Rheinpfalz: Gas geben für ein ruhigeres Fest (17.12.2021)

Hallenhockey: Die TG Frankenthal kann am Sonntag (12 Uhr) einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib machen. Voraussetzung: ein Heimsieg gegen den Münchner SC. Bereits am Freitagabend (20 Uhr) kommt es in der Primus-Valor-Arena zum Rückspiel gegen Spitzenreiter TSV Mannheim. Schon da will die TG die Leistungssteigerung vom vergangenen Sonntag bestätigen.

Von Christian Treptow

 Frankenthal/München. „Ich gehe davon aus, dass wir mit einem spielfähigen Kader anreisen“, sagt Stefan Kermas. Der Ex-Nationaltrainer hat für die Hallenrunde die Mannschaft des Münchner SC vom eigentlichen Coach Patrick Fritsche übernommen, der als Assistenztrainer der U21-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Indien war und dort mit dem Team Silber gewann.

In der Aussage von Kermas stecken zwei wertvolle Informationen. Erstens: Das Spiel der TG am Sonntagmittag gegen den MSC wird nach derzeitigem Stand stattfinden. Zweitens: Den Münchnern sind nicht die Spieler ausgegangen. Das Hinspiel zwischen den beiden Teams hätte ursprünglich am vergangenen Samstag in der bayerischen Landeshauptstadt über die Bühne gehen sollen.

MSC-Spiele vergangenes Wochenende abgesagt

Doch der MSC meldete Ende vergangener Woche insgesamt ein halbes Dutzend Corona-Fälle aus Mannschaft und Trainerstab. Weshalb sowohl die Partie des MSC zu Hause gegen die TG als auch das Spiel beim Nürnberger HTC abgesagt wurde. Die Verläufe seien alle milder Natur, informiert Stefan Kermas. Alle seien mindestens doppelt geimpft. Ab Mittwoch vergangener Woche seien die Betroffenen in Isolation gewesen. Seitdem habe es keine weiteren Fälle beim MSC gegeben. „Wir wollen spielen“, betont Kermas.

Sein Team steht bislang noch ohne Zähler am Tabellenende, weshalb der Partie in Frankenthal schon eine wegweisende Bedeutung zukommen kann – für beide Teams. Beide Mannschaften haben in den vergangenen Wochen aufsteigende Form unter Beweis gestellt. Die TG zog sich zuletzt beim 3:8 gegen den Mannheimer HC achtbar aus der Affäre und zeigte dabei eine klare Leistungssteigerung. Vor allem die kämpferische Einstellung hat gestimmt.

München hat sich nach dem 4:9 zum Auftakt gegen den Nürnberger HTC gegen die drei Top-Mannschaften der Süd-Gruppe wacker geschlagen und nie mehr als mit zwei Toren Unterschied verloren. „Wir haben nach dem Nürnberg-Spiel die Kurve bekommen. Der Dämpfer hat gut getan“, meint Stefan Kermas. Weshalb das Torverhältnis des MSC (14:23) auch besser ist als das der TG (12:41).

Nicht wieder zweistellig gegen TSV verlieren

Für die erste Aufgabe der TG am Freitagabend in Mannheim hat Timo Schmietenknop schon nach der Partie am vergangenen Sonntag klar gemacht, was er erwartet. Er wolle auf keinen Fall, dass sein Team wieder zweistellig verliere. Und auch offensiv soll von seinen Schützlingen dann mehr kommen als bei der 1:10-Pleite in eigener Halle.

Torschütze des Frankenthaler Ehrentreffers war Johannes Zurke. Die Stimmung in der Mannschaft sei okay, berichtet er von den Eindrücken der Trainingswoche. „Wir haben noch mal mehr Tempo ins Spiel gebracht, und auch die Passqualität war besser“, erzählt er zuversichtlich. Beim TSV Mannheim, der aktuell mit einer perfekten Bilanz von sechs Siegen aus sechs Spielen als Spitzenreiter der Süd-Gruppe in das Duell gegen die TG geht, erwartet er ein ähnlich hartes Match wie jüngst gegen den Mannheimer HC. „Da dürfen wir keine unnötigen Fehler machen und leichte Tore kassieren“, erläutert er.

Frühen Gegentreffer gegen Spitzenteams vermeiden

Vor allem frühe Gegentreffer haben die TG in der jüngeren Vergangenheit schnell ins Hintertreffen geraten lassen. Gegen den TSV Mannheim stand es schon in der ersten Minute 0:1. Gegen den Mannheimer HC lag die TG nach drei Minuten durch zwei Eckentore 0:2 zurück. Gegen diese Mannschaften sind frühe Rückstände Gift. „Die Top-Teams gehen von Anfang an ein höheres Tempo, da müssen wir gleich wach sein“, betont Zurke.

Ein Schwachpunkt der TG in dieser Saison ist die Offensive. Das betreffe zwar die ganze Mannschaft. „Aber das Problem war, dass wir als Stürmer nicht gut angelaufen sind. Auch da haben wir einige Sachen geübt und verbessert, damit wir dann auch freier zum Schuss kommen“, erläutert Johannes Zurke.

Zurke: Von Anfang an hellwach sein

Das Spiel gegen München sei wahrscheinlich das wichtigere an dem Wochenende. „Aber wir dürfen uns auch in Mannheim keine unnötig hohe Niederlage erlauben wegen des Torverhältnisses.“

Gegen den MSC müsse die TG von Anfang an Gas geben. „Wir dürfen nicht leichtfertig an die Sache rangehen.“ München sei individuell sehr stark. „Da müssen wir vor allem in der Defensive gut in die Zweikämpfe kommen.“ Drei Punkte würden auf jeden Fall helfen. Dann hätte die TG mit sechs Zählern schon ein kleines Polster auf München und könnte noch beruhigter Weihnachten feiern.

