TG Frankenthal investiert in Flutlicht-Infrastruktur (31.03.2021)

Das im Jahr 1984 errichtete Flutlicht am Jahnplatz war mittlerweile deutlich in die Jahre gekommen. Kaputte Lampen, eine schlechte Ausleuchtung und ein hoher Stromverbrauch haben dazu geführt, dass wir uns für eine Investition in neue Leuchtmittel entschieden haben. Durch den Einbau der extrem effizienten und stromsparenden LED-Technologie können einerseits die Ausleuchtung des Feldes enorm erhöht und andererseits die Betriebskosten erheblich gesenkt werden. 

Mit der Dr. Fischer Gruppe als Partner haben wir die Planung für dieses Großprojekt bereits im vergangenen Jahr gestartet und diese Woche nun endlich die ersten 4 Masten auf die neue Technologie mit Leuchtmitteln der Firma “Kandem Leuchten” umgestellt. In wenigen Wochen werden alle Flutlichter per LED betrieben und das Projekt abgeschlossen sein.

Wir bedanken uns in diesem Sinne bei allen öffentlichen Stellen für die entsprechenden Fördermittel und die großartige Unterstützung der Sparkasse Rhein Haardt.

Rheinpfalz: Vom dritten Mann zum Leistungsträger (11.03.2021)

Hockey: Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat für die Aufstiegsrunde personell nachgelegt. Vom Mannheimer HC wechselt Tim Ehret an den Jahnplatz. Der 21-Jährige soll im Mittelfeld eine Führungsrolle übernehmen, sagt TG-Trainer Timo Schmietenknop. Er bekommt für die Aufstiegsspiele Unterstützung an der Seitenlinie von einem alten Bekannten, muss aber auch zwei Abgänge in Kauf nehmen.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Im Fall des Wechsels von Tim Ehret zur TG Frankenthal kann man da schon von Jahren sprechen. „Wir sind schon ein, zwei Jahre in Kontakt“, verrät Timo Schmietenknop. Das zeigt schon, dass der Coach den Spieler unbedingt wollte.

Eigentlich sei der Kader voll. Immerhin kommen auch in diesem Frühjahr wieder einige Nachwuchsleute aus der Jugend zu den Aktiven. „Aber wenn vereinzelt Leute kommen, die uns weiter bringen …“, sagt der TG-Coach. In dieser Kategorie sieht er Ehret. Dieser soll laut Schmietenknop im Team eine Führungsrolle und Verantwortung übernehmen. Der Neue im grünen Trikot will dies gerne tun. „Ich freue mich, was zu reißen“, betont er.

Über Karlsruhe nach Mannheim

Ehret ist in Weinheim an der Bergstraße (Rhein-Neckar-Kreis) aufgewachsen. In der Zwei-Burgen-Stadt hat er 2007 beim AC auch erste Hockeyschritte unternommen, wie er im RHEINPFALZ-Telefonat erzählt. Über den Karlsruher TV sei er im zweiten Jahr in der B-Jugend zum Mannheimer HC gekommen.

Dort gehörte er zwar zum Kader der Bundesliga-Mannschaft. „Aber auf meiner Position war ich meistens der dritte Mann“, erinnert er sich. Zwei Bundesligaspiele habe er gemacht. Ansonsten habe es nicht in den 17er-Kader des MHC gereicht. „Ich war da eher zwischen 18 und 20“, sagt er mit etwas Galgenhumor. In Frankenthal will er jetzt mehr Spielpraxis sammeln und sich weiterentwickeln. Die Rolle weg vom Reservisten hin zum Stammspieler sieht Timo Schmietenknop dann auch als größte Herausforderung für seinen neuen Schützling.

Freundlicher Empfang auf dem Jahnplatz

Seine Position, das war am Neckarplatt auf dem Flügel als offensiver Außenverteidiger. „Bei uns wird er aber primär im Mittelfeld auf der zentralen Position zum Einsatz kommen“, kündigt Timo Schmietenknop an. Und da sieht sich der Spieler auch selbst. Der Coach kann sich zum Beispiel ein Duo Sven Becker/Tim Ehret gut nebeneinander in der Schaltzentrale des TG-Spiels vorstellen.

Von der Mannschaft sei er sehr freundlich empfangen worden, meint Ehret, der in Mannheim Unternehmensjura studiert und auch in der Quadratestadt wohnt. „Auch beim Probetraining, als ich mich noch nicht zum Wechsel entschieden hatte“, verdeutlicht er. Er sei in eine große Gruppe gekommen. „Alle arbeiten zusammen an dem Ziel, Punkte in der Aufstiegsrunde zu holen.“ In dieser traue er der TG eine gute Rolle zu.

Bewusster Wechsel in Zweite Liga

Er habe sich bewusst für den Wechsel in die Zweite Liga entschieden, sagt Tim Ehret. Als Abstieg oder Rückschritt sieht er das aber nicht. „In Mannheim war keine Spielpraxis für mich in Sicht. Ich gehe davon aus, dass ich die in Frankenthal bekomme.“ Und in der Halle spielt die TG ja – wie der MHC – in der Ersten Bundesliga. „Hätte die Hallenrunde stattgefunden, wäre ich da schon nach Frankenthal gekommen“, sagt Ehret.

Jetzt habe er sich erst mal für die Aufstiegsrunde für Frankenthal entschieden, habe auch richtig Lust darauf, mit den Jungs zusammenzuspielen. Mit Johannes Zurke liefere er sich auch schon heiße Duelle bei den Übungseinheiten. Im Sommer werden sich die beiden Parteien dann zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht. Natürlich sei sein Ziel, langfristig in der Ersten Bundesliga, auch im Feld, zu spielen. „Aber wer sagt, dass das nicht mit Frankenthal möglich ist?“

Stärken: Kampfgeist, Passspiel, Mentalität

Als Stärken führt Tim Ehret seinen Kampfgeist und sein Passspiel an. Timo Schmietenknop schätzt an ihm außerdem noch seine Spielfreude und seine gute Mentalität. Im Abwehrverhalten müsse er noch zulegen, sagt der Übungsleiter. Aber man sehe, dass er in Mannheim gut ausgebildet worden sei.

