Kategorie: Allgemeines

DOSB und DHB präsentieren Plan zum Wiedereinstieg in den Sport (01.05.2020)

Gemeinsam haben DOSB und DHB ein grundlegendes Regelwerk erarbeitet unter dessen Einhaltung eine Wiederaufnahme des Hockeysports zeitnah wieder möglich sein könnte. Auch wenn das Training erstmal nur in Kleingruppen stattfinden könnte sind wir gespannt, ob es bald die erhoffte Lockerung für den Breitensport geben wird.

Den Entwurf des DOSB und DHB findet ihr unter folgendem Link: https://web.hockey.de/news/7qxfm9.html

Rheinpfalz: Nachhilfe via Skype (21.03.2020)

Die Mutmacher: Von der Corona-Krise ist auch der Hockeybetrieb auf dem Jahnplatz betroffen. Die TG Frankenthal kümmert sich aber weiter um die Kinder. Mit einer Online-Lernhilfe will sie die Eltern bei der Betreuung der Kinder unterstützen. Ausgedacht hat sich das Konzept Katharina Koppel.

Von Christian Treptow

 Frankenthal/Ludwigshafen. Uni: zu. Hockeyplatz: zu. Jugendförderzentrum: zu. Auch der Wirkungskreis von Katharina Koppel ist derzeit aufgrund der Corona-Krise stark eingeschränkt. „Nur mal schnell raus und ein bisschen joggen. Mehr geht derzeit ja nicht“, sagt sie. Normalerweise studiert die 24-Jährige an der Uni Landau Biologie und Erdkunde auf Lehramt. In ihrer Freizeit spielt sie Hockey bei den ersten Damen der TG Frankenthal und arbeitet im Jugendförderzentrum des Ludwigshafener SC im Bereich Schule. Dort betreut sie die Kinder bei den Hausaufgaben, hilft ihnen beim Lernen und erarbeitet mit ihnen neue Themen.Doch all diese Aktivitäten haben jetzt erst mal eine Zwangspause verdonnert bekommen. Doch so ganz tatenlos in den eigenen vier Wänden sitzen will Koppel nicht. Daher bietet sie für die Kinder aus den Jugendmannschaften der TG Nachhilfe an. Egal ob Deutsch, Mathe, Englisch, Biologie, Französisch, Erdkunde oder Geschichte – Koppel will dem Nachwuchs helfen.

Eltern unter die Arme greifen

„Zum einen, weil mir ein bisschen langweilig ist“, sagt die Kapitänin des TG-Damenteams und lacht. „Zum anderen wollen wir vom Verein aus die Familien unterstützen, die von der Krise betroffen sind.“ Eltern, die im Home-Office arbeiten, wollen die TG und Koppel ein bisschen unter die Arme greifen. Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse können bei ihr Unterricht nehmen. In Biologie, Naturwissenschaft, Chemie, Sachkunde und Erdkunde betreue sie sogar Schüler bis zur 13. Klasse, meint Koppel.

Denn die Schule ruht nicht. Viele Bildungseinrichtungen haben ihre Kinder mit Plänen in die Corona-bedingte unterrichtsfreie Zeit entlassen. Wer etwas nicht verstanden hat, noch mal Stoff wiederholen will, bei dem er oder sie sich nicht sicher ist oder auch neue Sachen lernen will, ist bei Katharina Koppel an der richtigen Adresse.

Kommuniziert wird über Skype

Natürlich sitzen in diesen Zeiten Nachhilfelehrerin und Schüler nicht an einem Tisch. Man soll direkten Kontakt zu anderen Menschen ja vermeiden und auf Abstand bleiben. Aber in Zeiten des Internets und in einer digitalen Welt ist auch das kein Problem. Koppel kommuniziert mit ihren Schülern über das Videochat-Portal Skype. Die Schüler brauchen also lediglich einen internetfähigen PC, ein Notebook oder Laptop. Auch die Lautsprecher müssen funktionieren. Alternativ geht auch ein Headset. Als Hilfsmittel kommt dabei außerdem noch „Twiddla“ zum Einsatz, vereinfacht ausgedrückt ein Online-Whiteboard. Darauf können Schüler und Lehrer gemeinsam arbeiten.

