen. Auch die übrigen Damenmannschaften der TG rückten in der Halle jeweils eine Spielklasse nach oben. Der abermalige Aufstieg der ersten Damen ist für den Verein und den Hockeystandort Frankenthal von großer Bedeutung. Ab der kommenden Feldrunde spielen sowohl die ersten Herren als auch die ersten Damen der TG in der Zweiten Bundesliga.

Souverän mit kleinen Fehlern (06.07.2022)

Saisonbilanz: Nur einmal hat sich die TG Frankenthal in der abgelaufenen Hockey-Zweitligasaison einen Totalausfall geleistet. Ansonsten spielte und kämpfte sich die Mannschaft von Trainer Timo Schmietenknop souverän in Richtung Klassenverbleib. Vor allem im Mittelfeld ist die Leistungsdichte hoch. Doch der Coach hat auch eine Baustelle ausgemacht.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Selbstverständlich fällt noch mal der Name Johannes Gans, wenn man auf die Saison 21/22 in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga der TG Frankenthal zu sprechen kommt. Der hochveranlagte Offensivspieler zog es nach seinem Aufenthalt in Kanada in Richtung Frankfurt zum SC 1880. Doch in der kommenden Saison kommt Gans wieder nach Frankenthal. Denn der SC stieg ab und misst sich in der Spielzeit 22/23 mit der TG. „Natürlich hätte ich ihm die Erste Liga gegönnt. Aber ich freue mich immer, wenn er nach Frankenthal kommt – egal in welchem Trikot“, sagt TG-Trainer Timo Schmietenknop.Sein Team hat erneut eine gute Runde hingelegt. 21 Punkte, Platz sechs (punktgleich mit dem Vierten Stuttgarter Kickers) sind die nackten Zahlen unterm Strich. Abseits der reinen Ergebnisse hatte man aber nie das Gefühl, dass die TG in akute Abstiegsgefahr kommen könnte. Dank der Mithilfe der Konkurrenz war der Klassenverbleib schon zum Strohhutfest gesichert.

Schulnote Zwei minus Schmietenknop gibt seinen Schützlingen die Schulnote Zwei minus. „Es war eine spannende Saison. Wir haben viel ausprobiert. Die Vorbereitung war schwierig.“ Positiv vermerkt der Coach: „Wir haben immer die Chance zu gewinnen.“ Lediglich beim 2:5 in Nürnberg habe man sich einen Totalausfall geleistet. Die Saison abgeschlossen hat die TG mit vier Remis. „Es waren immer wieder einfache Fehler dabei. Die muss man abstellen, wenn man oben mitspielen will.“

Ja, ein Spieler wie Johannes Gans habe wegen seiner individuellen Fähigkeiten gefehlt. „Aber so waren wir spielerisch stärker. Wir haben es gut umgesetzt, hatten eine ordentliche Eckenquote.“ In der offensiven Schaltzentrale war die Last auf mehrere Schultern verteilt. Tim Ehret ist endgültig in Frankenthal angekommen und hat seine Qualitäten als Taktgeber im offensiven Mittelfeld unter Beweis gestellt. Yannick Koch hat überragende technische Fähigkeiten. Schmietenknop nennt ihn schon „tragende Säule und unstoppbar“. Und auch Max Neumeier sei zum Ende der Spielzeit immer besser in Schwung gekommen.

Hinzu kommt noch Sven Becker, der offenbar mit jedem Jahr besser wird. „Und fitter“, ergänzt Schmietenknop. „Im Mittelfeld tummeln sich bei uns viele intelligente Spieler. Da werden wir in Zukunft noch viel Freude haben. Das Mittelfeld ist unser Prunkstück“, schwärmt der Coach.

Der Klassenverbleib sei eine Teamleistung gewesen. Doch ein Akteur ragte regelmäßig heraus. Keeper Thimo Bernet hat der TG mit zahlreichen Paraden so manchen Zähler festgehalten und sich zur klaren und unangefochtenen Nummer eins im Feld gemausert. „Er war vor allem bei den Ecken stark“, lobt Timo Schmietenknop seinen Torwart. Die Problemzone der TG war der Angriff. 37 geschossene Tore sind noch ausbaufähig. „Wir waren im Kreis oft zu verspielt.“

