Rheinpfalz: Mit schwerer Hypothek in die Rückrunde (11.01.2019)

Hallenhockey: Abstiegsbedrohte Damen der TG Frankenthal morgen bei Regionalliga-Spitzenreiter Bietigheim

Von Frank Geller

 Frankenthal. Nur ein Punkt aus fünf Spielen – die ersten Damen der TG Frankenthal starten als Tabellenletzter mit einer schweren Hypothek in die Rückrunde der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd. Gegner im Auswärtsspiel am Samstag (15 Uhr) ist der noch ungeschlagene Spitzenreiter Bietigheimer HTC. Nach der Trennung von Trainer Udo Specht wird wieder Fridolin Lüschen zusammen mit Timo Schmietenknop an der Seitenlinie stehen.

„Es ist eine schwierige Situation, aber die Arbeit mit der Mannschaft macht viel Spaß“, sagt Lüschen, der die TG-Damen bereits in der Spielzeit 2017/18 in der Feld- und Hallenrunde betreut hatte. Bis zum Ende der Hallenrunde stehe er als Interimscoach zur Verfügung, sagt der Student, der auch Stürmer der ersten Herrenmannschaft der TG ist. Dann soll eine dauerhafter Lösung für das Amt des Damentrainers gefunden werden.„Wir müssen mindestens drei bis vier Spiele gewinnen und es schaffen, den TSV Schott Mainz und den 1. Hanauer THC hinter uns zu lassen“, sagt Lüschen. „Alle Spielerinnen wissen, um was es geht, und alle ziehen auch gut mit“, betont der Übungsleiter, der das Team seit Ende Dezember wieder betreut. Die Weihnachtspause sei kurzerhand gestrichen worden. Nach dem letzten Spiel der Hinrunde – die TG unterlag dem 1. Hanauer THC 3:6 – wurde weiter trainiert. Auch zwischen den Jahren wurden Einheiten angesetzt. „Wir haben viel Eckentraining gemacht“, berichtet Lüschen. Auch auf die Athletik habe man einen Schwerpunkt gesetzt.

Zusammen mit den Spielerinnen will Fridolin Lüschen den kommenden Gegner in der Videoanalyse noch genau unter die Lupe nehmen und ein Konzept für die Partie entwickeln. „Wenn wir mit geordneter Raumdeckung spielen, können wir es den schnellen Stürmerinnen des Tabellenführers schwer machen“, ist Lüschen überzeugt. Von seinen Spielerinnen fordert er am Samstag eine konzentrierte Leistung. „Die Bietigheimerinnen sind technisch und läuferisch stark, da dürfen wir uns keine Fehler erlauben.“

Ein Hauptproblem sei nach wie vor das Toreschießen. Nur neun Treffer haben die TG-Damen (bei 27 Gegentoren) in den fünf Hinrundenspielen erzielt – der schlechteste Wert der Liga. Auf die Schnelle werde sich das wohl auch nicht ändern, weiß der Coach. „Deshalb ist es wichtig, dass wir das Spiel aus einer geordneten Defensive heraus ruhig aufziehen.“

Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Esther Peikert und Kim Lauer, die beide gesundheitlich angeschlagen sind. Elisa Haselmaier ist wohl privat verhindert. Neben Nachwuchsspielerin Maike Stilger hat Lüschen auch Mona Seemann auf seiner Liste. Von der körperlichen Verfassung des Teams hat er einen guten einen Eindruck. Anfang der Woche absolvierten die TG-Damen ein Testspiel gegen die zweite Mannschaft des TSV Mannheim. Die Turngemeinde unterlag 3:4. „Das war ein ansehnliches Spiel mit hohem Tempo, und wir hatten nur zwei Auswechselspielerinnen dabei“, berichtet Lüschen.

Rheinpfalz: Endspiel (09.01.2019)

Angerichtet

Läuft alles normal, dann entscheidet sich am Sonntag, wer die Meisterschaft in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd einfährt. Zur besten Mittagessenszeit empfängt die TG Frankenthal den HC Ludwigsburg. Der Erste gastiert beim Zweiten. Die Voraussetzung ist denkbar einfach. Gewinnt die Turngemeinde, setzt sie sich an die Spitze. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage bleibt Ludwigsburg vorne. Und nach derzeitigem Stand bleibt’s dann auch bei dieser Konstellation. Sowohl Frankenthal als auch Ludwigsburg sind in der Südstaffel der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga das Maß aller Dinge. Mit dem kleinen Unterschied, dass sich die TG gleich zum Start beim 2:2 gegen Rüsselsheim einen Ausrutscher erlaubte. Genau diese zwei Zähler fehlen im Moment. Am Sonntag kann das korrigiert werden. Die Form der Mannschaft stimmt. Und Timo Schmietenknop trifft und trifft und trifft und trifft. Es ist angerichtet.

Sportliche Grüße sendet

Christian Treptow

Rheinpfalz: TG siegt in Rüsselsheim (07.01.2018)

Hallenhockey: Zweitligist Frankenthal schlägt RRK 5:2

Von Christian Treptow

Rüsselsheim. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal ist gut aus der Pause über die Feiertage gekommen. Die Mannschaft von Trainer Hans-Christian Damm gewann gestern 5:2 (1:0) beim Rüsselsheimer RK. Damit hat sich die Turngemeinde eine gute Ausgangsposition für das Topspiel am kommenden Wochenende zu Hause gegen Spitzenreiter HC Ludwigsburg erarbeitet.