„Erst mal geht es darum, rauszufinden, auf welchem Leistungsstand der jeweilige Schüler ist“, erläutert Koppel. Und dann werden die praktischen Dinge abgeklopft: Wann haben die Kinder Zeit? In welche Klasse gehen sie? Welche Schule besuchen sie? Welche Fächer und welche Themen sollen behandelt werden? „Dann suche ich mir gezielt Arbeitsunterlagen aus“, erklärt Katharina Koppel.

Fünf Kinder sind schon angemeldet

Fünf Kinder haben sich bislang angemeldet, erzählt Katharina Koppel. Sie habe noch Kapazitäten. Und wenn sie niemanden mehr annehmen könne, werde man sich um zusätzliche Betreuer kümmern. Bezahlen müssen die Eltern für die Online-Lernhilfe nichts. Die Kosten übernimmt „aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation mit Trainingsausfällen“ der Verein, teilt Hockey-Abteilungsleiter Timo Schmietenknop mit.

Kontakt

Wer sich für die Online-Lernhilfe der TG Frankenthal interessiert, schreibt einfach eine E-Mail an Katharina Koppel:

k.koppel@tgf1846.de.

Spiel- und Trainigsbetrieb wegen Corona-Virus ausgesetzt! (13.03.2020)

Beim Theme Corona-Pandemie folgt die TG Frankenthal den Empfehlungen des Robert Koch Institutes und der Landesbehörden.

Nach der flächendeckenden Schließung von Schulen und Kindertagesstätten treten für die TG Frankenthal ab sofort folgende Regelungen für den Trainingsbetrieb sowie für den Spielbetrieb im Erwachsenen- und im Jugendbereich ein:

Stand: 13.03.2020
Training Bis auf weiteres findet kein offizielles Training statt
Trainings- und Spielmaßnahmen (mit anderen Vereinen) Einzelspiele (Heim & Auswärts) sind abzusagen
Freundschaftsturniere (auswärts) Sind abzusagen
Heimturniere Sind abzusagen / Heimturnier Herren/Damen wurde abgesagt
Spielbetrieb Die Bundesligen sind bis Ende April ausgesetzt. ProLeague-Länderspiele sind abgesagt. Hockeyverband RPS/SHV-Entscheidung folgt noch.

Vielen Dank für das Verständnis!

Mit sportlichen Grüßen

Abteilungsleitung Hockey

Verschiebung von Glanzlichter 2020

Glanzlichter 2020 – Verschiebung der Veranstaltung

Liebe Mitglieder und Freunde der TG,

„Glanzlichter 2020“ am 28.03.20 findet nicht statt!

Aufgrund der verstärkten Verbreitung des Coronavirus in Deutschland hat sich die Hockeyabteilung der TG Frankenthal nach intensiven Beratungen für die Absage der Veranstaltung entschieden.

Wir möchten in der aktuellen Situation ein unnötiges Gesundheitsrisiko vermeiden und die Ehrung unserer erfolgreichen Sportler zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Wir hoffen sehr auf das Verständnis aller, die sich darauf gefreut haben.

Mit sportlichen Grüßen,

Eure Abteilungsleitung

Timo Schmietenknop (1. Abteilungsleiter)

Sabine Merz (2.Abteilungsleiterin)

Andreas Trump (3.Abteilungsleiter)

Rheinpfalz: Schmietenknops nahtloser Übergang (27.12.2019)

Hockey: Die ersten Herren der TG Frankenthal machen ihren Fans in diesem Jahr viel Freude. Allerdings will der ganz große Wurf mit dem Aufstieg in die Erste Hallen-Bundesliga nicht gelingen. Zur Jahresmitte steht wieder ein Trainerwechsel an. Timo Schmietenknop wechselt von der Rolle des Dirigenten auf dem Feld in die des Taktgebers an der Seitenlinie. Und das mit Erfolg.