In der Abwehr konnte sich die TG auf Kapitän Bastian Schneider, Routinier Marc Beck, Manuel Eck, Johannes Zurke und Sandro Reinhard verlassen. Letzterer hat, nachdem er schon in der Halle in der Defensive eingesetzt wurde, die Wandlung vom Offensivmann zum Abwehrspieler vollzogen. „Es war eine seiner besten Saisons in Frankenthal“, lobt Timo Schmietenknop den Schweizer. „Im letzten Spiel in Stuttgart hat er sogar freier Innenverteidiger gespielt. Er hat auf jeden Fall einen Sprung nach vorne gemacht. Und wenn die einzelnen Spieler besser werden, dann heißt das, dass wir als Trainerteam auch einen guten Job machen“, erläutert der Coach.

Trotzdem: Das Thema Verteidigung wird auch eins bis zum Ende der Transferperiode am 1. August sein. Denn Timo Schmietenknop macht keinen Hehl daraus, dass er es gerne sehen würde, wenn der Kader der TG in der Breite noch besser aufgestellt wäre. „Wir hatten immer wieder Probleme durch Verletzungen. Man braucht einen breiten Kader, um das aufzufangen.“

Zwei Alternativen hat die TG mit Lars Schreiner und Jonathan Wiemer zur Feld-Rückrunde bekommen. Doch die Verantwortlichen sind auf der Suche nach weiteren Spielern – nicht nur im eigenen Nachwuchs.

„Man braucht die Bereitschaft und die Einstellung im Kopf, wenn man in der Mühle Hockey-Bundesliga drin ist. Vorbereitung, Training, bei den Spielen ist man ein Wochenende auf Tour“, nennt Schmietenknop die Herausforderung für junge Spieler.

Der Coach selbst wird sich auch in der kommenden Spielzeit wieder der Herausforderung an der Seitenlinie stellen. „Auf jeden Fall für die Feld-Hinrunde und die Hallensaison. Dann müssen wir mal schauen, wie es beruflich bei mir weitergeht“, sagt Timo Schmietenknop. Hans Damm wird ihm dabei weiter als Co-Trainer zur Verfügung stehen. „Er wird gut angenommen von den Jungs.“

Das Ziel in der nächsten Saison soll dann sein, sich weiter in die oberen Regionen der Tabelle der Südgruppe der Zweiten Bundesliga zu orientieren. Und in der Halle soll natürlich die Erste Bundesliga weiter in der Halle Am Kanal präsentiert werden. Die TG wolle weiter eine gute Anlaufstelle und ein Sprungbrett für talentierte Spieler sein. Die können ab 14. Juli, wenn die TG in die Vorbereitung auf die nächste Saison einsteigt, zeigen, was sie können.

Auf gutem Weg

Die TG Frankenthal hat gezeigt, dass sie zurecht in der Zweiten Liga spielt. In Zukunft wird viel vom Nachwuchs abhängen.

Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat sich unterm Strich ohne größere Schwierigkeiten den Ligaverbleib gesichert. Es wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn aus einem der vier Remis zum Saisonabschluss ein Sieg geworden wäre.

Die TG-Herren sind auf einem guten Weg. Trainer Timo Schmietenknop hat dem Team taktische Variabilität verpasst und findet in der Ansprache offenbar den richtigen Ton. Von seiner Erfahrung profitieren vor allem die jungen Spieler, wie zum Beispiel Yannick Koch. Der Blondschopf zeigt regelmäßig, dass er die Stütze im Mittelfeld der TG in naher Zukunft sein kann.

Das Problem: Die Leistungen der TG bleiben der Konkurrenz nicht verborgen. Spieler wie Koch oder Keeper Thimo Bernet wecken Begehrlichkeiten. Da wird es auch in Zukunft umso wichtiger sein, dass aus dem eigenen Nachwuchs regelmäßig Spieler zum Kader der ersten Herren stoßen. Denn große finanzielle Sprünge werden auch weiterhin nicht möglich sein.