Die TG Frankenthal darf weiter vom Aufstieg in die Erste Hallenhockey-Bundesliga träumen. Zumindest hat sich die Turngemeinde mit dem Sieg gestern beim Rüsselsheimer RK ein Endspiel um Platz eins am kommenden Sonntag in eigener Halle gegen Tabellenführer HC Ludwigsburg erkämpft. Die TG hat auf Rang zwei noch zwei Zähler Rückstand auf die Schwaben.Verlassen konnte sich Frankenthal gestern in Hessen einmal mehr auf Timo Schmietenknop. Der TG-Routinier markierte alle fünf Treffer der Gäste. Es hätte sogar noch ein sechster dazukommen können. Doch laut TG-Coach Hans-Christian Damm vergab Schmietenknop vor der Pause noch einen Siebenmeter. Das machte er nach dem Seitenwechsel besser, als er von der Linie zum zwischenzeitlichen 4:1 traf. Herausgeholt hat den Siebenmeter laut Damm Noah Frank, der den Platz des verletzten Lauritz Fuchs übernahm. Der Trainer war mit Franks Leistung sehr zufrieden – nicht nur, weil er den Siebenmeter zur Vorentscheidung rausgeholt hat.

Rüsselsheim sei im Vergleich zum Hinspiel (2:2) nicht ganz so defensiv aufgetreten, informierte der Übungsleiter. „Der RRK wollte schon mehr kommen“, sagte Damm. Das Problem: Seine Mannschaft habe vor der Pause ihre Möglichkeiten nicht genutzt. „Man hat gemerkt, dass die beiden wohl besten Abwehrreihen der Liga gegeneinander gespielt haben“, meinte Damm. Es sei ein Arbeitssieg gewesen, den die Turngemeinde in den letzten Minuten aber souverän heruntergespielt habe.

Sehr zufrieden war der Coach mit der Abwehr der gegnerischen Strafecken. Diese habe man alle abgewehrt. Das zusätzliche Training habe sich in dieser Hinsicht ausgezahlt. Und auch die Quote bei den eigenen Strafecken habe gestimmt. Eine von drei Kurzen Ecken wurde versenkt. Schmietenknop traf in der Schlussphase zum 3:1. Nicht gut sei gewesen, dass die TG in der ersten Halbzeit keine Kurze Ecke herausgeholt habe. „Die Rüsselsheimer Abwehr war sehr stark, unsere Konter haben nicht so gut geklappt“, bilanzierte Damm.

Nach der Pause habe es auf beiden Seiten nicht mehr so viele Torchancen gegeben. Unterm Strich sei spielerisch auch noch Luft nach oben gewesen, meinte Damm. „Aber nach dem Resultat von Ludwigsburg am Samstag mussten wir drei Punkte holen“, meinte Damm. Der HCL hat am Samstag sein Heimspiel gegen Aufsteiger TEC Darmstadt 14:3 (7:0) gewonnen.

Rheinpfalz: Beste Abwehr trifft auf besten Sturm (05.01.2018)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal morgen zu Gast beim Rüsselsheimer RK – Noah Frank kommt für Lauritz Fuchs in den Kader

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Keine Zeit zum Verschnaufen: Für Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal geht am Wochenende die Saison gleich weiter. Der Zweite der Südgruppe muss am Sonntag (14 Uhr) beim Rüsselsheimer RK antreten. Das Hinspiel ging 2:2 aus. Diesmal will die TG drei Punkte mitnehmen.

Es war irgendwie ein verrücktes Spiel, das sich die TG Frankenthal und der Rüsselsheimer RK am ersten Spieltag der Hallensaison geliefert haben. Die Turngemeinde hatte Chance um Chance, lief aber zweimal einem Rückstand hinterher. Das lag zum einen daran, dass die TG sehr schludrig mit ihren Möglichkeiten umging. Auf der anderen Seite machte der RRK das Beste aus seinen Gelegenheiten, verwandelte seine beiden Strafecken. Deshalb wird beim Abschlusstraining heute auch noch mal die Verteidigung von Ecken auf dem Programm stehen. „Die Ecken schauen wir uns noch mal an, damit die Eckenabwehr Bescheid weiß“, sagt TG-Coach Hans-Christian Damm. Doch seit dem 2:2 hat sich einiges getan – auf beiden Seiten. Die TG hat sich unter Damms Leitung zu einem Titelkandidaten entwickelt. Frankenthal ist mit elf Zählern als Zweiter Verfolger von Spitzenreiter HC Ludwigsburg (13). Und auch das Thema Chancenverwertung ist keins mehr. Klammert man die erste Partie aus, hat die TG in den folgenden vier Spielen im Schnitt zehn Treffer geschossen. Und mit 25 Gegentoren hat die TG die beste Abwehr der Südgruppe.

Weniger gut lief es dagegen bei den Hessen. Der Rüsselsheimer RK ist mit vier Zählern Vorletzter, nur dank des besseren Torverhältnisses vor dem TEC Darmstadt. Mit 21 Toren hat der RRK den schwächsten Sturm der Liga.

