Monat: März 2021

TG Frankenthal investiert in Flutlicht-Infrastruktur (31.03.2021)

Das im Jahr 1984 errichtete Flutlicht am Jahnplatz war mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen. Kaputte Lampen, eine schlechte Ausleuchtung und ein hoher Stromverbrauch haben dazu geführt, dass wir uns für eine Investition in neue Leuchtmittel entschieden haben. Durch den Einbau der extrem effizienten und stromsparenden LED-Technologie können einerseits die Ausleuchtung des Feldes enorm erhöht und andererseits die Betriebskosten erheblich gesenkt werden. 

Mit der Dr. Fischer Gruppe als Partner haben wir die Planung für dieses Großprojekt bereits im vergangenen Jahr gestartet und diese Woche nun endlich die ersten 4 Masten auf die neue Technologie mit Leuchtmitteln der Firma “Kandem Leuchten” umgestellt. In wenigen Wochen werden alle Flutlichter per LED betrieben und das Projekt abgeschlossen sein.

Wir bedanken uns in diesem Sinne bei allen öffentlichen Stellen für die entsprechenden Fördermittel und die großartige Unterstützung der Sparkasse Rhein Haardt.

Rheinpfalz: Vom dritten Mann zum Leistungsträger (11.03.2021)

Hockey: Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat für die Aufstiegsrunde personell nachgelegt. Vom Mannheimer HC wechselt Tim Ehret an den Jahnplatz. Der 21-Jährige soll im Mittelfeld eine Führungsrolle übernehmen, sagt TG-Trainer Timo Schmietenknop. Er bekommt für die Aufstiegsspiele Unterstützung an der Seitenlinie von einem alten Bekannten, muss aber auch zwei Abgänge in Kauf nehmen.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Im Fall des Wechsels von Tim Ehret zur TG Frankenthal kann man da schon von Jahren sprechen. „Wir sind schon ein, zwei Jahre in Kontakt“, verrät Timo Schmietenknop. Das zeigt schon, dass der Coach den Spieler unbedingt wollte.

Eigentlich sei der Kader voll. Immerhin kommen auch in diesem Frühjahr wieder einige Nachwuchsleute aus der Jugend zu den Aktiven. „Aber wenn vereinzelt Leute kommen, die uns weiter bringen …“, sagt der TG-Coach. In dieser Kategorie sieht er Ehret. Dieser soll laut Schmietenknop im Team eine Führungsrolle und Verantwortung übernehmen. Der Neue im grünen Trikot will dies gerne tun. „Ich freue mich, was zu reißen“, betont er.

Über Karlsruhe nach Mannheim

Ehret ist in Weinheim an der Bergstraße (Rhein-Neckar-Kreis) aufgewachsen. In der Zwei-Burgen-Stadt hat er 2007 beim AC auch erste Hockeyschritte unternommen, wie er im RHEINPFALZ-Telefonat erzählt. Über den Karlsruher TV sei er im zweiten Jahr in der B-Jugend zum Mannheimer HC gekommen.

Dort gehörte er zwar zum Kader der Bundesliga-Mannschaft. „Aber auf meiner Position war ich meistens der dritte Mann“, erinnert er sich. Zwei Bundesligaspiele habe er gemacht. Ansonsten habe es nicht in den 17er-Kader des MHC gereicht. „Ich war da eher zwischen 18 und 20“, sagt er mit etwas Galgenhumor. In Frankenthal will er jetzt mehr Spielpraxis sammeln und sich weiterentwickeln. Die Rolle weg vom Reservisten hin zum Stammspieler sieht Timo Schmietenknop dann auch als größte Herausforderung für seinen neuen Schützling.

Freundlicher Empfang auf dem Jahnplatz

Seine Position, das war am Neckarplatt auf dem Flügel als offensiver Außenverteidiger. „Bei uns wird er aber primär im Mittelfeld auf der zentralen Position zum Einsatz kommen“, kündigt Timo Schmietenknop an. Und da sieht sich der Spieler auch selbst. Der Coach kann sich zum Beispiel ein Duo Sven Becker/Tim Ehret gut nebeneinander in der Schaltzentrale des TG-Spiels vorstellen.

Von der Mannschaft sei er sehr freundlich empfangen worden, meint Ehret, der in Mannheim Unternehmensjura studiert und auch in der Quadratestadt wohnt. „Auch beim Probetraining, als ich mich noch nicht zum Wechsel entschieden hatte“, verdeutlicht er. Er sei in eine große Gruppe gekommen. „Alle arbeiten zusammen an dem Ziel, Punkte in der Aufstiegsrunde zu holen.“ In dieser traue er der TG eine gute Rolle zu.

Bewusster Wechsel in Zweite Liga

Er habe sich bewusst für den Wechsel in die Zweite Liga entschieden, sagt Tim Ehret. Als Abstieg oder Rückschritt sieht er das aber nicht. „In Mannheim war keine Spielpraxis für mich in Sicht. Ich gehe davon aus, dass ich die in Frankenthal bekomme.“ Und in der Halle spielt die TG ja – wie der MHC – in der Ersten Bundesliga. „Hätte die Hallenrunde stattgefunden, wäre ich da schon nach Frankenthal gekommen“, sagt Ehret.

