Rheinpfalz: „Wieder 5:1“ (21.11.2019)

TG-Damen gewinnen auch in Mainz

Mainz. Die ersten Damen der TG Frankenthal haben in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd den zweiten 5:1-Sieg hintereinander eingefahren. Am Mittwochabend gewann das Team von Trainer Tobias Stumpf beim TSV Schott Mainz.

„Es war unsere bisher beste Saisonleistung“, freute sich TG-Coach Tobias Stumpf im RHEINPFALZ-Gespräch. Es sei ein hartes, schnelles und intensives Spiel gewesen. Mainz habe alles reingeworfen. Der Erfolg seines Teams gehe aber in Ordnung.Francesca Delarber brachte die TG, die am Sonntag Rüsselsheim II 5:1 besiegt hatte, Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Katharina Koppel sorgte kurz nach der Pause für das 0:2. Nach dem Anschlusstreffer der Gastgeber stellte Kim Lauer wieder den Zwei-Tore-Abstand her. In der Schlussphase sorgten Nina Büffor und erneut Koppel für die Entscheidung.

Insgesamt hätten seine Schützlinge mittlerweile mehr Selbstbewusstsein. Und das merke man auch auf dem Feld. „Ich habe das Gefühl, dass es im Team stimmt. Und die Mädels haben Lust, sich weiterzuentwickeln“, meinte Stumpf, der in Mainz kurzfristig ohne Annika Koch auskommen musste.

Auch konditionell sei die Truppe mittlerweile gut in Schuss. Das sehe man auch daran, dass sie in der Schlussphase noch mal zulegen und zwei Tore schießen konnte. Vor allem Büffors Treffer aus unmöglichem Winkel sei der Wahnsinn gewesen. „So ein Tor schießt man wohl nur einmal im Leben.“

Zwischendurch habe die TG aber auch eine Phase gehabt, in der sie die Ordnung kurz verloren habe. Und auch das Verhalten im Schusskreis inklusive Chancenverwertung könne noch verbessert werden, meinte der TG-Trainer. „Wir müssen mehr Zug im Kreis entwickeln“, betonte Stumpf. Grundsätzlich sieht er sein Team nach zwei Siegen aus drei Spielen voll im Soll. Auch wenn die Auftaktniederlage gegen SaFo Frankfurt unnötig gewesen sei. Gegen den Kreuznacher HC soll der nächste Dreier her, um „oben anzudocken“.

Rheinpfalz: „Charaktertest für TG-Damen“ (20.11.2019)

Frankenthalerinnen treffen in Zweiter Regionalliga auf Schott Mainz

FRANKENTHAL. Nach dem Doppelspieltag zum Saisonauftakt in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd sind die ersten Damen der TG Frankenthal schon am Mittwochabend (20 Uhr) wieder gefordert. Für die Mannschaft von Trainer Tobias Stumpf geht es zum TSV Schott Mainz, der als Favorit im Kampf um die Meisterschaft gilt.

Die TG-Damen haben mit vier Spielen in acht Tagen ein strammes Auftaktprogramm. Mit dem Start am vergangenen Wochenende ist Stumpf zufrieden. Im Heimspiel am Sonntag gelang gegen Aufsteiger Rüsselsheimer RK ein souveräner 5:1-Sieg. Und auch am Samstag beim SC SaFo Frankfurt, den Stumpf ebenfalls zum Favoritenkreis zählt, wäre durchaus ein Punkt drin gewesen. Bis zur 58. Minute hatte es 4:4 gestanden, in der Schlussphase gelangen den Frankfurterinnen dann noch zwei Tore. „Da müssen wir weiter an der Wettkampfstabilität arbeiten und die leichten Fehler abstellen, damit das Team so ein Unentschieden auch über die Runden bringt“, erläutert Tobias Stumpf. Er spricht von einem Lernprozess. Und ist damit auch schon beim Hauptziel für diese Saison: „Die Mannschaft soll sich entwickeln. Am Ende wollen wir sagen können, dass wir in der Halle einen Schritt nach vorne gemacht haben.“

Wie im Spiel gegen Rüsselsheim, wollen die TG-Damen auch am Mittwochabend in Mainz wieder offensiv auftreten und den Gegner früh stören. „Das liegt dem Team mehr als ein defensives System“, sagt Stumpf. Allein Stürmerin Kim Lauer traf am Wochenende viermal. Während Rüsselsheim seinem Team nicht allzu viel abverlangt habe, stehe nun gegen den TSV Schott Mainz, der im Feld in der Zweiten Bundesliga spielt, der nächste „Härte- und Charaktertest“ an. Wobei sich Mainz am Sonntag bei Aufsteiger Kreuznacher HC, der tags zuvor 1:10 gegen den RRK II verloren hatte, mit 4:3 schwer tat. Fehlen werden bei der TG Emma Finke (krank) und Noëlle Hahl (Beruf). Nina Büffor, die wegen muskulärer Probleme am Wochenende pausieren musste, wird wohl wieder spielen.

Rheinpfalz: „Mit viel Tempo“ (18.11.2019)

Drei Punkte haben die ersten Damen der TG Frankenthal am Auftaktwochenende in der Zweiten Hallenhockey-Regionalliga Süd geholt. Auf eine 4:6 (2:2)-Niederlage beim SC SaFo Frankfurt am Samstag folgte am Sonntag ein überzeugender 5:1 (3:0)-Heimsieg gegen den Rüsselsheimer RK II.