Das 2:2 zum Saisonstart sei für die Mannschaft wie ein Hallo-wach-Effekt gewesen, meint TG-Trainer Hans-Christian Damm, der seine Mannschaft am Sonntag in der Favoritenrolle sieht. „In den Spielen danach sind wir anders aufgetreten, auch die Chancenverwertung war besser“, hat der Übungsleiter beobachtet. „Die Spieler haben gesehen, dass 90 oder 95 Prozent nicht reichen.“

Der RRK zeigte sich im Hinspiel sehr destruktiv. „Das ist ihr gutes Recht“, räumt Damm ein. Weshalb die Turngemeinde auch die Initiative ergreifen soll. Ganz wichtig sei bei dieser Konstellation, in Führung zu gehen und dann auch lange die Führung zu halten. Denn je länger Rüsselsheim hinten liege, desto mehr müsse die Mannschaft dann fürs Spiel machen. Und das spiele wiederum der TG in die Karten. „Dann können wir unser Konterspiel aufziehen“, sagt Damm. Das Ergebnis sei ihm dabei relativ egal. „Hauptsache, wir holen die drei Punkte.“ Der RRK sei grundsätzlich schwer einzuschätzen. „Man weiß nie, wer da spielt“, sagt Damm. Unterschätzen dürfe man die Mannschaft nicht. „Rüsselsheim hat einen Plan, und der hat dem RRK bei uns einen Punkt eingebracht.“

Wer morgen bei der TG auflaufen wird, entscheidet sich erst heute nach dem Abschlusstraining. Eine Personalie ist aber schon klar: Lauritz Fuchs wird für den Rest der Hallenrunde nach einer Schulteroperation ausfallen. Für ihn rückt in Rüsselsheim Noah Frank in den Kader, verrät Damm schon mal. Frank soll auch die Fuchs-Position in der Offensive einnehmen. „Im Training haben wir ihn in den vergangenen Wochen nur im Sturm eingesetzt. Und das macht er sehr gut“, lobt der Trainer. Frank könne der Mannschaft im Angriff weiterhelfen.

Johannes Zurke hat diese Woche aus privaten Gründen nicht mittrainiert. Ob es für einen Einsatz am Sonntag reicht, entscheidet sich morgen. Falls nicht, sind laut Damm Erik Kohlmann und Henry Zettler erste Anwärter auf einen Platz im TG-Kader. Marius Haber habe einen Hexenschuss. „Aber die medizinische Abteilung hat mir zugesichert, dass er am Samstag trainieren kann“, meint Damm und lacht. Habers Vater Thomas ist Mannschaftsarzt der TG.

Apropos Training: Das stand auch zwischen den Jahren auf dem Programm bei der Turngemeinde. Sogar an Neujahr. Dann seien auch noch mal Strafecken auf dem Programm gewesen. Da hat es zwar in den vergangenen Partien sehr gut geklappt. „Aber man muss das 1000-mal trainieren, um die Abläufe zu verfestigen.“

Rheinpfalz: Fuchs stellt Weichen auf Sieg (24.12.2018)

Hallenhockey: Frankenthaler Offensivspieler trifft beim 8:5-Auswärtserfolg über Zweitligakonkurrent HG Nürnberg dreimal – TG geht als Zweiter ins neue Jahr

Von Christian Treptow

 NÜRNBERG. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal geht als Tabellenzweiter der Südgruppe in die Rückrunde. Die TG gewann das letzte Spiel der Hinrunde am Samstag bei der HG Nürnberg 8:5 (6:1). Die Gäste legten den Grundstein für den Erfolg in der ersten Halbzeit. Lauritz Fuchs überragte mit drei Treffern.

Es war fraglich, ob Lauritz Fuchs würde spielen können. Er war in der vergangenen Woche krank. Doch zum Glück für die TG meldete sich der technisch versierte Offensivspieler einsatzbereit. Mit einem lupenreinen Hattrick Mitte der ersten Halbzeit ebnete Fuchs den Weg zu drei weiteren Zählern für die Frankenthaler.„Es freut mich ganz besonders für Lauritz“, sagte TG-Coach Hans-Christian Damm. „Zumal er für den Rest der Runde ausfällt.“ Fuchs habe sich in der Vorbereitung die Schulter ausgekugelt. Jetzt müsse ein Knochenstück entfernt werden. Damm geht davon aus, dass Fuchs zum Beginn der Feldsaison im Frühjahr wieder fit ist. Um ihn zu ersetzen, hat der Coach diverse Möglichkeiten. Henry Zettler war schon in Nürnberg dabei, um im Falle eines Falles einzuspringen. Aber auch Noah Frank und Erik Kohlmann seien Alternativen. Frank sei schnell, giftig und athletisch. Kohlmann sei ein cleverer Spieler mit Ruhe am Stock, der selten Fehler mache.