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger. Aber wenn die TG-Spieler gewusst hätten, dass es am Ende so knapp werden würde … Nun ja, zu ändern ist es eh nicht mehr. Allerdings war das 2:2 zu Hause gegen den Rüsselsheimer RK ganz besonders bitter. Denn diese zwei verschenkten Punkte kosten die TG schlussendlich den Aufstieg. Das Team von Trainer Hans-Christian Damm bietet teilweise begeisterndes Offensivhockey. Mit einem Timo Schmietenknop, der in seiner letzten Hallenrunde noch mal richtig aufdreht und nach Belieben knipst (38 Tore). Na ja, nach dem 2:2 gegen Rüsselsheim eben.

Die TG, die in der Hallenrunde ungeschlagen bleibt, liefert sich bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem HC Ludwigsburg. Dieser hat dann auch die Nase vorne, weil die beiden direkten Duelle unentschieden enden.

Jetzt nimmt die TG einen neuen Anlauf. Mit Timo Schmietenknop als Trainer. Er löst im Sommer Hans-Christian Damm ab, der aus beruflichen Gründen aufhört. Damm erfüllt allerdings im Sommer noch die Aufgabe „Wiederaufstieg in die Zweite Feld-Bundesliga“.

Timo Schmietenknop hängt den Hockeyschläger an den berühmten Nagel und wechselt vom Spielfeld an die Seitenlinie. Und das mit Erfolg. Die TG bietet in der Hinrunde der neuen Feldsaison phasenweise sehr ansprechendes Hockey.

Die beste Leistung gelingt am 14. September, als die TG teilweise wie im Rausch auftritt und Erstligaabsteiger TC Blau-Weiss Berlin mit 5:1 nach Hause schickt. Dass es für ganz oben noch nicht reicht, merkt die Mannschaft erst in den letzten Partien, als es gegen die vermeintlich Großen geht. Gegen den HC Ludwigsburg, den SC Frankfurt 1880 und den Münchner SC verliert die mittlerweile von Verletzungen geplagte TG jeweils nur mit einem Tor Differenz. Doch die Leistungen machen Lust auf mehr.

Aber auch abseits des Platzes schreibt die TG wieder positive Schlagzeilen. Norbert Grimmer kehrt zurück und steigt als Sportlicher Leiter Aktive beim Verein ein. Und auch Heiner Dopp kommt zurück und engagiert sich als Jugendtrainer am Jahnplatz. Hinzu kommt, dass das Konzept von Stephan Decher, Sportlicher Leiter Jugend, zu greifen beginnt. Es gibt mehr Trainer, und auch die Anzahl der Kinder, die zum Krummstock greifen wollen, nimmt wieder zu. Das zarte Pflänzchen TG wird langsam aber stetig aufgepäppelt.

Die TG ist international vertreten. Marie Fischer, Hannah Schiller und Maja Becker dürfen in der U16-Nationalmannschaft vorspielen. 2020 könnten sie die Damen verstärken.

Zur Sache – Das Jahr der TG Damen

Das Jahr beginnt mit einem Paukenschlag. Nach der Trennung von Trainer Udo Specht nach nur fünf Spielen springen erneut Fridolin Lüschen und Timo Schmietenknop als Betreuer ein. Aufhalten können sie den Abwärtstrend nicht. Nach einer katastrophalen Saison ohne einen Sieg steigen die Damen aus der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd ab. Mit ein Grund dafür: Misstöne innerhalb des Kaders.

Zur Feldrunde übernimmt Rainer Schwenk die TG-Damen. Der neue Trainer haucht dem Team wieder Leben ein. Er integriert Jugendspielerinnen, probiert altgediente Kräfte auf neuen Positionen aus und beweist auch taktisch ein gutes Näschen. Der Klassenerhalt in der Feldhockey-Regionalliga Süd gelingt am Ende ohne Mühe. Doch nach dem kurzen Auftaktprogramm in der neuen Feldrunde steht das Team erneut ohne Coach da, weil Schwenk kurzfristig ein Engagement in Neunkirchen annimmt.