Jetzt habe er sich erst mal für die Aufstiegsrunde für Frankenthal entschieden, habe auch richtig Lust darauf, mit den Jungs zusammenzuspielen. Mit Johannes Zurke liefere er sich auch schon heiße Duelle bei den Übungseinheiten. Im Sommer werden sich die beiden Parteien dann zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht. Natürlich sei sein Ziel, langfristig in der Ersten Bundesliga, auch im Feld, zu spielen. „Aber wer sagt, dass das nicht mit Frankenthal möglich ist?“

Stärken: Kampfgeist, Passspiel, Mentalität

Als Stärken führt Tim Ehret seinen Kampfgeist und sein Passspiel an. Timo Schmietenknop schätzt an ihm außerdem noch seine Spielfreude und seine gute Mentalität. Im Abwehrverhalten müsse er noch zulegen, sagt der Übungsleiter. Aber man sehe, dass er in Mannheim gut ausgebildet worden sei.

Den Konkurrenzkampf im Mittelfeld scheut Tim Ehret nicht. Allerdings ist für ihn auch gerade ein Platz frei geworden. Denn Maksymilian Koperski hat es laut Timo Schmietenknop nach Frankreich gezogen. Und auch die Sturmläufe von Fridolin Lüschen werden die TG-Fans vorerst nicht mehr auf dem Jahnplatz sehen. Er sei nach Köln umgezogen, sagt der TG-Coach. Lüschen und Schmietenknop trainierten gemeinsam in der Feldsaison 2017/18 die TG-Damen und waren auch in der Hallensaison 2018/19 in Verantwortung, nachdem Udo Specht keinen Erfolg mit dem Team hatte.

Hans-Christian Damm als Co-Trainer

Er bekommt für die Aufstiegsrunde, die für die TG am 24. April (16 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den HTC Stuttgarter Kickers beginnt, Unterstützung an der Seitenlinie. Hans-Christian Damm werde ihm dann als Co-Trainer unter die Arme greifen. Der ehemalige Verteidiger hat bei seinem Heimatverein schon Erfahrung als hauptverantwortlicher Coach gesammelt. In der Hallenrunde 2018/19 betreute er die Mannschaft in der Zweiten Bundesliga und führte die TG danach in der Feld-Rückrunde zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga.

Rheinpfalz: Viel Potenzial, wenig Erfahrung (08.03.2021)

Viel Potenzial, wenig Erfahrung

Hockey: Seit Oktober hatten die ersten Damen der TG Frankenthal im Training keinen Hockeyschläger mehr in der Hand. Am Samstag war es für die Regionalligaspielerinnen dann endlich so weit, die erste große Einheit auf dem Jahnplatz mit dem Stock stand an. Da störten auch die frischen Temperaturen nicht. Mit dabei: acht Nachwuchsspielerinnen und eine weitere Rückkehrerin vom TSV Mannheim.

Von Frank Geller

 
FRANKENTHAL. 28 Spielerinnen hat Tobias Stumpf an diesem Morgen um sich versammelt. Auf dem Programm stehen technische Übungen, Torschüsse und Zweikampftraining. „In den vergangenen Monaten ging es vor allem um Kraft und Ausdauer. Jetzt wird es Zeit, dass wir wieder das Gefühl für Schläger und Ball bekommen“, sagt der Trainer der ersten Damenmannschaft und A-Jugend der TG. Mit technischem Geschick muss der Ball über Stangen und Rollen bugsiert werden, ehe der Schuss aufs Tor erfolgt. Stumpf treibt die Spielerinnen an: „In Bewegung bleiben – wir stehen nicht!“ Später geht es in Trainingsspielen in Kleingruppen darum, sich wieder an Zweikämpfe zu gewöhnen. Die Atmosphäre ist locker, es wird viel gelacht.

„Es dauert eine Weile, bis man wieder drin ist“, meint Kapitänin Katharina Koppel nach den ersten Übungen. „Dass wir wieder alle zusammen auf dem Platz trainieren können, ist aber toll. Das macht viel mehr Spaß als die Zoom-Einheiten, bei denen jede Spielerin alleine vor ihrem Laptop steht.“ Damit das Training nicht zu eintönig ausfalle, habe man regelmäßig Yogaübungen eingestreut, die für den ein oder anderen Muskelkater gesorgt hätten, meint Koppel und lacht.