TG-Damen bauen Tabellenführung aus (20.06.2022)

FRANKENTHAL. Die ersten Damen der TG Frankenthal mussten sich am Samstag lange gedulden, am Ende gewannen sie ihr Gastspiel bei der Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0). Durch den neuerlichen Sieg hat sich der Tabellenführer der Feldhockey-Regionalliga Süd vor den letzten beiden Saisonspielen in eine hervorragende Ausgangssituation gebracht.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, sagte TG-Trainer Tobias Stumpf am Samstagnachmittag nach dem zwölften Saisonspiel und meinte damit nicht nur die brütende Hitze. Die Partie gegen extrem defensiv ausgerichtete Frankfurterinnen habe sich fast komplett im gegnerischen Schusskreis abgespielt. „Wir haben uns vor dem Tor sehr schwer getan. Meine Spielerinnen mussten immer wieder anlaufen, das hat viel Kraft gekostet.“ Für Erlösung im TG-Lager sorgte Mittelfeldspielerin Marie Sattler. Sie stand im dritten Viertel goldrichtig, fackelte nicht lange und versenkte den Ball im langen rechten Toreck, wie Stumpf berichtete.Danach zeigte sich den Zuschauern das gleiche Bild wie zuvor: Die Gäste dominierten, die Eintracht kam nur selten gefährlich vor das Tor der TG-Damen. Benita Main, die am Samstag die verhinderte Stammkeeperin Celine Hochstetter vertrat, verlebte einen ruhigen Nachmittag. Bis auf einen Querpass der Gastgeberinnen im Schusskreis der TG musste sie laut Stumpf nicht nennenswert ins Spielgeschehen eingreifen.

Auch wenn die Zuschauer kein schönes Spiel zu sehen bekamen, mit dem Ergebnis ist Tobias Stumpf zufrieden: „Der Sieg hätte höher ausfallen müssen. Die drei Punkte bringen uns aber in eine sehr gute Lage.“ Mit jetzt 31 Zählern haben die Frankenthalerinnen ihren Vorsprung vor dem Tabellenzweiten SC Frankfurt 1880 und dem Dritten 1. Hanauer THC auf zwölf beziehungsweise 13 Punkte ausgebaut. Während die TG jetzt eine zweiwöchige Spielpause vor sich hat, bestreiten die beiden Verfolger jeweils drei Partien, die sie aktuell in der Tabelle noch zurückliegen. Aufschließen können sie jedoch auch bei maximaler Ausbeute noch nicht.

TG-Damen setzen sich mit 4:1 gegen Rosenheim durch (13.06.2022)

Am Ende passte zumindest das Ergebnis: Die Damen der TG Frankenthal besiegten am Sonntag in der Feldhockey-Regionalliga Süd den SB Rosenheim 4:1 (1:0). Gegen das personell dezimierte Schlusslicht genügte dem Tabellenführer eine mäßige Leistung.

Der wichtigste Punkt aus Frankenthaler Sicht nach dem elften Saisonspiel: Die TG-Damen haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt und die Tabellenführung mit nunmehr 28 Punkten weiter ausgebaut. Ihr Vorsprung auf den SC Frankfurt 1880 auf dem zweiten Platz beträgt inzwischen satte neun Zähler. Wobei zu beachten ist, dass die meisten anderen Regionalliga-Teams am Wochenende spielfrei waren. Sowohl der SC Frankfurt 1880 (19) als auch der Tabellendritte 1. Hanauer THC (18) haben aktuell zwei Partien weniger absolviert als die TG.

Mit der Leistung seines Teams gegen Schlusslicht Rosenheim konnte Tobias Stumpf am Sonntag indes nicht zufrieden sein. „Wir haben unheimlich viele Fehler gemacht, unser Passspiel war schlampig, im Abschluss waren wir viel zu ungenau – unter dem Strich war das einfach viel zu wenig“, haderte der TG-Trainer. Während der Partie rief er seine Spielerinnen immer wieder zur Ordnung, ermahnte sie, die gute Ausgangslage des Teams im Kampf um den Titel und den Aufstieg in die Zweite Bundesliga nicht leichtfertig zu verspielen.

Mehrere Stammkräfte fehlen

Es lief dennoch lange Zeit nicht viel zusammen bei den TG-Damen, die am Sonntag viele Ausfälle zu kompensieren hatten. Mit Giovanna Di Fede, Marie Fischer, Annika Koch und Hannah Schiller fehlten gleich mehrere Stammkräfte. Dafür rückte Nachwuchsspielerin Emily Behrendt ins Team, außerdem bestritt Verteidigerin Yvonne Müller nach langer Verletzungspause ihr erstes Spiel in diesem Jahr in der Feldrunde.