 
FRANKENTHAL. Die Frankenthalerinnen hatten in ihrer zweiten Pflichtpartie in der Halle nach dem Abstieg aus der Ersten Regionalliga deutlich mehr Spielanteile als Aufsteiger Rüsselsheim und ein klares Chancenplus. Einziges richtiges Manko war die Chancenverwertung, wie auch TG-Trainer Tobias Stumpf bekannte. „Wir hätten in der zweiten Halbzeit schon früher alles klar machen können.“ Ansonsten war er mit dem Auftritt seines Teams im Großen und Ganzen zufrieden: „Wir haben versucht, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Das ist uns gut gelungen.“

Schon nach vier Minuten erzielte Kim Lauer, die im Sturm gut mit Katja Happersberger harmonierte, das 1:0. Sie erhöhte auch auf 2:0 (17.). Die TG-Damen rotierten viel und beschäftigten die Rüsselsheimerinnen, die nur selten vor das TG-Tor kamen, in deren eigener Hälfte. Auch Esther Peikert tauchte immer wieder gefährlich im gegnerischen Schusskreis auf und belohnte sich mit dem 3:0, das sie nach einer Strafecke der TG erzielte (21.). Die Halbzeitführung war auch in der Höhe verdient. Beste Spielerin bei den Gäste war Lea Schopper, die in der vergangenen Hallenrunde noch für die TG aufgelaufen war. „Gegen meine alte Mannschaft zu spielen, ist schon ungewohnt“, bekannte sie.

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Gastgeberinnen das Tempo hoch. Francesca Delarber, Peikert und Lauer hätten für die Vorentscheidung sorgen können. Nach dem Anschlusstreffer des RRK II durch Carla Anagnostou (44.) leisteten sich die TG-Damen jedoch eine Schwächephase. „Da haben wir kurzzeitig die Ordnung verloren, anstatt einfach weiter unseren Stiefel runterzuspielen“, sagte Stumpf. Man habe Mitte der zweiten Halbzeit auch dem hohen Tempo Tribut gezollt, bekannte TG-Stürmerin Kim Lauer. „Es war ja auch schon das zweite Spiel am Wochenende.“

Positiv im Vergleich zu den letzten Feldspielen in diesem Jahr: Die TG-Damen steckten nicht auf. Erneut nach einer Strafecke sorgte Esther Peikert mit dem 4:1 dafür, dass die TG-Fans in der 54. Minute aufatmen konnten. Kim Lauer traf noch zum 5:1-Endstand (57.). „Der Sieg war sehr wichtig. Jetzt können wir ohne großen Druck in das Spiel am Mittwochabend gegen Mainz gehen“, sagte die zweifache Torschützin Esther Peikert. Zum neuen Trainer und TG-Rückkehrer Tobias Stumpf habe man gleich einen guten Draht gefunden. „Er legt sehr viel Wert auf Disziplin und Ordnung im Spiel. Beides brauchen wir auch“, meinte Lauer.

Nach der 4:6 (2:2)-Niederlage am Samstag habe man gemerkt, dass man mehr Druck machen müsse, erläuterte Lauer. „Es liegt uns, wenn wir Pressing spielen.“ Peikert sprach von einem ausgeglichenen Auftaktspiel beim SC SaFo Frankfurt. Erst in der Schlussphase hätten die Frankfurterinnen die Partie nach individuellen Fehlern der TG entschieden. Die Tore für Frankenthal erzielten Meike Stillger, Francesca Delarber, Kim Lauer und TG-Neuzugang Dorothea Braun.So spielten sie

TG Frankenthal: Deimling – Koppel, Peikert, Hahl, Lauer, Happersberger, Seemann, Stillger, Braun, Delarber, Koch, Haselmaier

Rüsselsheimer RK II: Wolf – Ruhland, Steffl, Schopper, Mittnacht, Weber, Mischlich, Anagnostou, Büttner, Minowsky, Henke

Tore: 1:0 Lauer (4.), 2:0 Lauer (17.), 3:0 Peikert (21., Strafecke), 3:1 Anagnostou (44.), 4:1 Peikert (54., Strafecke), 5:1 Lauer (57.) – Strafecken: 3/2 – 3/0 – Beste Spielerinnen: Happersberger, Lauer, Peikert – Anagnostou, Schopper – Zuschauer: 70 – Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Karle (Mainz).

Rheinpfalz: „Taktik, Technik, Videoanalyse“ (15.11.2019)

Mit einem Doppelspieltag startet das erste Damenteam der TG Frankenthal am Wochenende in die Zweite Hallenhockey-Regionalliga Süd. Am Samstag (16 Uhr) ist der Absteiger beim SC SaFo Frankfurt zu Gast, am Sonntag (12 Uhr) kommt der Rüsselsheimer RK II zum ersten Heimspiel in die Stadtsporthalle Am Kanal.

 
FRANKENTHAL. An der Seitenlinie steht dann mit Tobias Stumpf ein neuer Coach. Ausgerechnet in der letzten Woche vor dem Saisonstart konnte der 35-Jährige das Training nicht leiten. Er weilte im Urlaub, den er bereits vor einigen Monaten gebucht hatte. „Da konnte ich noch nicht ahnen, dass ich in der Hallensaison das Damenteam der TG betreuen werde“, erzählt Stumpf im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Er sprang kurzfristig ein, als bekannt geworden war, dass der bisherige Coach Rainer Schwenk zum HTC Neunkirchen wechselt.