Rheinpfalz: Erneut Geduld gefragt (13.12.2021)

Hallenhockey: TG-Damen gewinnen in Rüsselsheim

Von Frank Geller

 Rüsselsheim.Es läuft derzeit gut für die ersten Damen der TG Frankenthal in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd. Nach dem wichtigen Heimsieg gegen Hanau vor einer Woche hat das Team von Trainer Tobias Stumpf am Samstag das Auswärtsspiel gegen die Bundesligareserve des Rüsselsheimer RK 2:1 (0:0) gewonnen. Alle drei Tore fielen im letzten Viertel.

„Das war ein schweres Spiel gegen einen starken Gegner. Deshalb fühlt sich der Sieg auch richtig gut an“, erläuterte Stumpf im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Wie bereits gegen den 1. Hanauer THC sei seine Mannschaft auch gegen Rüsselheim enorm gefordert gewesen. Die zweite RRK-Auswahl habe sich am Samstag mit vielen ehemaligen Bundesligaspielerinnen präsentiert, und die hätten ihre Erfahrung bewiesen. „Wir hatten es mit einem über 60 Minuten sehr tief stehenden und auf Konter lauernden Gegner zu tun“, berichtete der TG-Coach. „Wir hatten so um die 70 Prozent Ballbesitz und auch ein klares Chancenplus. Der Sieg war am Ende verdient.“

Doch es war erneut Geduld gefragt. Und da habe sein Team die gute Entwicklung in den vergangenen Wochen bestätigt, freute sich Stumpf. „Wir haben gut verteidigt und auch in unseren Angriffsbemühungen nicht nachgelassen. Meine Spielerinnen haben die Ruhe bewahrt und sind immer wieder gegen die gegnerische Abwehr angerannt.“ Die Partie sei ähnlich spannend gewesen wie die eine Woche zuvor gegen Hanau.

Tatsächlich dauerte es wieder bis zum letzten Viertel, bis die Weichen Richtung Sieg gestellt wurden. TG-Kapitänin Kim Lauer brachte ihr Team nach einer Strafecke in Führung. Verteidigerin Esther Peikert erhöhte, ebenfalls nach Kurzer Ecke, auf 2:0 aus Frankenthaler Sicht. Zwei Treffer aus vier Strafecken – damit betrug die Eckenquote wie schon im Hanau-Spiel 50 Prozent. „Ein guter Wert, damit können wir sehr zufrieden sein“, betonte Stumpf.

Beide Treffer belegen, dass die TG-Damen auch bei den Strafecken viel sicherer geworden sind. In der Hinrunde der Feldsaison hatten sie viele Hereingaben noch verstoppt und dadurch viele gute Einschussmöglichkeiten liegengelassen. „Gerade in eng geführten Begegnungen, in denen aus dem Spiel heraus nicht so viel geht, sind Eckentore natürlich enorm wichtig“, meinte Stumpf.

Dass dem RRK II nach einem Konter in der vorletzten Minute noch der Anschlusstreffer gelang, konnte der Übungsleiter verschmerzen. „Vielleicht hätten wir in der Situation tiefer stehen und das Spiel einfach über die Zeit bringen sollen“, räumte er ein. „Wirklich gefährlich wurde es danach aber nicht mehr für uns.“

Dass sein Team nach der guten Leistung gegen Hanau nicht nachgelassen und zum dritten Mal in Folge drei Punkte geholt habe, sei enorm wichtig gewesen, befand Stumpf mit Blick auf die Tabelle: „Wir sind weiter an Wiesbaden dran.“ Der Spitzenreiter gab sich am Samstag auch in seinem vierten Saisonspiel gegen Schlusslicht TV Alzey keine Blöße und gewann souverän 11:2. Die TG-Damen folgen mit nun neun Punkten und drei Zählern Rückstand auf Wiesbaden auf dem zweiten Platz.

Rheinpfalz: Ungebrochener Kampfgeist (13.12.2021)

Hallenhockey: Das Ziel, den großen Favoriten ein bisschen zu ärgern, hat die TG Frankenthal am Sonntag geschafft. Das Heimspiel ging trotzdem 3:8 (2:4) verloren. Die TG zeigte eine gute kämpferische Leistung. Nach vorne fehlte aber bisweilen der Mut. Ein Routinier überzeugte bei seinem Comeback.

Von Christian Treptow

 
Frankenthal. Auch Eike Bumb vermochte am Ende die nächste Niederlage der TG nicht zu verhindern. Der Routinier, der sich als Athletiktrainer im Verein um den Nachwuchs kümmert, zeigte bei seinem Comeback auf dem Bundesligaparkett eine solide Leistung. „Es war in Ordnung. Ein paar Leichtsinnsfehler waren drin. Aber die kommen vielleicht mit dem Alter“, meinte TG-Trainer Timo Schmietenknop und grinste.

Vor zwei Jahren habe er das letzte Spiel bestritten – bei den zweiten Herren der TG, meinte Bumb. Und wie war die Rückkehr in die Bundesliga? „Anstrengend“, sagte er und lachte. Große Eingewöhnungsschwierigkeiten habe er nicht gehabt. „Das ist wohl wie Fahrradfahren“, meinte der 34-Jährige. Ein bisschen aufgeregt sei er gewesen. „Weil ich mich nicht blamieren wollte.“ Mit seinem Einsatz wolle er seinem ältesten Kumpel – Timo Schmietenknop – einen Gefallen tun. Und es habe auch einen gewissen Charme, da, wo alles angefangen hat in Sachen Hockey, einen Schlussstrich zu ziehen.