Richtig große Personalprobleme hatten die Gäste zu beklagen. Mit exakt elf Spielerinnen waren die Oberbayerinnen nach Frankenthal gereist. „Wir leiden seit Wochen unter vielen Ausfällen. Im Moment ist es schwierig für uns, überhaupt genug Spielerinnen für eine Partie zusammenzubekommen“, berichtete SB-Trainer Rainer Brech. Die Konsequenz: Auswechslungen waren nicht möglich, alle Rosenheimerinnen mussten 60 Minuten lang durchspielen. „Am Ende war mein Team natürlich platt, da hat uns Frankenthal überrannt.“

Lange keine Sicherheit

Es dauerte tatsächlich lange, bis die TG-Damen aus dem personellen Engpass des Gegners einen Vorteil zogen. Das 1:0 durch Klara Galijasevic (11.) gab ihnen zunächst keine Sicherheit, obwohl die Gäste keine allzu große Torgefahr ausstrahlten. Daran änderte auch der späte Ausgleich durch Xenia Stalla nichts (44.). Vorentscheidend für den erneuten Sieg der Frankenthalerinnen war, dass es Katharina Koppel kurz vor Schluss des dritten Viertels irgendwie gelang, den Ball mit einer „Bogenlampe“ über SB-Keeperin Barbara Auer hinweg ins Tor zu bugsieren. Womit sich die alte Sportlerweisheit bewahrheitete, dass der Tabellenführer das Glück gepachtet hat, während das Schlusslicht auf verlorenem Posten steht.

Im letzten Viertel immerhin klappte es aufseiten der TG doch noch mit dem kontrollierten Spiel nach vorne: Liv Schütze sorgte mit ihren Toren zum 3:1 (46.) und 4:1 (58.) für die Entscheidung und unterstrich damit ihre gute Saisonleistung im Sturm. „Ein noch höheres Ergebnis wäre auch nicht gerechtfertigt gewesen“, befand TG-Coach Tobias Stumpf. „Das Spiel müssen wir schnell abhaken, um uns auf die nächsten Aufgaben zu konzentrieren.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Hochstetter (Main) – Behrendt, Büffor, Finke, Galijasevic, Haselmaier, Hilbert, Koppel, Lauer, Müller, Peikert, Sattler, Schopper, Schneider, Schütze

SB DJK Rosenheim: Auer – Blattmann, Brunner, Labonte, Ober, Richter, Schmöller, Stalla, Van Dijk, Wachenfeld, Weber

Tore: 1:0 Galijasevic (11.), 1:1 Stalla (44.), 2:1 Koppel (45.), 3:1 Schütze (46.), 4:1 Schütze (58.) – Kurze Ecken: 1/0 – 4/0 – Beste Spielerinnen:Galijasevic, Koppel, Schütze – Labonte, Stalla, Van Dijk – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Bachmann (Worms)/Ritter (Heidesheim).

Sonderlob für die Torfrau (13.06.2022)

Hockey: TG Frankenthal II verliert Pfalzderby gegen Dürkheimer HC

Von Tanja Nehrdich 

Bad Dürkheim. Das Pfalzderby in der Oberliga gegen die TG Frankenthal II entschieden die Dürkheimer Hockeydamen mit 3:1 (2:0) für sich. Das bessere Team habe verdient gewonnen, waren sich die Trainer beider Teams einig.

„Das war wichtig für das Selbstbewusstsein“, befand DHC-Coach Uwe Krauß nach dem Spiel. Nach anfänglichen Problemen wäre es spielerisch und taktisch gut gewesen. Die zehn Minuten in der zweiten Hälfte, als die TG den Anschlusstreffer erzielte, nahm er aus. Julia Blettner habe eine ganz starke Leistung gezeigt, Ella Bösling ein immenses Laufpensum und als ruhenden Pol in der Abwehr hatte der Coach Maike Pacyna ausgemacht.Der DHC machte von Anfang an das Spiel, ließ die Gäste durch frühes Pressing kaum in die eigene Hälfte kommen, aber anfangs hatten auch die Dürkheimerinnen wenig Torchancen. Kurz vor der ersten Viertelpause erzielte Heidi Kaub den Führungstreffer für den DHC. Sie hatte ein wenig Glück, dass die sonst sehr starke Nadine Deimling im Frankenthaler Tor mit dem Fuß hängen blieb und nicht richtig klären konnte. Direkt im Anschluss bekam die TG ihre einzige Ecke des Spiels zugesprochen, Maja Becker konnte sie nicht verwerten.