Ursprünglich sollte Stumpf, der zuletzt beim TSV Mannheim Jugendteams betreut hat und fünf Jahre lang Co-Trainer der Bundesliga-Damen war, erst im kommenden Frühjahr zu seinem Heimatverein zurückkehren. Doch als klar war, dass die ersten Damen der TG ohne Trainer dastehen, habe er sich bereiterklärt, sofort einzuspringen, so Stumpf. Er spricht von einer „reizvollen Aufgabe“.

Abstieg abgehaktIn der kurzen Vorbereitungszeit habe er einen guten Eindruck von der Mannschaft gewonnen. „Die Spielerinnen ziehen gut mit, der Abstieg ist abgehakt. Alle schauen nach vorne“, meint Stumpf. Gerade bei den jüngeren Spielerinnen sei viel Talent vorhanden. Probleme bereitet ihm der dünne Kader. Bislang stehen ihm 13, 14 Feldspielerinnen zur Verfügung. Das mache die Planung nicht einfach. Und wenn im Training nicht alle da seien, sei es schwierig, spielnahe Situationen zu üben, erläutert Stumpf.

Für die Übungseinheiten hat sich der neue Coach einiges vorgenommen. „Wir haben die Trainingsintensität erhöht. Das war auch notwendig“, betont er. „Zweikampfverhalten und Torschüsse sollen mehr im Wettkampfmodus trainiert werden.“ Verordnet hat Stumpf seinem Team auch stramme Athletikeinheiten. Unterstützt wird er dabei von Athletiktrainer Joachim Janke.

Großen Nachholbedarf sieht er noch im technischen und taktischen Bereich: „Da müssen alle noch zulegen. Gerade das Hallenhockey ist sehr taktisch geprägt.“ Einen festen Platz bei der Vorbereitung soll die Videoanalyse bekommen. „In Mannheim hatten wir das jede Woche“, sagt Stumpf. Dazu sollen alle Spiele aufgezeichnet werden.

Hoffmann fällt ausVerzichten muss der Coach wohl die ganze Runde auf Alisa Hoffmann, die sich eine Armverletzung zugezogen hat. Fehlen werden auch Franziska Schwindt (Auslandsaufenthalt) und Noëlle Hahl (Beruf). Kapitänin Katharina Koppel ist nach überstandener Fußverletzung wieder fit. Und mit Dorothea Braun gibt es einen Neuzugang vom Dürkheimer HC. „Dorothea kann in der Verteidigung und im Sturm spielen“, berichtet Stumpf.

Anspruchsvoll ist das Auftaktprogramm: Innerhalb von acht Tagen bestreiten die TG-Damen vier Spiele. Schon am kommenden Mittwoch sind die Frankenthalerinnen bei Mitabsteiger Mainz gefordert, samstags drauf wartet Aufsteiger Kreuznacher HC. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht gleich zu Beginn zu viele Punkte liegen lassen“, warnt Stumpf.

Über Ziele will er noch nicht sprechen. Die Liga sei nicht einfach. Der Coach rechnet mit engen Spielen und einem hart umkämpften Titelkampf. Wobei der Aufstieg laut Stumpf wohl nur über den TSV Schott Mainz führen wird, der im Feld eine sehr gute Halbrunde in der Zweiten Bundesliga gespielt hat.

Das Training in dieser Woche leiteten Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive der TG, und Jugendkoordinator Stephan Decher. Am Wochenende wird dann Tobias Stumpf wieder die Anweisungen geben.

Der Kader der TG

Tor: Nadine Deimling, Benita Main; Feld: Katharina Koppel, Esther Peikert, Nina Büffor, Meike Stillger, Dorothea Braun, Emma Finke, Anna Mees, Katja Happersberger, Francesca Delarber, Elisa Haselmaier, Mona Seemann, Jana Reither, Kim Lauer, Annika Koch.

Rheinpfalz: Interview: Axel Schröder über den Ausfall des Benefizspiels „Hockey gegen Krebs“ (06.11.2019)

Erstmals seit elf Jahren wird es 2020 kein Benefizspiel „Hockey gegen Krebs“ geben. Im Interview spricht Organisator Axel Schröder (50) über die Gründe für die Absage und darüber, wie die Arbeit des Vereins weitergeht. Er verrät aber auch, wer 2021 dabei sein will.

Herr Schröder, wie ist die Gefühlslage bei Ihnen nach der Absage des Benefizspiels „Hockey gegen Krebs“?
Puh, ich war ständig hin- und hergerissen. Geht’s, geht’s nicht. Am Ende bin ich dann zu der Einsicht gekommen, dass es nichts bringt, wenn ich mich kaputt mache. Zum Ehrenamt gehört eben auch mal, dass man Nein sagt. Ich habe lange überlegt. Am Ende hat die Vernunft gesiegt. Zumal wir ja auch einen gewissen qualitativen Anspruch an die Veranstaltung haben. Da wollen wir nichts runterschrauben. Und das geht eben nur mit dem gleichen personellen Input. Und der war diesmal einfach nicht möglich.

Was waren am Ende die Gründe für die Absage?
Ich bin schlicht beruflich sehr stark eingespannt. Wir ziehen mit der Firma um. Das muss bis 31. Dezember über die Bühne gegangen sein. Klar habe ich auch einige Helfer im Verein. Aber am Ende wären alle Fäden wieder bei mir zusammengelaufen – Sponsoren, Partner. Da kann man wenig dran ändern. Und dann wäre ich doch wieder voll drin gewesen. Gerade im Spätjahr fällt immer die meiste Arbeit an. Alleine die Kommunikation mit den Spielern ist immens aufwendig. Das kann ich derzeit nicht leisten.