Bumb hat nichts verlernt

Die Sorge, dass er etwas verlernt haben könnte, war unbegründet. Dass Bumb es immer noch drauf hat, bewies der Verteidiger mit einem tollen Pass aus dem eigenen in den gegnerischen Schusskreis zu Alexander Cunningham. Der Stürmer schloss zum 2:4 ab. Es war der Schlusspunkt unter eine erste Halbzeit, nach der man sich wieder fragen durfte, wie solch ein Spiel wohl verläuft, wenn die TG mal nicht früh in Rückstand gerät und wenn der Favorit länger an einem 0:0 knabbert.

Doch grau ist alle Theorie, weil der Mannheimer HC – wie der TSV Mannheim vor einer Woche – früh nach zwei Strafecken 2:0 führte. Den Kampfgeist der Gastgeber brach das jedoch nicht. Die TG setzte das defensivere Konzept von Timo Schmietenknop gut um und kam oft schnell ins Doppeln. Frankenthal machte die Räume eng und stellte gut die Passwege zu. Alles war gegen den MHC freilich nicht zu verhindern.

Niederlage zu hoch

Ein bisschen zu hoch war die Niederlage trotzdem. Etwas mehr Mut in der Offensive hätte der TG gut getan. Oft wurden vielversprechende Aktionen abgebrochen. Da war der Respekt vor dem Favoriten wohl noch ein bisschen zu groß bei den jungen Spielern. „Das gehört zum Lernprozess dazu“, meinte Schmietenknop. Oft hätten Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Wie beispielsweise bei Max Neumeier. Der Stürmer kam einige Male in aussichtsreicher Position zum Schuss, wartet aber weiterhin auf sein erstes Bundesligator.

Das hat Alexander Cunningham schon längst auf dem Konto. Gegen den MHC traf er doppelt. Darüber freue er sich, das sei gut fürs Selbstvertrauen. „Das gibt schon einen kleinen Schub.“ Vor den anstehenden Aufgaben am Freitag beim TSV Mannheim und am Sonntag zu Hause gegen den Münchner SC sei ihm nicht bange. „Wenn wir die Leistung von heute abrufen, wird es gegen den TSV enger als beim 1:10. Und gegen München müssen wir gewinnen.“

Dann könnte auch wieder Eike Bumb für Stabilität in der Abwehr sorgen. Ob er spiele, entscheide selbstverständlich der Trainer. Aber Zeit hätte er, meinte er mit einem schelmischen Grinsen.

So spielten sie

TG Frankenthal: Scharfenberger – Beck, Schneider, Bumb, Reinhard – Becker, Koch – Cunningham, Fuchs, Zurke, Ehret, Neumeier

Mannheimer HC: Stumpf, Simon (ab 57.) – Nguyen Luong, Müller, Anzeneder, Himmler – Hartkopf, Holste, Zmyslony, Weigand, Fischer, Leser

Tore: 0:1 Zmyslony (2., Strafecke), 0:2 Zmyslony (3., Strafecke), 1:2 Becker (4.), 1:3 Holste (14.), 1:4 Hartkopf (22.), 2:4 Cunningham (30.), 2:5 Holste (42.), 2:6 Weigand (47.), 3:6 Cunningham (48.), 3:7 Zmyslony (55.), 3:8 Zmyslony (58.) – Strafecken: 2/0 – 6/2 – Grüne Karten: Zmyslony, Himmler – Beste Spieler: Becker, Scharfenberger, Cunningham – Zmyslony, Holste, Nguyen Luong – Zuschauer: 75 – Schiedsrichter: Lange (Remseck)/Leiber (Stuttgart).

Rheinpfalz: Erlösung im Shoot-out (01.10.2021)

Hockey: Männliche A-Jugend der TG Oberligameister

Bad Dürkheim. Die weibliche A-Jugend hat’s vorgemacht, jetzt haben die Jungs der TG Frankenthal nachgezogen. Die Mannschaft von Trainer Sandro Reinhard gewann das Endspiel beim Dürkheimer HC, musste dabei aber Sonderschichten einlegen.

Beflügelt vom Heimvorteil hatte der Dürkheimer HC zu Beginn leichte Vorteile. Folgerichtig ging der DHC in der 10. Minute auch in Führung. Doch die Mannschaft von Trainer Sandro Reinhard erhöhte daraufhin das Tempo und kam kurz vor der ersten Viertelpause zum Ausgleich. Yannick Koch verwandelte eine Strafecke zum 1:1. Und die TG setzte nach. Wenige Minuten später gelang den Frankenthalern die Führung durch Jonah Hochbaum. Mit einer 2:1-Führung ging Frankenthal in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel war die TG die spielbestimmende Mannschaft. Alexander Eckert gelang der dritte Treffer für die Gäste. Frankenthal vergab in der Folge einige Möglichkeiten und damit auch die Chance zur Vorentscheidung. So kam der DHC zum 2:3 und kurz vor dem Abpfiff sogar noch zum Ausgleich.

So musste der Meister im Penalty-Shoot-out ermittelt werden. Und in diesem hatte die TG die besseren Nerven. Sowohl Alexander Eckert, Yannick Koch, Fotios Dagas als auch Lél Brugger verwandelten sicher. TG-Keeper Luca Helbing entschärfte zwei DHC-Penalties sorgte so für den 7:5-Erfolg der Gäste.