Auch das zweite Viertel spielte sich meist auf der Frankenthaler Seite ab, teilweise war DHC-Torhüterin Dorothee Frey, die eher selten eingreifen musste, ganz allein in ihrer Hälfte. Nicht nur Krauß und sein Kollege Dirk Baumgarten fanden die Gäste in dieser Phase überraschend schwach. Julia Eitel leitete kurz vor der Pause den zweiten Dürkheimer Treffer ein, als sie dynamisch in den Kreis zog und ihre Schwester Johanna bediente. Deimling kam zwar noch an deren Schuss, aber Antonia Broschart stand goldrichtig am langen Pfosten und brauchte den Ball nur noch zum 2:0 über die Linie zu schieben.

DHC schwankt nur kurz

TG-Trainer Bernd Lauer gab nach dem Spiel neidlos zu, dass die Gastgeberinnen verdient gewonnen hätten. „Sie waren besser und sie hatten auch den Willen, um das Spiel zu gewinnen!“ Sein Team habe vor allem in der ersten Halbzeit Probleme gehabt, erst nach der taktischen Umstellung in der zweiten Hälfte auf eins gegen eins, lief es besser. Zunächst machte aber der DHC da weiter, wo er aufgehört hatte. Beim 3:0 war es die offensiv immer wieder aktive Alena Baumgarten, die über rechts kommend, die abermals am Pfosten postierte Broschart bediente. „Da soll sie stehen“, lobte Krauß nach dem Spiel die Doppeltorschützin.

Nun schien die TG endlich aufzuwachen, machte Druck, vor allem Alissa Stang ging immer wieder nach vorne. Auch Becker schaltete sich öfter ein. In der 42. Minute erzielte Janine Mayer nach guter Vorarbeit von Stang den Anschlusstreffer für die Gäste. Der DHC begann kurz zu schwanken, aber nach der erneuten Viertelpause fingen sich die Dürkheimerinnen wieder. Deimling verhinderte am Ende mit mehreren sehr guten Paraden einen höheren Sieg der Gastgeberinnen. Lauer hatte daher auch ein Sonderlob für seine Torfrau. Er betonte, dass sein Team, auch wenn es Meister würde, als zweite Mannschaft nicht in die Regionalliga aufsteigen dürfe. Der DHC verkürzte den Abstand auf den Tabellenführer mit dem Sieg auf zwei Punkte.

 

Viertes Remis zum Abschluss (13.06.2022)

Hockey: Dreimal spielte die TG Frankenthal zuletzt in der Zweiten Bundesliga unentschieden. Am Sonntag, im letzten Saisonspiel bei den Stuttgarter Kickers, folgte das vierte Remis. Auch wenn er sich einen Sieg zum Abschluss gewünscht hätte, war TG-Trainer Timo Schmietenknop zufrieden.

Von Stefan Tresch

 
Stuttgart. 2:2 gegen den Ludwigsburger HC, 3:3 gegen Blau-Weiss Berlin, 2:2 gegen die Zehlendorfer Wespen – und nun erneut 2:2 gegen die Stuttgarter Kickers. Zuletzt sammelten die Frankenthaler die Punkte einzeln ein. Egal, wo die Gegner in der Tabelle standen. Der letzte Sieg ist datiert auf den 14. Mai. Da schlugen die Frankenthaler den Absteiger Berliner SC mit 9:0 auf dem Jahnplatz. Ein Gegner, der allerdings auch kein Zweitliganiveau aufwies.

Corona hat in den vergangenen beiden Wochen den Trainingsbetrieb der Frankenthaler noch einmal ordentlich gestört. „Wir konnten in den vergangenen 14 Tagen kaum trainieren“, sagte Schmietenknop vor der Partie. Mutmaßlich könnten die Frankenthaler Feiertage, das Strohhutfest, der Grund für die Ausfälle gewesen sein. Da war es im Festzelt der TG nicht zu vermeiden, nah „am Gegner“ zu stehen. So fehlte in Stuttgart nicht nur Mannschaftskapitän Bastian Schneider, passen musste ebenfalls Johannes Zurke. Somit stand für die TG ein jüngeres Team auf dem Platz als gewohnt. Alexander Eckert habe sich zur Verfügung gestellt, obwohl er noch nicht zu 100 Prozent fit gewesen sei, lobte der Coach.