Wie waren die Reaktionen in Hockey-Deutschland?
Viele waren enttäuscht. Aber nachdem ich es Ihnen erklärt hatte, hatten sie auch Verständnis. Toll ist, dass viele Partner trotzdem ihre Jahresspende machen. Damit kann die Arbeit im Verein weitergehen.

Gutes Stichwort: Wie läuft die Arbeit des Vereins „Hockey gegen Krebs“ weiter?
Wir haben übers Jahr verschiedene Veranstaltungen, bei denen Gelder reinkommen. Beim Herbstcamp der TG Frankenthal sind zum Beispiel bei einem Spendenlauf 5000 Euro gesammelt worden. Die Gelder kommen, aber eben nicht auf einen Schlag. Der Puffer fürs Tagesgeschäft ist vorhanden. An der Arbeit an sich wird sich nichts ändern. Vielleicht werden wir das eine oder andere Großprojekt nicht gleich unterstützen können. Vielleicht können wir im März 2020 im Zusammenhang mit der Pro League etwas auf die Beine stellen.

Können Sie schon eine Prognose für 2021 abgeben?
Mein Ziel ist es, dann wieder ein Benefizspiel „Hockey gegen Krebs“ in Frankenthal zu veranstalten.

Am Standort wird nicht gerüttelt?
Nein. Dafür gibt es keinen Grund. Sowohl der Verein TG Frankenthal als auch die Stadt identifizieren sich zu 100 Prozent mit dem Spiel. Außerdem haben wir hier alle Partner in der Region.

Gibt’s schon die ersten Zusagen?
In der Tat. Björn Emmerling und Tibor Weißenborn haben schon gesagt: Dann kommen wir eben 2021 wieder. Im März wird es außerdem ein Treffen mit allen Partnern geben. Dabei können Kontakte aufrechterhalten werden, ein Austausch kann stattfinden, Netzwerke können geknüpft werden. Und vielleicht können wir dabei auch neue Möglichkeiten für das Spiel erörtern.

Zur Sache

Das Benefizspiel und der Verein „Hockey gegen Krebs“

Im März 2009 hat alles angefangen: Mit der TSG Neustadt wurde damals das erste Benefizspiel zugunsten krebskranker Kinder auf die Beine gestellt. Daraus entstanden der Verein „Hockey gegen Krebs“ und das alljährlich stattfindende Benefizspiel, bei dem Weltmeister und Olympiasieger wie Tibor Weißenborn, Christian Mayerhöfer, Philip Sunkel und Björn Emmerling dem Publikum ihr Können zeigen. 2017 zauberten die Spieler zum ersten Mal in der Halle Am Kanal in Frankenthal. Seitdem hat sich die Veranstaltung mit anschließender Party als fester Bestandteil des Frankenthaler Hockeykalenders etabliert und zieht auch Publikum von außerhalb der Region an. Die Halle ist mit 1000 Zuschauern regelmäßig ausverkauft. Von Jahr zu Jahr konnte Organisator und Vereinsvorsitzender Axel Schröder neue Spendenrekorde vermelden. Alleine im Februar dieses Jahres kamen rund um die elfte Auflage des Benefizspiels 80.000 Euro zusammen. Die Partie wurde erstmals live im Internet übertragen. Der Verein unterstützt Einrichtungen wie das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen und ist im Netz unter www.hockeygegenkrebs.de zu finden.

Rheinpfalz: Interview: „Neue Impulse sorgen für Spannung“ (28.10.2019)

Die Herren der TG Frankenthal haben die Hinrunde in der Zweiten Feldhockey-Bundesliga mit einem guten Gefühl beendet. Mit 16 Punkten überwintert das Team auf dem vierten Platz. Coach Timo Schmietenknop spricht über Trainingsmethoden und erklärt, was der Mannschaft noch fehlt, um mit den Großen mithalten zu können.

Herr Schmietenknop, wie haben Sie die Feldhinrunde verarbeitet?
Ich habe mir schon meine Gedanken darüber gemacht, ja. Mein Fazit ist sehr positiv. Natürlich ist noch ein bisschen das Ärgernis da, dass man am Ende mit den ganz Großen nicht hat mithalten können. Aber unterm Strich war’s eine sehr gute Hinrunde.

Sind Sie mittlerweile auch wieder etwas runtergekommen? Es war ja auch mental eine Anspannung …
Runtergekommen war ich, als wir 16 Punkte hatten. (lacht) Das war der Punkt, an dem die Nervosität weg war. Jetzt bin ich bereit für neue Schandtaten.

Das heißt, Sie werden auch in der Halle die Herren trainieren?
Ja, auf jeden Fall.

Und die Feld-Rückrunde?
Das weiß ich noch nicht. Ich würde gerne. Das hängt auch davon ab, wie es mit einem Co-Trainer aussieht. Ich stehe generell zur Verfügung. Wenn ich beruflich nicht ins Ausland muss, kann ich es mir sehr gut vorstellen.

Was ist bei Ihnen von der Feld-Hinrunde hängengeblieben?
Es war eine sehr intensive Zeit. Ich habe viel nachgelesen, was man trainingstechnisch machen kann, wie man Leute motivieren kann … Das sieht von außen immer leichter aus, als wenn man es dann selbst macht.