Den Konkurrenzkampf im Mittelfeld scheut Tim Ehret nicht. Allerdings ist für ihn auch gerade ein Platz frei geworden. Denn Maksymilian Koperski hat es laut Timo Schmietenknop nach Frankreich gezogen. Und auch die Sturmläufe von Fridolin Lüschen werden die TG-Fans vorerst nicht mehr auf dem Jahnplatz sehen. Er sei nach Köln umgezogen, sagt der TG-Coach. Lüschen und Schmietenknop trainierten gemeinsam in der Feldsaison 2017/18 die TG-Damen und waren auch in der Hallensaison 2018/19 in Verantwortung, nachdem Udo Specht keinen Erfolg mit dem Team hatte.

Hans-Christian Damm als Co-Trainer

Er bekommt für die Aufstiegsrunde, die für die TG am 24. April (16 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den HTC Stuttgarter Kickers beginnt, Unterstützung an der Seitenlinie. Hans-Christian Damm werde ihm dann als Co-Trainer unter die Arme greifen. Der ehemalige Verteidiger hat bei seinem Heimatverein schon Erfahrung als hauptverantwortlicher Coach gesammelt. In der Hallenrunde 2018/19 betreute er die Mannschaft in der Zweiten Bundesliga und führte die TG danach in der Feld-Rückrunde zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga.

Rheinpfalz: Viel Potenzial, wenig Erfahrung (08.03.2021)

Viel Potenzial, wenig Erfahrung

Hockey: Seit Oktober hatten die ersten Damen der TG Frankenthal im Training keinen Hockeyschläger mehr in der Hand. Am Samstag war es für die Regionalligaspielerinnen dann endlich so weit, die erste große Einheit auf dem Jahnplatz mit dem Stock stand an. Da störten auch die frischen Temperaturen nicht. Mit dabei: acht Nachwuchsspielerinnen und eine weitere Rückkehrerin vom TSV Mannheim.

Von Frank Geller

 
FRANKENTHAL. 28 Spielerinnen hat Tobias Stumpf an diesem Morgen um sich versammelt. Auf dem Programm stehen technische Übungen, Torschüsse und Zweikampftraining. „In den vergangenen Monaten ging es vor allem um Kraft und Ausdauer. Jetzt wird es Zeit, dass wir wieder das Gefühl für Schläger und Ball bekommen“, sagt der Trainer der ersten Damenmannschaft und A-Jugend der TG. Mit technischem Geschick muss der Ball über Stangen und Rollen bugsiert werden, ehe der Schuss aufs Tor erfolgt. Stumpf treibt die Spielerinnen an: „In Bewegung bleiben – wir stehen nicht!“ Später geht es in Trainingsspielen in Kleingruppen darum, sich wieder an Zweikämpfe zu gewöhnen. Die Atmosphäre ist locker, es wird viel gelacht.

„Es dauert eine Weile, bis man wieder drin ist“, meint Kapitänin Katharina Koppel nach den ersten Übungen. „Dass wir wieder alle zusammen auf dem Platz trainieren können, ist aber toll. Das macht viel mehr Spaß als die Zoom-Einheiten, bei denen jede Spielerin alleine vor ihrem Laptop steht.“ Damit das Training nicht zu eintönig ausfalle, habe man regelmäßig Yogaübungen eingestreut, die für den ein oder anderen Muskelkater gesorgt hätten, meint Koppel und lacht.

Bluterguss am Knie: Kim Lauer muss zuschauen

An der Bande steht Kim Lauer. Ein Bluterguss am Knie zwingt sie zum Pausieren. „Ausgerechnet jetzt, wo es an den Ball geht, muss ich zuschauen“, hadert die Stürmerin. Dass die Hallensaison Corona-bedingt ausfallen musste, habe sie sehr schade gefunden, berichtet Lauer. „Ich liebe Hallenhockey.“

Auch Tobias Stumpf bedauert das: „Das Spiel in der Halle ist technisch sehr anspruchsvoll. Die dort gesammelten Erfahrungen sind natürlich auch gut fürs Feld.“ Er glaubt jedoch nicht, dass sein Team durch die Zwangspause dramatisch zurückgeworfen worden sei. „Das ist ja für alle Mannschaften gleich“, sagt der Coach. Er ist froh, dass Gruppentraining im Leistungssport nun wieder möglich ist: „Für dieses Privileg sind wir sehr dankbar.“

Stumpf muss Kader für Regionalliga formen

Für Tobias Stumpf geht es in den nächsten Wochen darum, einen Kader fürs Regionalligateam zu formen. Mehr als 30 Spielerinnen stehen zur Verfügung. Bei den gemeinsamen Einheiten mit den zweiten Damen will er die Entwicklung von allen im Blick behalten. Auch das von Bernd Lauer trainierte zweite Damenteam der TG soll gut aufgestellt sein. „Wir brauchen einen starken Unterbau für unsere erste Mannschaft“, betont Stumpf. Er ist zuversichtlich, dass das gelingt. Nicht zuletzt, weil acht A-Jugendspielerinnen aus dem 2004er-Jahrgang jetzt bei den Aktiven spielberechtigt sind. Und die seien durchweg talentiert: Emily Behrendt, Jana Blase, Carla Blume, Laura Hilbert, Johanna Kneller, Pauline Krüger, Marie Sattler und Liv Schütze hätten bislang einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sagt der Übungsleiter.