Fuchs stellte mit seinen Treffern zum 3:1, 4:1 und 5:1 (17. bis 19. Minute) für die TG die Weichen auf Sieg. Sven Becker hatte schon in der ersten Minute zum 1:0 für die TG getroffen. Nach dem Ausgleich der Gastgeber markierte Timo Schmietenknop das 1:2. Fridolin Lüschen sorgte für den 6:1-Halbzeitstand. „Wir haben das am Anfang sehr gut gemacht“, bewertete Damm den Auftritt seiner Mannschaft. Diese habe noch weitere Chancen gehabt. „Wir sind in der ersten Halbzeit defensiv sehr gut gestanden, haben es aber versäumt noch mehr Tore zu schießen“, sagte Damm.

Letzteres habe sich in der zweiten Halbzeit fortgesetzt. Mit vier Treffern in Folge kamen die Franken jedoch noch mal bis auf einen Treffer heran. „Es stand relativ lange 5:6. Wir hatten die Partie dann aber im Griff“, meinte Damm. Bei der HG sei die Luft raus gewesen. Sandro Reinhard mit seinem ersten Saisontor und Timo Schmietenknop machten für die TG alles klar.

Ein Lob von Hans-Christian Damm ging an die Eckenabwehr, die bislang noch nicht so gut funktioniert hatte: „Wir hatten fünf Strafecken gegen uns und haben kein Tor kassiert.“ Angeführt von einem starken Oliver Scharfenberger im Tor habe das Eckenteam einen tollen Job gemacht.

Als Zweiter geht die TG ins neue Jahr, zwei Punkte hinter Spitzenreiter Ludwigsburg. „Wir haben uns von Spiel zu Spiel verbessert“, lobte Damm. Die Spieler hätten eine riesige Bereitschaft, alles zu geben. „Als Trainerneuling ungeschlagen – ich glaub’, da habe ich es verdient, zufrieden zu sein“, meinte er und lachte. Am 6. Januar geht’s für die TG beim Rüsselsheimer RK weiter. Deshalb werde weiter trainiert – sogar am 1. Januar.

Rheinpfalz: Das Momentum nutzen (22.12.2018)

Hallenhockey: TG Frankenthal heute zum Hinrundenabschluss bei HG Nürnberg

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Mit der Partie bei der HG Nürnberg beschließen die ersten Herren der TG Frankenthal heute (16 Uhr) die Hinrunde in der Südgruppe der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga. Mit einem weiteren Dreier will der Tabellenzweite die Siegesserie ausbauen, sich weiter oben festsetzen und Druck auf Tabellenführer HC Ludwigsburg machen.

Es ist das viel zitierte und oft beschworene Momentum, das die Turngemeinde gerade hat. Speziell in der Offensive läuft es seit dem zweiten Spieltag richtig gut. Neun Tore gegen Ludwigsburg geschossen, neun gegen Darmstadt und 14 gegen Limburg. Und auch in der Defensive lassen die Frankenthaler – abgesehen vom Spiel in Ludwigsburg mit neun Gegentreffern – nicht viel zu. „Wir schießen viele Tore und kriegen wenige“, fasst es TG-Coach Hans-Christian Damm zusammen.Entsprechend selbstbewusst kann die Turngemeinde heute an die Aufgabe in Franken gehen. Doch Damm ist vorsichtig. „Der Gegner ist gewarnt“, sagt er. An der taktischen Ausrichtung will er nichts ändern. Warum auch? Das Grundkonzept, aus einer guten Defensive heraus mit Kontern zum Erfolg zu kommen, nach Ballgewinnen schnell nach vorne zu spielen, hat bislang gut funktioniert.

Und auch wenn die alte Regel behauptet, dass die Offensive Spiele, die Defensive aber Meisterschaften gewinnt: Wenn es in dem Takt weitergeht, ist die TG nur schwer zu schlagen. „Wenn man Ludwigsburg ausklammert, haben wir nur zwei, vier und fünf Gegentore bekommen. Das ist schon sehr gut“, sagt Damm.

„Wir können uns nicht beschweren“, meint auch TG-Kapitän Johannes Gans. Alle kämen mit guter Laune ins Training. Das Auftaktspiel gegen den Rüsselsheimer RK (2:2) sei zur rechten Zeit ein Schuss vor den Bug gewesen. Die Gefahr, dass man jetzt abhebe, wo es gut laufe, sei gering. „Wir sind vorgewarnt. Keiner soll denken, dass wir der sichere Aufsteiger sind“, mahnt Gans.

Trotzdem: Gegen Limburg habe man auch ein Zeichen in Richtung Konkurrenz setzen wollen, sagt Gans. Das ist der TG gelungen. Erst nach dem 14. Tor eine Minute vor Schluss nahm Frankenthal das Tempo aus der Partie. Vorher ging’s Schlag auf Schlag. Was auch möglich war, weil die TG-Spieler jetzt auch konditionell auf der Höhe seien, wie Gans sagt.

Nürnberg, das bislang vier Punkte aus vier Spielen eingefahren hat, dürfe man nicht unterschätzen, mahnt der TG-Kapitän. In Limburg und zu Hause gegen Ludwigsburg hat die HG nur jeweils mit einem Tor Differenz verloren. „Und sie haben eine gute Strafecke“, weiß Gans über die Franken. Das beste Rezept dagegen ist natürlich, erst gar keine Ecken zuzulassen. Eckenverteidigung habe man im Training auch noch mal geübt, berichtet Hans-Christian Damm. Zwar bekomme die TG relativ wenige Strafecken gegen sich. Aber die Prozentzahl derer, die dann Gegentore werden, sei noch zu hoch. „Da müssen wir als Team besser verteidigen und den Torwart besser unterstützen“, betont der Coach.