Beiden Mannschaften haben laut Schmietenknop die tropischen Temperaturen einiges abverlangt. Beide Teams konnten aber auch gelassen in die Begegnung gehen, denn sportlich stand nicht mehr wirklich etwas auf dem Spiel. Im Falle eines Sieges der Frankenthaler hätte die TG mit Stuttgart den Platz in der Tabelle getauscht. Punktgleich mit jeweils 21 Zähler schließen nun beide die Saison ab, die Stuttgarter aufgrund des besseren Torverhältnisses auf Rang vier.

Spielerisch, so musste es Schmietenknop nach der Begegnung eingestehen, hatten die Frankenthaler in der Anfangsphase Glück. „Stuttgart hatte da einige hochkarätige Chance. Meine Mannschaft war in dieser Phase noch nicht richtig auf dem Platz“, bilanzierte der TG-Coach. Während die Gäste diese Anfangsphase unbeschadet überstanden haben, fiel dann im zweiten Viertel doch der Führungstreffer für die Stuttgarter durch Luca Andreas Epple (19.). Es sollte der einzige Treffer in der ersten Hälfte bleiben.

Nach dem Wechsel sorgte Noah Frank (37.) für den Ausgleich und Dominik Seel brachte die Frankenthaler nach einer Strafecke mit 2:1 (45.) in Führung. „Wir hätten dann im letzten Viertel noch einen Siebenmeter zugesprochen bekommen müssen, als ein Stuttgarter den Ball nach einer Strafecke mit dem Körper auf der Torlinie abwehrte. Das 3:1 wäre sicher der Sieg gewesen“, meinte Schmietenknop. So war es Sten Bandenstein, der vier Minuten vor Ende der Spielzeit nach einer Strafecke mit dem 2:2-Ausgleich den Punkt für Stuttgart rettete.

Aufgrund der tropischen Temperaturen sei es nicht wirklich ein schnelles Spiel gewesen. Doch Timo Schmietenknop zeigte sich auch angesichts der Ausfälle mit dem Unentschieden „sehr zufrieden“.

TG-Damen gewinnen gegen Regionalliga-Schlusslicht ESV München (29.05.2022)

Die ersten Damen der TG Frankenthal bleiben in der Feldhockey-Regionalliga Süd auf Erfolgskurs. Im Heimspiel am Samstag gegen Schlusslicht ESV München wurde der Tabellenführer seiner Favoritenrolle gerecht und gewann am Ende klar 5:1 (2:0). TG-Trainer Tobias Stumpf war mit der Leistung seines Teams dennoch nicht ganz zufrieden.

Strohhutfest und Titelkampf in der Regionalliga Süd – passt das zusammen? Am Abend vor dem Spiel habe man sich im Vereinszelt getroffen, gefeiert habe man aber nur in Maßen, erzählte Laura Hilbert. „Jeder von uns weiß, um was es geht. Wir wollen den Aufstieg in die Zweite Bundesliga schaffen, auf dem Weg zur Meisterschaft wollen wir nichts mehr anbrennen lassen“, sagte die TG-Stürmerin. Am Besuch des Strohhutfestes habe es jedenfalls nicht gelegen, dass man sich insbesondere im ersten Viertel etwas schwergetan habe.

Tatsächlich waren die Gastgeberinnen von Beginn an die dominierende Mannschaft. Gegen extrem defensiv ausgerichtete Münchnerinnen entwickelten sie aber lange keine richtige Torgefahr. „Wir mussten sehr viel arbeiten, das hat Kraft gekostet“, bekannte Marie Sattler, die im Mittelfeld erneut engagiert agierte. „Im Schusskreis waren wir am Anfang viel zu hektisch und haben keinen Druck hinter den Ball bekommen.“

Koppel macht kurzen Prozess

Wenn aus dem Spiel heraus nichts geht, sind Standards ein probates Mittel, um die Blockade zu durchbrechen. Und gleich die erste Strafecke der TG stach: Marie Fischer, die mit sauberem Passspiel glänzte, sorgte mit ihrem Treffer kurz vor Schluss des ersten Viertels für die Frankenthaler Führung. Wenige Minuten danach machte Katharina Koppel im Schusskreis kurzen Prozess – 2:0 (18.).