Die Jungen hoffen darauf, einen Platz in der ersten Mannschaft zu bekommen. „Das wäre ein Traum“, sagt Carla Blume. Marie Sattler pflichtet ihr bei. An Training und Spielweise der Aktiven müsse man sich aber erst gewöhnen: „Da geht es doch deutlich härter und körperbetonter zur Sache, als in der Jugend.“

Peikerts Pause und Deimlings Schulter

Von den etablierten Spielerinnen der „Ersten“ wird Francesca Delarber nicht mehr dabei sein. Sie hat ihre Karriere beendet. Esther Peikert will aus privaten Gründen eine Pause einlegen. Die Saison verpassen wird auch Torfrau Nadine Deimling, die derzeit von einer Entzündung in der Schulter ausgebremst wird. Umso glücklicher erweist sich die Verpflichtung von Keeperin Celine Hochstetter, die bereits im vergangenen Jahr vom TSV Mannheim zu ihrem Heimatverein gewechselt ist und zusammen mit Benita Main das TG-Tor hüten soll.

Ebenfalls vom TSV zurückgekehrt ist Lilly Zettler, die dreieinhalb Jahre lang auf der anderen Rheinseite gespielt hat. Die 18-Jährige hat für die Mannheimer sogar schon ein Zweitligaspiel bestritten. Die Zwangspause im Winter habe durchaus gutgetan, meint Zettler. „Jetzt wird es aber Zeit, dass es wieder losgeht.“ Seit dem vergangenen Herbst ist sie wieder bei der TG. Und jetzt ist sie auch spielberechtigt. Oberste Priorität habe der Klassenerhalt in der Regionalliga. Und damit der gelingt, hat die Mittelfeldspielerin das passende Rezept: „Am liebsten schieße ich Tore.“

Hilbert und Schütze sollen im Sturm für Betrieb sorgen

Die Trefferquote war in der Vergangenheit das Manko der Frankenthalerinnen. Dass unter den eigenen Nachwuchsspielerinnen mit Laura Hilbert und Liv Schütze gleich zwei ausgebildete Stürmerinnen sind, nährt die Hoffnung, dass die TG-Damen vor dem gegnerischen Tor künftig mehr Gefahr ausstrahlen können.

„Das Potenzial ist da. Was den jungen Spielerinnen noch fehlt, ist die Erfahrung“, sagt Stumpf. Aus diesem Grund blickt er mit einer gewissen Ehrfurcht auf das Restprogramm in der Regionalliga Süd. Sein Team hat in der Supersaison 2019/20/21 in sieben Spielen nur fünf Punkte gesammelt und nimmt derzeit in dem acht Mannschaften umfassenden Tableau den vorletzten Platz ein. „Das wird kein Selbstläufer. Wir stehen aktuell auf einem Abstiegsplatz und müssen deshalb sofort da sein“, betont er.

Ligaauftakt mit Heimspiel gegen Stuttgarter Kickers

Bis zum 8. Mai hat Tobias Stumpf Zeit, seine Stammbesetzung zu finden und auf die bevorstehenden Aufgaben einzustellen. Dann steht zum Feldauftakt 2021 in der Regionalliga Süd das Heimspiel gegen den HTC Stuttgarter Kickers an. Damit seine Damen die nötige Praxis bekommen, will Stumpf so viele Testspiele wie möglich ansetzen. Das erste folgt schon am Samstag, 13. März, 13 Uhr, zu Hause gegen Zweitligist TSV Schott Mainz. Zuschauer sind Corona-bedingt jedoch nicht zugelassen.

Rheinpfalz: Endlich wieder Klak, Klak, Klak (25.02.2021)

Hockey: Die Verantwortlichen der TG Frankenthal haben Wort gehalten: Bereits jetzt haben die ersten Herren der TG Frankenthal mit der Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde der Saison 19/20/21 begonnen. In gut acht Wochen ist das erste Heimspiel geplant. Dann sollen auch weitere Nachwuchsspieler eine Chance bekommen, das TG-Trikot zu tragen. Der Trainer deutet aber auch an, dass noch jemand von außerhalb den Konkurrenzkampf befeuern könnte.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Flutlicht, der Kunstrasen gewässert, Bälle und Schläger liegen bereit – wenn man es nicht besser wüsste, hätte man meinen können, es sei alles wie immer beim Trainingsauftakt der ersten Herren der TG Frankenthal. Aber dank der Pandemie ist das natürlich nicht der Fall. Vielleicht wirkten die Spieler am Dienstagabend deshalb ein Stück gelöster als bei einem „normalen“ Trainingsauftakt zur Vorbereitung auf die Spiele der Aufstiegsrunde.

„Ich bin sehr, sehr froh, dass wir endlich wieder auf den Platz gehen dürfen“, sagt Team-Kapitän Johannes Gans. Da macht es auch nichts, dass die Spieler erst mal eine Aufwärmeinheit mit Athletiktrainer Thomas Sax absolvieren müssen. Steigerungslauf ist angesagt.

Anweisungen aus dem Lautsprecher

Die Anweisungen kommen von einem Lautsprecher auf dem Platz. Los geht’s mit gemächlichem Tempo – acht km/h. Von Runde zu Runde kommt ein halber Stundenkilometer dazu. „Ab zwölf wird’s interessant“, sagt Katharina Koppel. Die Kapitänin der TG-Damen hilft Coach Timo Schmietenknop wie auch Damentrainer Tobias Stumpf bei der Leistungsüberprüfung des Teams.

Es dauert dann doch noch etwas länger. Bei einer Geschwindigkeit von 14,5 km/h, die die Spieler laufen müssen, werden die Abstände etwas größer. Bei 16,5 sind die ersten beiden raus. Manche streichen danach auch freiwillig die Segel. Irgendwann hat auch der Kapitän genug.

