Rheinpfalz: TG Damen steigen ab (28.01.2019)

Hallenhockey: Regionalligist unterliegt Mainz 3:6

Von Frank Geller

Mainz. Das erste Damenteam der TG Frankenthal steht als erster Absteiger aus der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd fest. Im drittletzten Spiel unterlag die Turngemeinde gestern auswärts dem Vorletzten TSV Schott Mainz 3:6 (0:3). Den Punkterückstand auf den sicheren vierten Platz können die Frankenthalerinnen in den verbleibenden zwei Spielen nicht mehr aufholen.

Vor zwei Jahren haben die TG-Damen in der Rückrunde der Ersten Regionalliga Süd in der Halle des TSV Schott Mainz gewonnen und sich damit den Weg zum späteren Klassenverbleib geebnet. Der Sieg der Turngemeinde besiegelte damals den Abstieg der Mainzerinnen. Gestern nun revanchierten sich die direkt wieder aufgestiegenen Schott-Damen an gleicher Stelle für die folgenschwere Niederlage in der Saison 2016/17. Doch auch für sie ist der Klassenerhalt 2019 noch nicht in trockenen Tüchern.Auf Frankenthaler Seite gingen gestern nach dem Abpfiff die Köpfe nach unten. „Es ist bitter. Die Enttäuschung in der Mannschaft ist riesengroß“, sagte TG-Trainer Fridolin Lüschen der RHEINPFALZ nach der Niederlage am Telefon. „Mainz war aber das bessere Team. Sie haben es mehr gewollt als wir und haben auch aggressiver gespielt“, erklärte Lüschen. „Wir haben genau das gemacht, was wir unbedingt vermeiden wollten.“

Viele leichte Ballverluste hätten den Gastgeberinnen in die Karten gespielt. Schon nach zwei Minuten habe man 0:1 zurück gelegen. Mit zunehmender Spieldauer und zunehmendem Rückstand sei dann natürlich auch die Nervosität gestiegen, berichtete der TG-Coach. Während Schott in den ersten 30 Minuten das 2:0 und 3:0 nachlegte, sei bei seiner Mannschaft im Spielaufbau nur wenig zusammengelaufen.

Etwas besser gestaltete sich der zweite Durchgang für die Gäste. Nach einer Strafecke der Turngemeinde gelang Julia Sabasch, die gestern als Spielerin der zweiten TG-Damen in der „Ersten“ aushalf, der Anschlusstreffer zum 3:1. Nina Büffor – gestern laut Lüschen neben Esther Peikert beste TG-Spielerin – habe zwei weitere Tore erzielt, eines davon ebenfalls nach einer Kurzen Ecke. Doch auch der TSV traf nach dem Seitenwechsel dreimal und wahrte so seine Chance auf den Klassenverbleib.

Zwischenzeitlich hatte Lüschen TG-Torfrau Nadine Deimling zugunsten einer sechsten Feldspielerin herausgenommen. Weil Schott Mainz gleichzeitig wegen einer Grünen und etwas später wegen einer Gelben Karte dezimiert war, habe man zeitweise nur vier Mainzer Feldspielerinnen gegenübergestanden. „Doch auch daraus konnten wir kein Kapital schlagen. Wir haben keine Mittel gefunden, um mehr Tore zu machen“, haderte Fridolin Lüschen. „Uns hat die Passgenauigkeit gefehlt. Viele Bälle wurden unüberlegt dem Gegner ins Brett gespielt.“

Einwurf

Knall nicht gehört

Von Frank Geller 
Die Niederlage gegen Mainz besiegelte zwei Spieltage vor Saisonende den Abstieg der TG-Damen aus der zweithöchsten Spielklasse in der Halle. Zwei Punkte aus acht Partien – das ist ungenügend. Bereits im Feld lief für die Frankenthalerinnen 2018 nicht viel zusammen. Nur mit Glück hielten die TG-Damen die Klasse. Der Knall verhallte offenbar ungehört. Jetzt ist das Glück aufgebraucht.

Das Hauptproblem: Die Mannschaft schießt zu wenige Tore. 17 Treffer sind der schlechteste Wert der Liga. Die Abschlussschwäche ist aber nicht das einzige Problem. Im athletischen Bereich macht das Team seit Jahren keine Fortschritte. Spielerisch und technisch gibt es große Defizite. Es fehlt an Eigeninitiative und Cleverness, zu oft werden falsche Entscheidungen getroffen. Mit Trainer Udo Specht hätte ein langfristiges Konzept erarbeitet werden sollen. Nach der Hinrunde war die Zusammenarbeit beendet. Fridolin Lüschen und Timo Schmietenknop konnten den Abstieg nicht mehr aufhalten.

Rheinpfalz: Zum Siegen verdammt (26.01.2019)

Hallenhockey: TG-Damen zu Gast bei Schott Mainz

Von Frank Geller

 FRANKENTHAL. Die ersten Damen der TG Frankenthal brauchen am Sonntag (17 Uhr) im drittletzten Saisonspiel beim ebenfalls akut abstiegsgefährdeten TSV Schott Mainz unbedingt einen Sieg, um die Chance auf den Klassenerhalt noch zu wahren. Schon bei einem Unentschieden würde die Turngemeinde als erster Absteiger feststehen.