Die TG Frankenthal hat sich damit für die Zwischenrunde zur deutschen Meisterschaft qualifiziert. Diese findet am 16./17. Oktober auf dem heimischen Jahnplatz statt. rhp/tc

So spielten sie

TG Frankenthal: Luca Helbing (Felix Lindenberg) – Lél Brugger, Noah Böhm, Fotios Dagas, Alex Eckert, Samuel Frübis, Jonah Hochbaum, Florian Kaiser, Fabian Koch, Moritz Koch, Yannick Koch, Pierre Schulz, Simon Taubert, Jonathan Wiemer, Luca Zerm.

Rheinpfalz: TG-Damen schon unter Druck (27.09.2021)

Hockey: Die Heimpremiere in der Feldhockey-Regionalliga Süd ist missglückt: Die ersten Damen der TG Frankenthal zeigten gegen den SC SaFo Frankfurt gute Ansätze, die Abschlussschwäche war aber auch am Sonntag das große Problem. 0:2 (0:1) mussten sie sich am Ende geschlagen geben.

Von Frank Geller

 
FRANKENTHAL. Die erste Partie vor heimischem Publikum seit fast einem Jahr ließ sich gut an für das Team von TG-Trainer Tobias Stumpf. Die Frankenthalerinnen hatten in den ersten beiden Vierteln mehr vom Spiel und deutliche Feldvorteile. Während sich die Frankfurterinnen schwer taten, ließen die Gastgeberinnen den Ball gut laufen. Wer die TG-Damen vor der langen Corona-Zwangspause das letzte Mal in einem Punktspiel gesehen hat, erkannte deutlich mehr Zug zum Tor und auch mehr Biss in den Zweikämpfen. Der agile Spielaufbau sorgte dafür, dass sich in der Abwehr der Gäste immer wieder Lücken ergaben. Einen ersten Akzent setzte Hannah Schiller in der fünften Spielminute, vor dem Tor war sie jedoch nicht kaltschnäuzig genug. Auch TG-Neuzugang Giovanna Di Fede (9.) und Nachwuchsspielerin Liv Schütze (12.) vergaben im ersten Viertel aus jeweils aussichtsreicher Position.

Dass es bis zum Schusskreis ordentlich lief, im Schusskreis dagegen weniger, sollte sich als Kehrseite des Spiels der stark verjüngten Mannschaft erweisen. Und als der Punkt, der sich gegenüber früheren Zeiten nicht geändert hat. „Wir spielen gut nach vorne, sind dann aber vor der gegnerischen Torhüterin zu nervös“, sagte Mittelfeldspielerin Marie Fischer, die viele Bälle holte und am Sonntag beste Frankenthalerin war. „Wir wollen den Ball ins Tor tragen“, meinte TG-Kapitänin und Stürmerin Kim Lauer. „Wir warten zu lange, anstatt einfach mal abzuziehen.“

Schneider trifft die LatteUnd genau das sollte sich rächen: Als die Frankenthalerinnen im zweiten Viertel einen Moment lang in der Abwehr unsortiert waren, gelang Corinna Zerbs die zu diesem Zeitpunkt etwas überraschende Führung der Gäste (19.). Das Abwehrverhalten seiner Mannschaft machte Tobias Stumpf nach dem Abpfiff sogar als Hauptproblem für die Heimniederlage aus: „Wir haben immer wieder Phasen, in denen die Zuordnung in der Defensive nicht stimmt. Das nutzt der Gegner dann eiskalt aus“, haderte der TG-Coach. Er sprach damit auch eine Szene aus der zweiten Halbzeit an: Vollkommen unbedrängt lief SaFo-Stürmerin Maya Höpfner in der 46. Spielminute in den Schusskreis der TG und erzielte das vorentscheidende 2:0 aus Gästesicht.

Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn Katja Schneider kurz zuvor der Ausgleich gelungen wäre. Sie hatte die beste Chance der TG Frankenthal auf dem Schläger, traf aber nur die Latte (44.). „Uns fehlt die Durchschlagskraft“, meinte Stumpf. Was ihn ebenfalls ärgerte: „Ich habe bei meinem Team den unbedingten Willen vermisst, noch den Ausgleich zu erzielen.“ Ein weiteres Manko: Während beim 1:1 vor einer Woche gegen die Stuttgarter Kickers wenigstens ein Eckentor gelang, gingen die TG-Damen diesmal bei vier Strafecken leer aus. „Unsere Ecken müssen besser werden. Bei der Ausführung sind wir zu schlampig“, sagte Liv Schütze, die ihren Pflichtspiel-Einstand bei den ersten Damen gab.

Auf Frankfurter Seite war die Freude über den Auswärtssieg groß: „Nach dem 1:3 vor einer Woche gegen Hanau hätte eine weitere Niederlage einen verkorksten Saisonstart bedeutet. Die TG hat am Anfang viel Druck gemacht, daraus haben wir uns dann aber zunehmend befreit“, berichtete SaFo-Trainer Moritz Schneider. „Am Ende hatten wir die klareren Chancen und haben deshalb auch verdient gewonnen.“

Den Druck verspürt nun TG-Coach Stumpf: „Wenn wir vor der Winterpause nicht unten in der Tabelle stehen wollen, müssen wir am kommenden Doppelspiel-Wochenende in Bayern unbedingt punkten.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Hochstetter (Kohlmann) – Müller, Peikert, Becker, Koch, Büffor – Fischer, Haselmaier, Koppel, Schiller, Schneider – Di Fede, Finke, Hilbert, Lauer, Schütze

SC SaFo Frankfurt: Minissi (Koch) – Dützmann, Hagen, Henning, Meckbach, Von Lieven, Schneider – Gerlich, Haid, Richter, Zerbs – Höpfner, Martell, Nordt, Leiser, Schäfer

Tore: 0:1 Zerbs (19.), 0:2 Höpfner (46.) – Strafecken: 4/0 – 2/0 – Grüne Karten: Finke, Schiller – Nordt – Beste Spielerinnen: Becker, Fischer, Schiller – Höpfner, Leiser, Zerbs – Zuschauer: 80 – Schiedsrichter: Hencke (Mainz)/Lubrich (Ludwigshafen).