Gans: Mit der Mannschaft macht’s mehr Spaß

„Ja, da war ich jetzt nicht so stark“, sagt Gans und grinst. Woran es gelegen habe? „Wahrscheinlich die Antritte und die Richtungswechsel.“ Er habe in den vergangenen Wochen nur Grundlagenausdauer trainiert, meint er und lacht. „In den letzten Monaten war ich immer alleine unterwegs. Zusammen mit der Mannschaft macht es deutlich mehr Spaß“, meint er.

Bei 20,5 km/h haben Thomas Sax und die Stimme aus dem Lautsprecher Erbarmen. Vier Spieler von etwa 30 sind dann noch übrig. Und dann ertönt endlich wieder das markante und erlösende Klak, Klak, Klak, als sich die Spieler die ersten Bälle zuspielen.

Torschuss und kleine Spiele

Torschussübungen in verschiedenen Varianten und kleine Spielchen Vier gegen Vier stehen auf dem Programm, quasi zum Reinkommen. Die letzte Feldpartie ist schon ein Weilchen her. Am 25. Oktober 2020 gab’s auf eigenem Platz ein 1:2 gegen den Münchner SC.

Dass die Hallenrunde in der Ersten Bundesliga ausgefallen ist, hat die TG abgehakt. „Dafür ist die Vorfreude auf die nächste Hallensaison und auch auf die Feldsaison größer“, sagt Johannes Gans. Natürlich sei er traurig gewesen, dass keine Erste Liga gespielt werden konnte, meint auch Timo Schmietenknop. „Aber ohne Fans wäre es auch nicht so cool gewesen. Da wäre der Heimvorteil verloren gegangen.“ Er schaue jetzt „voller Euphorie auf die Topspiele, die wir haben“.

Timing und Zielwasser fehlen noch

Bei den ersten Torschüssen fehlen noch ein bisschen Timing und Zielwasser. Aber nach so einer langen Pause … Doch es ist schon ordentlich Zug drin. Das muss auch so sein. Die TG gehört zu den besten fünf Teams in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga Süd. Gegner sind in den Aufstiegsspielen die anderen vier Mannschaften über dem Strich: Münchner SC, SC Frankfurt 1880, HTC Stuttgarter Kickers und HC Ludwigsburg.

Wohl auch deshalb ist Timo Schmietenknop gleich bei den ersten Übungen ebenfalls voll bei der Sache und verbal sehr aktiv. Immer wieder gibt es vom Übungsleiter Anfeuerungen und konstruktive Kritik. Und vor der abschließenden Einheit, dem Spiel Vier gegen Vier, fordert er dann auch: „Maximale Intensität. Kein Rumeiern.“

Schmietenknop stimmgewaltig

Und das beherzigten seine Schützlinge dann auch, während Schmietenknop stimmgewaltig am Spielfeldrand agierte. Man habe gemerkt, dass die Spieler platt gewesen seien von den Athletikeinheiten. „Aber die Fitness holen sie sich über die Hockeyeinheiten. Das brauchen sie auch. Es war gut und engagiert. Es hat noch nicht alles geklappt. Aber das gehört dazu“, lautet Schmietenknops Urteil nach der Einheit.

„Es war ein schönes Gefühl, den Ball wieder am Schläger zu haben. Es hat mir wirklich sehr gefehlt“, betont Johannes Gans. Das Spielchen Vier gegen Vier sei zum Start die richtige Form gewesen. „Da gibt’s viele Zweikämpfe. Da geht’s rund.“ Die Intensität sei in Ordnung gewesen.

Und es ist anzunehmen, dass wohl noch zunehmen wird. Am 24. April ist das erste Heimspiel der Aufstiegsrunde gegen den HTC Stuttgarter Kickers angesetzt. Bis dahin wird der Kader noch schrumpfen. Denn mit 30 Mann wie am Dienstagabend wird der TG-Coach natürlich nicht regelmäßig die Einheiten angehen.

Der Fokus in den kommenden Wochen werde weiterhin auf der Athletik liegen. Timo Schmietenknop will gleichzeitig aber auch spielerische Elemente einbauen. Rund eine Stunde lang habe Athletikcoach Thomas Sax das Sagen, erläutert der Übungsleiter. „Dann gibt’s eine halbe Stunde lang Techniktraining mit Schläger und Ball. Wir wollen nicht drei Wochen lang nur laufen und dann Hockey noch mal neu lernen müssen, sondern die beiden Elemente verbinden.“

Wechselfrist läuft noch bis 1. April

Zum Team stoßen auch wieder einige Nachwuchsspieler, wie Timo Schmietenknop erläutert. Simon Taubert, Kevin Kühn, Jonah Hochbaum, Florian Kaiser, Noah Böhm oder Luca Helbing nennt der Übungsleiter da exemplarisch. Zwei oder drei werde man wohl auch bei den Spielen dann im TG-Trikot sehen, kündigt der Trainer an.

„Und vielleicht kommen ja noch ein, zwei Neuzugänge“, orakelt Schmietenknop. Namen gebe es noch keine. Die Wechselfrist läuft noch bis 1. April. Aber klar ist auch: Wer sich Hoffnungen auf Einsätze bei der TG Frankenthal in der Zweiten Bundesliga machen will, der muss sich bald entscheiden. Die Vorbereitung hat gerade erst begonnen.

Rheinpfalz: Vom Fan zum Produzenten (10.02.2021)

Hintergrund: Wer noch mehr über die Spieler der TG Frankenthal und Informationen rund um den Klub haben will, der hat seit ein paar Wochen eine neue Anlaufstelle. Im TG-Podcast auf Spotify und YouTube führt Julius Wagner Gespräche mit Spielern und entlockt Trainern und Funktionären Neues rund um den Verein. In der neuen Folge steht der Coach der Damen Rede und Antwort.