Die Ausgangslage: Die TG-Damen sind mit mageren zwei Punkten Schlusslicht. In den verbleibenden drei Spielen können sie maximal neun Zähler holen. Der morgige Gegner Mainz ist Vorletzter und hat sieben Punkte auf dem Konto. Weil gleich zwei Teams aus der mit nur sechs Mannschaften besetzten Ersten Regionalliga Süd absteigen werden, müssen die Frankenthalerinnen den vierten Platz erreichen, um die Klasse zu halten. Den hat derzeit Eintracht Frankfurt (10) inne, die punktgleich mit dem Dritten TuS Obermenzing ist. Selbst der Zweite 1. Hanauer THC (12) könnte theoretisch noch in den Abstiegsstrudel geraten.„Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand“, sagt TG-Trainer Fridolin Lüschen. „Wir müssen die restlichen drei Spiele gewinnen und schauen, was die anderen Mannschaften machen.“ Der TSV Schott Mainz, der am vergangenen Wochenende gegen Hanau und Frankfurt gespielt und beide Partien verloren hat, sei als eines der schwächeren Teams in der Liga auf jeden Fall schlagbar. Schon das Hinspiel in Frankenthal, das 3:3 endete, hätte die Turngemeinde gewinnen müssen. „Wichtig ist, dass die Spielerinnen das jetzt ganz normal angehen. Sie dürfen nicht ständig im Hinterkopf haben, dass es das nächste Endspiel ist“, betont der Coach. Die Motivation im Team sei trotz der schwierigen Situation gut. Deshalb sei er auch zuversichtlich, „dass es in Mainz mit dem ersten Saisonsieg endlich klappt“.

Das jüngste Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt, das 2:2 endete und der TG den zweiten Punkt in der Saison bescherte, habe man in der Videoanalyse aufgearbeitet. „Defensiv war das eine gute Leistung von uns“, erklärt Lüschen. „Die Eckenverteidigung und die Chancenausbeute waren allerdings nicht gut. Wir hätten ein, zwei Tore mehr schießen müssen. Das muss gegen Mainz auf jeden Fall besser werden.“ Unter der Woche habe man verstärkt Unterzahl- und Überzahlsituationen trainiert und am Mittwoch auch ein zusätzliches Eckentraining angesetzt.

Weiter verzichten müssen die TG-Damen auf Kapitänin Katharina Koppel und Elisa Haselmaier (beide verletzt). Esther Peikert sei unter der Woche erkältet gewesen, werde morgen wohl aber wieder spielen können, berichtet Lüschen. Von den zweiten TG-Damen wird Verteidigerin Julia Sabasch dabei sein.

Rheinpfalz: Ein Punkt ist zu wenig (21.01.2019)

Hallenhockey: Abstiegsbedrohtes Damenteam der TG Frankenthal erreicht im Regionalliga-Kellerduell mit Eintracht Frankfurt nur ein 2:2-Unentschieden

Von Frank Geller

und Christian Treptow

Frankenthal. Auch im siebten Saisonspiel in der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd hat es für die ersten Damen der TG Frankenthal nicht zum ersten Sieg gereicht. Gegen Eintracht Frankfurt holten sie am Samstag in eigener Halle nur ein 2:2-(0:1)-Unentschieden. Der Punkt – es ist erst der zweite – hilft der akut abstiegsgefährdeten Turngemeinde nicht wirklich weiter.

Die TG-Damen sind abgeschlagenes Schlusslicht. Neun Punkte können sie in den verbleibenden drei Spielen noch holen. Der rettende vierte Platz ist aktuell acht Zähler entfernt. Der Klassenerhalt wird immer unwahrscheinlicher. „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. So lange es noch möglich ist, werden wir kämpfen“, meinte TG-Spielerin Esther Peikert. Sie sprach von einem „guten Spiel beider Mannschaften. Wir haben gezeigt, dass wir das Niveau haben, in der Liga zu spielen.“ Ein Manko bleibe allerdings das Toreschießen: „Das ist zum Teil auch Kopfsache.“Die Verunsicherung war den TG-Damen allenthalben anzusehen. Frankfurt war schlagbar, zeigte Schwächen in der Abwehr und im Aufbauspiel. Doch anstatt den Gegner unter Druck zu setzen, leistete sich die TG viele leichte Ballverluste. Insbesondere die Mitte bekamen die Gastgeber, die ohne Kapitänin Katharina Koppel und Elisa Haselmaier (beide verletzt) auskommen mussten, nicht dicht. Frankenthal hatte Glück, dass auch die Eintracht nicht die richtigen Mittel fand.

„Wir haben zu wenig Druck nach vorne entwickelt“, sagte TG-Aushilfstrainer Axel Schröder, der den verhinderten Damencoach Fridolin Lüschen vertrat. Sobald die TG einmal schnell über die Bande spielte, wurde es im Schusskreis der Eintracht gefährlich. Allerdings offenbarte sich auch am Samstag wieder die Abschlussschwäche der Frankenthalerinnen. So verpassten Lea Schopper, Francesca Delarber (beide 11.), Kim Lauer und Katja Happersberger (beide 16.) jeweils den Führungstreffer. In der 19. Minute traf TG-Stürmerin Kim Lauer den Außenpfosten. „Tore sind die Seele des Spiels. Wenn man die nicht schießt …“, sinnierte Schröder.