Im zweiten Viertel zeigten sich die Münchnerinnen erstmals vor Frankenthals Schlussfrau Celine Hochstetter, blieben im Abschluss aber zu harmlos. Glück hatten die Gastgeberinnen, als ein Treffer nach der einzigen Strafecke des ESV vom Schiedsrichtergespann nicht gegeben wurde. „Wenn das Tor gezählt hätte, wäre es vielleicht noch einmal spannend geworden“, mutmaßte Sattler.

Mit Tor fünf ist alles geklärt

In der zweiten Hälfte spielte der Tabellenführer dann seine Erfahrung aus. U21-Nationalspielerin Marie Fischer mit dem 3:0 (36.) nach einer Strafecke und Lea Schopper mit dem 4:0 (39.) sorgten für die Vorentscheidung, ehe Laura Hilbert nach einem schönen Pass von Liv Schütze mit dem fünften TG-Tor (47.) alles klar machte. „Am Ende haben wir noch etwas für das Torverhältnis getan“, meinte Hilbert, die sich über ihren ersten Treffer in der Rückrunde freute.

Dass ESV-Verteidigerin Jule-Susann Schuler kurz vor Schluss noch der Anschluss gelang, war nur noch Ergebniskosmetik. Sein Team befinde sich nach einer umfassenden Verjüngung im Neuaufbau, erläuterte ESV-Co-Trainer Georg Krautscheid. „Den Abstieg werden wir wohl nicht mehr verhindern können, bis zum Saisonende wollen wir in der Regionalliga noch Erfahrungen sammeln. Unser Ziel für das nächste Jahr wird der Wiederaufstieg sein.“

Am Ende überwiegt die Freude

In der zweiten Hälfte hätten seine Spielerinnen „eine ganz andere Körpersprache an den Tag gelegt als zu Beginn“, befand Tobias Stumpf. „Entscheidend war, dass wir die Tore wieder zur rechten Zeit gemacht haben.“ Was ihm nicht gefiel: „Unser Leistungsvermögen haben wir heute nicht über 60 Minuten abgerufen.“ Am Ende überwog beim TG-Coach aber die Freude, dass die Tabellenführung ausgebaut wurde. Der Vorsprung der Frankenthalerinnen auf den aktuellen Zweiten SC Frankfurt 1880, der am Samstag Lokalrivale SC SaFo Frankfurt 2:0 bezwang, beträgt sechs Punkte. Auch wenn 1880 bislang ein Spiel weniger absolviert hat als die TG, durfte das auf dem Strohhutfest richtig gefeiert werden.

So spielten sie

TG Frankenthal: Hochstetter (Main) – Büffor, Di Fede, Fischer, Galijasevic, Haselmaier, Hilbert, Koch, Koppel, Lauer, Peikert, Sattler, Schiller, Schneider, Schopper, Schütze

ESV München: Pailhès – Berndt, Dunn, Düsedau, Hartl, Hummel, Lefranc, Liesenhoff, Carlotta Meiss, Paula Meiss, Pereira, Scholz, Schneid, Schuler, Wunderlich

Tore: 1:0 Fischer (14., Kurze Ecke), 2:0 Koppel (18.), 3:0 Fischer (36., Kurze Ecke), 4:0 Schopper (39.), 5:0 Hilbert (47.), 5:1 Schuler (55.) – Kurze Ecken: 7/2 – 1/0 – Beste Spielerinnen: Fischer, Hilbert, Koppel, Schütze – Schuler, Wunderlich – Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Bachmann (Worms)/Ritter (Heidesheim).

TG-Damen gelingt Revanche gegen SaFo (23.05.2022)

FRANKFURT. Die Damen der TG Frankenthal haben ihre Siegesserie in der Feldhockey-Regionalliga Süd fortgesetzt. Am Samstag hat sich das Team von Trainer Tobias Stumpf 4:2 (2:1) bei Verfolger SC SaFo Frankfurt durchgesetzt, dadurch die Tabellenführung ausgebaut und den Konkurrenten auf Distanz gehalten.

Die Revanche ist gelungen: Im Hinspiel mussten sich die Frankenthalerinnen auf eigenem Platz 0:2 geschlagen geben. Auch in Frankfurt geriet die TG nach einer Strafecke der Gastgeber im ersten Viertel in Rückstand. „Wir hatten erwartet, dass es ein hartes und umkämpftes Spiel wird“, berichtete TG-Coach Tobias Stumpf. Er sprach von einer ausgeglichenen Partie, „in der wir aus dem Spiel heraus die besseren Chancen hatten, SaFo nach Kurzen Ecken aber immer brandgefährlich war.“ So hätten die Frankfurterinnen bei einer weiteren Strafecke den Pfosten getroffen.