Von Christian Treptow 

Frankenthal. Es hilft beim Erstellen eines Konzepts für einen Podcast, wenn man im Verein jemanden hat, der selbst ein großer Fan dieses Formats ist. Da kommt es der TG Frankenthal zugute, dass Julius Wagner beim Verein gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Seit Mitte August vergangenen Jahres ist Wagner in Frankenthal. Ursprünglich kommt er aus Ulm, spielte auch beim dortigen SSV Hockey. Das will der 18 Jahre alte Torwart auch auf dem Jahnplatz. Einmal habe er es auch schon in den Kader der ersten Herren geschafft, sagt er stolz.„Ich bin selbst großer Podcast-Fan“, erzählt Wagner im RHEINPFALZ-Gespräch. Bei den Produktionen der „Zeit“ und der „FAZ“ höre er regelmäßig rein. „Ich finde das cool. Man kann sich von der Unterhaltung einfach berieseln lassen“, sagt er. Also habe er sich Gedanken gemacht, wie man das Format bei der TG umsetzen könnte. „Es gibt ja schon andere Vereine, die einen eigenen Podcast haben“, berichtet der Teenager.

Der Podcast ist ein reines Hörformat. Vor die Kamera muss also niemand. Dafür aber vor das Mikrofon von Julius Wagner. Gestartet ist die TG bei ihrem Podcast mit Porträts. Dem Kapitän der ersten Herrenmannschaft gebührte die Ehre, Gast bei der Premiere zu sein. Johannes Gans erzählt von seiner Liebe zur TG, aber auch, wie es war, mit Mülheim deutscher Meister zu werden. Auch Katharina Koppel, Kapitänin der Damen, sowie Routinier Marc Beck standen schon Rede und Antwort.

Doch Wagner und die TG setzen nicht nur auf Geschichten rund um Personen. Auch Informationen rund um die Hockeyteams der TG gibt es. Zum Beispiel in der neuesten Folge, in der Wagner Damentrainer Tobias Stumpf auf den Zahn fühlt.

Die Vorbereitungen zu den Gesprächen liefen unterschiedlich, berichtet der junge Keeper. „Ich spreche mit Personen, die die Gesprächspartner kennen, recherchiere im Internet, schaue auf die Kaderzusammensetzungen, höre mich im Verein um.“ Daraus entsteht dann der Leitfaden für das Gespräch. Und ursprünglich habe er sich auch genau an die Vorgaben halten wollen. „Ich denke aber, dass es angenehmer ist – auch für die Zuhörer –, wenn man mal etwas spontaner wird.“

Etwa zwei, drei Tage Arbeit habe er mit einer Podcast-Folge, erzählt Julius Wagner. Die Vorbereitung dauere normalerweise etwas länger, für das Skript brauche er etwa zwei Stunden. Nach der Aufnahme gehe es dann ans Schneiden. Und auch die Tonqualität müsse noch bearbeitet werden. Dann wird der Podcast hochgeladen. Die Aufnahmen haben bislang hauptsächlich im Besprechungszimmer der TG am Jahnplatz stattgefunden. „Doch da ist mir noch zu viel Hall“, sagt Wagner.

Im Schülerpraktikum habe er bei einem Radiosender schon erste Erfahrungen mit der Materie gemacht. Also geht der berufliche Weg dann auch in diese Richtung? „Das hatte ich mir in der Tat überlegt“, sagt Wagner und lacht. Aktuell spiele er aber eher mit dem Gedanken, Jura zu studieren.

Etwa zehn- bis 15-mal höre er eine Folge selbst, bis diese dann der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. „Da fallen einem natürlich auch blöde Sätze auf, die man sagt“, berichtet er und lacht.

Die Folgen des TG-Podcasts sind über Spotify, Apple Music sowie auf dem YouTube-Kanal der TG zu hören. Mit der Anzahl der Zugriffe ist Julius Wagner zufrieden. Die Premiere mit Johannes Gans hätten bei Spotify über 200 Hörer aufgerufen. „Auch die Folge mit Katharina Koppel ist sehr gut gelaufen. Bei Marc waren es leider ein paar Zuhörer weniger.“

Die nächste Folge mit Tobias Stumpf ist bei Spotify bereits online. Und auch bei YouTube ist der TG-Damen-Coach bald zu hören. Herren-Trainer Timo Schmietenknop, Stephan Decher (Sportlicher Leiter Jugend) und Vereinsikone Peter Trump stehen noch auf Wagners Plan. Und wer weiß, was er sich sonst noch einfallen lässt …

Rheinpfalz: Aufstieg überstrahlt alles (29.12.2020)

Hockey: Es ist ein gutes Jahr – zumindest für die erste Herrenmannschaft der TG Frankenthal. Das Team von Coach Timo Schmietenknop steigt noch vor dem ersten Corona-Lockdown in die Erste Hallen-Bundesliga auf. Auch im Feld muss sich die Mannschaft um Kapitän Johannes Gans keine Sorgen machen. Durch die Teilnahme an der Aufstiegsrunde ist der Klassenverbleib schon gesichert.

Von Christian Treptow

Frankenthal. Mit Superlativen soll man ja vorsichtig sein. Irgendwann kommt immer einer oder etwas, der oder das das bislang Gesehene dann doch noch toppt. Aber man lehnt sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man behauptet, dass das Jahr 2020 für die TG Frankenthal noch lange in Erinnerung bleiben wird. Natürlich liegt das an Corona, der Unterbrechung des Spielbetriebs im Feld und der Fortführung der Liga samt Hygienekonzept.