Immerhin blieben die TG-Damen lange ohne Gegentreffer. Erst in der 27. Minute brachte Irene Balek die Gäste nach einer Strafecke in Front. Direkt nach dem Seitenwechsel hatte Delarber die Chance zum Ausgleich. Den erzielte dann Kim Lauer (36.). Die Gastgeberinnen versäumten es aber nachzulegen. Nachdem Kläre Hahn Frankfurt wieder in Führung gebracht hatte (52.), erhöhte die Turngemeinde den Druck. Schröder nahm Keeperin Nadine Deimling zugunsten einer sechsten Feldspielerin heraus. In der Schlussminute wendete Nina Büffor nach einer Strafecke mit dem 2:2 eine weitere Niederlage ab. „Ein Punkt ist zu wenig für uns. Jetzt wird es sehr schwer“, sagte Schröder. Er ärgerte sich über zwei verschossene Strafecken der TG. „Wir haben es versäumt, 3:1 in Führung zu gehen“, meinte Eintracht-Trainer Olaf Horn.

So spielten sie

TG Frankenthal: Deimling (Main) – Lauer, Happersberger, Reither, Schopper, Seemann, Hoffmann, Büffor, Delarber

Eintracht Frankfurt: Pollex – Schneider, Hilbert, Brauner, Jensen, Hahn, Kuhnis, Hindelang, Kesting, Balek, Hautzel

Tore: 0:1 Balek (27., Strafecke), 1:1 Lauer (36.), 1:2 Hahn (52.), 2:2 Büffor (60., Strafecke) – Strafecken: 3/1 – 3/1 Gelbe Karte: Delarber – Beste Spielerinnen: Büffor, Deimling, Schopper – Balek, Hahn, Jensen – Zuschauer: 50 – Schiedsrichter: Kiesewetter (Mayen)/Schmitz (Neunkirchen).

Rheinpfalz: Hausaufgaben gemacht (21.01.2019)

Hallenhockey: TG-Herren bezwingen TEC Darmstadt

Von Christian Treptow

 DARMSTADT. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat die Forderung von Trainer Hans-Christian Damm erfüllt und den ersten Teil der Hausaufgaben gemacht. Die TG bezwang am Samstagabend den TEC Darmstadt 9:2 (4:1). Timo Schmietenknop war mit sechs Treffern erneut bester TG-Schütze.

Damm sprach von einem „gerechten Ergebnis. Wir waren die bessere Mannschaft.“ Die kurze Phase der Unkonzentriertheit, die sich sein Team in den vergangenen Spielen regelmäßig leistete, habe es diesmal schon in der Anfangsphase gegeben. „Da haben wir uns etwas schwer getan und nicht so ins Spiel gefunden.“ Was auch am Aufsteiger aus Südhessen gelegen habe. Der TEC habe immer wieder Lösungen gegen die von der TG bevorzugte Raumdeckung gefunden. „Nach 20 Minuten haben wir dann auf Manndeckung umgestellt. Da hat sich unsere individuelle Klasse durchgesetzt“, erläuterte Damm.In der Folge habe man gut und griffig verteidigt. „Und wir sind auch gut in die Kontersituationen gekommen“, berichtete der TG-Coach. Geholfen habe, dass die Turngemeinde von Anfang an in Führung gelegen habe. Timo Schmietenknop hatte schon in der fünften Minute zum 0:1 getroffen. „Dann musste Darmstadt kommen“, sagte Damm. Beim 1:2 (19.) waren die Gastgeber noch mal auf ein Tor dran. Dann setzte sich die TG Treffer um Treffer ab. Schmietenknop war mit sechs Toren einmal mehr treffsicherster Akteur bei den Pfälzern. Die Torjägerkanone ist nicht unrealistisch. Die restlichen Tore für die Gäste schossen Sandro Reinhard (2) und Johannes Gans. Das eigentliche Ziel ist aber weiterhin, zur Stelle zu sein, sollte Spitzenreiter HC Ludwigsburg unerwartet Federn lassen. Gestern gaben sich die Schwaben beim 11:6-Heimsieg gegen die HG Nürnberg keine Blöße. So hat Frankenthal auf Platz zwei weiter zwei Zähler Rückstand.

Am kommenden Wochenende haben die TG und Ludwigsburg Pause. Die Turngemeinde muss am 3. Februar beim Limburger HC antreten, der im Hinspiel mit 14:5 bezwungen wurde. Ludwigsburg muss einen Tag früher beim Rüsselsheimer RK ran. Am Samstag spielten beide Teams parallel. Die Zwischenergebnisse gab es aber nicht auf der TG-Bank. „Es bringt nichts, sich nervös zu machen. Wir müssen unser eigenes Ding durchziehen“, betonte Damm.

Rheinpfalz: TG muss Hausaufgaben erledigen (19.01.2018)

Hallenhockey: Zweitligist Frankenthal heute zu Gast bei Aufsteiger TEC Darmstadt – Kader bleibt unverändert

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Aus eigener Kraft kann die TG Frankenthal nicht mehr den Aufstieg in die Erste Hallenhockey-Bundesliga schaffen. Aber sie kann bereit stehen, wenn Spitzenreiter Ludwigsburg doch noch Federn lassen sollte. Dazu muss die Turngemeinde ihre Hausaufgaben erledigen. Heute (18 Uhr, Böllenfalltorhalle) gastiert die Mannschaft von Trainer Hans-Christian Damm bei Aufsteiger TEC Darmstadt.