Mit der eigenen Eckenausbeute war der TG-Coach nicht zufrieden. Immerhin gelang Annika Koch im zweiten Viertel im Nachschuss nach einer Strafecke der Ausgleich. Elisa Haselmaier gelang kurz vor dem Pausenpfiff nach Vorarbeit der laut Stumpf sehr gut aufgelegten Laura Hilbert die erste TG-Führung.

Nach der Pause blieb es spannend. Der SC SaFo Frankfurt, der sich in den vergangenen Wochen mit einer Erfolgsserie in der Tabelle nach oben gearbeitet hatte, glich nach einer Strafecke im dritten Viertel aus. „In dieser Phase wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen“, gestand Stumpf. Doch dann stellte Kim Lauer im Schlussviertel die Weichen auf Sieg. Mit einem laut Stumpf „sensationellen Volleyschuss“ überwand die TG-Kapitänin die gegnerische Torfrau zum 2:3. Mit dem Treffer zum 2:4 machte Lauer kurz vor Schluss den Deckel auf die Partie.

„Es spricht für die mentale Stärke, die das Team inzwischen erlangt hat, dass es auch solche engen Spiele für sich entscheidet“, befand Stumpf. Mit 22 Punkten hat Spitzenreiter TG seinen Vorsprung im Tableau auf die Verfolger 1. Hanauer THC und SaFo (beide 17) ausgebaut.

Zweite Bundesliga: Zwei Remis für TG-Herren in Berlin (23.05.2022)

Mit zwei Unentschieden haben die Herren der TG Frankenthal das Wochenende in Berlin abgeschlossen. Nach dem 2:2 am Samstag bei den Zehlendorfer Wespen gab es am Sonntag ein 3:3 beim TC Blau-Weiss Berlin. Beide Spiele hätte die TG gewinnen können, sagt TG-Coach Timo Schmietenknop. Und doch freut er sich auf ein entspanntes Strohhutfest.

Schon am Samstag sagte Timo Schmietenknop im RHEINPFALZ-Gespräch, dass sein Team eigentlich hätte gewinnen können. Und auch am Sonntag kamen ähnliche Töne aus dem Telefon. Sein Team hatte beim TC BW Berlin 0:2 zurückgelegen, dann 3:2 geführt und noch das 3:3 kassiert. Die Gastgeber hätten mit einer Schlussecke noch den Sieg holen können. „Wir hatten aber davor schon Chancen für das vierte und fünfte Tor“, meinte Schmietenknop. Manuel Eck, Alexander Cunningham und Yannick Koch waren die Torschützen der Frankenthaler. Letzterem bescheinigte Schmietenknop erneut eine überragende Leistung. Sein Tor sei technisch brillant gewesen. „Er ist ein echter Leistungsträger und hat erneut gezeigt, wie wertvoll er ist.“ Richard Henk habe bei seinem Debüt eine gute Leistung gezeigt, aber in der Defensive noch Luft nach oben.

Entspannt aufs Strohhutfest

Schmietenknop und seine Schützlinge wollen trotzdem entspannt Strohhutfest feiern. „Wir sind jetzt Dritter mit 20 Punkten. Da müsste schon viel passieren. Und die Teams hinter uns nehmen sich noch gegenseitig die Punkte weg“, sagte er. Die TG hat sechs Punkte Vorsprung auf den Vorletzten, die Zehlendorfer Wespen, aber auch als einziges Team schon 15 Partien absolviert. Der Großteil der Südgruppe der Zweiten Bundesliga war erst 13-mal auf dem Feld.

Das Saisonfinale ist für die TG am 12. Juni beim HTC Stuttgarter Kickers. Das kommt dem Team ganz gelegen, gibt die Pause doch auch Zeit, diverse Wehwehchen auszukurieren. Sven Becker und Marc Beck haben jeweils eine Oberschenkelzerrung, informierte der Coach. Sven Beringer sei weiter angeschlagen, Noah Frank habe einen Ball aufs Knie bekommen.

Scroll to top