Tobias Stumpf, der vom TSV Mannheim zu seinem Heimatverein zurückkehrt, übernimmt. Mit einer offensiven Spielweise bringt er die TG-Damen in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd auf Kurs. Nach guter Hinrunde haben sie noch die Chance auf den direkten Wiederaufstieg

Rheinpfalz: Interview: Axel Schröder über den Ausfall des Benefizspiels „Hockey gegen Krebs“ (06.11.2019)

Erstmals seit elf Jahren wird es 2020 kein Benefizspiel „Hockey gegen Krebs“ geben. Im Interview spricht Organisator Axel Schröder (50) über die Gründe für die Absage und darüber, wie die Arbeit des Vereins weitergeht. Er verrät aber auch, wer 2021 dabei sein will.

Herr Schröder, wie ist die Gefühlslage bei Ihnen nach der Absage des Benefizspiels „Hockey gegen Krebs“?
Puh, ich war ständig hin- und hergerissen. Geht’s, geht’s nicht. Am Ende bin ich dann zu der Einsicht gekommen, dass es nichts bringt, wenn ich mich kaputt mache. Zum Ehrenamt gehört eben auch mal, dass man Nein sagt. Ich habe lange überlegt. Am Ende hat die Vernunft gesiegt. Zumal wir ja auch einen gewissen qualitativen Anspruch an die Veranstaltung haben. Da wollen wir nichts runterschrauben. Und das geht eben nur mit dem gleichen personellen Input. Und der war diesmal einfach nicht möglich.

Was waren am Ende die Gründe für die Absage?
Ich bin schlicht beruflich sehr stark eingespannt. Wir ziehen mit der Firma um. Das muss bis 31. Dezember über die Bühne gegangen sein. Klar habe ich auch einige Helfer im Verein. Aber am Ende wären alle Fäden wieder bei mir zusammengelaufen – Sponsoren, Partner. Da kann man wenig dran ändern. Und dann wäre ich doch wieder voll drin gewesen. Gerade im Spätjahr fällt immer die meiste Arbeit an. Alleine die Kommunikation mit den Spielern ist immens aufwendig. Das kann ich derzeit nicht leisten.

Wie waren die Reaktionen in Hockey-Deutschland?
Viele waren enttäuscht. Aber nachdem ich es Ihnen erklärt hatte, hatten sie auch Verständnis. Toll ist, dass viele Partner trotzdem ihre Jahresspende machen. Damit kann die Arbeit im Verein weitergehen.

Gutes Stichwort: Wie läuft die Arbeit des Vereins „Hockey gegen Krebs“ weiter?
Wir haben übers Jahr verschiedene Veranstaltungen, bei denen Gelder reinkommen. Beim Herbstcamp der TG Frankenthal sind zum Beispiel bei einem Spendenlauf 5000 Euro gesammelt worden. Die Gelder kommen, aber eben nicht auf einen Schlag. Der Puffer fürs Tagesgeschäft ist vorhanden. An der Arbeit an sich wird sich nichts ändern. Vielleicht werden wir das eine oder andere Großprojekt nicht gleich unterstützen können. Vielleicht können wir im März 2020 im Zusammenhang mit der Pro League etwas auf die Beine stellen.

Können Sie schon eine Prognose für 2021 abgeben?
Mein Ziel ist es, dann wieder ein Benefizspiel „Hockey gegen Krebs“ in Frankenthal zu veranstalten.

Am Standort wird nicht gerüttelt?
Nein. Dafür gibt es keinen Grund. Sowohl der Verein TG Frankenthal als auch die Stadt identifizieren sich zu 100 Prozent mit dem Spiel. Außerdem haben wir hier alle Partner in der Region.