Nürnberg habe gute Einzel- und gute Hallenspieler. „Und die HG hat gerade das negative Momentum. Da müssen wir von Anfang an zeigen, dass nur wir als Sieger vom Platz gehen“, sagt Damm.

Am Kader wird sich nichts verändern im Vergleich zum Heimspiel gegen Ludwigsburg. Heißt: Es werden wieder elf Feldspieler und ein Torwart auf dem Spielberichtsbogen stehen. Einziger Wackelkandidat aus dem Kader ist derzeit noch Lauritz Fuchs. Er sei unter der Woche krank gewesen, berichtet der Coach. Fuchs wird aber die Reise nach Nürnberg mitantreten.

Zur Sicherheit nimmt Damm einen zwölften Feldspieler mit nach Nürnberg, falls sich herausstellt, dass es bei Fuchs doch nicht reichen sollte für einen Einsatz. Die Wahl des Trainers ist auf Henry Zettler gefallen. Dieser habe im Training gute Leistungen gezeigt. „Er ist ein vielseitiger Spieler, stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft. Ich glaube, er hat schon auf jeder Position gespielt“, streicht Damm die Vorzüge Zettlers hervor.

Rheinpfalz: Lüschen übernimmt TG-Damen (20.12.2018)

Hockey: Spieler der ersten Herren coacht Regionalliga-Schlusslicht – Udo Specht abgelöst

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Die Verbindung zwischen den ersten Damen der TG Frankenthal und Trainer Udo Specht hielt nur fünf Spiele lang. Wie Hockey-Abteilungsleiter Timo Schmietenknop gestern informierte, ist Specht nicht mehr Coach des Damenteams. Interimsmäßig übernimmt Fridolin Lüschen, unterstützt von Schmietenknop, die Mannschaft.

„Die Chemie hat nicht gestimmt. Es hat einfach nicht gepasst“, sagt Katharina Koppel, Kapitänin der ersten Damen der TG. Man sei nicht im Streit auseinandergegangen, sei Specht dankbar. „Wir waren vielleicht nicht offen genug“, gesteht Koppel.Vor der Weihnachtspause sind die TG-Damen auf dem letzten Platz in der Südgruppe der Ersten Hallenhockey-Regionalliga. „Fünf Spiele, ein Punkt, damit kann man nicht zufrieden sein“, sagt Udo Specht. Er habe es der Mannschaft freigestellt, ob sie mit ihm weitermachen wolle oder nicht. Er selbst sei bereit gewesen weiterzumachen, habe das Engagement bei seinem Antritt auch als mittel- bis langfristig betrachtet. Er hoffe, dass die neuen Trainer neue Impulse bringen können. „Ich wünsche es der Mannschaft, dass sie den Klassenerhalt schafft.“

Das Gute: Bis zum Drittletzten Hanau sind es derzeit nur fünf Zähler. Bei drei Punkten für einen Sieg ist das aufzuholen. Doch dazu muss in der Rückrunde – die erste Partie ist am 12. Januar beim Bietigheimer HTC – kräftig gepunktet werden. Koppel ist optimistisch, dass es mit dem Klassenverbleib funktioniert. „Wir müssen drei Spiele gewinnen“, sagt sie. Mainz, Hanau, Obermenzing und auch Eintracht Frankfurt seien schlagbar. „Von der Qualität im Kader her haben wir es drauf.“

In den bisherigen fünf Spielen hätten der Mannschaft vor allem einfache Fehler das Genick gebrochen. „Wir spielen oft gut, aber dann kommt auch oft der Knick.“ In der Rückrunde gehe es darum, die Konzentration hoch zu halten. „Wir werden voll durchtrainieren“, kündigt Koppel an. Zumal die Mannschaft athletisch nicht auf der Höhe sei.

Auch Fridolin Lüschen, der die Mannschaft jetzt gemeinsam mit Timo Schmietenknop wieder auf Kurs bringen soll, sieht die Lage nicht als hoffnungslos an. Mit „einer klaren Struktur und einem klaren System“ will er nach eigener Aussage zum Erfolg kommen. Heute ist die erste Übungseinheit unter seiner Ägide.

Koppel und Lüschen sind sich einig: Die Hauptproblempunkte, die in den kommenden Wochen auf dem Trainingsplan zu stehen haben, sind Strafecken und das Tore schießen. Die TG hat mit neun erzielten Toren den schwächsten Sturm der Liga. „Üben, üben, üben“, gibt Lüschen als Devise aus. Ein Vorteil: Die Eingewöhnungsphase sowohl vonseiten der Mannschaft als auch vonseiten der Trainer fällt weg, da das Duo die Truppe bereits unter seinen Fittichen hatte.

Und sowohl die Kapitänin als auch der Interimscoach nehmen die Spielerinnen in die Pflicht. „Sie müssen jetzt liefern“, betont Lüschen. „Wir müssen Vollgas geben“, fordert auch Katharina Koppel. Die Kapitänin ist sich sicher, dass der Ernst der Lage mittlerweile bei allen im Team angekommen ist.