Natürlich ist nach dem 7:7 am vergangenen Sonntag gegen den HC Ludwigsburg noch ein bisschen Enttäuschung da. „Wir sind vor allem enttäuscht, weil wir das Schicksal jetzt nicht mehr in der eigenen Hand haben“, sagt TG-Coach Hans-Christian Damm. Denn an der Ausgangslage von vor dem Gipfeltreffen hat sich nichts geändert: Die Turngemeinde hat zwei Zähler Rückstand auf den HC Ludwigsburg. Heißt: Die TG muss alle restlichen Spiele gewinnen, und die Schwaben müssen mindestens einmal patzen.Damm selbst hat das 7:7 schnell verdaut. „Was bringt’s, da rumzuhadern?“ Hockey sei nun mal Ergebnissport, und wer die Tore nicht mache, habe auch nicht verdient zu gewinnen. Das konnte man im Spitzenspiel keiner der beiden Mannschaften vorwerfen. Tore haben beide nämlich reichlich gemacht.

Allerdings legte die Turngemeinde nach der Pause wieder ein paar Minuten der Unkonzentriertheit ein. Und so wurde aus einer 5:3-Führung ein 5:7-Rückstand. Vielleicht seien seine Spieler da zu selbstsicher gewesen, hätten zwei, drei Prozent nachgelassen. „Und das wird dann bestraft.“ Abgesehen von diesen paar Minuten habe die TG aber ein gutes Spiel gemacht. Was Damm stört: „Wir hatten in jedem Spiel, bis auf Limburg, so eine Phase drin …“ Auch im Hinspiel gegen Aufsteiger Darmstadt hat sich die Mannschaft zwischendurch eine kollektive Auszeit genommen und so einen schon geschlagenen Gegner wieder stark gemacht und ins Spiel zurückgeholt.

Das soll heute nicht passieren. Damm will von seiner Mannschaft Sicherheit in den Aktionen sehen, und zwar über die ganzen 60 Minuten. Er ist auch zuversichtlich, dass das klappt. „Wir sind eine gute Mannschaft. Und die Spieler lernen schnell aus Fehlern.“ Auch die Entwicklung der einzelnen Akteure und des Teams stimmten.

Gegen Darmstadt gehe es darum, den Gegner schnell wissen zu lassen, dass es nur einen Sieger geben könne. „Der TEC wird sein Hauptaugenmerk auf den Kampf legen. Das ist okay. Wir sind technisch und taktisch besser“, ist Damm von seiner Truppe überzeugt. Er rechnet damit, dass die TG das Spiel machen muss. „Aber das können wir auch“, betont der Übungsleiter.

Der Kader bleibt im Vergleich zu den vergangenen Partien derselbe. Das heißt, dass Noah Frank weiter die Position des verletzten Lauritz Fuchs in der Offensive einnimmt. „Die Entwicklungskurve bei Noah geht nach oben“, hat Damm erkannt. Gegen Ludwigsburg habe Frank etwas Pech im Abschluss gehabt. „Er ist eben eigentlich Verteidiger“, sagt Damm und lacht. Aber gegen Rüsselsheim habe er zum Beispiel den entscheidenden Siebenmeter rausgeholt. Unterm Strich sei er mit Franks Leistung sehr zufrieden.

Der 18-Jährige fühlt sich als Verteidiger im Feld auf der ungewohnten Position im Sturm in der Halle immer wohler. An den Grundlagen, im Kreis eben auch mal direkt abzuziehen, schnell zu passen und die Übersicht zu behalten, müsse er noch arbeiten. „Das ist schon ungewohnt mit dem Toreschießen. Da muss ich noch reinkommen. Aber mit mehr Erfahrung wird das besser“, sagt Frank. Gegen Darmstadt sei ein Sieg Pflicht. Aber der TEC sei kämpferisch sehr stark. „Und gegen solche Teams tun wir uns bisweilen schwerer.“

Rheinpfalz: Drei Punkte müssen her (18.01.2019)

Hallenhockey: TG-Damen zu Hause gegen Frankfurt

Von Frank Geller

Frankenthal. Die ersten Damen der TG Frankenthal stehen in der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd mit dem Rücken zur Wand. Mit einem mageren Punkt sind sie abgeschlagenes Schlusslicht. Im Heimspiel am Samstag (16 Uhr) in der Halle Am Kanal gegen den Vorletzten Eintracht Frankfurt müssen drei Punkte her.

„Ein Heimsieg gegen Frankfurt ist Pflicht“, betont TG-Trainer Fridolin Lüschen. Verliere man auch noch diese Partie, werde es sehr schwer, die Klasse zu halten. Die Eintracht, die am vergangenen Samstag Hanau 1:2 unterlag, hat derzeit fünf Punkte Vorsprung auf die Turngemeinde und auch noch ein Spiel weniger absolviert. Der sichere vierte Platz, den derzeit Schott Mainz innehat, liegt sechs Zähler entfernt. Trotz der 3:6-Niederlage vor einer Woche bei Spitzenreiter Bietigheimer HTC macht Lüschen Fortschritte im Spiel seines Teams aus. „Phasenweise haben wir Bietigheim gut in Schach gehalten.“ Wenn sich Kapitänin Katharina Koppel und Elisa Haselmaier nicht verletzt hätten, wäre wohl mehr drin gewesen, ist er überzeugt.Ein Problem, das sich durch die ganze Saison zieht: „In der Anfangsphase sind wir auch gegen Bietigheim wieder durch leichte Fehler in Rückstand geraten“, berichtet der Übungsleiter. Und weil das Toreschießen derzeit das größte Manko sei, gerate die Mannschaft dann unter Druck. Gegen Erstligaabsteiger Frankfurt soll das unbedingt vermieden werden. „Wir müssen von Anfang an konzentriert dagegengehen und in der Defensive stabil stehen“, sagt Lüschen. „Wenn es uns gelingt, zehn Minuten ohne Gegentor zu überstehen und in Führung zu gehen, läuft es sicher besser“, orakelt der Coach.