Welcher Eindruck bleibt von der Hinrunde? Die sechs ungeschlagenen Spiele zum Start oder die letzten drei mit Niederlagen?
Von beidem ein Stück. Man sieht ganz klar die Fehler, die wir in den letzten Spielen gemacht haben. Die haben wir zuvor nicht gemacht. Natürlich sollte man die ersten sechs Partien im Hinterkopf behalten. Aber die drei sind eine gute Mahnung, dass es sehr schnell umkippen kann, wenn man einen Schritt weniger macht.

Von welchen Fehlern sprechen Sie?
Man hat gemerkt, dass wir aufgrund der Kadersituation nicht das Pressing spielen konnten wie noch am Anfang der Runde. Der eine oder andere, der nicht so im Spielbetrieb war, hat etwas gezögert. Und diese halbe oder ganze Sekunde hat auf drei, vier Passstationen dem Gegner dann so viel Platz gegeben, dass der etwas Gutes daraus macht. Das hatten wir zum Beispiel gegen Blau-Weiss Berlin überhaupt nicht. Da waren wir so aggressiv, so schnell. Die hatten gar nicht die Zeit zum Überlegen. Das hätten wir auch in den Topspielen gebraucht.

Die Partie gegen Blau-Weiss war die beste in der Hinrunde?
Ja. Auch dem geschuldet, dass Blau-Weiss an dem Tag nicht gut war. Aber da hat man gesehen, dass wir heiß drauf waren.

Was haben Sie Positives in der Hinrunde gesehen?
Viel. Das Engagement der Spieler und den Willen, Leistung zu bringen und auch Neues auszuprobieren. Das hat mich am meisten beeindruckt. Ich habe viel Spielfreude gesehen und ein Kollektiv, das gemeinsam gearbeitet hat. Das war das Wichtigste. Gute Einzelspieler gibt es immer. Aber das Kollektiv muss funktionieren.

Was hat Ihnen nicht gefallen?
Zum Teil die Planung von den Spielern. Wir hatten teilweise urlaubsbedingt nicht den nötigen Kader im Training. Man muss aber auch sagen: Das ist für alle ein Hobby. Ich habe Verständnis, wenn man mal weg muss. Aber das führt eben dazu, dass man Trainingsinhalte wiederholen muss. Man kann da keinem böse sein. Die Leute investieren schon sehr viel. Ich habe ja auch mal ein Spiel wegen meines Urlaubs verpasst.

Wie sehen Sie die spielerische Entwicklung? Von außen betrachtet hat die Mannschaft da einen unheimlichen Sprung gemacht.
Ja, das sehe ich ähnlich. Ich habe auch von anderen Trainern schon gutes Feedback bekommen. Ich habe da viel von der Arbeit damals mit Stephan Decher profitiert. Das versuche ich jetzt weiterzugeben. Wir sind mit Abstand die fitteste Mannschaft. Wir hatten die Zehlendorfer Wespen mit zwölf, 13 Mann am Rand der Niederlage. Das ist einmalig. Punkt zwei ist: Jeder Spieler weiß, was sein Job ist. Diese einzelnen Stärken bringen wir gut zusammen.

Das Lob von außen tut gut?
Absolut. Speziell, wenn es die erste „richtige“ Trainerstation im Herrenbereich ist. Da ist die Anspannung noch mal ein Stück größer.

Ist das ein Ansporn, immer weiter zu machen?
Klar. Man muss aber aufpassen. Neue Impulse sorgen für Spannung. Das ist die größte Aufgabe.

Welche neuen Impulse haben Sie denn gesetzt?
Oh, da war viel. Zum Beispiel mal ein Spiel, bei dem die Tore falsch herum standen, mehr Spielformen in den Athletikeinheiten, den Wettbewerb ins Training gebracht. Immer wieder genaue Ansagen machen, die Spannung hoch halten. Wenn das Training zwei Stunden lang auf hohem Niveau ist, ist automatisch auch das Spiel auf hohem Niveau.

Bräuchte man nicht einen Co-Trainer?
Ja. Aber da sind wir in guten Gesprächen, dass wir das zur Hallenrunde beheben können.

Wer ist für Sie der Spieler der Vorrunde?
Da gibt es zwei Kategorien. Johannes Gans ist der beste Spieler der Zweiten Liga. Am besten entwickelt haben sich Johannes Zurke und Sven Becker.

In welchem Bereich brauchen Sie noch Verstärkung?
Definitiv im Sturm. Wir hatten fast nie alle fünf Stürmer dabei. Da brauchen wir mindestens noch zwei Spieler. Die fahren einen extremen Aufwand. Und wir wollen den Konkurrenzkampf. Wir brauchen außerdem noch gute Verteidiger. Die Innenverteidiger Bastian Schneider und Marc Beck spielen jede Partie durch. Das ist kein Zustand.

Christian Dopp hilft in welchem Bereich?
In der Verteidigung. Ein Stürmer kommt außerdem noch.

Was fehlt der TG noch zu den Spitzenmannschaften? Die Spiele gingen alle mit nur einem Tor verloren …
Die Kaderbreite. Wenn Alexander Larbig, Marc Beck und Sven Becker dabei gewesen wären, bin ich der festen Überzeugung, dass wir aus den Spielen gegen Ludwigsburg, Frankfurt und München mindestens vier Punkte geholt hätten.