Was den Kader angeht, hat sich Fridolin Lüschen schon einige Gedanken gemacht, wie er sagt. Da er aber noch nicht mit der Mannschaft gesprochen habe, wolle er sich noch bedeckt halten. Katharina Koppel bringt aus der zweiten Mannschaft Julia Sabasch ins Spiel. „Sie könnte in der Defensive helfen.“ Und Nina Stramitzel könne im Sturm für die dringend benötigten Tore sorgen. Auch Franziska Schwindt sei eine Alternative, habe ja auch schon in der ersten Mannschaft gespielt. „Sie haben sich die Chance verdient“, ist Koppel überzeugt.

Für Hockey-Abteilungsleiter Timo Schmietenknop geht die Suche nach einem Trainer für die Damenmannschaft derweil von vorne los. Im Optimalfall könne er Ende Januar einen Nachfolger präsentieren. „Zwischen den Jahren geht erfahrungsgemäß wenig“, sagt Schmietenknop. Denn klar ist: Fridolin Lüschen und Timo Schmietenknop werden die Mannschaft nur interimsmäßig bis zum Ende der Hallenrunde – das letzte Saisonspiel ist am 16. Februar in Hanau – betreuen.

Ein kleines Manko: Am 19. Januar beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt werden die beiden nicht an der Seitenlinie stehen, da sie an dem Abend mit den TG-Herren beim TEC Darmstadt ran müssen. „Das ist aber das einzige Spiel, bei dem es Überschneidungen gibt. Da werden wir eine Lösung finden“, sagt Fridolin Lüschen.

Rheinpfalz: Viele Gründe für Albträume (17.12.2018)

Hallenhockey: Erste Damen der TG Frankenthal verlieren Regionalliga-Kellerduell gegen 1. Hanauer THC 3:6 – Kim Lauer (2) und Katja Happersberger treffen

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Für die ersten Damen der TG Frankenthal wird es im Tabellenkeller der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd immer kritischer. Die Mannschaft von Udo Specht verlor gestern in eigener Halle gegen den 1. Hanauer THC 3:6 (1:4). Die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit wurde jäh gestoppt.

Es ist zu befürchten, dass die Spielerinnen der TG Frankenthal in der Nacht von Sonntag auf Montag nicht gut geschlafen haben. Das Spiel gestern Nachmittag gegen den 1. Hanauer THC, der sich mit dem Sieg vom vorletzten auf den drittletzten Platz verbesserte, dürfte ihnen reichlich Gründe für Albträume in den vergangenen Stunden geliefert haben.Ein Grund für Albträume wäre zum Beispiel Marilena Krauß gewesen. Die hoch aufgeschossene Spielerin der Hessen war mit vier Treffern, davon drei in der ersten Halbzeit, beste Schützin ihres Teams. Zudem legte sie noch das vorentscheidende 3:5 (54.) durch Alina Pillmann auf.

Pillmann hatte in der ersten Halbzeit mit dem 1:4, das mit der Pausensirene fiel, den Schlusspunkt unter eine erste Halbzeit gesetzt, die ebenfalls bei den TG-Damen für einige Schlafstörungen gesorgt haben dürfte. Die Gastgeber leisteten sich zahlreiche unnötige Fehler und luden so die Gäste zum Kontern und zum Toreschießen ein. „Das war das erste Mal in dieser Runde, dass wir solche Fehlpässe gespielt haben“, meinte TG-Coach Udo Specht etwas ratlos. „Von sechs Gegentoren haben wir bestimmt vier selbst verschuldet“, analysierte der Übungsleiter.

Specht forderte seine Spielerinnen immer wieder auf, mehr Druck auf den Aufbau der Hanauerinnen zu machen. Seine Worte verhallten jedoch zum großen Teil ungehört in der Halle Am Kanal. „Es war alles zu passiv, zu ängstlich, ohne Selbstvertrauen“, haderte Specht.

Dabei hatte es auch Momente gegeben, in denen man den Eindruck hatte, dass die TG nicht chancenlos war. Zum Beispiel, als Kim Lauer nach dem 0:1 durch Krauß (4.) postwendend der Ausgleich gelang (5.). Als Nadine Deimling einen Siebenmeter von Marilena Krauß abwehrte (18.). Oder in der ersten Viertelstunde nach der Pause, als Lauer (34.) und Katja Happersberger (44.) den Anschluss zum 3:4 schafften. Hanaus Trainer Daniel Strahn nannte es „die Angst vorm Gewinnen“, die seine junge Mannschaft da befallen hatte. Da aber kurz darauf die TG auch ihre dritte Strafecke ungenutzt ließ – noch so ein Grund für Albträume –, kamen die Gäste zum 3:5 durch Pillmann.

Nach dem 3:6 (56.) versuchte Specht noch mal alles, nahm Nadine Deimling zugunsten einer sechsten Feldspielerin vom Platz. Doch auch mit einem Akteur mehr auf dem Feld hatte man nie das Gefühl, dass die Turngemeinde noch etwas reißen könnte. Zu undurchdacht waren die Aktionen.