Gibt’s schon die ersten Zusagen?
In der Tat. Björn Emmerling und Tibor Weißenborn haben schon gesagt: Dann kommen wir eben 2021 wieder. Im März wird es außerdem ein Treffen mit allen Partnern geben. Dabei können Kontakte aufrechterhalten werden, ein Austausch kann stattfinden, Netzwerke können geknüpft werden. Und vielleicht können wir dabei auch neue Möglichkeiten für das Spiel erörtern.

Zur Sache

Das Benefizspiel und der Verein „Hockey gegen Krebs“

Im März 2009 hat alles angefangen: Mit der TSG Neustadt wurde damals das erste Benefizspiel zugunsten krebskranker Kinder auf die Beine gestellt. Daraus entstanden der Verein „Hockey gegen Krebs“ und das alljährlich stattfindende Benefizspiel, bei dem Weltmeister und Olympiasieger wie Tibor Weißenborn, Christian Mayerhöfer, Philip Sunkel und Björn Emmerling dem Publikum ihr Können zeigen. 2017 zauberten die Spieler zum ersten Mal in der Halle Am Kanal in Frankenthal. Seitdem hat sich die Veranstaltung mit anschließender Party als fester Bestandteil des Frankenthaler Hockeykalenders etabliert und zieht auch Publikum von außerhalb der Region an. Die Halle ist mit 1000 Zuschauern regelmäßig ausverkauft. Von Jahr zu Jahr konnte Organisator und Vereinsvorsitzender Axel Schröder neue Spendenrekorde vermelden. Alleine im Februar dieses Jahres kamen rund um die elfte Auflage des Benefizspiels 80.000 Euro zusammen. Die Partie wurde erstmals live im Internet übertragen. Der Verein unterstützt Einrichtungen wie das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen und ist im Netz unter www.hockeygegenkrebs.de zu finden.

Rheinpfalz: ,,TG will mitreden” (29.08.2019)

Frankenthaler Verein stellt Antrag auf Aufnahme in Verband Hockeyliga
Frankenthal. Die Ausgliederung der Hockey-Bundesligen hat beim Bundestag des Deutschen Hockeybundes (DHB) im Mai in Grünstadt knapp keine Mehrheit bekommen. Das Projekt wird allerdings über den Verein Hockeyliga weiterverfolgt. Die TG Frankenthal hat jetzt einen Antrag auf Aufnahme in diesen Ligaverband gestellt.

Noch nicht mal 100 Stimmen haben im Mai gefehlt, um die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit für die Ausgliederung des Ligaverbands aus dem DHB zu erreichen. Der Bundesliga-Spielbetrieb (Erste und Zweite Bundesliga) soll damit abgespalten werden.

Wie die TG Frankenthal in einer Pressemitteilung berichtet, habe man aber in der Abstimmung eine sehr deutliche Mehrheit für eine Ligareform mit Ausgliederung der Bundesligen erzielt. Damit sei der von den Bundesligavereinen eingeschlagene Weg im deutschen Hockey befürwortet worden.

Auf dieser Grundlage wurde in der unmittelbar an den Bundestag anschließenden Bundesligavertreter-Versammlung mit den 18 anwesenden Vereinen beschlossen, den Ligaverband (Hockeyliga) als Interessenvertretung der Bundesligavereine zu gründen. Die Zielsetzung ist unverändert die Übernahme der Verantwortung für den Spielbetrieb. Diese Gründung wurde dann unmittelbar vollzogen.

Mittlerweile sind laut TG 27 der 59 Bundesliga-Vereine (Erste und Zweite Bundesliga Damen und Herren) dem Ligaverband Hockeyliga beigetreten. Weitere Aufnahmeanträge liegen vor, informiert die TG. Ebenso seien weitere Bundesligavereine in Abstimmung mit dem Ligaverband wegen einer Aufnahme.