Auf welchem Weg ist die TG da?
Auf einem sehr guten. Wir wollen ein Signal an andere Teams geben: Wenn du ein talentierter Jugendspieler bist und früh Verantwortung übernehmen willst in der Zweiten Bundesliga, in der Halle vielleicht Erste Bundesliga, dann kannst Du nach Frankenthal kommen. Du hast hier Stephan Decher, der dir viel erklären kann, vielleicht auch mich, der als Trainer viel Input gibt, und du hast eine hungrige Mannschaft, die Gas gibt. Wir wollen ein Anlaufpunkt für alle sein, die es vielleicht beim TSV Mannheim oder Mannheimer HC oder wo auch immer nicht schaffen und in ein familiäres Umfeld wollen. Das muss der Weg sein, bis die Spieler aus der eigenen Jugend wieder nachrücken.

Rheinpfalz: ,,Tobias Stumpf löst Rainer Schwenk als Trainer der TG-Damen ab“ (21.10.2019)

Das Damenteam der TG Frankenthal hat einen neuen Trainer. Wie der Verein mitteilt, hat der bisherige Coach Rainer Schwenk um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Der Neue ist bei der TG kein Unbekannter: Tobias Stumpf, zuletzt in Diensten des TSV Mannheim, leitete am Donnerstagabend das erste Training mit den TG-Damen.

Ursprünglich sollte Stumpf erst im Frühjahr 2020 als Jugendtrainer zur TG zurückkehren, informiert Norbert Grimmer, Sportlicher Leiter Aktive der TG. Nach der Kündigung von Schwenk, der als Trainer zum HTC Neunkirchen wechselt, habe er sich bereiterklärt, sofort als Damencoach einzuspringen, sagt Stumpf. „Ich werde die Mannschaft zunächst für die Hallenrunde übernehmen.“

Bereits von 2002 bis 2011 war Stumpf für seinen Heimatverein TG Frankenthal als Trainer für verschiedene Jugendteams und auch die ersten Damen zuständig. Danach betreute er beim TSV Mannheim Jugendmannschaften und war fünf Jahre lang Co-Trainer der Bundesliga-Damen. Seine Erfahrung aus der Bundesliga will der 35-Jährige nun bei den TG-Damen einbringen und dabei den Fokus auf die Bereiche Taktik und Technik setzen. Joachim Janke wird ihn als Athletiktrainer unterstützen. „Uns bleibt in der Vorbereitung nicht viel Zeit“, sagt Stumpf. Bereits am 16. November steht das erste Spiel in der Zweiten Regionalliga Süd an.

Rheinpfalz:“Wieder nicht belohnt“ (14.10.2019)

Zweitligist TG Frankenthal verliert in München

München. Feldhockey-Zweitligist TG Frankenthal hat die Hinrunde in der Südgruppe mit einer 1:2 (1:1)-Niederlage beim Münchner SC abgeschlossen. Trotzdem trat Coach Timo Schmietenknop mit einem guten Gefühl die Heimreise an. Unterm Strich bleiben 16 Punkte, Platz vier und somit eine gute erste Halbserie.

Es war wie in den beiden Partien zuvor. Auch gegen den HC Ludwigsburg (0:1) und gegen den SC Frankfurt 1880 (2:3) lieferte die TG gegen ein favorisiertes Team einen harten Kampf. Doch für einen Sieg oder einen Teilerfolg, sprich: Remis, reichte es dreimal nicht. Stattdessen ging die TG dreimal mit leeren Händen nach Hause.

In München brachte Erik Kohlmann (6.) die TG früh in Führung. Johannes Gans hatte kurz darauf laut Schmietenknop das 2:0 auf dem Schläger. „Wenn wir da erhöhen, bin ich mir sicher, dass wir das Spiel gewinnen“, meinte er. So kam der MSC postwendend zum Ausgleich (8.) und etwa eine Viertelstunde vor Schluss zum Siegtreffer. Bei letzterem habe sich das Fehlen von vier routinierten Stammspielern bemerkbar gemacht.

Marc Beck, Alexander Larbig und Fridolin Lüschen standen schon vorher als Ausfälle fest. Zudem musste Sven Becker schon nach kurzer Zeit verletzt passen. „Da hatten wir dann nicht die Breite im Kader. Wir sind nah dran an den Topteams, aber noch nicht gleichwertig“, befand Schmietenknop. In München spielte sich die TG keine einzige Strafecke heraus. „Das reicht dann eben nicht, um gegen den MSC zu bestehen“, meinte der Coach. Auf der anderen Seite habe der TG auch das nötige Quäntchen Glück gefehlt. „München war in den vergangenen Spielen nicht so effektiv bei Kurzen Ecken. Gegen uns machen sie dann die erste gleich rein.“ In der Winterpause werde man weiter hart arbeiten, um den Rückstand wettzumachen und dann in der Rückrunde eine andere TG zu präsentieren.

Trotz der Niederlage fahre er mit einem guten Gefühl aus München heim. Das 1:2 sei zwar ärgerlich. Hauptsächlich tue es ihm leid für seine Jungs, die sich erneut gegen ein Spitzenteam der Gruppe nicht belohnt hätten. „Aber es ist toll, dass wir so weit oben stehen. Platz vier ist leistungsgerecht. Das macht mich stolz“, betonte der Übungsleiter.