Im Training hätten vor allem Torschüsse und Eins-gegen-eins-Situationen auf dem Stundenplan gestanden. „Auch an den Ecken haben wir noch etwas gedreht“, erklärt Lüschen. Gerade die Standardsituationen sollen zum Toreschießen genutzt werden. Bei Strafecken und Siebenmetern erwies sich Nina Büffor in den letzten Partien als sichere Schützin. Eine Spielerin, auf die Lüschen ebenfalls setzt, ist Alisa Hoffmann: „Alisa setzt die Taktik gut um und kommuniziert gut auf dem Platz. Auch in der Offensive wird sie immer besser.“

Kim Lauer und Esther Peikert werden nach überstandener Krankheit ins Team zurückkehren. Auch Haselmaier wird wohl wieder spielen können. Koppel muss dagegen verletzt passen. Die Kapitänin soll von der Seitenlinie aus die Kommandos geben, weil Fridolin Lüschen und Timo Schmietenknop bei den TG-Herren in Darmstadt gefordert sind.

Rheinpfalz: Gute Phasen (14.01.2019)

Hallenhockey: TG-Damen verlieren 3:6 in Bietigheim

BIETIGHEIM. Die erhoffte Überraschung zum Rückrundenauftakt in der Ersten Hallenhockey-Regionalliga Süd ist ausgeblieben: Die ersten Damen der TG Frankenthal verloren am Samstag bei Tabellenführer Bietigheimer HTC 3:6 (1:3). TG-Trainer Fridolin Lüschen sprach trotzdem von einem guten Spiel seines Teams.

Gegenüber den Partien in der Hinrunde seien klare Fortschritte erkennbar gewesen, sagte Lüschen, der das Team nach der Trennung von Trainer Udo Specht wieder als Interimscoach betreut. „Die Spielerinnen haben viel von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Phasenweise habe man die Begegnung dominiert. Allerdings sei man in den ersten 20 Minuten durch leichte individuelle Fehler 0:3 in Rückstand geraten. Das erste Gegentor resultierte aus einer Strafecke (2.), das zweite aus einem Siebenmeter der Gastgeber (19.). „In den entscheidenden Szenen haben wir in der Defensive die Lücken nicht dicht bekommen“, erklärte Lüschen.Den starken Spitzenreiter mit seinen schnellen Stürmerinnen könne man nur taktisch schlagen. Da müsse 60 Minuten lang alles passen. „Das war bei uns leider nicht der Fall.“ Positiv: Nina Büffor erzielte nach einer Strafecke das Anschlusstor für die TG (25.). Schon vor der Pause wäre mehr drin gewesen, meinte der Coach. Er betonte: „Wir brauchen vor dem Tor eine bessere Ausbeute, wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen.“

In der zweiten Halbzeit zog Bietigheim auf 6:1 davon, ehe die Gäste laut Lüschen eine starke Schlussphase zeigten. Francesca Delarber erzielte für die TG das 6:2 (53.), danach verwandelte Nina Büffor einen Siebenmeter zum 6:3 (57.). Eine starke Leistung habe auch Torhüterin Nadine Deimling gezeigt, die einen von zwei Siebenmetern des HTC hielt.

Bitter für die TG: Kapitänin Katharina Koppel und Elisa Haselmaier haben sich in Bietigheim verletzt. Koppel droht mehr als ein Spiel auszufallen. Dass zudem Schott Mainz 4:1 gegen den Zweiten TuS Obermenzing gewonnen hat, macht die Lage für Schlusslicht Frankenthal nicht einfacher. Hoffnung schöpft Lüschen aus den guten Phasen im Spiel gegen den Tabellenführer. „Streckenweise hatten wir Bietigheim gut im Griff. Das zeigt, dass wir uns vor keiner Mannschaft verstecken brauchen.“ gnk

Rheinpfalz: Gerechtes Unentschieden (14.01.2019)

Hallenhockey: TG Frankenthal und HC Ludwigsburg trennen sich 7:7

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Hallenhockey-Zweitligist TG Frankenthal kann nicht mehr aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen. Die TG als Tabellenzweiter trennte sich gestern von Spitzenreiter HC Ludwigsburg 7:7 (4:3) und ist bei weiterhin zwei Zählern Rückstand auf fremde Schützenhilfe angewiesen, um die Schwaben noch abzufangen.