Auch die TG, die mit ihrer ersten Herrenmannschaft aktuell sowohl im Feld als auch in der Halle in der Zweiten Bundesliga vertreten ist, möchte in diesem Kreis mitreden. Die Damen sind aktuell in der Regionalliga aktiv. Mit der Hockeyliga sollen die Bundesligen erfolgreich aufgestellt werden. Das soll sich wiederum positiv auf die Nationalmannschaften auswirken.

„Nur in einem gemeinsamen intensiven Austausch und in enger Abstimmung werden die Bundesligisten erfolgreich sein können. Wir haben uns dazu entschlossen, daran mitzuarbeiten“, wird Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive der TG Frankenthal, in einer Pressemitteilung zitiert. Die TG wolle Einfluss auf die Entscheidungen im deutschen Bundesligahockey nehmen. „Wir wollen mithören, mitreden und mitentscheiden. Daher haben wir uns entschieden, dem Ligaverband beizutreten. Der Mitgliedsbeitrag hierfür ist überschaubar.“

Aktuell arbeite der Ligaverband unter anderem mit einer Agentur an der Positionierung und am Markenauftritt der Hockeyliga. Mit dem DHB diskutiere man intensiv über Terminplanung, Spielordnungsfragen und die weitere Zusammenarbeit. Bei der nächsten Mitgliederversammlung am 21. September des Vereins Hockeyliga soll über den Aufnahmeantrag der TG Frankenthal entschieden werden.

Rheinpfalz: “„Man braucht ein paar Bekloppte“” (28.08.2019)

Hintergrund: Als Sportlicher Leiter für die Aktiven soll Norbert Grimmer helfen, die Hockeyabteilung der TG Frankenthal in bessere Zeiten zu führen. Dafür will er mit seinem Pendant im Jugendbereich, Stephan Decher, eng zusammenarbeiten. Es gibt einige Punkte, an denen Grimmer ansetzen kann.