Rheinpfalz: “Ziel erreicht” (27.09.2021)

Hockey: TG Frankenthal gewinnt 3:1 beim Berliner SC

Von Christian Treptow

Berlin. Mit den angepeilten vier Punkten im Gepäck hat sich Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal am Sonntag auf die Heimreise gemacht. Nach dem 0:0 beim TuS Lichterfelde gab’s zum Abschluss einen 3:1-Erfolg beim Berliner SC.

Nach dem 0:0 am Samstag beim TuS Lichterfelde war TG-Trainer Timo Schmietenknop zufrieden mit der spielerischen Leistung seiner Mannschaft. Einzig das Glück beim Torschuss fehlte. Unter anderem hatte Noah Frank Pech mit einem Lattentreffer. „Wir haben sehr gut verteidigt, waren drei von vier Vierteln dominant“, meinte der Coach im RHEINPFALZ-Gespräch.

Doch auch die Gastgeber hatten im Verlauf der Partie ihre Möglichkeiten. Hier war Keeper Thimo Bernet gefragt. Und er hielt seinen Kasten sauber. „Es war ein undankbares Spiel für ihn“, befand Schmietenknop. Und im Hinblick auf die Offensive war er sich sicher: „Das Glück vorne wird kommen.“

Von Glück sprach er am Sonntagnachmittag in der Nachbetrachtung der Partie gegen den Berliner SC nicht. Mit „Licht und Schatten“ fasste er die Begegnung zusammen. Das Licht: Die TG gewann 3:1, nahm drei Punkte mit und schloss das Berlin-Wochenende mit den erhofften vier Zählern ab, was ihr etwas Luft im Kampf um den Klassenverbleib verschaffte.

Sandro Reinhard, der sich dem Trainer zufolge verbessert präsentierte und viel arbeitete, brachte die TG beim Tabellenletzten in Führung. „Wir hatten im ersten Viertel fünf, sechs gute Chancen. Dazu kamen noch vier, fünf Ecken“, meinte Schmietenknop. Doch es blieb bei einem Treffer für die Gäste.

Noch vor der Pause kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Der Übungsleiter sprach von einem in der Folge offenen Spiel. „Da hatten wir auch Glück, dass wir kein weiteres Tor gefangen haben.“ Am Ende sei das Team aber besser gewesen. Das drückte sich durch Tore von Tim Ehret und Dominik Seel aus.

Und noch etwas Positives: Die TG ist am Wochenende spielfrei. Das bedeutet, dass nach dem anstrengenden Trip in die Hauptstadt kleine Wehwehchen auskuriert werden können und man sich in Ruhe auf den Hinrundenabschluss zu Hause gegen die Stuttgarter Kickers (10. Oktober, 12 Uhr) vorbereiten kann.

Acht Zähler hat die TG schon gesammelt. „Wir sind da, wo wir uns auch sehen“, meinte Timo Schmietenknop zur bisherigen Ausbeute. Gegen die Stuttgarter Kickers soll die Bilanz weiter aufgebessert werden auf neun oder gar elf Zähler. „Dann wäre es eine super Hinrunde für uns“, sagte Timo Schmietenknop.

Rheinpfalz: Offensiver eingestellt (16.09.2021)

Vor der Saison: Mit einem verjüngten Kader starten die ersten Damen der TG Frankenthal in die Feldrunde in der Regionalliga Süd. Zum Auftakt tritt das Team von Trainer Tobias Stumpf am Sonntag, 19. September, 12 Uhr, beim HTC Stuttgarter Kickers an. Vor dem ersten Pflichtspiel seit mehr als elf Monaten ist die Vorfreude bei allen groß. Die spannende Frage: Wie klappt es mit dem Tore schießen?

Von Frank Geller

FRANKENTHAL.Seit Anfang März trainieren die TG-Damen auf dem Jahnplatz. 18 Testspiele haben sie bis zum Saisonstart absolviert. „Noch nie habe ich mit einem Team so lange und so intensiv gearbeitet“, verrät TG-Damentrainer Tobias Stumpf im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Natürlich sei die lange Vorbereitungszeit gut gewesen, um die vielen Jugendspielerinnen, die nach und nach an das Damenteam herangeführt werden sollen, zu beobachten und kennenzulernen. Mehr als 25 Spielerinnen hatte der Coach, der auch die weibliche A-Jugend des Vereins betreut, zeitweise im Training. Davon soll auch die zweite Damenmannschaft der TG, die bereits im Spielbetrieb ist, profitieren.

„Für die Entwicklung der Mannschaft war die Zeit sicherlich gut. In den Testspielen konnten wir viel ausprobieren.“ Aber jetzt reiche es so langsam, betont der Übungsleiter. „Irgendwann braucht man als Leistungssportler ein Ziel vor Augen. Deswegen ist es gut, dass es jetzt endlich losgeht.“ Dass bis zur Winterpause nur fünf Spiele auf dem Programm stehen und keine volle Hinrunde mit sieben Partien – das kann Stumpf nicht nachvollziehen. Klar, immer noch besser, als nur zwei Spiele, wie vor einem Jahr. Aber: „Die Planung in der Regionalliga ist vollkommen unverständlich“, meint der Trainer.