Es war ein Spitzenspiel, das den Namen auch verdient hatte. Beide Teams boten gutes bis sehr gutes Hallenhockey. In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und lagen zur Halbzeit auch verdient 4:3 in Führung. Johannes Zurke (2), Timo Schmietenknop und Sandro Reinhard trafen für die TG, Matthias Schurig (3) für die Gäste. Als Schmietenknop per Strafecke auf 5:3 erhöhte (39.), war zum ersten Mal ein Team mit zwei Treffern in Führung. Doch dann folgten fünf, sechs Minuten, in denen bei der TG „das Selbstbewusstsein weg“ war, wie es Trainer Hans-Christian Damm formulierte. Die Folge: Ludwigsburg gelangen vier Treffer in Serie. 15 Minuten vor Schluss lagen die Gäste 7:5 in Front.Doch die Turngemeinde bewies wie schon im Hinspiel Nehmerqualitäten. Als Damm Torwart Oliver Scharfenberger zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Platz genommen hatte, glichen Timo Schmietenknop (55.) mit einer sehenswerten Einzelleistung und Kapitän Johannes Gans mit einer Strafecke in den Winkel (59.) für die Gastgeber aus. Da auch die Ludwigsburger ihren Keeper vom Feld geholt hatten, waren in der Schlussphase auf beiden Seiten sechs Feldspieler auf dem Platz. „Da waren wir besser. Wenn das Spiel noch eine Minute länger gedauert hätte …“, orakelte Hans-Christian Damm. Unterm Strich ging das Remis für ihn aber in Ordnung.

Dem schloss sich Ludwigsburgs Trainer Daniel Weißer an. Kein Team sei besser gewesen: „Es war bis zum Schluss eine Zitterpartie.“ Seine taktische Umstellung, den Aufbau der TG über Marc Beck zuzustellen, habe gut gegriffen. Im Rennen um den Titel sei noch nichts entschieden. Der HCL werde weiter Vollgas geben.

Am Tabellenbild hat sich im Vergleich zur Situation vor dem Spiel nichts geändert. Die TG ist weiterhin zwei Zähler hinter Ludwigsburg auf Platz zwei und muss nun auf einen Ausrutscher des HCL in den restlichen drei Partien hoffen und dabei selbst alle Partien gewinnen.

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Becker, Frank, Gans, Haber, Lüschen, Reinhard, Schmietenknop, Schneider, Schwindt, Zurke

HC Ludwigsburg: Fili – Bachmann, Bonner, Brönnimann, Fischer, Hanel, Huber, Koffler, Raphael Schmidt, Severin Schmidt, Lukas Schurig, Matthias Schurig

Tore: 0:1 Matthias Schurig (4.), 1:1 Zurke (7.), 2:1 Zurke (8.), Matthias Schurig (9.), 3:2 (Schmietenknop (14., Strafecke), Matthias Schurig (23.), 4:3 Reinhard (25.), 5:3 Schmietenknop (39., Strafecke), 5:4 Severin Schmidt (39.), 5:5 Hanel (42., Strafecke), 5:6 Huber (44.), 5:7 Severin Schmidt (45.), 6:7 Schmietenknop (55.), 7:7 Gans (59.) – Strafecken: 6/3 – 3/1 – Grüne Karte: Gans – Beste Spieler: Schmietenknop, Zurke, Reinhard – Severin Schmidt, Matthias Schurig, Bonner – Zuschauer: 500 – Schiedsrichter: Reimann/Schultz (Frankfurt).

Rheinpfalz: Vier geschenkte Tore (14.01.2019)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal muss sich gegen HC Ludwigsburg mit 7:7 begnügen – Sechs schwächere Minuten in Halbzeit zwei

Von Christian Treptow

 Frankenthal. Die beiden besten Mannschaften der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd teilten sich auch beim zweiten Aufeinandertreffen die Punkte. 7:7 (4:3) trennten sich die TG Frankenthal und der HC Ludwigsburg gestern in der Halle am Kanal. Ein Unentschieden, das den Gästen mehr nützt. Die TG braucht jetzt fremde Hilfe, wenn es mit dem Aufstieg noch klappen soll.

Mit Spitzenspielen ist das immer so eine Sache. Viele Erwartungen sind daran geknüpft. Zum Beispiel die, dass guter Sport geboten wird. Oder die, dass viele Tore fallen und die Zuschauer zufrieden nach Hause fahren. Nun, einige dieser Erwartungen sind gestern in der Halle Am Kanal erfüllt worden. Richtig zufrieden sind aber nur die rund 50 Ludwigsburger Fans heimgefahren. Denn ihre Mannschaft bleibt nach dem 7:7 mit zwei Punkten Vorsprung auf Frankenthal an der Tabellenspitze.Dabei startete die Turngemeinde gut, hatte in der ersten Halbzeit etwas mehr vom Spiel. Sandro Reinhard (3.) hatte nach schönem Zuspiel von Timo Schmietenknop die erste Gelegenheit. Den Torreigen eröffneten jedoch die Gäste. Matthias Schurig schlüpfte vor dem Seitenwechsel in die Rolle des Torjägers und zeichnete für alle drei HCL-Tore bis zur Pause verantwortlich.