Frankenthal. Was macht eigentlich ein Sportlicher Leiter? Norbert Grimmer muss nur kurz nachdenken. Zwei Themenblöcke zählt er auf, wenn es um sein Aufgabengebiet geht. Zum einen sei er zuständig für alle aktiven Mannschaften. Das bedeutet: Er kümmert sich nicht nur um die ersten Herren und ersten Damen, sondern auch jeweils um die zweiten Mannschaften. Der zweite Block beinhalte Schiedsrichterwesen und Passwesen. Er will bei Fragen helfen und Kontakt zu den Verbänden herstellen, wenn nötig. Letzteres sollte relativ einfach sein. Seit Januar ist Grimmer Jugendwart im Hockeyverband-Rheinland-Pfalz/Saar.In Frankenthal geht’s aber um die TG. Mit dem Sportlichen Leiter Jugend, Stephan Decher, wolle er eng zusammenarbeiten. „Ich will eine Struktur für die Berufsausbildung der jungen Spieler schaffen“, kündigt Grimmer an. Das bedeutet konkret: Er will ein Netzwerk aufbauen und den Nachwuchsspielern helfen, wenn es um Praktika und Ausbildungsplätze geht.
„So etwas kann man hier aufbauen“, ist er überzeugt. Die Sponsoren der TG sollen dabei helfen, das in die Tat umzusetzen. „Das stelle ich mir hier vor. In der Form gibt es das noch nicht.“ Die Firmen seien relativ offen, sagt Grimmer. Und auch dankbar. „Der Arbeitsmarkt ist eng“, betont er. „Und es ist auch in unserem Interesse, dass die Jugendlichen die Plätze bekommen.“ Natürlich hat das auch einen sportlichen Hintergrund. Die Talente sollen so auch mittel- und langfristig an die TG Frankenthal gebunden werden.
Auch in Sachen Scouting will sich Norbert Grimmer einbringen. „Ich will die Augen offenhalten nach Spielern, die für die TG interessant sein können.“ Und auch nach Trainern will er Ausschau halten. Die sind im Hockey schwer zu finden und zu bekommen. „Und die guten sind sehr rar“, erläutert Grimmer. Aber es gebe viele junge Coaches, die interessant seien.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit werden die zweiten Mannschaften bilden. Diese sieht er nicht nur als „Anhängsel“. „Die müssen dieselbe Ausstattung bekommen, wie die ersten Teams“, betont er. Die Spieler, die es nicht im ersten Anlauf in die „Erste“ schaffen, egal ob Herren oder Damen, „haben ein Anrecht auf vernünftiges Training“.
Mit Stephan Decher verstehe er sich gut. „Wir ergänzen uns gut, haben ein riesiges Vertrauen zueinander“, erzählt Grimmer. Beide haben eine TG-Vergangenheit, beide haben auch beim TSV Mannheim zusammengearbeitet. „Seit April haben wir uns intensiv unterhalten“, sagt Grimmer.
Er ist dabei, sich einen Überblick zu verschaffen, wo es hängt. Der Fokus liegt dann darauf, sowohl die Herren- als auch die Damenteams zu stabilisieren. Das kann zum Beispiel sein, im Bereich der medizinischen Betreuung noch nachzulegen, die Teams mit Co-Trainern auszustatten, oder einen Athletiktrainer für die Damen an Land zu ziehen. „Baustein für Baustein“ will Grimmer ans Werk gehen. Ein Blick über den viel zitierten Tellerrand kann da natürlich nicht schaden. Grimmer will sich auch Anregungen bei anderen Vereinen holen.
Drei Möglichkeiten sieht Grimmer, wie ein solides Bundesligateam im Hockey aufgebaut werden kann. Als erstes Beispiel nennt er den UHC Hamburg. „Die machen eine gute Jugendarbeit, haben Damen- und Herrenteams für relativ kleines Geld und bieten gutes, qualifiziertes Training.“ Die zweite Möglichkeit: mit Geld. Wie zum Beispiel beim Mannheimer HC. „Aber da braucht man auch das Know how.“ Und die dritte Variante sei eine Mischung aus beidem. „Wie beim TSV Mannheim. Das ist ein familiärer Club. Da fühlt man sich wohl. Unterstützt wird das ganze durch ein paar Hockeyverrückte. Man braucht ein paar Bekloppte“, sagt Grimmer und lacht.

Rheinpfalz: “Rainer Schwenk folgt auf Alex Kempf als Stützpunkttrainer” (22.08.2019)

FRANKENTHAL. Nach der Vorrunde im Länderpokal „Hessenschild“ hat Alex Kempf (TG Frankenthal) seine Tätigkeit als Stützpunkttrainer U16 weiblich im Hockey-Verband Rheinland-Pfalz/Saar aus privaten Gründen niedergelegt. Das hat Norbert Grimmer, Jugendwart des Verbands, mitgeteilt. Kempfs Nachfolger kommt ebenfalls aus den Reihen der TG: Rainer Schwenk, bisher Co-Trainer Kempfs und bei der TG Coach der ersten Damen.

Rheinpfalz: “Ein intensives erstes Jahr” (14.08.2019)

Hintergrund: Vor fast genau einem Jahr ist Stephan Decher zurückgekommen zu seinem Heimatverein TG Frankenthal. Als Sportlicher Leiter Jugend soll er helfen, der Hockeyabteilung von innen heraus neuen Schwung zu verleihen. Seine erste Bilanz fällt positiv aus. Aber die eine oder andere Baustelle gibt es natürlich noch.