Was ihn an der Terminplanung unter anderem stört: Die Hinrundenspiele der TG gegen die Teams des 1. Hanauer THC und des SC Frankfurt 1880, die Stumpf als Favoriten im Kampf um den Titel betrachtet, stehen erst im kommenden Frühjahr an. „Das heißt für uns, dass wir in den ersten fünf Spielen kräftig punkten sollten, um nicht ins Hintertreffen zu geraten“, betont der Übungsleiter.

Mit den TG-Damen will Stumpf oben angreifen. Er nennt Platz drei als Saisonziel. „Ob was nach weiter oben geht, das werden wir sehen.“ So ganz vorstellen kann er sich das jedoch noch nicht. „Im Normalfall haben wir acht, neun A-Jugendspielerinnen im Kader. Da fehlt uns einfach die Erfahrung im Team. Auch körperlich dürfte sich die eine oder andere gegen abgezockte ältere Spielerinnen noch schwertun.“ Am Talent zum Hockeyspielen fehle es seiner jungen Mannschaft dagegen nicht. „Da brauchen wir uns nicht zu verstecken. Das Team muss jetzt aber erst einmal den nächsten Schritt machen und sich unter Druck beweisen.“

Taktisch hat Stumpf einige Änderungen vorgenommen. Das Team ist jetzt offensiver eingestellt. „Unsere Stürmerinnen müssen sich die Bälle nicht mehr an der Mittellinie abholen. Das macht die Wege kürzer und schafft vorne mehr Möglichkeiten“, erläutert der Coach. „Wir sind im Spielsystem viel variabler und können besser auf den Gegner reagieren.“

Ist die fast schon notorische Torflaute der TG-Damen damit beendet? „Jein“, sagt Stumpf. Ganz zufrieden sei er mit der Chancenverwertung noch nicht. „Manchmal machen wir es unnötig kompliziert.“ Womit der Trainer wieder bei der Erfahrung ist. Fortschritte habe er bei den Testspielen bei den Strafecken ausgemacht, „auch wenn bei dem ein oder anderen Eckentor Glück im Spiel war“.

Sehr zufrieden ist er mit Yvonne Müller, die im Frühjahr vom Mannheimer HC zur TG gekommen ist, wo sie das Hockeyspielen als Kind erlernt hat. Die Verteidigerin mit Bundesligaerfahrung habe sich bereits als Führungsspielerin etabliert, freut sich Stumpf. Auch U18-Europameisterin Marie Fischer, die er in der Innenverteidigung einsetzen möchte, sowie Nachwuchsspielerin Marie Sattler (zentrales Mittelfeld) hätten sich feste Rollen im Team erarbeitet. Klara Galijasevic, Emily Behrendt, Laura Hilbert und Liv Schütze hätten sich ebenfalls bewährt. Froh ist Stumpf auch über den jüngsten Transfer: Stürmerin Giovanna Di Fede wechselte vom Dürkheimer HC an den Jahnplatz und soll die Offensive der TG-Damen verstärken.

Im Tor hat sich Stumpf noch nicht festgelegt, ob er eine klare Nummer eins benennen will. Wenn ja, dürfte Celine Hochstetter die Nase vorne haben. „Celine gibt dem Team eine enorme Sicherheit“, sagt Stumpf. Doch auch Benita Main habe einen großen Sprung gemacht: „Sie hat in den Testspielen ihre Qualitäten unter Beweis gestellt.“ In der Feldrunde noch nicht wieder dabei sein wird die langjährige Stammkeeperin Nadine Deimling, die nach ihrer Schulter-Operation gerade erst mit dem Athletiktraining begonnen hat. „Sie wird erst zur Hallensaison wieder richtig fit sein“, so Stumpf. Zur neuen Kapitänin wurde Stürmerin Kim Lauer vom Team gewählt. Sie löst Katharina Koppel in dem Amt ab. Co-Kapitänin ist Celine Hochstetter.

Der Kader der TG

Tor: Celine Hochstetter, Benita Main

Abwehr: Maja Becker, Emily Behrendt, Nina Büffor, Marie Fischer, Annika Koch, Yvonne Müller, Esther Peikert

Mittelfeld: Jana Blase, Klara Galijasevic, Katja Happersberger, Elisa Haselmaier, Katharina Koppel, Janine Meyer, Marie Sattler, Hannah Schiller

Sturm: Giovanna Di Fede, Emma Finke, Laura Hilbert, Kim Lauer (Kaptänin), Liv Schütze

Rheinpfalz: Premierentreffer mit unterschiedlichen Auswirkungen (13.09.2021)

Hockey: Feld-Zweitligist TG Frankenthal kann etwas entspannter und mit den ersten drei Punkten der Saison in die kommende Trainingswoche gehen. Die TG bezwang am Sonntag auf eigenem Platz die HG Nürnberg 4:2. Dabei steigerten sich die Gastgeber im Vergleich zur 2:3-Heimniederlage am Samstag gegen die Zehlendorfer Wespen. Zwei Spieler kamen zu ihren ersten Pflichtspieltoren.
Von Christian Treptow und Frank Geller

 Frankenthal. Tim Ehret hatte am Sonntag nach dem Spiel gegen die HG Nürnberg allen Grund für gute Laune. Mit einem Doppelpack war der Neuzugang vom Mannheimer HC maßgeblich am 4:2-Heimsieg der TG gegen die Franken beteiligt. Es waren die ersten beiden Pflichtspieltreffer des Mittelfeldmotors, der auch einen starken Drang in die Spitze hat. „Ich hatte ja noch nicht so viele Pflichtspiele für die TG“, verwies er lachend darauf, dass die Aufstiegsrunde der Saison 19/20/21 abgebrochen wurde.