Diese Rolle ist bei den Schwaben eigentlich Arne Huber zugedacht. Doch diesen hatte die TG im Verbund über die gesamte Spielzeit gut im Griff. Lediglich beim 5:6 (44.) war er den Verteidigern entwischt. 19 Tore stehen für ihn jetzt in der Statistik. „Gegen Huber haben wir wenig zugelassen“, befand Volker Schwindt. „Aber Ludwigsburg hat noch mehr Spieler, die zocken können.“

Auf der anderen Seite hatte der HCL mehr Probleme mit Timo Schmietenknop, dem Goalgetter der Turngemeinde. Dieser entschied das Duell gegen Huber mit 3:1 für sich. „Das juckt mich nicht. So lange wir Erster sind“, nahm es Huber gelassen. Für den TG-Routinier sind es mittlerweile 25 Treffer.

Schmietenknop hatte sein Team in der 39. Minute per Strafecke 5:3 in Führung gebracht. Es war die erste Zwei-Tore-Führung für eine der beiden Mannschaften an diesem Tag. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren alle motiviert und voll konzentriert“, bewertete Volker Schwindt die Leistung der TG bis dahin. „Eigentlich sind wir schlau genug, um zu wissen, dass das Spiel da noch nicht entschieden ist“, meinte TG-Kapitän Johannes Gans.

Doch dann kamen sechs Minuten, in denen bei der TG nicht mehr viel zusammenlief. Das Selbstbewusstsein sei irgendwie weg gewesen, analysierte TG-Coach Hans-Christian Damm. „Wir schenken in der zweiten Halbzeit vier Tore in sechs Minuten her. Das darf uns nicht passieren“, meinte Johannes Gans, der eine Minute vor dem Ende per Strafecke noch das Unentschieden rettete.

In besagten sechs Minuten machte Ludwigsburg aus dem Zwei-Tore-Rückstand einen Zwei-Tore-Vorsprung. Bange sei ihm beim 3:5 nicht geworden, meinte HCL-Coach Daniel Weißer. „Ich denke nie ans Verlieren.“ Und so waren die Gäste eine Viertelstunde vor dem Ende 7:5 vorne. Sechseinhalb Minuten vor der Schlusssirene nahm Hans-Christian Damm Torwart Oliver Scharfenberger zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Platz. „Vielleicht hätte ich das schon früher machen sollen“, haderte Damm ein wenig nach dem Schlusspfiff.

Denn die TG nutzte zuerst in Person von Timo Schmietenknop die Überzahl zum 6:7 (55.). Danach nahm auch Daniel Weißer seinen Keeper Leo Fili raus und brachte einen weiteren Feldspieler. Aber auch beim Kräfteverhältnis sechs gegen sechs hatte die Turngemeinde Vorteile. „Das haben wir unter der Woche trainiert. Ich hab’ mir gedacht, dass die Ludwigsburger ihren Keeper bestimmt auch rausnehmen“, erläuterte Damm seinen taktischen Kniff. „Wenn das Spiel noch eine Minute länger gedauert hätte …“

Hat es aber nicht. Und so bleibt die TG weiter in der Verfolgerrolle. Die Fans des HC Ludwigsburg waren schon einen Schritt weiter und stimmten „Nie mehr Zweite Liga“ an. So weit ist es noch nicht. Dafür müssen die Schwaben auch die restlichen drei Spiele gut über die Bühne bringen. Arne Huber hat die HG Nürnberg und Limburg als mögliche Stolpersteine schon ausgemacht.

Sollte der HCL tatsächlich noch mal ins Wanken kommen, will die TG zur Stelle sein. Heißt: die drei restlichen Spiele gewinnen. „Das wäre das Bitterste: Ludwigsburg rutscht aus, und wir nutzen es nicht“, meinte Hans-Christian Damm. „Es soll nicht an uns liegen“, betonte auch Volker Schwindt. Die Mannschaft könne stolz sein auf die bisher gezeigte Leistung. Man sei immerhin noch ungeschlagen. Jetzt gehe es darum, konzentriert weiterzuarbeiten und das Maximum rauszuholen. „Das sind wir auch den Zuschauern schuldig.“

Rheinpfalz: Vertrauen auf die eigenen Stärken (12.01.2019)

Hallenhockey: Zweitligist TG Frankenthal morgen gegen Spitzenreiter HC Ludwigsburg

Von Christian Treptow

Frankenthal. Es ist angerichtet: Das Spitzenspiel der Zweiten Hallenhockey Bundesliga Süd findet am Sonntag in der Halle Am Kanal in Frankenthal statt. Ab 12 Uhr empfängt der Zweite, die TG Frankenthal, Spitzenreiter HC Ludwigsburg. Der Gewinner hat gute Chancen auf den Titel.

„Wir sind super drauf und freuen uns. Die zwei besten Teams der Gruppe treffen aufeinander“, sagt TG-Coach Hans-Christian Damm. Er sieht die Partie aber noch nicht als Endspiel. „Danach sind immer noch drei Spiele zu absolvieren und neun Punkte zu verteilen. Wenn wir gewinnen, sind wir noch lange nicht durch“, warnt er. Das sähe bei einem Ludwigsburger Sieg anders aus. Dann wären die Schwaben fünf Zähler vorne. Der HCL müsste dann zweimal verlieren, was unwahrscheinlich scheint. Zu stabil präsentierte sich die Truppe in den vergangenen Wochen. Klar ist: „Ein Punkt hilft uns nicht. Dann haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand, Erster zu werden“, sagt Damm. Stabilität war aber auch das Stichwort für die TG Frankenthal in den vergangenen Wochen. Am vergangenen Wochenende gab es ein 5:2 in Rüsselsheim. Weshalb Damm weder an der taktischen Ausrichtung noch am Kader große Veränderungen vornehmen wird. „Wir wollen unser Konterspiel aufziehen und gut verteidigen“, sagt Damm. Das habe die Turngemeinde in den vergangenen Wochen stark gemacht. Das bedeutet, dass Damm wieder auf einen Torwart und elf Feldspieler zurückgreift. Das Verletzungsrisiko für einen Torwart sei in der Halle gering. Aus seiner Sicht daher „ein vertretbares Risiko“.