Frankenthal. „Intensiv!“ Mit diesem Wort beschreibt Stephan Decher sein erstes Jahr als Sportlicher Leiter Jugend bei der TG Frankenthal. Er habe viele tolle Menschen kennengelernt und auch etliche Projekte angeschoben. Klar, die ersten zwei, drei Monate habe er sich erst mal einen Überblick verschaffen müssen, nachdem er die Geschehnisse bei seinem Heimatverein die Jahre zuvor lediglich aus der Ferne verfolgt hat.Viele Gespräche habe er geführt – mit Eltern, Mitgliedern, Betreuern und Trainern. „Wir haben überlegt, was wir beibehalten können und was wir verändern müssen“, sagt Decher. Zwei Punkte liegen ihm ganz besonders am Herzen. Zum einen die Neustrukturierung der Camps. Gab es in den vergangenen Jahren immer ein Sommercamp bei der TG, so seien es jetzt fünf. Und das sportartübergreifend. „Die sind extrem gut angekommen. Fast alle waren ausgebucht“, berichtet Decher. Auch viele Kinder, die noch keine Berührung mit Hockey gehabt hätten, seien gekommen. „Die Camps werden auch 2020 so weiterlaufen“, kündigt er an.
Das zweite Projekt sei die Veranstaltung „Glanzlichter“ mit verschiedenen Ehrungen gewesen. Decher bezeichnet dies als „geselligen Abend“ für den Verein. Der Rahmen sei super gewesen. „Wir haben viel in die Vorbereitung investiert“, sagt er. Auch diese Veranstaltung will er fortführen. Wie der Rahmen dann aussehe, sei aber noch offen.
Zufrieden kann Decher auch dahingehend sein, dass er seinem Ziel, 400 Kinder bei der TG am Hockeyschläger zu sehen, etwas näher gekommen ist. Knapp über 300 seien es mittlerweile.
Auch mehr Trainer stehen zur Verfügung. Gut 20 seien es bei seinem Amtsantritt gewesen. „Jetzt sind es über 40, die sich im Jugendbereich engagieren.“ Ziel war es, für alle Jugendteams je einen hauptverantwortlichen und zwei Co-Trainer zu stellen. Das wurde im vergangenen Jahr erreicht. Mit kleineren Trainingsgruppen lasse sich ein effizienteres Arbeiten gestalten.
Decher bezeichnet die Lizenzierung der Übungsleiter als „gute Investition in die Zukunft“. „Wir müssen weiter an der Qualität arbeiten“, betont er. Derzeit sind im Verein zehn Trainer mit C-, drei mit B- und zwei mit A-Lizenz. Vier bis fünf neue Lizenzen möchte Decher so bald wie möglich im Kreise der Coaches sehen. Denn nur mit einem guten Training könne man punkten.
Bei den Mädchen sieht es im Nachwuchsbereich besser aus als bei den Jungs. „Bei den Mädchen haben wir mehr Masse“, sagt Decher. Und auch die Qualität stimmt, wie beispielsweise an Marie Fischer, Hannah Schiller und Maja Becker abzulesen ist, die es in den Kader der U16-Nationalmannschaft geschafft haben. Klar bestehe die Gefahr, dass die Talente abgeworben werden. „Aber da müssen wir gegensteuern. Das muss für uns eher Ansporn sein, als dass wir daran verzweifeln“, fordert Decher. Der erst kürzlich verpflichtete Norbert Grimmer soll dafür sorgen, dass dem Nachwuchs der Sprung von der Jugend zu den Aktiven gelingt.
Die große Frage ist: „Wie kriegt man die Talente in den Verein?“ Da müsse man früh ansetzen, um die Kinder nicht an andere Sportarten zu verlieren, erläutert Decher. Weshalb die TG auch die Zusammenarbeit mit Schulen ausbauen will. Zum neuen Schuljahr gibt es eine Kooperation mit der Neumayer-Schule in Frankenthal. „Weitere Kooperationen werden folgen“, kündigt Decher an.
Natürlich ist das erst der Anfang. „Wir müssen die Trainer noch besser machen“, betont Decher. Dabei könne man ja auch schauen, was die Top-Vereine in Deutschland machen. „Das ist ein Prozess, der nicht innerhalb eines Jahres abgeschlossen ist“, erläutert er. Die Hoffnung ist, dass aus dem Trainerpool der TG irgendwann ein Kandidat hervorgeht, der bei einer der Aktiven-Mannschaften das Ruder übernimmt. „Dann haben wir viel richtig gemacht.“

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