Also jetzt ein neuer Anlauf für Ehret, dem TG-Trainer Timo Schmietenknop ebenfalls eine sehr gute Leistung attestierte. „Jetzt ist er richtig in Frankenthal angekommen“, meinte der Übungsleiter seinen „Stabilisator“. Kritik gab’s lediglich dafür, dass Ehret auch noch bei einer Ecke den dritten Treffer hätte machen müssen, den Ball jedoch am leeren Tor vorbeischob. „Dann wäre es ein sehr geiles Spiel von ihm gewesen“, meinte Schmietenknop und lachte.

Erleichtert und zufriedenDer Trainer war zum einen erleichtert über den ersten Saisonsieg. Zum anderen war er zufrieden damit, dass sich seine Mannschaft im Vergleich zum Auftritt am Samstag gegen die Zehlendorfer Wespen auch im spielerischen Bereich steigerte. „Aber da ist immer noch Luft nach oben.“

Gegen die Berliner führten die Gastgeber nach der ersten Halbzeit 2:0 nach Treffern von Johannes Zurke und Yannick Koch. Und am Ende mussten sie doch mit hängenden Köpfen und ohne Punkte vom Platz, weil die Wespen nach dem Seitenwechsel dreimal eiskalt zustachen und so die Zähler mitnahmen.

Koch: Haben es verbockt

Und so vermochte sich Yannick Koch nicht so recht über sein erstes Tor in einem Pflichtspiel für die TG zu freuen. „Der Ärger überwiegt. Wir haben so gut gespielt, und dann haben wir es durch eine schlechte Abwehrleistung verbockt“, befand der Youngster. Die Mannschaft habe sich das Leben selbst schwer gemacht.

Nach der Partie hatte Schmietenknop noch beklagt, dass nicht genügend Führungsspieler da gewesen seien und sein Team trotz der Führung die Köpfe habe hängen lassen. „Das ist ein schmerzhafter Lernprozess. Das müssen wir schnell abhaken“, forderte er.

Ecken bleiben Manko

Das tat sein Team, auch wenn es gegen die Franken eine kleine Phase kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause gab, in der es wieder nicht so konzentriert wie nötig agierte. Die Folge: das 1:1 der HG Nürnberg. „Da waren wir dran. Wenn wir Anfang des dritten Drittels noch mit der Ecke in Führung gehen …“, trauerte Nürnbergs Trainer Niklas Raum den ausgelassenen Chancen seines Teams nach, das jetzt nach drei Spielen noch ohne Punkt dasteht. „Wir müssen uns der Realität stellen, dass es eine ganz schwierige Saison wird.“

Es spricht für die TG, dass sie sich nach dem Nackenschlag am Samstag am Sonntag quasi am eigenen Schopf aus dem Sumpf herauszog, wieder auf dem Platz das Kommando übernahm und den Gegner niederkämpfte. Lediglich die Eckenquote gefiel Schmietenknop gegen die HG überhaupt nicht. „Wenn wir da getroffen hätten, hätten wir die Partie schon früher entschieden.“ So blieb es fast bis zum Schluss spannend, weil die Gäste nach dem 3:1 durch einen von Marc Beck souverän verwandelten Siebenmeter nicht aufgaben und noch mal rankamen. Johannes Zurke machte nach schöner Vorarbeit von Alexander Cunningham mit dem 4:2 ins leere Tor den Deckel auf die Partie.

Das war ihr am Samstag noch nicht gelungen. Entsprechend war vor allem der Zehlendorfer Trainer Leon Arnold guter Laune: „Uns war klar, dass man in Frankenthal nichts geschenkt bekommt.“ Sein Team sei in der ersten Halbzeit nicht in die Zweikämpfe gekommen. „Nach dem Seitenwechsel haben wir die nötige Aggressivität und Laufstärke gezeigt und das Spiel gedreht.“

So spielten sie

TG Frankenthal: Bernet (Scharfenberger) – Becker, Cunningham, Schneider, Dopp, Koch, Eck, Ehret, Eckert, Beck, Zurke, Schwindt, Seel, Kohlmann, Frank, Reinhard

HG Nürnberg: Matthias Raum, Grill (ein Siebenmeter) – Beck, Nagl, Zenk, Wolf, Roura, Kerckhoff, Kretzschmar, Spitzbart, Schwab, Vojtech, Rudolf, Wild, Heyer, Schmeiser, Zeiser.

Tore: 1:0 Ehret (6.), 1:1 Kerckhoff (28.), 2:1 Ehret (47.), 3:1 Beck (49., Siebenmeter), 3:2 Kerckhoff (56.), 4:2 Zurke (59.) – Strafecken: 5/0 – 2/0 – Grüne Karten: Ehret, Cunningham – Spitzbart, Rudolf – Gelbe Karte: Spitzbart – Beste Spieler: Ehret, Becker, Koch, Schneider – Kerckhoff, Matthias Raum – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Schultz (Frankfurt).

Mitgliederversammlung der Hockeyabteilung am 29.09.2021

Die Hockeyabteilung lädt alle Mitglieder recht herzlich zu der Mitgliederversammlung für das Jahr 2020 ein. 