15:1-Heimsieg gegen den Limburger HC

Doch bevor man sich am Jahnplatz überhaupt mit solchen Sachen beschäftigen muss, sorgen die ersten Herren der TG für den sportlichen Höhepunkt des Jahres zwischen Speyerer und Wormser Tor. Mit einem 15:1-Heimsieg gegen den Limburger HC macht die Mannschaft von Trainer Timo Schmietenknop die Rückkehr ins Hallen-Oberhaus perfekt. Und da das in einer Zeit geschieht, in der man noch straffrei rauschende Feste egal mit wie vielen Haushalten feiern darf, fällt die Aufstiegssause entsprechend aus.

Schmietenknop schießt zwar nicht mehr Tore am Fließband für die TG. Diese Last verteilt die Truppe geschickt auf mehrere Schultern. Aber der Coach versteht es, die Truppe von Spiel zu Spiel optimal einzustellen. Der Aufstieg ist der verdiente Lohn für ein Team, das in der Vergangenheit auch oft Pech hatte.

Das Pech schlägt dann später im Jahr zu, was die Hallenrunde angeht. Denn diese fällt mitten in die zweite Corona-Hochphase. Bei der TG hatte man sich schon auf Hallenhockeyfeste gegen den Mannheimer HC, den TSV Mannheim und so weiter gefreut. Die Heimtermine waren schon extra jeweils auf Freitagabend gelegt worden. Doch daraus wird nichts. Vorerst. Die beiden Mannheimer Clubs haben sich dafür entschieden, in der Halle nicht zu spielen. Das Positive: Es gibt auch keine Absteiger. Heißt: Die TG Frankenthal bekommt im nächsten Jahr eine neue Chance.

Das Virus sorgt zudem dafür, dass auch die Feldsaison lange im Gedächtnis bleiben wird. Die TG spielt oft gut, teilweise sogar sehr gutes Hockey. Und sie kann jetzt schon für die Spielzeit 21/22 in der Zweiten Bundesliga planen – mindestens.

Aufgrund der Pandemie wird die Runde 19/20 zur Saison 19/20/21. Im Frühjahr 21 gibt’s für die Frankenthaler Hockeyfans Aufstiegsrundenhockey zu sehen. Denn die TG zeigt, dass sie auch auf dem Feld zu einer guten Mannschaft geworden ist. Höhepunkt ist das 5:1 gegen den TC BW Berlin, der gegen eine famos aufspielende TG nicht den Hauch einer Chance hat.

Top-Teams noch eine Nummer zu groß

Die Top-Teams – München, Frankfurt, Ludwigsburg – sind in Reichweite, aber noch eine Nummer zu groß. Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde und somit keine Sorgen mehr, was den Klassenverbleib betrifft, ist ein schöner Erfolg. Doch mit dem Sieg in Ludwigsburg und den nur knappen Niederlagen gegen Frankfurt und München hat die TG gezeigt, dass sie dran ist und in der Aufstiegsrunde für das eine oder andere Team zum Stolperstein werden kann.

Besonders beeindruckt haben die Jungen. Alexander Eckhart, Yannick Koch, Heinrich Reuss und Co. haben bei ihren Einsätzen überzeugt und Lust auf mehr gemacht. Wenn ihre Entwicklung in Frankenthal so weitergeht, hat die TG in den kommenden Jahren einen interessanten Kader.

Das Jahr der TG-Damen

Das Jahr beginnt vielversprechend. Nach dem Abstieg in die Zweite Hallenhockey-Regionalliga spielen die ersten Damen der TG Frankenthal unter ihrem neuen Trainer Tobias Stumpf eine gute Saison. Der direkte Wiederaufstieg scheint möglich. Die Meisterschaft schnappt sich aber der SC SaFo Frankfurt, der keine Partie verliert. Die TG beendet die Runde hinter dem TSV Schott Mainz auf Platz drei. Die Motivation vor der Fortsetzung der Feldsaison ist groß, zumal im Frühjahr talentierte Jugendspielerinnen zur Mannschaft stoßen, darunter Jugendnationalspielerin Marie Fischer sowie Hannah Schiller und Maja Becker, die ebenfalls schon Länderspiele im Nachwuchsbereich absolviert haben. Bis zu ihrem ersten Einsatz bei den Aktiven müssen sie sich jedoch bis zum Herbst gedulden. Erst dann wird in der Pandemie der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Beim 0:0 gegen den SC Frankfurt 1880 und dem 0:3 gegen den 1. Hanauer THC sind die TG-Damen nicht ohne Siegchance. Nach der langen Pause reichen zwei Partien aber nicht, um sich richtig einzuspielen. Noch bitterer: Die Mission Wiederaufstieg in die Erste Regionalliga im Winter muss um ein Jahr verschoben werden. Die Hallenrunde fällt Corona-bedingt aus.

TG startet eigenen Podcast auf Spotify

Die Hockeyabteilung der TG Frankenthal nutzt die trainingsfreie Zeit, um weitere digitale Kanäle zu erschließen. Mit unserem neuen Podcast möchten wir allen Fans, Mitgliedern und Interessierten besondere Einblicke in das Leben von Spielern, Helfern, Unterstützern und interessanten Persönlichkeiten bieten.

In Folge Nummer 1 erklärt euch Johannes Gans unter anderem, wie es ist Deutscher Meister zu werden und was ihm an der TG Frankenthal am besten gefällt. Wir hoffen, dass noch viele weitere spannende Folgen folgen und bedanken und bei Julius für sein tolles Engagement.