Bluterguss am Knie: Kim Lauer muss zuschauen

An der Bande steht Kim Lauer. Ein Bluterguss am Knie zwingt sie zum Pausieren. „Ausgerechnet jetzt, wo es an den Ball geht, muss ich zuschauen“, hadert die Stürmerin. Dass die Hallensaison Corona-bedingt ausfallen musste, habe sie sehr schade gefunden, berichtet Lauer. „Ich liebe Hallenhockey.“

Auch Tobias Stumpf bedauert das: „Das Spiel in der Halle ist technisch sehr anspruchsvoll. Die dort gesammelten Erfahrungen sind natürlich auch gut fürs Feld.“ Er glaubt jedoch nicht, dass sein Team durch die Zwangspause dramatisch zurückgeworfen worden sei. „Das ist ja für alle Mannschaften gleich“, sagt der Coach. Er ist froh, dass Gruppentraining im Leistungssport nun wieder möglich ist: „Für dieses Privileg sind wir sehr dankbar.“

Stumpf muss Kader für Regionalliga formen

Für Tobias Stumpf geht es in den nächsten Wochen darum, einen Kader fürs Regionalligateam zu formen. Mehr als 30 Spielerinnen stehen zur Verfügung. Bei den gemeinsamen Einheiten mit den zweiten Damen will er die Entwicklung von allen im Blick behalten. Auch das von Bernd Lauer trainierte zweite Damenteam der TG soll gut aufgestellt sein. „Wir brauchen einen starken Unterbau für unsere erste Mannschaft“, betont Stumpf. Er ist zuversichtlich, dass das gelingt. Nicht zuletzt, weil acht A-Jugendspielerinnen aus dem 2004er-Jahrgang jetzt bei den Aktiven spielberechtigt sind. Und die seien durchweg talentiert: Emily Behrendt, Jana Blase, Carla Blume, Laura Hilbert, Johanna Kneller, Pauline Krüger, Marie Sattler und Liv Schütze hätten bislang einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sagt der Übungsleiter.

Die Jungen hoffen darauf, einen Platz in der ersten Mannschaft zu bekommen. „Das wäre ein Traum“, sagt Carla Blume. Marie Sattler pflichtet ihr bei. An Training und Spielweise der Aktiven müsse man sich aber erst gewöhnen: „Da geht es doch deutlich härter und körperbetonter zur Sache, als in der Jugend.“

Peikerts Pause und Deimlings Schulter

Von den etablierten Spielerinnen der „Ersten“ wird Francesca Delarber nicht mehr dabei sein. Sie hat ihre Karriere beendet. Esther Peikert will aus privaten Gründen eine Pause einlegen. Die Saison verpassen wird auch Torfrau Nadine Deimling, die derzeit von einer Entzündung in der Schulter ausgebremst wird. Umso glücklicher erweist sich die Verpflichtung von Keeperin Celine Hochstetter, die bereits im vergangenen Jahr vom TSV Mannheim zu ihrem Heimatverein gewechselt ist und zusammen mit Benita Main das TG-Tor hüten soll.

Ebenfalls vom TSV zurückgekehrt ist Lilly Zettler, die dreieinhalb Jahre lang auf der anderen Rheinseite gespielt hat. Die 18-Jährige hat für die Mannheimer sogar schon ein Zweitligaspiel bestritten. Die Zwangspause im Winter habe durchaus gutgetan, meint Zettler. „Jetzt wird es aber Zeit, dass es wieder losgeht.“ Seit dem vergangenen Herbst ist sie wieder bei der TG. Und jetzt ist sie auch spielberechtigt. Oberste Priorität habe der Klassenerhalt in der Regionalliga. Und damit der gelingt, hat die Mittelfeldspielerin das passende Rezept: „Am liebsten schieße ich Tore.“

Hilbert und Schütze sollen im Sturm für Betrieb sorgen

Die Trefferquote war in der Vergangenheit das Manko der Frankenthalerinnen. Dass unter den eigenen Nachwuchsspielerinnen mit Laura Hilbert und Liv Schütze gleich zwei ausgebildete Stürmerinnen sind, nährt die Hoffnung, dass die TG-Damen vor dem gegnerischen Tor künftig mehr Gefahr ausstrahlen können.

„Das Potenzial ist da. Was den jungen Spielerinnen noch fehlt, ist die Erfahrung“, sagt Stumpf. Aus diesem Grund blickt er mit einer gewissen Ehrfurcht auf das Restprogramm in der Regionalliga Süd. Sein Team hat in der Supersaison 2019/20/21 in sieben Spielen nur fünf Punkte gesammelt und nimmt derzeit in dem acht Mannschaften umfassenden Tableau den vorletzten Platz ein. „Das wird kein Selbstläufer. Wir stehen aktuell auf einem Abstiegsplatz und müssen deshalb sofort da sein“, betont er.

Ligaauftakt mit Heimspiel gegen Stuttgarter Kickers

Bis zum 8. Mai hat Tobias Stumpf Zeit, seine Stammbesetzung zu finden und auf die bevorstehenden Aufgaben einzustellen. Dann steht zum Feldauftakt 2021 in der Regionalliga Süd das Heimspiel gegen den HTC Stuttgarter Kickers an. Damit seine Damen die nötige Praxis bekommen, will Stumpf so viele Testspiele wie möglich ansetzen. Das erste folgt schon am Samstag, 13. März, 13 Uhr, zu Hause gegen Zweitligist TSV Schott Mainz. Zuschauer sind Corona-bedingt jedoch nicht zugelassen.

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