Freuen konnte sich Frankenthals Doppeltorschützin Kim Lauer entsprechend nicht. „Das ist schon deprimierend. Wir haben zu viele Leichtsinnsfehler gemacht.“ Sie sei trotzdem optimistisch, dass in der zweiten Saisonhälfte noch etwas gehe. „Dafür müssen wir uns zusammenreißen.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Deimling (Main) – Delarber, Happersberger, Koppel, Lauer, Peikert, Haselmaier, Stillger, Büffor, Schopper, Hoffmann

1. Hanauer THC: Söhngen – Archner, Becker, Buntrock, Dippel, Lara Gaul, Leonie Gaul, Herkert, Krauß, Noll, Pillmann

Tore: 0:1 Krauß (4.), 1:1 Lauer (5.), 1:2 Krauß (7., Strafecke), 1:3 Krauß (27.), 1:4 Pillmann (30.), 2:4 Lauer (34.), 3:4 Happersbeger (44.), 3:5 Pillmann (54.), 3:6 Krauß (56., Strafecke) – Strafecken: 3/0 – 3/2 – Grüne Karten: Becker, Krauß – Gelbe Karten: Delarber – Krauß – Beste Spielerinnen: Lauer – Krauß, Pillmann – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Krüger (Alzey)/Vossebein (Neunkirchen).

Rheinpfalz: „Überragende Teamleistung“ (17.12.2018)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal fegt Limburger HC mit 14:5 vom Platz – Timo Schmietenknop trifft sechsmal – Turngemeinde jetzt Zweiter

Von Christian Treptow Frankenthal. Mit großartigem Hallenhockey haben die ersten Herren der TG Frankenthal gestern zur Mittagszeit die Zuschauer in der Halle Am Kanal unterhalten. Mit 14:5 (6:3) fegte die Mannschaft von Trainer Hans-Christian Damm den Limburger HC vom Platz. Bester Spieler bei den Gastgebern war Timo Schmietenknop, der sechsmal traf.

Während draußen der Winter für eisige Temperaturen sorgte, taten gestern vor allem die Spieler der Turngemeinde alles dafür, dass den Zuschauern in der Halle warm wurde. Nach dem souveränen 9:4 am Freitagabend gegen den TEC Darmstadt setzte die Turngemeinde gestern noch einen drauf und schob sich damit auf Platz zwei, vorbei an Limburg und hinter dem HC Ludwigsburg.Es gibt so Tage, da läuft bei der einen Mannschaft alles, bei der anderen nichts. Gestern war so ein Tag. Während bei der TG die Angriffsmaschine auf Hochtouren lief, klappte bei den Gästen nichts. Was auch daran lag, dass die Gastgeber alles taten, damit bei den Hessen nichts klappte. „Ich hab’ keine Erklärung. Wir haben alles falsch gemacht“, meinte Limburgs Coach Marcus Gutz.Er und sein Gegenüber Hans-Christian Damm hatten im Vorfeld mit einer Partie zweier gleichwertiger Mannschaften gerechnet. Das war auch so. Bis zum 3:3 (16.). Dann legte die TG eine Schippe drauf und zog nach Treffern von Fridolin Lüschen, Timo Schmietenknop (Strafecke) und Lauritz Fuchs bis zur Halbzeitpause auf 6:3 davon.

Der Unterschied zur Partie am Freitag gegen Darmstadt: Diesmal hielt die TG die Spannung auch nach dem Seitenwechsel hoch, sodass die Gäste gar nicht erst auf die Idee kamen, dass in der Vorderpfalz etwas zu holen sei. „Wir waren am Freitag schon etwas enttäuscht, weil wir die Spannung nicht wie gewohnt auf die Platte gebracht haben“, meinte der mit sechs Treffern überragende Timo Schmietenknop. Gegen Limburg habe die Turngemeinde die Vorgaben jedoch sehr gut umgesetzt.

Die besten Beispiele dafür, dass die TG nie nachließ: Schmietenknop machte zwei Tore, als er die Kugel per Hechtsprung über die Linie drückte. Da war der Drops schon längst gelutscht – es waren die Tore zum 9:4 und 11:4. Auch in der Schlussphase kannte die TG kein Erbarmen. Fridolin Lüschen sorgte in der 59. Minute für den Schlusspunkt. Es war der zweite Treffer an diesem Nachmittag für den lauffreudigen Stürmer. Erst dann nahm die Turngemeinde das Tempo aus dem Spiel. Lauritz Fuchs kam auf drei Tore, Sven Becker traf zweimal, Johannes Gans einmal ins Schwarze.

Klar finde man immer Details, aber Hans-Christian Damm machte schon einen äußerst zufriedenen Eindruck nach der Partie. „Der LHC hatte einen Plan, den haben wir vereitelt. Wir sind gut in der Defensive gestanden und haben dann schnell nach vorne gespielt.“ Damm sprach von einer „überragenden Teamleistung“. Diese Euphorie wolle man nun in die nächsten Spiele mitnehmen. „Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken“, betonte der TG-Coach.