Hier gibt es den Podcast (nach Anmeldung) zum Anhören:

Rheinpfalz: Weggefährten gratulieren TG-Ikone Peter Trump zum 70. Geburtstag (03.12.2020)

Peter Trump kann auf eine lange Hockeykarriere bei der TG Frankenthal zurückblicken. Die Liste seiner Titel und Erfolge ist lang. Auf seinem Weg hat er viele Leute kennengelernt. Einige aus seinem Heimatverein haben hier die Gelegenheit, ihm zu seinem 70. Geburtstag, den er am Donnerstag feiert, zu gratulieren und ihm ihre Wünsche zu übermitteln. Neben der Gesundheit ist da noch etwas anderes …

Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive TG Frankenthal

„Beim 70. Geburtstag wünscht man vor allem Gesundheit und noch viele schöne Jahre. Und vor allem wünsche ich ihm, dass er noch mal erlebt, dass die TG im Feld in der Ersten Bundesliga spielt.“ Er wisse, dass das ein ehrgeiziger Wunsch sei. Ach ja, und er wünsche ihm auch, dass er sein Golf-Handicap verbessere.

Die beiden hätten sich schon früh kennengelernt. „Ich war Schiedsrichter, er Spieler“, erzählt Grimmer. Trump sei als Spieler einfach zu handhaben gewesen. „Er war sehr auf Leistung orientiert. Und wenn ein Schiedsrichter das auch war, dann hat Peter auch mal einen Fehlpfiff akzeptiert.“ Grimmer beschreibt den Jubilar als „angenehmen Weggefährten“.

Stephan Decher, Sportlicher Leiter Jugend TG Frankenthal

„Gesundheit und ein langes Leben“ wünscht Stephan Decher Peter Trump. Letzterer kennt Decher schon von klein auf. Dechers Vater hat mit Trump in einer Mannschaft gespielt. „Da hatten wir häufig Kontakt.“ Zum ersten Mal sei es wohl gewesen, als Stephan Decher sechs oder sieben Jahre alt gewesen sei.

„Er war auch ein Vorbild. Er war zu seiner Zeit wohl der beste Hallenspieler. Und das über Jahre.“ Decher bezeichnet Trump als Ausnahmepersönlichkeit und eine prägende Figur der TG. Und die TG in der Ersten Feld-Bundesliga? „Er würde sich bestimmt freuen, häufig attraktives Erstliga-Hockey zu sehen. Vielleicht klappt das ja zum 80. Geburtstag.“

Axel Schröder, Ex-Nationalspieler und Geschäftsführer TK Sports GmbH

„Ich wünsche ihm, dass er gut und gesund durch die Zeit kommt, dass er viel Spaß am Leben hat und dass wir uns bald wieder gesund und munter bei einem Spiel der TG sehen.“ An die erste Begegnung mit Trump kann sich Axel Schröder noch sehr gut erinnern. Da sei er mit der B-Jugend der TG bei der deutschen Meisterschaft in Leverkusen gewesen. „Da ist Peter auf mich zugekommen und hat mit mir gesprochen und gesagt, was noch so gehen könnte.“

Trump sei auch sein erster Trainer bei den Herren gewesen, erzählt Schröder. „Mit dem Stock hat er uns viel vorgemacht.“ Sein Ehrgeiz und seine Strebsamkeit hätten nachhaltig Eindruck hinterlassen. „Er war ein Vorbild, wie er Hockey gelebt hat. Das Feuer für den Sport habe ich von ihm übernommen.“

Trump sei der Garant für zehn erfolgreiche Jahre bei der TG gewesen. „Er ist eine der prägnantesten Figuren der Vereinsgeschichte. Er stand für den Erfolg der TG. Und davon profitiert die TG noch heute.“

Und wie sieht Schröder das Thema Erste Feld-Bundesliga? „Träumen darf man immer.“

Heiner Dopp, Ex-Nationalspieler und Teamkollege

„In dem Alter und mit der sportlichen Vergangenheit wünsche ich ihm natürlich vor allem Gesundheit und dass er noch viele Jahre mit seinem Sport verbringen kann.“ Trump – sechs Jahre älter als Dopp – sei sein großes Vorbild gewesen. „Peter hat als erster in der Halle das Brett gelegt, also den Schläger komplett auf den Boden. Dadurch hatte er in der Halle sehr gute Erfolge. Das habe ich mir von ihm abgeschaut“, erzählt Dopp. Als Mitspieler sei Trump überragend gewesen. „Solange wir gewonnen haben, war alles kein Problem“, sagt Dopp und lacht. Im Training sei es aber auch entsprechend zur Sache gegangen. „Er war sehr ehrgeizig“, sagt Heiner Dopp.

„Ohne Peter hätte es die TG so nicht gegeben“, ist der ehemalige Teamkollege überzeugt. „Er war auch für mich der Grund, nach Frankenthal zu gehen“, berichtet er.

Die TG Frankenthal in der Ersten Bundesliga im Feld – das würde sich Heiner Dopp übrigens auch wünschen. „Und ich würde mir wünschen, dass Peter das noch mal sieht. Aber das ist noch ein Stück Arbeit.“

Johannes Gans, Kapitän TG-Herren

„Vor allem Gesundheit“ wünscht Gans dem TG-Idol. Und von dem bekomme er auch heute noch wertvolle Tipps. Der letzte davon? „Ich soll ruhiger bleiben auf dem Platz. Das hat er mir schon ein paar Mal gesagt“, erzählt Gans und lacht. Ein bisschen besser sei es auch geworden. „Wenn wir uns sehen, dann sind das immer gute Gespräche. In der Regel natürlich über Hockey. Man merkt, dass er viel Ahnung von dem Sport hat.“

In Sachen Erste Liga ist Gans eher zurückhaltend: „Das wäre natürlich cool. Aber momentan sehe ich noch nicht, dass wir da mithalten können. Wenn man sieht, wie schwer sich der TSV Mannheim tut … Aber vielleicht klappt es ja zum 80. Geburtstag.“

Timo Schmietenknop, Trainer erste Herren TG Frankenthal

„Peter Trump ist die prägende Figur der TG Frankenthal. Ohne ihn wäre die TG nicht da, wo sie heute steht.“ Den akribischen Hockeyexperten Peter Trump gebe es heute immer noch – wenn dieser beim Training der Enkelkinder zuschaue.