Die TG Frankenthal überwintert mit 16 Punkten auf Rang vier. Der Abstand zum Vorletzten, TC Blau-Weiss Berlin, beträgt nur sechs Zähler. Im Feld geht es für die TG am 19. April (12 Uhr) weiter. Dann ist die HG Nürnberg zu Gast auf dem Jahnplatz.

Rheinpfalz: „Flexibel gegen junge Wilde“ (12.10.2019)

Quasi mit dem letzten Aufgebot nimmt Zweitligist TG Frankenthal den Abschluss der Feld-Hinrunde beim Münchner SC (Samstag, 16 Uhr) in Angriff. Da aber in den vergangenen Wochen die Teams punktemäßig enger zusammengerutscht sind, wäre ein Zähler zum Abschluss der Halbserie für die TG sehr willkommen.

 
Frankenthal. Münchens Trainer Patrick Fritsche findet es gar nicht schlimm, wenn man sein Team als Wundertüte bezeichnet. „Das nehme ich gerne an. Ich finde, das hat etwas Positives“, sagt er. „Alles ist möglich“ ist das Motto, wenn der MSC aufs Feld geht. In der Ergebnisliste stehen Kantersiege wie das 8:1 bei der HG Nürnberg oder das 6:0 beim TC Blau-Weiss Berlin. Allerdings stehen dort auch Heimniederlagen wie das 2:4 gegen die Stuttgarter Kickers und das 1:2 vergangene Woche gegen die Zehlendorfer Wespen.Dass die Münchner solchen Schwankungen unterliegen, liegt daran, dass sie alles auf die Karte Jugend setzen. Wer sich den Kader der Bayern im Internet anschaut, wird achtmal den Verweis „aktueller Nationalspieler“ finden. Beim Blick aufs Alter wird dann klar: Das sind fast alle noch Teenager, also U-Nationalspieler.

„Wir wollen die Jugend stark machen. Das ist eine klare Aufgabe“, betont Fritsche im RHEINPFALZ-Gespräch. Und dabei nehme er dann auch in Kauf, dass Ausschläge kommen – nach oben und unten. „Die emotionale Spielsteuerung fehlt uns noch teilweise. Aber da muss man reinwachsen. Für mich ist das immer, als wenn ich mit 16 jungen und wilden Hunden Gassi gehe“, beschreibt es der MSC-Trainer und lacht.

Die Aufgabe sei gewesen, in Schlagdistanz zur Spitze zu bleiben. Das habe er geschafft. Der MSC geht als Vierter in den letzten Spieltag, einen Zähler hinter der TG Frankenthal. Mit der Entwicklung der Akteure sei er zufrieden. „Wir nutzen unseren breiten Kader.“ Dazu kommt, dass der MSC nicht den einen Top-Spieler habe. Fritsche baut auf das Kollektiv.

In Schlagdistanz zur Spitze ist auch weiterhin die TG Frankenthal, die als Dritter fünf Zähler Rückstand auf Tabellenführer Frankfurt hat. Für Fritsche ist die TG „die positive Überraschung. Sie tun der Liga gut und leben von der Leichtigkeit des Seins.“ Er sei dankbar für solch einen attraktiven Aufsteiger.

Das hört TG-Coach Timo Schmietenknop natürlich gerne. „Ein riesen Lob von einem kompetenten Kollegen.“ Es hilft ihm aber aktuell nicht bei der Kaderzusammenstellung. Vier seiner Schützlinge fallen aus. Marc Beck hat einen Bluterguss im Fuß, Alexander Larbig eine Zerrung und Fridolin Lüschen plagen Knieprobleme. Sebastian Firsching ist privat verhindert. Weshalb der TG-Coach auch vom „letzten Aufgebot“ spricht, das die Reise in die bayerische Landeshauptstadt antritt.

Da ist bei den Verbliebenen Flexibilität gefragt. Vor allem die Abwehr ist mit den vier Stammkräften Manuel Eck, Bastian Schneider, Simon Hayn und Volker Schwindt etwas dünn besetzt. Weshalb Schmietenknop die Mittelfeldspieler Erik Kohlmann und Johannes Zurke bei Gelegenheit auch in der Verteidigung einsetzen will. Dann würde Kapitän Johannes Gans vom Sturm ins Mittelfeld rücken.

Bei den Verletzten will Schmietenknop kein Risiko eingehen. Muss er auch nicht, da die Punkteausbeute mit 16 sehr gut ist. Allerdings: Den Dritten – Frankenthal – und den Drittletzten – TuS Lichterfelde – trennen nur sieben Zähler.

Gegen München kommt es laut Schmietenknop darauf an, die Strafecken gut zu verteidigen. Oder am besten diese erst gar nicht zuzulassen. Auf der anderen Seite bemängelt Schmietenknop, dass seine Truppe selbst zu wenige Ecken heraushole.

„Wir haben es gegen Frankfurt phasenweise gut gemacht“, erinnert sich der TG-Coach an die 2:3-Heimniederlage vor einer Woche. Auch dieses Spiel habe wieder gezeigt, dass die Mannschaft absolut wettbewerbsfähig sei. „Wir werden uns in München so teuer wie möglich verkaufen und schauen, dass wir hinten so lange wie möglich die Null halten“, gibt er die Marschroute vor.