Die Mitgliederversammlung der Hockeyabteilung findet am Mittwoch, den 29.09.2021 um 19:00 Uhr in den Jahnstuben statt. Bitte bringen Sie einen Mund-Nasen-Schutz zu der Veranstaltung mit. 

Mit einem Klick auf den unten stehenden Link können Sie die Agenda für den Abend einsehen.

Einladung Mitgliederversammlung 29.09.2021

Rheinpfalz: Junioren-Nationalspielerin Marie Fischer über die U18-EM (28.07.21)

Junioren-Nationalspielerin Marie Fischer von der TG Frankenthal hat eine aufregende Woche hinter sich. Zusammen mit der deutschen U18-Nationalmannschaft gewann die 17-Jährige im spanischen Valencia die Hockey-Europameisterschaft. Für Fischer war es das erste große Turnier auf internationaler Bühne. Die anfängliche Nervosität legte sich schnell.

Während ihre Mitschüler die ersten Ferientage genossen, stand für Marie Fischer eine intensive Hockeywoche auf dem Programm. Vier Spiele in sechs Tagen, dazwischen Training, Taktikbesprechungen, Videoanalysen und viele Gespräche mit Bundestrainer Sven Lindemann und dem Trainerstab. Zeit, die Mittelmeermetropole Valencia zu erkunden, blieb da praktisch keine. Auch wegen der Pandemie – die Infektionszahlen in Spanien sind in den vergangenen Wochen wieder gestiegen – sind die deutschen Junioren-Nationalspielerinnen außerhalb des Hockeyplatzes auf dem Campo de Hockey hauptsächlich in der eigenen „Blase“ geblieben.

„Viel gesehen von Valencia haben wir nicht. Das war schon etwas schade“, sagt Marie Fischer. Auch mit den Spielerinnen der anderen Nationen habe es bis auf kurze Gespräche vor und nach den Partien keinen Kontakt gegeben. „Jedes Team war in einem anderen Hotel untergebracht“, berichtet Fischer, die sich das Zimmer im deutschen Quartier mit Sophie Prumbaum (Rot-Weiss Köln) teilte. „Wir haben uns schon auf den Lehrgängen angefreundet und verstehen uns auch außerhalb des Platzes sehr gut“, erzählt die 17-Jährige.

Druck noch mal höher

Die volle Konzentration galt eine Woche lang dem Hockey. Und da habe sie wie zuvor schon auf den Lehrgängen sehr vom Training und vom Spiel mit der Junioren-Nationalmannschaft profitiert: „Das Level hier ist enorm hoch, das Tempo auch. Die Spielerinnen sind technisch alle sehr stark.“ Der Druck sei natürlich höher als im Verein, erst recht bei einer EM. Mit ihrer Leistung ist die Offensivspielerin zufrieden. „Ich konnte mich von Spiel zu Spiel steigern, auch wenn mir am Ende kein Tor gelungen ist“, sagt Fischer. Die anfängliche Nervosität habe schnell nachgelassen.

Vielleicht hat dabei ja auch die Trikotnummer geholfen, die sich Fischer vor der EM aussuchen durfte. Die Offensivspielerin, die bei den Regionalliga-Damen der TG Frankenthal die Nummer 33 trägt, lief in Valencia mit der „7“ auf. Eine besondere Bedeutung habe diese Zahl für sie nicht, „ich mag sie einfach“, so Fischer. Etwas gewöhnen musste sie sich an die permanenten Ansagen des Bundestrainers während der Spiele.

Keine Play-offs

Fischer bedauert, dass es bei ihrer EM-Premiere keine Halbfinale und kein Endspiel gegeben hat. Weil Teams wie England, Schottland und Irland die Teilnahme an der EM bereits vor Monaten Corona-bedingt abgesagt hatten, wurde nur eine Gruppenrunde gespielt. Die deutsche Auswahl gewann alle vier Partien souverän. Nach dem 6:0 (2:0)-Auftaktsieg gegen Gastgeber Spanien bedeutete das 4:1 (2:0) gegen Mitfavorit Niederlande bereits eine Vorentscheidung. „Das war gut fürs Selbstvertrauen. Danach konnten wir sehr befreit aufspielen“, erläutert Fischer.

Nach dem 6:0 (1:0)-Erfolg über Russland lagen die „Younas“, wie die weibliche deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaft auch genannt wird, klar auf Kurs. Den Titel perfekt machte das Team von Bundestrainer Sven Lindemann dann am vergangenen Samstag mit einem 5:1 (1:0)-Sieg gegen Belgien.

„Wir hatten uns im Vorfeld der EM schon gute Chancen ausgerechnet“, berichtet Marie Fischer. „Dass wir im Sturm stark sein würden, wussten wir. Wir haben besonders am Defensivverhalten gearbeitet, und im Turnier haben wir dann ja auch nur ganz wenige gegnerische Chancen zugelassen.“

Traum A-Nationalteam

Der Trainingsaufwand hat sich gelohnt: Am Ende konnte Marie Fischer mit Siegerpokal und Goldmedaille fürs Foto posieren – eine Europameisterschaft gewinnt man schließlich nicht alle Tage. Die Hüffelsheimerin wünscht sich, dass weitere internationale Turniere in der U21 dazukommen werden. Für die aktuell anstehenden U21-Lehrgänge sei sie noch zu jung. „Ich hoffe, dass ich im kommenden Frühjahr berücksichtigt werde“, sagt Fischer, deren großer Traum Spiele für das A-Nationalteam sind. Dessen Begegnungen bei den Olympischen Spielen in Tokio verfolgt die 17-Jährige schon mal ganz genau.

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