Wer am Ende den Zuschlag vom Trainer bekommt, wollte der Übungsleiter erst gestern Abend entscheiden. Da die Mannschaft in den vergangenen Wochen souverän aufgetreten ist, sollte sich am Kader nicht viel ändern. Zumal bis auf Lauritz Fuchs (Schulteroperation) auch noch alle „fit und einsatzbereit sind“, wie Damm berichtet.

Das heißt, dass der Coach in der Abwehr wieder auf Marc Beck vertrauen wird. „Er ist sehr wichtig mit seiner Ruhe und Erfahrung sowie seinem Zweikampfverhalten. Er ist mit der beste Abwehrspieler in der Zweiten Liga“, lobt Damm den 29-Jährigen.

Ein bisschen aufgeregt sei er, sagt Beck. Aber die Partie gegen Ludwigsburg sei dann auch nur ein Spiel wie jedes andere. „Danach müssen wir auch noch unsere Leistung abrufen.“ Selbst bei einer Niederlage sei es nicht unmöglich, Ludwigsburg noch einzuholen. Aber selbstverständlich hofft er auf einen Dreier der TG.

Zuversichtlich macht ihn das Hinspiel (9:9), bei dem die TG jedes Mal dran geblieben sei und kurz vor Schluss noch den Ausgleich geschafft habe. „Wir können mit jeder Mannschaft in der Liga mithalten“, sagt Beck. Nicht so gut habe ihm in Ludwigsburg gefallen, dass die letzte Entschlossenheit in den Zweikämpfen gefehlt habe. „Wir haben uns ein bisschen versteckt und leichtsinnige Fehler gemacht.“

Hans-Christian Damm geht davon aus, dass am Sonntag weniger Tore fallen werden als im Hinspiel. Vor allem, weil ihm die neun Gegentore gar nicht gefallen haben. „Da müssen wir stabiler stehen“, fordert er. Das wird auch nötig sein. Denn Ludwigsburg stellt mit 62 Toren aktuell den besten Sturm der Liga. Am vergangenen Wochenende schoss der HCL den TEC Darmstadt mit 14:3 aus der Halle. Das beeindruckt Hans-Christian Damm allerdings nicht. „Das kann im Hallenhockey schnell passieren, wenn man mal in den Flow kommt und eine starke Mannschaft auf eine weniger gute trifft. So war es ja auch bei uns gegen Limburg.“ Das Heimspiel gewann die TG 14:5.

Einen Sonderbewacher für Ludwigsburgs Top-Torschützen Arne Huber, der aktuell mit 18 Treffern gelistet wird, werde es nicht geben. „Wir spielen ohnehin Raumdeckung. Wir wollen den Sturm im Kollektiv aufhalten“, erläutert der TG-Trainer. Das hat in den bisherigen sechs Partien ausgezeichnet geklappt. 27 Gegentore sind der beste Wert in der Südgruppe. „Die Absprachen funktionieren sehr gut. Jeder weiß, was er zu tun hat. Die Aufgaben sind klar verteilt“, verrät Marc Beck das Abwehrrezept der Frankenthaler. „Wir müssen schauen, dass wir die Laufwege zumachen“, betont er.

Becks Bauchgefühl im Hinblick auf die morgige Aufgabe ist schon mal gut. „Wir haben uns permanent gesteigert. Wenn der Tag passt, können wir jeden schlagen.“

Der Gegner der TG

HC Ludwigsburg

„Schön, dass es so ein Spitzenspiel gibt“, findet Daniel Weißer, Coach des HC Ludwigsburg. Sein Team ist – ebenso wie die Turngemeinde – noch ungeschlagen in dieser Saison. Den einzigen Punktverlust leistete sich der HC Ludwigsburg beim 9:9 im Hinspiel. „Da haben wir es der TG zu leicht gemacht, Tore zu schießen“, sagt Weißer. Er sieht Frankenthal und Ludwigsburg „auf einem ähnlichen Niveau“, weshalb wohl die Tagesform entscheide.
„Für Frankenthal hat die Partie mehr Bedeutung“, sagt der Ludwigsburger Trainer. Und er begründet auch, warum das so ist: „Wenn wir gewinnen, sind wir fünf Punkte vorne. Das ist schon eine Menge Holz. Wenn Frankenthal gewinnt, ist die TG nur einen Zähler vorne. Das muss man erst mal durchbringen.“ Der HCL werde sich nicht nur auf Torjäger Timo Schmietenknop (22 Treffer) konzentrieren. „Es wäre zu einfach, die TG auf ihn zu reduzieren. Das Hirn ist Johannes Gans. Damit haben wir uns beschäftigt“, sagt Weißer. Beim HCL fehlen Michael Josek und Torwart Tobias Weißer. Für ihn wird Leo Fili zwischen den Pfosten stehen. tc

Scroll to top