„Nach den Spielen tauschen wir uns immer mal aus“, sagt Schmietenknop. Trump habe den emotionalen Geist der TG vorgelebt. „Dass man immer an den Sieg glauben muss.“ Bei den Wünschen in Sachen Gesundheit und die TG in der Ersten Bundesliga schließe er sich an. „Und ich werde alles dafür tun, dass der Wunsch mit dem Aufstieg in Erfüllung geht“, sagt Schmietenknop und lacht.

Rheinpfalz: Der Virtuose am Hockeyschläger – Peter Trump wird 70 (03.12.2020)

Einen runden Geburtstag in Coronazeiten zu feiern, ist nicht gerade lustig. Es ist, wie es ist, sagt sich Peter Trump, der Olympiasieger von 1972 aus Frankenthal. Er war einer der besten seiner Zunft. Seinen 70. begeht er am Donnerstag in bester Gesundheit. Das ist ihm das Wichtigste. Und dass ein paar Menschen vorbeischauen, denen er ganz sicher noch einiges beibringen kann.

„Die große Feier fällt aus“, sagt Peter Trump, „ich bin traurig darüber, ich hätte gerne mit der Familie und den Freunden aus dem Sport gefeiert. Aber es ist, wie es ist.“ Natürlich schauen heute die Enkelkinder trotzdem vorbei, nacheinander, wie Trump betont, es soll ein paar Schnittchen geben: Theresa (11) und Jonathan (9), die Kinder von Sohn Andreas, die mit Begeisterung und sehr viel Talent in den Jugendmannschaften der TG Frankenthal spielen, und Linus (19 Monate), der Sprössling von Sohn Tobias. „Linus entwickelt ein sehr gutes Ballgefühl, ich sehe das, wenn er den Hockeyschläger in der Hand hat“, sagt Peter Trump voller Stolz, und da ist er auch schon mittendrin in seinem Sportlerleben, das ihn nie losgelassen hat.

Peter Trump, der Olympiasieger. Peter Trump, der Virtuose im Umgang mit Schläger und Ball. Peter Trump, der Hockeyverrückte, der einfach nicht verlieren konnte und aus diesem steten Siegeswillen heraus sich zu einem der besten Spieler entwickelte, die Deutschland hatte und hat.

Karriereende 1986 wegen einer Knieverletzung

Wenn er am Donnerstag seinen 70. Geburtstag feiert, blickt er mit Demut und Dankbarkeit auf seine Karriere zurück. Natürlich auf eine mit Höhen und Tiefen. Hier der Olympiasieg und die fünf EM-Titel bei 213 Länderspielen von 1970 bis 1985, dort das bittere Karriereende wegen einer Knieverletzung, die er sich beim Warmmachen vor einem Testspiel der TG Frankenthal 1986 gegen Polen zuzog. Und dazwischen dieser für ihn unsägliche Olympiaboykott von Moskau, der ihn die dritte Olympiateilnahme kostete. „Olympia ist das Größte für einen Sportler. Ich kann genau nachvollziehen, was in diesem Coronajahr in den Sportlern vorging. Ich habe das 1980 mitgemacht. Die Vorbereitung ist ein akribischer Aufwand. Wenn du dann alles im Training zurückschrauben und auf die Spiele verzichten musst, dann ist das echt sehr schwierig und schlimm“, versucht Trump das Sportjahr 2020 einzuordnen. Gerade am Beispiel seiner schon spielenden Enkelkinder erlebt er, wie sie darunter leiden, nicht zusammenkommen zu können. „Da hilft auch das Handy nicht viel, wenn die persönlichen Kontakte abreißen“, behauptet er.

Trump hält Familie und Freunde zusammen

Kontakte – so etwas wie ein Zauberwort für Peter Trump. „Ich bin ein sehr geselliger Mensch, der versucht, die Familie zusammenzuhalten, der sich gerne mit den Sportlern trifft, gerade mit den 72er Olympiasiegern. Da spielen wir auch gerne mal eine Runde Golf. Wenn da die alten Anekdoten aufs Tapet kommen, ist das sowas von interessant und lustig“, schwelgt Trump in Erinnerungen. „Wir haben ja nicht nur schöne Zeiten erlebt. Wir haben auch Zoff gehabt, in der Kabine, zwischen den Halbzeiten. Da flogen schon mal die Fetzen“, erzählt er und lässt einmal mehr seinen steten Siegeswillen durchblitzen, seine Disziplin und Leidensfähigkeit: „Wir hatten nur ein Ziel, das Beste abzuliefern, um damit zu gewinnen.“

Das gilt sowohl für die Nationalmannschaft wie für die TG Frankenthal. Manche sagen ja „TG Trump“ zu seinem Klub, dem er – einmal Frankenthal, immer Frankenthal – die Treue hielt. Seine Heimatstadt kürte ihn vor zwanzig Jahren zum Jahrhundertsportler, und eine neugebaute Sporthalle trägt seit neun Jahren seinen Namen. Das nennt man Wertschätzung. Emsig versucht Trump, einiges davon zurückzugeben. Zum Beispiel mit einer Initiative, mit der er über Auslegen von Kontaktadressen bei einem Tag der offenen Tür verschiedene Hockey-Generationen zusammenführte.

Autobiographie ist ausverkauft

Er selbst setzte sich vor vier Jahren mit dem Buch „Mit dem Hockeyschläger um die Welt“ sein eigenes Denkmal. Die Druckauflage ist ausverkauft, aber 20 Exemplare hat Trump noch. Da findet sich bestimmt noch den ein oder anderen Hockeyfan, der an den Anekdötchen Gefallen findet. Nicht nur die drei Enkelkinder.

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