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Becker, Fuchs, Gans, Haber, Lüschen, Reinhard, Schmietenknop, Schneider, Schwindt, Zurke

Limburger HC: Moritz Müller (Niklas Müller) – Böckling, Jannis Collée, Julien Collée, Faustmann, Koch, Meurer, Maximilian Müller, Polk, Schmitt, Schneider, Thomas

Tore: 1:0 Schmietenknop (4.), 1:1 Thomas (5.), 1:2 Meurer (11., Strafecke), 2:2 Becker (11.), 3:2 Becker (13.), 3:3 Julien Collée, 4:3 Lüschen (24.), 5:3 Schmietenknop (28., Strafecke), 6:3 Fuchs (29.), 7:3 Gans (36.), 7:4 Meurer (38., Strafecke), 8:4 Fuchs (40.), 9:4 Schmietenknop (44.), 10:4 Schmietenknop (46.), 11:4 Schmietenknop (49.), 11:5 Maximilian Müller (54., Strafecke), 12:5 Schmietenknop (54.), 13:5 Gans (55.), 14:5 Lüschen (59.) – Strafecken: 1/1 – 3/3 – Beste Spieler: Schmietenknop, Becker, Fuchs – Meurer – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Sehrt (Ludwigshafen)/Schultz (Frankfurt).

 

Rheinpfalz: Warten aufs erste Eckentor (14.12.2018)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal zu Hause gegen TEC Darmstadt und Limburger HC

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Zwei Unentschieden stehen bislang für die ersten Herren der TG Frankenthal in der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd zu Buche. Am Wochenende soll der erste Sieg eingefahren werden. Die Gelegenheit bietet sich in zwei Heimspielen: Heute (20 Uhr) empfängt die TG Aufsteiger TEC Darmstadt, am Sonntag (12 Uhr) ist Tabellenführer Limburger HC zu Gast.

Im Nachhinein fühlt sich das 9:9 in Ludwigsburg vom vergangenen Wochenende für TG-Coach Hans-Christian Damm wie ein gewonnener Punkt an. „In Ludwigsburg werden nicht viele Mannschaften punkten“, sagt er. Und dadurch, dass sein Team den Ausgleich erst in der letzten Minute gemacht habe, fühle es sich sogar wie ein Sieg an.Damm hat aber auch einige negative Dinge festgestellt. „Wir haben durch individuelle Fehler fünf Tore kassiert“, sagt der Trainer. Zum Teil seien das taktische Fehler gewesen. „Aber wir waren manchmal auch einfach nicht wach“, hadert er.

Ebenfalls noch ein Schwachpunkt im Spiel der Turngemeinde sind die Strafecken. Da wartet die TG bislang noch auf ein Erfolgserlebnis. „Wenn man die Ecken nicht trifft, gewinnt man im Hockey selten“, sagt Damm. Vielleicht seien seine Spieler zu unkonzentriert gewesen. Zum Großteil führt er die schwache Quote aber auf mangelhafte Ausführung zurück. „Wenn man mal so einen Negativlauf hat, ist es schwer, ihn zu durchbrechen.“ Damms Hoffnung: „Gegen Darmstadt gleich die erste Ecke treffen, damit wir Selbstvertrauen bekommen.“

Unabhängig von der Eckenquote ist die TG aber heute gegen den Aufsteiger aus Südhessen in der Favoritenrolle. „Da müssen wir auch nicht drumrumreden“, sagt Hans-Christian Damm. Er erwartet den TEC in etwa so defensiv wie zum Saisonstart den Rüsselsheimer RK. „Das ist auch legitim. Da müssen wir sicheres Passhockey spielen.“

Doch die Partie gegen Darmstadt werde nicht so einfach, wie man vielleicht meine, warnt Damm. Der TEC habe sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Von dem deutlichen Sieg in der Vorbereitung, als es die TG zweistellig machte, dürfe man sich nicht irritieren lassen.

Der Limburger HC sei da schon ein anderes Kaliber. „Limburg spielt sehr hart. Damit müssen wir zurecht kommen. Außerdem sind viele Hallenspezialisten im Team“, sagt Damm. Er erwartet ein Spiel zweier gleichstarker Mannschaften. Mit dem zweiten Gegner will er sich aber erst nach der Partie heute Abend befassen.

Spielerisch war es gegen Rüsselsheim ja schon sehr ansehnlich. Die Chancenverwertung war gegen den RRK allerdings mangelhaft. Gegen Ludwigsburg wurde dann aber die kleine Ladehemmung aus dem Spiel heraus behoben.

„Das Spiel gegen Rüsselsheim hat vielen die Augen geöffnet“, sagt der TG-Coach. Nach den beiden Unentschieden wüssten jetzt alle, was auf dem Spiel stehe. Was ihn positiv stimmt: Die Mannschaft hat gegen Ludwigsburg gezeigt, dass jeder weiß, wo das Tor steht. In der Offensive ist die TG nicht von einem Torjäger abhängig.

Personell kann Damm aus dem Vollen schöpfen. Lauritz Fuchs habe zwar Schulterprobleme, werde aber spielen, meint Hans-Christian Damm. Im Tor bekommt weiterhin Oliver Scharfenberger das Vertrauen. Er soll beide Partien bestreiten. An den Gegentoren in Ludwigsburg treffe den Keeper keine Schuld.

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