Neidisch schaue er nicht nach München ob der zahlreichen Jugendlichen, die dort im Moment aufdrehen. Ja, München habe den Standortvorteil, mache seit Jahren gute Arbeit. „Aber wir haben andere Qualitäten und keinen super Fußballverein in der Stadt. Bei uns ist es ein Stück weit familiärer.“ Unterm Strich habe jeder Verein seine Vorteile. „Und Wettbewerb belebt das Geschäft“, betont er.

So spielen sie

TG Frankenthal: Bernet, Scharfenberger – Eck, Schneider, Hayn, Schwindt – Kohlmann, Becker, Koperski, Zurke, Seel – Gans, Fuchs, Martens, Hitschler, Cunningham, Reinhard

Rheinpfalz: „Schwenk mit Entwicklung unzufrieden“ (07.10.2019)

Regionalliga-Damen der TG Frankenthal müssen sich Eintracht Frankfurt 0:1 geschlagen geben – Team überwintert auf sechstem Tabellenplatz

FRANKENTHAL. Es bleibt bei vier Punkten: Die ersten Damen der TG Frankenthal haben es am Samstag in der Feldhockey-Regionalliga Süd versäumt, vor der Winterpause noch mal nachzulegen. Gegen Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt zeigten die TG-Damen auf dem Jahnplatz einen unmotivierten Auftritt und verloren gegen einen schwachen Gegner 0:1 (0:1).

TG-Trainer Rainer Schwenk war nach dem Abpfiff enttäuscht. In den letzten drei Partien hatte sein Team nur einen Punkt geholt. Dabei wäre gegen Eintracht Frankfurt mehr drin gewesen. Die Gäste waren sehr defensiv aufgestellt und lauerten auf Konter. Spielerisch fehlten der Eintracht aber die Mittel, um diese konsequent abzuschließen. Die Frankenthalerinnen ließen es am Samstag ihrerseits an der nötigen Ruhe und Übersicht vermissen, die sie beim 2:1-Sieg gegen Aufsteiger SaFo Frankfurt im letzten Heimspiel noch bewiesen hatten. Im Spielaufbau leisteten sie sich immer wieder unnötige Fehlpässe. Und in den gegnerischen Schusskreis schafften sie es nur selten.

TG vor dem Tor zu ungenau

„Das war ein schlechtes Spiel von uns“, haderte Schwenk. „Nach vorne lief bei uns kaum etwas zusammen.“ Im Mittelfeld habe man die Räume nicht besetzt, und im Angriff habe die Geduld gefehlt. „Immer wieder haben sich meine Spielerinnen festgelaufen, anstatt einfach mal einen Seitenwechsel einzuleiten“, sagte der TG-Coach. Mit der Entwicklung des Teams sei er aktuell nicht zufrieden. „Wir machen einen Schritt nach vorne, und dann wieder zwei zurück.“

In der 27. Minute gelang es Kläre Hahn, einen Angriff der Eintracht abzuschließen. Es sollte das einzige Tor in einer von beiden Seiten schwachen Partie bleiben. Die Gastgeberinnen zeigten sich nach der Pause zwar angriffslustiger und brachten Frankfurt in Bedrängnis, sobald es mal schnell und konsequent nach vorne ging. Vor dem Tor fehlten den TG-Spielerinnen für Flanken und Pässe aber die Abnehmer. Die erste richtig gute Torgelegenheit aus dem Spiel heraus hatte Meike Stillger in 40. Minute. Ihr Schuss war aber zu ungenau. In der Schlussphase hatte Noëlle Hahl noch die Chance zum Ausgleich.

Vier Punkte aus fünf Spielen

„Wir machen es uns im Moment selbst schwer“, meinte Rainer Schwenk und betonte: „In der Vorbereitung auf die Hallensaison wartet viel Arbeit auf uns.“ Eintracht-Trainer Thorben Knapp war mit dem Ergebnis zufrieden. „Wir hatten die besseren Chancen, deswegen geht der Sieg in Ordnung. Bei unseren Kontern waren wir aber nicht konsequent genug.“ Die Bilanz seines Teams vor der Winterpause – sieben Punkte aus vier Spielen – gehe in Ordnung.

Auch für die TG-Damen war es das letzte Feldspiel in diesem Jahr. Nach fünf von sieben Partien stehen sie mit vier Punkten auf dem sechsten Platz. Die Runde wird Ende April 2020 fortgesetzt. Die Frankenthalerinnen beginnen nun mit der Vorbereitung auf die Hallensaison. Viel Zeit haben sie nicht. Schon am 13. November steht in der Zweiten Regionalliga Süd (Gruppe West) bei Mitabsteiger TSV Schott Mainz das erste Spiel an.

So spielten sie

TG Frankenthal: Deimling (Main) – Meyer, Peikert, Hahl, Kelly Lauer, Kim Lauer, Happersberger, Sabasch, Seemann, Stillger, Büffor, Delarber, Koch, Stramitzel, Mees, Stang

Eintracht Frankfurt: Pollex – Hilbert, Klecha, Brauner, Lowe, Müller-Methling, Litwintschuk, Kläre Hahn, Kuhnis, Hindelang, Lüttringhaus, Kircher, Fernandes, Sofie Hahn, Okumu, Köhler

Tore: 0:1 Kläre Hahn (27.) – Strafecken: 2/0 – 3/0 – Beste Spielerinnen: Hahl, Peikert – Kläre Hahn, Sofie Hahn, Hilbert – Zuschauer: 100 – Schiedsrichter: Pacyna (Bad Dürkheim)/Vossebein (Neunkirchen).

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